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Flusskreuzfahrten während Corona-Pandemie

Autor: Oliver Asmussen am 25.07.2020

Im Test: Meine fünf Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei, auch wenn das häufig zu lesen ist. Trotzdem fahren inzwischen wieder viele Flusskreuzfahrtschiffe und besonders Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie sind in immer größerem Umfang möglich. Allerdings unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregelungen. Wie sich diese anfühlen, habe ich ohne Unterbrechung auf gleich fünf Flusskreuzfahrtschiffen in Folge erfahren dürfen.

Ein langer Weg vom Shutdown zum Neustart

Viele Monate lang stand die Kreuzfahrtbranche komplett still. Die Corona-Pandemie hatte die Welt fest im Griff. Und sie sorgt auch mehrere Monate nach dem kompletten Shutdown weiterhin für große Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr. Die Boulevard-Presse ergötzte sich an nahezu täglich auftretenden Corona-Fällen an Bord vieler Hochsee-Kreuzfahrtschiffe, die bekannt wurden. Die Flusskreuzfahrtschiffe waren von solchen Meldungen zum Glück nicht betroffen, da die Saison noch nicht begonnen hatte. Ein langer Weg lag zwischen Shutdown und dem Neustart erster Kreuzfahrten. Schnell zeichnete sich ab, dass die Flusskreuzfahrtschiffe, sowie kleine Schiffe, gegenüber den Megalinern der Hochseeflotten viele Vorteile boten und daher auch zuerst wieder Fahrt aufnehmen konnten. Es wurden strenge Hygienekonzepte erarbeitet und Abstandsregelungen erlassen, die fortan gültig sein sollten. Ende Juni begannen schließlich die ersten Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie.

Flusskreuzfahrtschiff VIVA TIARA auf dem Rhein

Foto: Flusskreuzfahrtschiff VIVA Tiara auf dem Rhein

Ist eine Flusskreuzfahrt noch sicher?

Den bereits gebuchten Reisenden für den Sommer und potentiellen Neukunden stellte sich nach Bekanntwerden der Hygiene- und Abstandsregelungen die Frage, ob eine solche Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie noch sicher sein kann. Die Liste an Anforderungen umfasste eine Auflistung an Punkten, die sich über viele DIN A4 Seiten erstreckte. Die extrem streng klingenden Regelungen schreckten viele Reisende, die schon für den Sommer gebucht hatten ab. Andere zögerten oder nahmen komplett Abstand von der Idee einer solchen Flusskreuzfahrt, die so gar nicht mehr nach einem erholsamen Urlaub klang. Und ich muss zugeben, dass auch ich Bedenken hatte, gleich zum Neustart der Branche nicht nur ein Flusskreuzfahrtschiff, sondern gleich fünf davon zu besuchen. Es war vorher von Blutabnahmen, großen Voruntersuchungen vor Reisebeginn, von permanenter Maskenpflicht, von täglichen Arztbesuchen, von abgesperrten Poolbereichen, von großen Trennwänden in Restaurants und Lounges, von abgesperrten, öffentlichen Toiletten sowie von Quarantänekabinen und festgelegten Tischzeiten die Rede. Dinge, die nicht gerade die Vorfreude auf eine Flusskreuzfahrt steigerten. Und auch ich stellte mir die Frage, „Ist eine Flusskreuzfahrt überhaupt noch sicher?“ Kann eine Flusskreuzfahrt noch funktionieren?

Fünf Flusskreuzfahrtschiffe in Folge

Der Tag meines persönlichen Flusskreuzfahrt-Neustarts begann mit einer Schiffstaufe in Düsseldorf. Der Taufe der LADY DILETTA von Plantours schloss sich eine kurze Fahrt auf dem Rhein an. Im Anschluss daran wechselte ich auf die komplett renovierte VIVA TIARA von VIVA Cruises sowie auf die TREASURES und die INSPIRE, ebenfalls von VIVA CRUISES. Den Abschluss meiner Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie bildete die neue ANDREA von Phoenix Reisen.

Da es sich bei der Taufe mit anschließender Tauffahrt der LADY DILETTA nicht um eine offizielle Reise handelte, liegen die nachfolgenden Flusskreuzfahrtschiffe hinsichtlich der Beschreibung meiner Erfahrungen im Fokus.

Die Einschiffung

Sowohl bei VIVA Cruises als auch bei Phoenix Reisen wurde mein Gepäck bei der Einschiffung unter einem großen Zeltdach in Empfang genommen, die Griffe desinfiziert und das Gepäck von Mitarbeitern mit Handschuhen an Bord zur Kabine gebracht. Alternativ hätte ich es, nach obligatorischer Desinfektion der Hände und nach einem kurzen Messen meiner Körpertemperatur unter dem großen Zeltdach, selbst mit auf die Kabine nehmen können. Die Einschiffung dauerte nur wenige Minuten und war somit unbedeutend länger als vor Einführung der neuen Richtlinien. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass sich vor dem Zelt größere Schlangen bilden. Hier gilt dann ein Mindestabstand zwischen den Gästen von 1,5m. Zu einer solchen Schlangenbildung kam es schon im regulären Betrieb, wenn mehrere Busse gleichzeitig das Schiff erreichten. Nun ergibt sich jedoch der Vorteil, dass mehr Platz für die Wartenden zur Verfügung steht, da es keine Menschenansammlungen mehr geben darf. Einziger Wehmutstropfen: War es bisher möglich, auch schon vor der offiziellen Einschiffungszeit das Schiff zu betreten, so ist dies nun vorerst nicht mehr erlaubt.

