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Schiffsportrait und Bericht von Bord der AIDAcara von AIDA Cruises

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 25.09.2014

Schiffsportrait und Bericht von Bord der AIDAcara von AIDA Cruises

Die AIDAcara ist das erste Kreuzfahrtschiff, welches für die Marke AIDA entwickelt wurde. Das 38.557 BRZ große und 193 m lange Kreuzfahrtschiff wurde in Finnland gebaut, am 07. Juni 1996 in Warnemünde getauft und unternahm kurz darauf die erste Kurzreise via Kiel und durch den Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Hamburg.

AIDAcara auslaufend Kiel am 19. April 2014

Foto: AIDAcara im Sommer 2014 in Kiel

Von der Indienststellung bis zum Jahr 2001 verkehrte das Typschiff der AIDA Flotte noch ohne den Namenszusatz als „AIDA“ und mit dem Marketing-Beinahmen „das Clubschiff“ über die Weltmeere.

Wir haben die ersten Stunden dieses seinerzeit völlig neuen Schiffskonzepts miterlebt und hatten offen gesagt wirklich Zweifel daran, ob dieses Kreuzfahrtschiff auf dem deutschen Markt eine Zukunft haben wird. Entwickelt wurde das Konzept für zwanglose Kreuzfahrten nach amerikanischem Vorbild von den Hamburger Kaufleuten Nikolaus W. Schües und Horst Rahe. 1996 wurde das Schiff mit der seinerzeit provokanten und auffälligen Bemalung in den Häfen mit Skepsis beäugt. Keiner konnte sich unter einem „Clubschiff“ etwas vorstellen und die bunte Bemalung mit einem knallroten „Kussmund“ passte so gar nicht in die Köpfe der Kreuzfahrtliebhaber. Entworfen wurde das Design übrigens vom Künstler Feliks Büttner, der heute noch eng mit AIDA Cruises verbunden ist. Dazu später mehr.

Die Jungfernreise begann am 11. Juni von Hamburg aus und führte nach Palma de Mallorca, wo das Schiff in den Sommermonaten vorerst stationiert wurde. Die Buchungen liefen zunächst eher schlecht als recht aber wer sich damals an Bord „wagte“, der war „infiziert“. Und dieser Funke der Begeisterung entwickelte sich letztendlich zu einer bisher ungebremsten AIDA-Erfolgsstory.   

Die Begeisterung der Reisegäste hält weiterhin an und die Marke AIDA entwickelte sich zur bekanntesten auf dem deutschen Kreuzfahrtmarkt. Achtzehn Jahre nach der Jungfernfahrt gehört die AIDAcara weiterhin zur Flotte von bisher 10 Kreuzfahrtschiffen und hat ihre eigene Fangemeinde unter den deutlich größeren und jüngeren Kussmund-Schwestern.

Schauen wir uns nun an Bord der AIDAcara um.

Auf Deck 3 befinden sich das Bordhospital und die Biking Station, die Decks 4 und 5 sind reine Kabinendecks. Auf Deck 6 mittschiffs stoßen wir auf die offene, helle und großzügige Rezeption sowie auf sechs Internetterminals. Da im Jahr 1996 das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, wurden die Terminals später nachgerüstet. Die Internetkosten liegen bei 0,39 EUR/Minute. Es gibt auch unterschiedliche Internetpakete mit denen man entsprechend vergünstigt im Internet surfen kann.

Die AIDA-Internetpakete im Überblick:

  • Happy Sixty: 60 Minuten kosten 19,95 EUR (0,33 EUR/Minute)
  • Happy Hour: eine Stunde ohne Pause für 17,95 EUR
  • Happy Day: einen Tag lang Surfen für 59,- EUR (0,04 EUR/Minute)
  • Happy Week: eine Woche lang surfen ohne Limit  für 159,- EUR

Rezeption AIDAcara

Foto: Rezeption AIDAcara

Geht man von der Rezeption aus in Richtung des vorderen Treppenhauses, dann entdeckt man erstmal einen offenen Bereich über zwei Decks mit einer beleuchteten Kuppel aus bunten Glasmosaiken. Links und rechts an den Wänden hängen noch die original Kunstwerke des Künstlers Feliks Büttner aus dem Jahr 1996. Feliks Büttner schuf seinerzeit eigens für diesen offenen Treppenhausbereich zwei Gemälde auf Leinen. Der in Rostock lebende Künstler ist auch heute noch eng verbunden mit AIDA Cruises und auf speziellen Kunst-Event-Reisen live an Bord der Kussmundschiffe zu erleben. Büttners Zeichnungen, Aquarelle und Collagen sind auch an Bord der AIDA-Schiffe zu erwerben.