Meine Vorfreude auf die jeweilige Flusskreuzfahrt wurde daher zu keiner Zeit gemindert.

Hygieneregeln Hinweis an der Rezeption MS Andrea

Foto: Hygieneregeln Hinweis an der Rezeption MS Andrea

Das Einbahnstraßensystem

Gewöhnungsbedürftig ist, da gibt es keinen Zweifel, das Einbahnstraßensystem an Bord. Und meine Erfahrungen nach diesen fünf Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie zeigen, dass ein solches System nur bedingt sinnvoll ist. Warum? Es geht am Ende ja darum, den Kontakt zwischen Menschen zu vermeiden. Bewohnt jemand nun eine Kabine, die sich relativ nah am Treppenhaus befindet, müsste derjenige im Zweifelsfall (wenn dieses Deck nur für den Gang in Richtung Heck vorgesehen ist) zweimal komplett einen Kabinengang durchqueren und begegnet dort mit hoher Wahrscheinlichkeit der arbeitenden Servicecrew oder anderen Gästen, die gerade aus den Kabinen kommen sowie ein abweichendes Lauftempo vorgeben. Sinnvoller wäre eine Regelung, nach der jeder Gast selbständig versucht, den Kontakt zu vermeiden und seinen Weg selbst wählen kann. Das wurde auch – Vorgaben hin oder her – auf allen Flusskreuzfahrtschiffen von den Bewohnern der Kabinen in Treppenhausnähe so gehandhabt. Völlig ohne Probleme. Phoenix Reisen hat diesbezüglich ein eigenes System eingeführt und das Einbahnstraßensystem auf der ANDREA abgeschafft. Welche Variante auch immer ich nun betrachte, sie haben alle funktioniert.

Richtungspfeil Beispiel Scylla-Schiff Kabinengang

Foto: Richtungspfeil Beispiel Scylla-Schiff Kabinengang

Das tägliche Fiebermessen

Auf den VIVA Flusskreuzfahrtschiffen fand abends vor dem Abendessen eine tägliche Kontrolle in der Lounge statt. Mit minimalen Abweichungen im Ablauf. In allen Fällen hat es völlig reibungslos und ohne Probleme funktioniert. Die Temperatur wurde von den an Bord mitreisenden Ärzten erfasst und eingetragen. Ein Vorgang der nie mehr als maximal fünf Minuten meiner Zeit kostete. Wurde dadurch mein Urlaubserlebnis gemindert? Nein! So reibungslos habe ich den Ablauf nicht erwartet. Bei Phoenix Reisen an Bord der ANDREA wurde die Temperatur jeden Abend im Restaurant beim Abendessen gemessen. Das mag zunächst irritieren, hat in der Praxis jedoch einwandfrei funktioniert.

Die Kabinenreinigung

Auf den Flusskreuzfahrtschiffen von VIVA Cruises erfolgte diese nicht mehr automatisch täglich zwei Mal, sondern nur dann, wenn man das entsprechende Schild am Griff der Kabinentür platzierte. Dadurch soll ein unnötiger Kontakt zwischen Servicepersonal und Gästen vermieden werden. Auf der ANDREA fand die Kabinenreinigung wie gewohnt statt. Ein mehrfacher Wechsel der Bettwäsche erfolgte auf allen Schiffen. Vor- und Nachteile hatte keine dieser Regelungen aus meiner Sicht. Der Hygienestandard war auch schon vor Einführung der neuen Regelungen extrem hoch.

Nutzung der Desinfektionsspender – die größte Schwachstelle an Bord

Überall an Bord sind Desinfektionsspender aufgestellt. Hier besteht in einigen Fällen aus meiner Sicht noch Optimierungsbedarf, denn auch auf den Sonnendecks sollten diese überall für die Gäste verfügbar sein. Außerdem ist es aus meiner Sicht unbedingt erforderlich, dass das Servicepersonal die Gäste zur dessen Nutzung verpflichtet (!). Das hat vor der Corona-Pandemie leider schon nicht lückenlos funktioniert und zeigt sich zu meinem Erstaunen auch weiterhin als größte Schwachstelle an Bord! Reisende „huschen“ nach Landausflügen an den Spendern vorbei und werden so zu einem entsprechenden Risiko für alle Mitreisenden. Nicht nur im Hinblick auf die Corona-Pandemie.

Desinfektionsspender MS Andrea Eingang

Foto: Desinfektionsspender MS Andrea Eingang

Die Maskenpflicht

An Bord aller Flusskreuzfahrtschiffe gilt Maskenpflicht. Das Tragen von Nasen- und Mundschutz ist beim Laufen durch die Kabinengänge und durch die öffentlichen Bereiche überall vorgeschrieben. Beim Sitzen in der Lounge, im Restaurant am Platz oder auf dem Sonnendeck hingegen nicht. Sollten Gäste einmal nicht daran gedacht haben, mit der Maske durch das Schiff zu laufen, wurde in allen Fällen vom Servicepersonal um die Beachtung der Regelungen gebeten. Notfalls in Form sich wiederholender Lautsprecherdurchsagen. Für viele Reisende stellt die verordnete Maskenpflicht die größte Einschränkung während einer Kreuzfahrt dar. Die Erfahrungen haben mir nun gezeigt, dass diese Einschränkung nahezu überhaupt nicht besteht bzw. sich die Pflicht zum Tragen dieser Maske als nicht störend erwiesen hat. Die Wege auf einem Flusskreuzfahrtschiff sind kurz und aus diesem Grunde ist der Zeitrahmen, während man diese Maske trägt, äußerst minimal.

Hinweis zum Tragen von Nasen- und Mundschutz Eingangstür

Foto: Hinweis zum Tragen von Nasen- und Mundschutz Eingangstür

Getränke- und Speisekarten

Die Getränkekarten sind an Bord der ANDREA vorerst von den Tischen der Lounge verbannt. An Bord der VIVA Cruises Flusskreuzfahrtschiffe gibt es Varianten, die desinfizierbar sind. Speisekarten sind auf allen Schiffen vorhanden, da diese nur einmal genutzt werden.

Die Mahlzeiten

Bei den Mahlzeiten zeigen sich nur minimale Änderungen zum bisherigen Ablauf. Aufgrund der reduzierten Auslastung der Schiffe, sind die Belegungen der Tische an Bord in den Restaurants geschrumpft. An einem Tisch für sechs Personen sitzen in der Regel nun nicht mehr als zwei. Es sei denn, größere Gruppen oder Familien reisen an Bord. Die Umsetzung hinsichtlich der Abstandsregelungen in den Restaurants erwies sich aus meiner Sicht als gut. Sowohl Mittag- als auch Abendessen wird auf allen Schiffen als Menü serviert.

Schwachstelle das Frühstück

Es bestätigten sich an Bord aller Flusskreuzfahrtschiffe die meinerseits erwarteten Probleme beim Frühstück. Die Probleme treten auf, weil die üppigen Buffets weggefallen und es nicht selten zu Kommunikationsproblemen bei der Bestellung einzelner Dinge wie zum Beispiel Sahnemeerrettich und Dill-Senf-Sauce kommt. Serviert wurde auf mehreren Schiffen purer Senf oder auch Schlagsahne – zum Lachs. Die gewünschte Dill-Senf-Sauce habe ich nur in einem Fall auf einem der Schiffe erhalten. Und das erst nach einer Wartezeit von knapp 10 Minuten. Auch wenn diese Bestellungen eher zu Testzwecken erfolgten, so offenbarten sich die erwarteten Probleme. Sie zeigten sich darüber hinaus beim Ordern bestimmter Brot- und Brötchen-Sorten sowie beim Aufschnitt. Die Auswahl der bisher bekannten Buffets ist nicht geschrumpft, es erwies sich aufgrund von Kommunikationsproblemen nur als schwierig, diese auch auszuschöpfen.

Für das Frühstück gilt daher derzeit: Geduld haben, Verständnis für das Servicepersonal mitbringen und sich daran erinnern, dass man sich im Urlaub befindet.

Größtmögliche Flexibilität für alle Reisenden – aber Vorsicht bei Buchung!

Top gelöst ist auf allen fünf Schiffen von VIVA Cruises bzw. Phoenix Reisen die Lösung einer offenen Tischzeit zu allen Mahlzeiten. Dadurch haben alle Reisenden die Möglichkeit, zu ihrer bisher gewohnten Essenszeit die Mahlzeiten zu konsumieren. Es ist vor einer Buchung jedoch Vorsicht geboten, denn nicht auf allen Flusskreuzfahrtschiffen bzw. nicht bei allen Reedereien gilt dieses System. Mir sind auch Reedereien bekannt, bei denen feste Slots für die Gäste vergeben werden. So kann es passieren, dass man zwischen 06:30 Uhr und 07:30 Uhr zum Frühstück erscheinen muss. Kommt man später, geht man leer aus. Da wird das Urlaubsgefühl dann schon deutlich eingeschränkt.                         

Servietten

Man vermeidet auf den meisten Flusskreuzfahrtschiffen derzeit die Nutzung der bisherigen Stoffservietten und stellt Papierservietten zur einmaligen Nutzung zur Verfügung. Auf der ANDREA gibt es weiterhin Stoffservietten, die unter strengen Hygieneregeln gereinigt werden.

Die Nutzung von Pools, Sauna und Frisör an Bord (sofern vorhanden)

Die Pools sind auf allen Schiffen nutzbar gewesen. Natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln. Die Frisöre hatten derzeit geschlossen, ebenso wie in einigen Fällen die Sauna und der Massagebereich. Der Fitnessraum konnte genutzt werden. Details sind auf den jeweiligen Schiffen zu erfragen.