Treppenhaus und Buettner Kunstwerke AIDAcara

Foto: Treppenhaus und Buettner Kunstwerke AIDAcara

Deck 7 ist ein reines Kabinendeck. Als Besonderheit sind hier die vier Premium-Suiten im vorderen Schiffsbereich zu nennen, die über einen zusammenhängenden, großen Deckbereich verfügen. Die Premium-Suiten sind jeweils 55m² groß und das gemeinsame Sonnendeck mit Blick in Fahrtrichtung hat eine Größe von 82m². Sehr positiv aufgefallen ist uns, dass ALLE Bäder in den Kabinen über eine Dusche mit Glastür verfügen und nicht mit einem Duschvorhang versehen sind.

Premium Suite Kategorie SB AIDAcara

Foto: Premium-Suite Kategorie SB AIDAcara

Auf  Deck 8 liegt im Bug ein klassisches Theater in dem jeden Abend bis zu zwanzig Künstler aus allen Teilen der Erde mitreißende Aufführungen präsentieren. An bis zu fünf Abenden erleben die Gäste die großen AIDA Shows.

Theater AIDAcara

Foto: Theater AIDAcara

Ebenfalls im Bereich des Theaters auf Deck 8 ist zu beiden Seiten der Kids Club untergebracht. Der Kids Club auf der AIDAcara ist für alle Kinder ab 3 Jahren geöffnet. Auch wenn er in seiner Größe nicht an die Kids Clubs der anderen AIDA-Schiffe heranreicht, so ist das Bordprogramm identisch. Einer spannenden Schatzsuche, abenteuerlichen Bordsafaris und vielen weiteren Aktivitäten steht also auch an Bord der AIDAcara nichts im Wege. Die Programmzeiten unterteilen  sich dabei in Vormittags-, Nachmittags- und Abendprogramme. An Landtagen wird bis zu sechs Stunden lang und an Seetagen bis zu sieben Stunden lang ein eigenes Kinderprogramm geboten. Kinder bis 11 Jahre werden im AIDA Kids Club auch über die Programmzeiten hinaus betreut.

AIDA Kids Club AIDAcara

Foto: AIDA Kids Club AIDAcara

Wir verlassen den AIDA Kids Club und den Bereich des Theaters, laufen durch das vordere Treppenhaus und kommen in die AIDA Bar. Die AIDA Bar war natürlich die erste ihrer Art und ist so erfolgreich bei den Gästen angekommen, dass sie bisher auf allen weiteren Kreuzfahrtschiffen von AIDA übernommen wurde. Auch auf der AIDAprima wird man die AIDA Bar wieder finden. Aufgrund der sternförmigen Anordnung der Theken sitzen sich die Gäste wahlweise gegenüber, was die Kommunikation untereinander erleichtert. Rund um die AIDA Bar laden gemütliche Lounge Sessel zu einem längeren Aufenthalt ein. Insgesamt ist die AIDA Bar sehr offen und weitläufig aufgebaut, so dass es auch zu Stoßzeiten kein lästiges „Geschiebe“ zwischen Stühlen und Tischen hindurch geben wird.

AIDA Bar AIDAcara

Foto: AIDA Bar AIDAcara

Auf der Backbordseite der AIDA Bar schließt sich der Ausflug Counter an. Zwar hat sich der Trend, in den Häfen Ausflüge auf eigene Faust zu unternehmen, inzwischen etabliert aber das AIDA Ausflugsprogramm bringt einem die Urlaubsorte sicherlich näher als man sie selbst erkunden könnte. Wer Hintergrundinformationen und Tipps von erfahrenen Guides erhalten möchte, der kommt um einen geführten Ausflug nicht herum. Egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, per Bus oder im Jeep, das Ausflugsprogramm bietet für jeden Geschmack die passende Ausflugsvariante. Natürlich kommen je nach Destination auch Golfer und Taucher voll auf ihre Kosten.