Abendprogramm an Bord

Ein umfangreiches Abendprogramm gibt es derzeit auf keinem der Flusskreuzfahrtschiffe. Musikalische Unterhaltung gibt es, Shows jedoch nicht.

Leere Bücherei MS Andrea

Foto: Leere Bücherei MS Andrea

Wird das Urlaubsgewühl insgesamt eingeschränkt oder nicht?

Ich kann nur für mich urteilen und komme zu dem Entschluss, dass das Urlaubsgewühl in keinster Weise eingeschränkt wird. An die Änderungen gewöhnt man sich schnell und auch die Reaktionen der Mitreisenden waren überwiegend positiv. Auf Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie wird das bekannte Urlaubsgewühl nur sehr gering beeinträchtigt.

Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie buchen – ja oder nein?

Der Altersdurchschnitt ist insbesondere auf den Flusskreuzfahrtschiffen von VIVA Cruises derzeit deutlich niedriger als bisher. VIVA Cruises spricht grundsätzlich jüngere Reisende an, die nun gerade jetzt die wunderbare Chance haben, sich mit einer Flusskreuzfahrt vertraut zu machen. Es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sich davon zu überzeugen, dass eine Flusskreuzfahrt nicht nur für die Altersgruppe 60plus geeignet ist. Bei Phoenix Reisen darf das bewährte Stammpublikum unbesorgt sein, denn gravierende Änderungen zum bisherigen Leben an Bord sind für mich nicht erkennbar gewesen. Ich sehe keinen Grund, eine bereits gebuchte Reise zu stornieren bzw. keine Flusskreuzfahrt neu zu buchen. Ein weiterer, enormer Vorteil sind die derzeit leeren Innenstädte der besuchten Destinationen. Wartezeiten entstanden vor keiner Sehenswürdigkeit und selbst die beliebte Stadt Würzburg schien ohne die bekannten Touristenmassen aus Übersee regelrecht aufzuatmen. So entspannt habe ich bisher noch keine Städte erkundet. Bedrückend fand ich die Atmosphäre in Strasbourg sowie in Rüdesheim. Strasbourg ohne Touristen fehlte es an Atmosphäre und viele Sehenswürdigkeiten hatten nicht geöffnet. Die Drosselgasse in Rüdesheim an einem Samstag-Abend ohne einen einzigen Menschen zu sehen, war hingegen gespenstisch. Letztendlich ist ein dosierter und reduzierter Tourismus aus meiner Sicht nicht verkehrt, was die Gastronomen in manchen Städten sicherlich anders sehen dürften. Und kann man nun Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie buchen? Meine persönliche Meinung: "Definitiv, Ja!"

Und zuletzt die Selbstdisziplin

Nach meinen Beobachtungen lege ich jedem Reisenden ans Herz, sowohl die gültigen Hygieneregeln als auch die Abstandsregeln einzuhalten! Die stärkste Kette hält nur solange wie ihr schwächstes Glied nicht nachgibt. Jeder einzelne Reisende ist aufgefordert, nicht nachlässig zu sein. Es ist wunderbar, wenn das Urlaubsgefühl schon am zweiten Tag einsetzt. Dennoch ist es aus meiner Sicht zwingend erforderlich, keine Gruppen auf dem Sonnendeck zu bilden und die abendlichen „Weinrunden“ unter Einhaltung der Mindestabstände zu genießen. Disziplin ist das oberste Gebot! Mundschutz beim Laufen durch die öffentlichen Bereiche tragen, Hände mehrfach am Tag und nach Landausflügen desinfizieren, Abstand zu Mitreisenden halten!

Abstands- Hinweis am Boden Foyer MS Andrea

Foto: Abstands-Hinweis am Boden Foyer MS Andrea

  • Vielleicht auch interessant? Ein aktuelles Schiffsportrait von Bord der INSPIRE von VIVA Cruises <<Link>>
  • Diverse Innenansichten aller genannten Flusskreuzfahrtschiffe sind in den Galerien zu finden <<Link>>

Alle Flusskreuzfahrten können zum Beispiel bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilt das Team gerne auf Anfrage mit. Senden Sie einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen an unter 04893-4288535.

Plantours Kreuzfahrten: Lady Diletta startet auf dem Rhein

Autor: Oliver Asmussen am 05.06.2020

Erste Flusskreuzfahrten mit Lady Diletta zu Sonderpreisen

Nach mehreren Wochen Verspätung, bedingt durch die Corona-Pandemie und dem daraus resultierendem Stillstand der weltweiten Kreuzfahrten, startet der Neubau Lady Diletta von Plantours Kreuzfahrten im Juni in seine erste Saison der Flusskreuzfahrten auf dem Rhein. Zu Beginn der Flusskreuzfahrten-Saison 2020 hat Plantours Kreuzfahrten spezielle Sonderpreise* aufgelegt.

Neubau im italienischen Stil

Am 25. Juni startet der elegante Neubau Lady Diletta von Plantours Kreuzfahrten zu seiner ersten Flusskreuzfahrt auf dem Rhein ab Düsseldorf. Die Lady Diletta setzt mit ihrem Namen die 100-jährige Firmengeschichte der Muttergesellschaft, der Ligabue Gruppe, fort. Diletta heißt nämlich die im Jahr 2019 geborene, jüngste Tochter von Inti Ligabue, dem Eigentümer der Ligabue Gruppe. Die Lady Diletta bietet maximal 173 Passagieren Platz und besticht durch elegante Räume im italienischen Stil.

Lady Diletta Foyer / Foto: Plantours Kreuzfahrten

Das Moseltal und die Loreley

Wenn am 25. Juni 2020 die Leinen ins Rheinwasser fallen, dann nimmt die Lady Diletta zum ersten Mal mit Gästen Kurs auf das Moseltal und die Loreley. Selbstverständlich gilt an Bord ein sehr hohes Hygienekonzept, welches in Kooperation mit den Behörden erarbeitet wurde. Dennoch ist es das Ziel, dass alle Gäste an Bord ein Maximum an Erholung erfahren und endlich wieder Urlaub auf dem Fluss erleben können. Auf der Reise ab/bis Düsseldorf fährt die Lady Diletta vorbei am Kölner Dom, malerischen Winzerorten, Weinbergen sowie historischen Burgen und Schlössern.

Reisepreise 400,- EUR pro Person ermäßigt zum Saisonstart *

Die Reiseroute vom 25.06.-01.07.2020 führt von Düsseldorf über Koblenz, Cochem, Trier, Bernkastel und Rüdesheim zurück nach Düsseldorf. Die Reisepreise beginnen bei 699,- EUR p.P. (statt 1.099,- p.P.) in der 2-Bett-Kabine auf dem Accademia-Deck. Auf alle anderen Kabinenkategorien gilt ebenfalls ein um 400,- EUR p.P. ermäßigter* Reisepreis.

Vergünstigte Reisepreise auch auf den nachfolgenden Abfahrten

Die vergünstigten* Reisepreise gelten auch auf den nachfolgenden Abfahrten am 01.07.2020, 07.07.2020 und 19.07.2020. Die Routen weichen jeweils voneinander ab.

So fährt die Lady Diletta auf ihrer zweiten Flusskreuzfahrt von Düsseldorf über Köln, Koblenz, Rüdesheim, Worms, Speyer, Kehl/Straßburg, Basel und Germersheim zurück nach Düsseldorf. Die Reisepreise für die zweite Flusskreuzfahrt am 01.07.2020 beginnen ebenfalls bei 699,- EUR p.P. (statt 1.099,- EUR p.P.) in der 2-Bett-Kabine auf dem Accademia-Deck.

Die dritte Flusskreuzfahrt der Lady Diletta startet wieder in Düsseldorf und führt über Königswinter, Linz, Andernach, Rüdesheim, Frankfurt, Mainz und Koblenz zurück nach Düsseldorf. Reisedatum: 07.07.-13.07.2020. Reisepreise: Eine 7 Tage Flusskreuzfahrt „Romantischer Rhein“ ist ab 699,- EUR p.P. in der 2-Bett-Kabine auf dem Accademia-Deck buchbar.

Noch einmal vergünstigte* Reisepreise gewährt Plantours Kreuzfahrten auf der vierten Flusskreuzfahrt vom 19.-25.07.2020 von Düsseldorf über Koblenz, Cochem, Trier, Bernkastel, Alken und Rüdesheim nach Düsseldorf. In der 2-Bett-Kabine auf dem Accademia-Deck reist man für 699,- EUR pro Person.

Kabine Lady Diletta Beispiel mit frz. Balkon / Foto: Plantours Kreuzfahrten

Weitere Informationen

Weitere Reisepreise der jeweiligen Abfahrten erfahren Sie unverbindlich bei Kreuzfahrten & mehr; Ünnerst Dörpstraat 9; 25591 Ottenbüttel; Nicole Deutzmann-Asmussen E-Mail: n.asmussen@kreuzfahrten-mehr.de // Tel.: 04893-4288535 und Fax: 04893-4288537

*Wichtiger Hinweis: Die vergünstigten Reisepreise sind gültig für alle Neubuchungen ab dem 05. Juni 2020! Das Angebot gilt solange die jeweiligen Kabinenkategorien verfügbar sind. Änderungen und Irrtümer bleiben vorbehalten.

 

Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg auf Überführungsfahrt

Autor: Oliver Asmussen am 21.05.2020

Startklar für die Saison 2020 macht sich das Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg

Rund fünf Wochen lag das Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg von Luther Travel Cruises am Anleger von Geesthacht an der Elbe. Eigentlich wollten Kapitän Jan Harnisch und Joachim Schramm schon am 18. März mit Gästen von Hamburg nach Dresden ablegen und in die Saison 2020 starten. Dann kam bekanntlich die weltweite Corona-Pandemie dazwischen.

Zwangspause durch Covid-19

Frisch herausgeputzt sollte die erste Flusskreuzfahrt der Junker Jörg am 18. März beginnen. Alles war vorbereitet. Dann kam der große „Lock down“ und zwang weltweit alle Reedereien, ihre Kreuzfahrten direkt oder nach Ausschiffung der Passagiere abzusagen. Der Saisonstart der Junker Jörg hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen, so dass keine Gäste direkt vom weltweiten Stillstand der Reisebranche betroffen waren.