AIDAcara Ausflug Counter

Foto: AIDAcara Ausflug Counter

Damit der Urlaub noch lange in Erinnerung bleibt, kann man im Fotoshop die ganz persönlichen Schnappschüsse der Bordfotografen erstehen und sich bei Bedarf seine eigenen Bilder auf einem USB-Stick oder einer DVD sichern lassen.

Der AIDA Shop bietet eine große Auswahl an Uhren, Schmuck, Kosmetikartikeln und Parfum zu vergünstigten Duty Free Preisen. Ebenfalls im AIDA Shop erhältlich sind die Artikel der AIDA Fashion Kollektion „Oceanic Voyage“ sowie auch die AIDA Bettwäsche, Bademäntel und Strandtücher. Auch für die kleinen Kreuzfahrer wurden zusammen mit dem renommierten Fashionlabel GAASTRA diverse Modeaccessoires entwickelt.

AIDA Shop AIDAcara

Foto: AIDA Shop AIDAcara

Der gesamte Heckbereich der AIDAcara wird für das Markt Restaurant genutzt. Im Markt Restaurant erlebt der Gast eine kulinarische Reise quer durch die Länder Europas. Egal ob Spezialitäten aus Spanien, Italien oder Deutschland. Beim Gang entlang der einzelnen Marktstationen entdeckt man immer wieder neue Leckereien. Eine feste Tischordnung oder Essenszeiten gibt es nicht, die täglichen Öffnungszeiten sind in der Bordzeitung AIDA Heute zu finden. Zu den Hauptmahlzeiten sind die Tischgetränke wie Wein, Bier und eine kleine Auswahl Softdrinks inklusive.

Markt Restaurant AIDAcara

Foto: Markt Restaurant AIDAcara

Direkt über dem Markt Restaurant liegt auf Deck 9 das Calypso Restaurant. Im Calypso Restaurant entdeckt man an verschiedenen Themenbuffets die unterschiedlichsten Kreationen. Vom leckeren Salat angefangen über einen selbst kreierten Burger bis hin zur typisch deutschen Hausmannskost ist alles zu finden was das Herz begehrt. Besonders schön ist der große Außenbereich des Calypso Restaurants. Dass der Boden mit Echtholz belegt ist, fällt uns natürlich direkt ins Auge.

Einige Kritikpunkte haben wir im Zusammenhang mit dem Calypso Restaurant aber. Schon vor der eigentlichen Öffnung des Restaurants wurden die meisten Außenplätze von Gästen reserviert, die über Deck 10 bereits dorthin gelangten. Zwar ist dieser Zugang offiziell geöffnet aber es entstand der Eindruck als würde es unter den Vielfahrern schon eine Art Rangordnung und „private“ Tische geben, die dann auch hart verteidigt werden. Für uns hat das wenig mit einer entspannten Kreuzfahrt zu tun, wenn man sich erstmal einen Platz im Außenbereich erkämpfen muss. Besonders für größere Gruppen und Familien dürfte es nicht immer einfach sein, zusammen an einem Tisch sitzen zu können.

Im Laufe der Restaurantöffnungszeit fehltenam Obstbuffet einige Obstsorten, die nicht noch einmal nachgelegt wurden. Die gleiche Situation zeigte sich an der Dessert-Station, nachdem einige Kuchen von den Gästen geleert wurden. Es wurde nicht wieder aufgefüllt.

An der Getränketheke bzw. am Zapfautomaten war keine PEPSI-Cola verfügbar, nur PEPSI-Light (obwohl anders ausgeschildert!). Nach der Hälfte der Zeit lag der 7Up Zapfhahn trocken und blieb es auch. Das Restaurantpersonal nahm einen entsprechenden Hinweis zwar zur Kenntnis, löste aber das Problem nicht. Aus unserer Sicht sind insgesamt zu wenig Zapfstationen installiert. Selbst der Gang durch das komplette Restaurant zur zweiten Zapfanlage blieb ohne Erfolg, der 7Up-Hahn spuckte lediglich einige, klägliche Tropfen aus.

Apfelsaft oder Orangensaft waren ebenfalls nicht verfügbar! Abgesehen von der Lauferei durch das Restaurant ist insbesondere für Kinder die Situation unschön gewesen. Sie hatten nun die Auswahl zwischen Mirinda-Brause oder Sprudelwasser. Auf nochmalige Nachfrage hin, legte uns das Restaurant-Personal die große Auswahl der (kostenpflichtigen!!) Getränkekarte ans Herz. Sind das jetzt die neuen Verkaufsstrategien an Bord? Mit einer Auswahl an kostenfreien Getränken hatte die vorgefundene Situation kaum etwas zu tun.  

Wären wir zahlende Kreuzfahrtgäste gewesen und hätten unsere ersten Minuten an Bord verbracht, so wäre der Eindruck sehr unangenehm gewesen. Die Vermutung lag nahe, sich auf einem „Spar-Schiff“ zu befinden und nicht an Bord der AIDAcara. Warum sich diese Situation so darstellte, entzieht sich unserer Kenntnis. Mag sein, dass wir den falschen Zeitpunkt erwischt haben aber aufgrund der Häufung an Auffälligkeiten haben wir sie hier auch erwähnt.

Calypso Restaurant AIDAcara

Foto: Calypso Restaurant AIDAcara

Die Lambada Bar ist der ideale Treffpunkt zum Entspannen, für gesellige Stunden und nette Gespräche. Die maritime und weitläufige Bar bietet jede Menge Sitzmöglichkeiten, gemütliche Ecken und einen schönen Ausblick auf das Meer.

Lambada Bar AIDAcara

Foto: Lambada Bar AIDAcara

Über eine lange Holzbrücke gelangt man schließlich direkt in den großen Body & Soul Sportbereich. Innerhalb des Body & Soul Sportbereiches sind der Tauch Counter, der Biking Counter, ein Golfsimulator und der Frisör zu finden. Egal ob man Profi oder Einsteiger ist, im Fitnessstudio der AIDAcara findet jeder sein persönliches Trainingsgerät. Natürlich wird eine persönliche Betreuung durch geschultes Personal sichergestellt. Bis zu 30 verschiedene Kurse und Workshops schaffen ein umfangreiches Angebot. Zu den Ferienzeiten bietet AIDA Cruises spezielle Kids & Teens Kurse an.

Body and Soul Sport AIDAcara

Foto: Body and Soul Sport AIDAcara

Auf Deck 9 im Bug liegt die obere Etage des Theaters sowie die Cara Lounge. Wir gehen hinauf auf Deck 10 und wollen bei dieser Gelegenheit die großzügigen Treppenhäuser nicht unerwähnt lassen. Im Vergleich zu anderen Kreuzfahrtschiffen gleichen Alters tritt man sich auf der AIDAcara eher selten auf die Füße. Es gibt pro Treppenhaus bis zu vier Auf- und Abgänge die viel Freiraum schaffen. Auch die Bereiche vor den Fahrstühlen lassen nicht das Gefühl von Enge aufkommen. Im vorderen Treppenhaus befinden sich zwei und im hinteren Treppenhaus drei Fahrstühle. Die einzelnen Decks sind wunderbar mit großen Decknummern gekennzeichnet und zusätzlich mit einem übersichtlichen Deckplan versehen. Das gibt es leider nicht überall und fällt daher positiv ins Auge. Die Kennzeichnung der Decks ist im Bereich der Treppengeländer auch in Blindenschrift vorhanden.