Das Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg

Foto: Das Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg

„Wir sind froh, dass wir bald wieder Gäste an Bord begrüßen dürfen und planen momentan die erste Reise für den 20. Juni mit unserer frisch herausgeputzten Junker Jörg. Zum Schutz unserer Passagiere und Crewmitglieder haben wir, wie auf allen Flusskreuzfahrtschiffen üblich, eine Hygiene-Checkliste für alle Reisen vorbereitet“, so Jan Harnisch von Luther Travel Cruises.

Überführung von Geesthacht nach Stralsund

Etappe 1

Am 13. Mai 2020 ertönt endlich wieder das Geräusch der beiden  Deutz-Dieselaggregate und die Leinen der Junker Jörg werden vom Anleger gelöst. Wie vorgesehen sind sie um 11:45 Uhr ins braune Elbwasser gefallen und die Junker Jörg nimmt langsam Kurs auf die Schleuse in Geesthacht.

Junker Jörg vor Schleuse Geesthacht 13.05.2020

Foto: Junker Jörg vor Schleuse Geesthacht 13.05.2020

Danach ist der Weg frei in Richtung Hamburg. Bei grauem Schmuddelwetter passiert das 95m lange Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg zunächst die Elbphilharmonie, dann die Landungsbrücken, Blankenese, die Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft und bei Sonnenschein schließlich Glückstadt sowie die Schleusen in Brunsbüttel. Um kurz nach 20:00 Uhr ist die erste Tagesetappe der Überführung schließlich beendet. Über Nacht liegt die Junker Jörg an den Dalben im Hafen von Brunsbüttel.

Junker Jörg passiert Elbphilharmonie 13.05.2020

Foto:  Junker Jörg passiert Elbphilharmonie 13.05.2020

Etappe 2 Passage Nord-Ostsee-Kanal

Pünktlich um 04:50 Uhr  wird der Lotse für die Passage des ersten Streckenabschnitts vom Nord-Ostsee-Kanal an Bord genommen und um 05:00 Uhr drückt das Bugstrahlruder die Junker Jörg in die Fahrrinne hinaus. Noch vor Sonnenaufgang nimmt die Junker Jörg von Brunsbüttel aus Kurs auf die Lindenau Werft in Kiel. Der Nord-Ostsee-Kanal zählt zu den meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen weltweit. Die Junker Jörg ist allerdings ein seltener Gast auf dieser Bundeswasserstraße und passiert sie maximal zweimal im Jahr. Vorerst ist die heutige Passage die letzte auf unbestimmte Zeit, denn die Junker Jörg verbleibt aller Voraussicht nach im Fahrtgebiet der Ostseeinseln ab/bis Stralsund. Auf der insgesamt 98,26 km langen Strecke passiert die Junker Jörg am heutigen Tag einige markante Brücken.

Der leichte Morgennebel über dem Wasser löst sich kurz nach Sonnenaufgang gerade auf, da kommt die Eisenbahnbrücke Hochdonn in Sichtweite. Bei dieser Brücke handelt es sich um eine Fachwerkbrücke, mit deren Bau im Jahr 1913 begonnen wurde. Die Gesamtlänge der Eisenbahnbrücke beträgt 2.218,10m, die längste Stützweite 143,10m und die Höhe 56,38m. Die Durchfahrtshöhe von 42m stellt für die Junker Jörg natürlich kein Problem dar. Eröffnet wurde die Eisenbahnbrücke in Hochdonn im Jahr 1920. Sie verbindet die Bahnlinie zwischen Hamburg und Westerland auf Sylt.

Junker Jörg passiert Hochbrücke Rendsburg NOK 14.05.2020

Foto: Junker Jörg Eisenbahnbrücke Hochdonn NOK 14.05.2020

Rund 45 Minuten später wird die Grünentaler Hochbrücke passiert, deren längste Stützweite 156,5m beträgt. Bei der Grünentaler Hochbrücke handelt es sich um eine stählerne, pfostenlose Strebenfachwerkbrücke aus dem Jahr 1986. Um 07:50 Uhr nähert sich die Junker Jörg der Kanalfähre Breiholz und durchfährt bei strahlendem Sonnenschein einen besonders schönen Streckenabschnitt vom Nord-Ostsee-Kanal. Links und rechts eröffnen sich herrliche Aussichten auf die weiten Felder und die malerische Landschaft von Schleswig-Holstein.

Junker Jörg auf dem Nord-Ostsee-Kanal 14.05.2020

Foto: Junker Jörg auf dem Nord-Ostsee-Kanal 14.05.2020

Wenig später wechselt der Kanallotse an der Lotsenstation Rüsterbergen. Um kurz nach 09:00 Uhr passiert die Junker Jörg die bekannte Schiffsbegrüßungsanlage in Rendsburg, die „Brückenterrassen“ unter der Rendsburger Hochbrücke. Die Rendsburger Hochbrücke ist eine Fachwerkbrücke aus Stahl, die zwischen 1911 und 1913 erbaut wurde. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Rendsburg und eines der bedeutendsten Technikdenkmäler in Deutschland. Die Rendsburger Hochbrücke war 99 Jahre lang die längste Eisenbahnbrücke in Deutschland. Die historische, unter Denkmalschutz stehende Schwebefähre, welche ebenfalls 1913 erbaut wurde und unterhalb der Brücke an Stahlseilen befestigt war, ist am 08. Januar 2016 bei einer Kollision mit dem Frachtschiff Evert Prahm zerstört worden. Ein Neubau soll im Jahr 2021 in Betrieb gehen.