Treppenhaus AIDAcara

Foto: Treppenhaus AIDAcara

Auf dem Pooldeck fällt sofort der große Volleyball- und Basketballplatz auf. Das Sportangebot ist bei AIDA bekanntlich sehr groß und schließt auch private Trainingsstunden ein. Für 55,- EUR bekommt man zum Beispiel 60 Minuten lang seinen ganz persönlichen Trainer zur Seite gestellt. Bei schönem Wetter wird der Platz entsprechend auch für die angebotenen Fitnesskurse genutzt. Dazu gehören Bauch-Beine-Po Übungen, Bodystyling, Tae Bo und Zumba. Die Lage des Sportplatzes ist aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß und in der Branche auch einzigartig. Wird der Sportplatz genutzt, fällt ein großer Aufstellbereich für die Sonnenliegen weg. Zu sehr ausholen sollte man bei Ballspielen auch nicht, denn sonst fliegt dieser schnell mal über das gesamte Pooldeck oder in den Bereich der oberen Galerie auf der Sonnenliegen stehen.

Das gesamte Pooldeck ist mit Holz belegt worden und die Liegen zeigen sich in einwandfreiem Zustand. Vier kleine Glaskuppeln sorgen dafür, dass viel Licht auf das darunter liegende Deck in den Sport- und Restaurantbereich fällt. Aufgrund der zunehmenden Schiffsgröße sind solche schönen Details heute kaum noch zu finden. 

Pooldeck AIDAcara

Foto: Pooldeck AIDAcara

Für die Abkühlung zwischendurch sorgt die Pool Bar oder auch der Swimmingpool. Achtern liegt der große Body & Soul Spa Bereich. Neben diversen Behandlungsräumen gibt es eine Aromasauna, eine Dampfsauna, eine Finnische Sauna sowie große Trainings- und Ruhebereiche.

Body and Soul Spa Trainingsbereich AIDAcara

Foto: Body and Soul Spa Trainingsbereich AIDAcara

Im Vergleich zur Schiffsgröße kommt hier, wie in allen öffentlichen Bereichen, überhaupt nicht das Gefühl der Enge auf. Richtig gut gefällt innerhalb des Body & Soul Spa Bereiches die Ruhezone mit Sitzgelegenheiten und Getränkeinsel. Helle, harmonische Farbtöne, jede Menge (Kunst-)Pflanzen und maritime Details lassen eine angenehme Wohlfühlatmosphäre entstehen.

Body and Soul Spa Ruhezone AIDAcara

Foto: Body and Soul Spa Ruhezone AIDAcara

Der Spa Bereich verfügt auch über eine große Außenfläche mit Sonnenliegen sowie eine abgeteilte FKK-Zone.

Nachdem wir einen Großteil der AIDAcara nun gesehen haben, sind wir nach wie vor begeistert von diesem „Ur-Schiff“ aus der Flotte von AIDA Cruises. Die AIDAcara ist auch nach 18 Dienstjahren keineswegs altersschwach oder unattraktiv. Natürlich ist das Angebot der öffentlichen Räume und Bars an Bord deutlich kleiner als bei den größeren und jüngeren Schwestern aber Individualisten und Liebhaber von überschaubar großen Kreuzfahrtschiffen dürften in der AIDAcara das perfekte Kreuzfahrtschiff finden.

Die AIDAcara ist maritimer als die jüngeren Schwestern und vermittelt deutlich mehr das Gefühl einer echten Kreuzfahrt. Auf der AIDAcara wurde in vielen Bereichen noch Echtholz verwendet, die Decks sind offen und nicht durch Windschutzwände aus Glas „verbaut“. Rundum hat man die Möglichkeit ungehindert auf das Meer zu schauen. Der Gesamtzustand ist hervorragend, kaum eine Spur von Abnutzung oder Verschleiß ist zu erkennen. Vor 18 Jahren noch belächelt, hat das Kreuzfahrtschiff im Laufe der Jahre viele Liebhaber gefunden und wird hoffentlich noch für lange Zeit in der Flotte von AIDA Cruises verbleiben.

Wir gehen weiter zu unserer letzten Station an Bord, der Anytime Bar auf Deck 11. Auf dem Weg dorthin entdecken wir noch Tischtennisplatten und Shuffleboard Felder auf den Außendecks. Die Anytime Bar liegt quasi völlig abseits der Kabinen unterhalb vom Signalmast. Wenn es in den anderen Bars und öffentlichen Bereichen an Bord schon ruhiger wird, dann trifft man sich in der Anytime Bar. Aktuelle Musik und Themen-Partys locken Nachtschwärmer und Discofans, wenn erfahrene DJs zu heißen Rhythmen auflegen.