Junker Jörg passiert Hochbrücke Rendsburg NOK 14.05.2020

Foto: Junker Jörg passiert Hochbrücke Rendsburg NOK 14.05.2020

Kurz bevor die Junker Jörg die Schleusen in Kiel-Holtenau erreicht, unterquert sie noch die Levensauer Hochbrücke aus dem Jahr 1894, die durch eine neue Brücke ersetzt werden soll. Der Rückbau der 163m langen Bogenbrücke hat bereits begonnen. Nachdem passieren der Schleuse endet die zweite Etappe der Überführung an einer Pier der Lindenau Werft in Kiel. Hier sollte die Junker Jörg ursprünglich bis zum nächsten Morgen verbleiben. Dieser Plan wird aufgrund der neuesten Wetterdaten für den folgenden Streckenabschnitt spontan verworfen. Der Wind soll im Laufe des nächsten Tages deutlich auffrischen und die Wellen auf 3-4m auftürmen. Zu hoch für ein Flusskreuzfahrtschiff. Die Junker Jörg darf bis zu einer maximalen Wellenhöhe von 1-1,5m die Strecke zwischen Kiel und Stralsund befahren. Auch dafür ist eine entsprechende Sondergenehmigung notwendig.

Junker Jörg vor Schleuse Kiel Holtenau 14.05.2020

Foto: Junker Jörg vor Schleuse Kiel Holtenau NOK 14.05.2020

Etappe 3 von Kiel nach Stralsund

Auf der Lindenau-Werft werden dicke Stahlplatten auf die Junker Jörg verladen, welche die unteren Fenster vor Wellenschlag schützen. Nur rund 30 Minuten nach der Ankunft beginnt die spannende Fahrt mit der Junker Jörg, vorbei am Leuchtturm Friedrichsort, hinaus auf die Kieler Förde. Der 31,7m Hohe Leuchtturm wirkt vom Sonnendeck der Junker Jörg erstmals riesig groß. In der Regel schaut man von der Wasserseite aus nur von den Decks großer Hochseekreuzfahrtschiffe auf den 3,5m breiten Leuchtturm.

Junker Jörg beim Leuchtturm Friedrichsort Kiel 14.05.2020

Foto: Junker Jörg bei Leuchtturm Friedrichsort Kiel 14.05.2020

Der Leuchtturm Friedrichsort bleibt an der Backbordseite zurück, da kommt direkt dahinter der 2.800m lange Falckensteiner Strand in Sichtweite, welcher in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt sowohl für Einheimische als auch Touristen darstellt.

Wahrzeichen der Kieler Förde

Auf der Steuerbordseite ist zeitgleich längst das Marine-Ehrenmal in Laboe zu sehen. Es ist das Wahrzeichen der Kieler Förde und wurde von 1927 bis 1936 als Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten errichtet. Die Silhouette des 85m über der Ostsee aufragenden Turms prägt das Gesicht der Kieler Außenförde und ist noch rund eine Stunde nach Vorbeifahrt am Horizont zu erkennen. 

Junker Jörg bei Marine-Ehrenmal Laboe 14.05.2020

Foto: Junker Jörg bei Marine-Ehrenmal Laboe 14.05.2020

Unterquerung der Fehmarnsundbrücke

Während Hochseekreuzfahrtschiffe nun einen Kurs wählen, der zwischen den beiden Hafenstädten Puttgarden und Roedby – also der dänischen Insel Lolland und der deutschen Ostseeinsel Fehmarn – hindurch führt, kann das Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg aufgrund seiner geringen Höhe und des geringen Tiefgangs direkt unter der 963m langen Fehmarnsundbrücke hindurch fahren. Die maximale Durchfahrtshöhe der 1963 eröffneten Netzwerkbogenbrücke beträgt 23m. Die Fehmarnsundbrücke überquert den Fehmarnsund und verbindet den Ort Großenbrode in Schleswig-Holstein mit der Insel Fehmarn.

Junker Jörg vor Fehmarnsundbrücke 14.05.2020

Foto: Junker Jörg vor Fehmransundbrücke 14.05.2020

Nach der Passage der Fehmarnsundbrücke nimmt die Junker Jörg Kurs auf Kühlungsborn, um schließlich die Fährlinie zwischen Warnemünde und Gedser zu kreuzen. Es ist ein beeindruckender Anblick, als mehrere große Fährschiffe in Sichtweite kommen.

In der Nacht passiert die Junker Jörg die nördliche Spitze vom Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und nimmt Kurs auf die Insel Hiddensee bzw. die Insel Bock. Zum Sonnenaufgang liegt eine schmale Fahrrinne zwischen der unbewohnten Insel Bock und der Urlaubsinsel Hiddensee Bug voraus. Das Echolot zeigt noch ausreichend Wassertiefe unter dem Rumpf. Nach der beeindruckend engen Passage kommt die 128m hohe Rügenbrücke in Sicht und die Junker Jörg nimmt Kurs auf Stralsund.