Anytime Bar AIDAcara

Foto: Anytime Bar AIDAcara

Besonders beliebt sind die legendären AIDA Mottopartys wie die Black & White Party, das Alpenglühn oder die angesagten AIDA Hot Nights. Passend zum Thema und zur Musik wechselt die Dekoration und lassen die Anytime Bar immer im neuen Licht erstrahlen. Im Vergleich zu den anderen AIDA Schiffen vermisst man gerade in warmen Fahrtgebieten einen Anytime Bar Außenbereich. Die Lage der Bar würde zwar Glastüren ermöglichen aber der Fahrtwind die Nutzung einer solchen Installation eher sehr selten zulassen.

Sonnendeck und Anytime Bar Deck 11 AIDAcara

Foto: Sonnendeck und Anytime Bar Deck 11 ADIAcara

Damit schließt sich unser Rundgang über die AIDAcara, dem „Ur-Schiff“ aller AIDA Schiffe, welches 1996 den Kreuzfahrtmarkt in Deutschland revolutionierte und auch nach 18 Jahren kaum Schwächen zeigt.

Das Schiff ist übrigens in weiten Teilen auch barrierefrei und somit für Rollstuhlfahrer geeignet!

Weitere Details, Kabineninformationen und Empfehlungen zu den Reiserouten erhalten Sie gerne  in einem persönlichen Gespräch unter der Rufnummer 04893-4288535 oder per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de

  • komplette Bildergalerie von Bord der AIDAcara HIER

AIDA Adventseinkauf...

Autor: Team von Kreuzfahrten und mehr am 28.11.2013

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AIDAcara

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Autor: Team von Kreuzfahrten und mehr am 02.05.2013

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AIDAcara eröffnet am 13. April die Kreuzfahrtsaison 2013 in Kiel!

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 18.02.2013

AIDAcara eröffnet am 13. April die Kreuzfahrtsaison 2013 in Kiel!

Nachdem wir nun einen kleinen Überblick darüber gegeben haben, was es so für Highlights in der kommenden Kreuzfahrtsaison 2013 in Hamburg, Bremerhaven und Warnemünde für Sehleute zu sehen gibt, folgt heute noch der Kreuzfahrthafen Kiel.

Kiel beschreibt sich gerne selbst als „Fünfsternehafen“ was aufgrund der guten Infrastruktur und modernster Terminals für Kreuzfahrtschiffe sicherlich nicht übertrieben ist.

Kreuzfahrthafen Kiel 2013

Wie auch im Hafen Hamburg und am Warnemünde Cruise Terminal wird AIDA Cruises die Kreuzfahrtsaison in Kiel eröffnen. Am 13. April 2013 wird AIDAcara erstmals in der diesjährigen Kreuzfahrtsaison am Ostseekai festmachen.

Im Jahr 2012 wurde Kiel insgesamt 136 Mal von 26 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Für das Jahr 2013 sind bislang 125 Anläufe gemeldet. Hat im letzten Jahr noch die Amadea von Phoenix Reisen am 15. Dezember 2012 die Saison beendet, so wird es in diesem Jahr die AIDAcara am 28. September sein.

Das größte maritime Highlight ist wie jedes Jahr  zweifelsfrei die Kieler Woche vom 22.-30. Juni 2013. Am Samstag den 29. Juni – der letzte Samstag der Kieler Woche – wird es den einzigen Kreuzfahrtschiff-4-fach Anlauf im Hafen geben. Die Eurodam von Holland America Line wird am Ostseekai festmachen, die MSC Poesia von MSC Kreuzfahrten ebenfalls am Ostseekai, die Astor von TransOcean Kreuzfahrten am Norwegenkai und die Black Watch von Fred Olsen Cruise Lines am Ostuferhafen.

Zum Abschluß der Kieler Woche am 30. Juni 2013 erhellt wie immer ein Höhenfeuerwerk den Nachthimmel ab 23:00 Uhr. Das detaillierte und laufend noch wachsende Programm zur Kieler Woche finden Sie hier: Programm Kieler Woche 2013

Kreuzfahrthafen Kiel 2013

Neu in der Kreuzfahrtsaison 2013 ist das erweiterte Parkangebot für Kreuzfahrtgäste in Kiel. Das Park & Cruise Angebot in Kiel war immer schon recht umfangreich und ist nun nochmals gewachsen. Aufgrund der sich laufend ändernden Preise und Details informieren wir Sie gerne über aktuelle Möglichkeiten.

Im letzten Jahr sind mehr als 50.000 Transitpassagiere auf Tagesausflug in Kiel auf Tour gewesen. Auch für Kurzbesucher bietet die Landeshauptstadt jede Menge Sehenswürdigkeiten. Kiel wurde bereits um 1240 gegründet und erlebte seinen Aufstieg zur Großstadt um 1870 herum. Viele Teile der Stadt stammen also noch aus der Gründerzeit. Leider wurde ein Großteil davon im zweiten Weltkrieg zerstört und so entstanden auf den Grundmauern nach damaligen Gesichtspunkten moderne, neue Gebäude.

Sicherlich einen der schönsten Ausblicke auf Kiel hat man vom Ufer des „Kleinen Kiel“ aus auf Opernhaus und Rathausturm. Der „Kleine Kiel“ ist der Rest des teilweise zugeschütteten „großen Kiels“ eines Seitenarms der Kieler Förde. Dieses Binnengewässer ist nicht, wie man vermuten mag, mit Süß- sondern mit Salzwasser gefüllt. Das liegt daran, dass auch heute noch eine Verbindung zur Kieler Förde besteht – leider aber nur noch unterirdisch durch Rohre. Rund um den kleinen Kiel finden sich jede Menge schöne Plätze und Parkanlagen.

Nach neuesten Plänen soll in der Kieler Innenstadt bald umgebaut werden. Zwischen Kleinem Kiel und Bootshafen soll ein Kanal entstehen, der nicht bei allen Kielern auf Begeisterung stößt. Sollte alles nach Plan verlaufen, dann können die ersten Bagger wohl 2014 anrollen. Man darf gespannt sein wie sich diese Planungen entwickeln werden.

Das Kieler Rathaus ist weitgehend im Jugendstil ausgestattet worden, die Werke von Dali und Barlach kann man sich im Rahmen einer Besichtigung anschauen. Bemerkenswert ist außerdem der 107 m hohe Rathausturm , der auf persönlichen Wunsch des Kaisers erbaut und dem Campanile am Markusplatz in Venedig nachempfunden wurde.

In unmittelbarer Nähe zum Rathaus, Opernhaus und dem Kleinen Kiel befindet sich die Haupteinkaufsstraße und Fußgängerzone von Kiel – die Holstenstraße.

Geht man die Holstenstraße von der Holstenbrücke beginnend komplett bis zum Ende durch, dann ist es nur noch einen Steinwurf weit bis zum Kieler Hauptbahnhof. Im Gegensatz zu manch anderem Bahnhof zeigt sich der Hauptbahnhof von Kiel mit seinem Kaiserportal als echte Sehenswürdigkeit für Stadtbesucher.

Kreuzfahrthafen Kiel 2013

Als der Bahnhof 1899 eröffnet wurde, da stand er im Zusammenhang mit der Eisenbahn für ein aufstrebendes Deutsches Reich. Ein Teil des Bahnhofs wurde somit dem Kaiser gewidmet, der an der Ostseite zum Wasser hin ein eigenes, sogenanntes Kaiserportal erhielt. Der Kaiser konnte nun über eine imposante Freitreppe direkt zu seiner Yacht „Hohenzollern“ gelangen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde dieser Bereich des Bahnhofs beim Wiederaufbau vernachlässigt. Erst seit der Renovierung 1999 erstrahlt die Fassade samt Freitreppe wieder in bemerkenswertem Glanz. Die Renovierung des Kieler Bahnhofs ist wirklich gelungen und eine harmonische Kombination aus historischer Substanz und modernen Stilelementen.

Vom Hauptbahnhof Kiel erreicht man via Hamburg alle Städte Deutschlands an einem Tag. Auch für Kreuzfahrtgäste die mit der Bahn an- und abreisen bietet der Bahnhof eine hervorragende Möglichkeit und Alternative zu Bus und Auto. In der Regel bieten die Reedereien einen kostenfreien Transfer zu den jeweiligen Terminalgebäuden. Reisende mit wenig Gepäck erreichen den Ostseekai und den Norwegenkai alternativ auch in wenigen Minuten zu Fuß über die Hörnbrücke.

Und damit kommen wir gleich zur nächsten Sehenswürdigkeit in Kiel – die Hörnbrücke. Diese sogenannte „Dreifeldzugklappbrücke“ wurde 1997 erbaut und war die erste Zeit recht anfällig für Fehlfunktionen. Wer diese Brücke zwischen dem West- und dem Ostufer überqueren möchte, der sollte den festen Öffnungsplan beachten! Zu festgelegten Zeiten ist diese Brücke nämlich jeweils für 15 Minuten geöffnet. Es empfiehlt sich das Öffnen und Schließen dieser filigran anmutenden Konstruktion nicht entgehen zu lassen.  

Setzt man seinen Rundgang nun in Richtung Ostseekai fort, dann liegen zur linken Seite die Kieler Altstadt und das Kloster. Ein Teil des Kreuzganges und des mittelalterlichen Gewölbes sowie der Turm des Klosters können besichtigt werden.

Kreuzfahrthafen Kiel 2013

Wenn man nun genug hat von den Sehenswürdigkeiten in Kiel, dann empfiehlt sich ein Spaziergang entlang der Kiellinie. Von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf die Kieler Förde samt der ein- und auslaufenden Schiffe. Im Sommer laden einige Cafés zum Verweilen ein.

Wer noch Zeit übrig hat, der sollte sich den frischen Wind bei einer Hafenrundfahrt um die Ohren wehen lassen. Von Bord eines der Fahrgastschiffe aus genießt man einzigartige Blicke auf die maritime Landeshauptstadt. Je nach Anbieter dauert eine solche Hafenrundfahrt ca. 2 Stunden und kostet derzeit ca. 13,-- EUR für Erwachsene und 7,-- EUR für Kinder. Abfahrtsort ist z.B. direkt an der Bahnhofsbrücke zwischen Mai bis Ende September. Ein Vorverkauf erfolgt z.B. über die Tourist-Information in Kiel, die auch Stadt- und Rathausturmführungen anbietet. Wer noch mehr von der Kieler Förde sehen möchte, der hat die Möglichkeit eine der öffentlichen Fährlinien zwischen Bahnhofsbrücke und Seegartenbrücke bis nach Laboe oder Schilksee zu nutzen. Zu beachten sind dabei die relativ langen Fahrtzeiten – Tagesgästen mit begrenztem Zeitplan ist von einer solchen Fahrt eher abzuraten.

Wie bereits erwähnt, wird es in der Kreuzfahrtsaison 2013 etwas weniger Schiffsanläufe in Kiel geben, doch die Passagierzahlen werden trotzdem steigen und die Marke von 350.000 Reisenden wohl übersteigen. Das liegt daran, dass die Schiffe in dieser Saison größer sind und mehr Passagiere an Bord nehmen können. Das erwartete Passagier-Plus liegt bei 5% für die Saison 2013.

Aufgrund der häufigen Anläufe von großen Kreuzfahrtschiffen hat man bereits reagiert und einen dritten Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe in Kiel geschaffen. Neben dem Ostseekai und dem Norwegenkai wird erstmals am 09. Juni der Ostuferhafen angelaufen. Den Auftakt macht dann die Eurodam von Holland America Line. Am selben Tag liegen die MSC Musica und die Mein Schiff 1 am Ostseekai.

Kreuzfahrthafen Kiel 2013

Kiel ist also gerüstet für die Kreuzfahrtsaison 2013 und braucht sich mit den Sehenswürdigkeiten gewiss nicht hinter den großen Welthäfen zu verstecken. In wenigen Wochen heißt es dann schon „die Kreuzfahrtsaison 2013 ist eröffnet“! 

Bildmaterial: Andreas Schröder, Kiel - www.andreaskiel.de