Nach Sonnenaufgang bei Insel Hiddensee Junker Jörg 15.05.2020

Foto: Nach Sonnenaufgang bei Insel Hiddensee Junker Jörg 15.05.2020

Einzigartig faszinierend

Unzählige Kormorane ziehen knapp oberhalb der Wasserlinie ihre Bahnen und kreuzen den Kurs der Junker Jörg. Mit einigen Metern Abstand flattert auch der letzte Vogel knapp vor dem Bug vorbei und folgt seinen Artgenossen. Am Himmel zieren kleine Wolkenfetzen den ansonsten makellos blauen Himmel. Von unserer Anwesenheit unbeeindruckt warten zwei Reiher in Ufernähe auf ihr Frühstück. Diese Landschaft hat wirklich überhaupt nichts mit denen, die man während der üblichen Flusskreuzfahrten auf Rhein, Main und Donau zu sehen bekommt, gemeinsam. Man muss einmal hier oben zwischen den Ostseeinseln unterwegs gewesen sein, um diese Einzigartigkeit und den Zauber verstehen zu können.

Um 06:30 Uhr nähert sich die Junker Jörg dem Zielpunkt dieser Überführungsfahrt, der Hafeneinfahrt von Stralsund. Gekonnt steuert Kapitän Joachim Schramm den Flusskreuzer an den vorgesehenen Liegeplatz. Damit endet die Überführung von Geesthacht an der Elbe nach Stralsund an der Ostsee.

Junker Jörg vor Stralsund 15.05.2020

Foto: Junker Jörg vor Stralsund 15.05.2020

Stralsund ist nicht besonders bekannt als Start- und Zielhafen für Flusskreuzfahrten, bietet aber eine ideale Infrastruktur für eben solche. Man erreicht Stralsund mit der Deutschen Bahn oder auch mit dem eigenen PKW. Wer eine organisierte Reise bei einem Veranstalter gebucht hat, wird in der Regel direkt mit einem Reisebus zum Liegeplatz gefahren.  In direkter Nähe zum Liegeplatz der Junker Jörg, auf der Altstadtinsel in unmittelbarer Nähe der Gorch Fock (I), befinden sich einige Parkhäuser. So zum Beispiel das Parkhaus am Ozeaneum, das Parkhaus am Meeresmuseum oder das Parkhaus an der Fährwall Strasse.  Die Parkgebühren liegen für eine Woche bei ca. 60,- EUR.

Die Hansestadt Stralsund liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee. Aufgrund ihrer Lage und der zwei Brückenverbindungen zur Insel Rügen, wird Stralsund auch das „Tor zur Insel Rügen“ genannt. Stralsund ist mit etwas weniger als 60.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Altstadt von Stralsund gehört aufgrund der zahlreichen Baudenkmäler seit dem Jahr 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Vom Liegeplatz der Junker Jörg aus lässt sich die Altstadtinsel problemlos zu Fuß erkunden.

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Stralsund gehören:

  • UNESCO-Weltkulturerbe Altstadt mit Marienkirche, Nikolaikirche und Jakobikirche
  • Gorch Fock (I) aus dem Jahr 1933
  • Ozeaneum und Meeresmuseum
  • Die 2007 fertig gestellte, 4.100m lange 128m hohe Rügenbrücke
  • Rathaus in der Altstadt
  • Stralsund Museum
  • Tierpark Stralsund

Außergewöhnlicher Mix aus Kultur, Entspannung, Natur und Hochseeflair

Auf den Kreuzfahrten mit dem Flusskreuzfahrtschiff Junker Jörg ab/bis Stralsund entlang der Ostseeinseln erlebt man einen außergewöhnlichen Mix aus Kultur, Entspannung, Natur und etwas Hochseeflair in einer atemberaubenden Landschaft.

Reiseangebote mit der Junker Jörg

Hier geht es zu einer Auswahl an Reiseangeboten für eine 8 Tage Kreuzfahrt ab/bis Stralsund im Juni, Juli, August und September <<Link>> Die Reisepreise beginnen in einer 2-Bett Kabine auf dem Smaragd-Deck bei 1.695,- EUR p.P. Auf einigen Abfahrten gibt es ein kostenfreies Kabinenupgrade auf die nächst höhere Kabinenkategorie (vorbehaltlich Verfügbarkeit).

Die derzeitigen Planungen sehen vor, dass die Junker Jörg bis mindestens Ende des Jahres 2022 in diesem Fahrtrevier verbleiben wird. Die Kreuzfahrten für das Jahr 2020 und 2021 sind bereits jetzt schon gut gebucht.

Junker Jörg in Stralsund 15.05.2020

Foto: Junker Jörg in Stralsund 15.05.2020

Reisebericht zu den Ostseeinseln mit der Junker Jörg

  • Hier geht es zu einem Reisebericht mit der Junker Jörg zu den Ostseeinseln <<Link>>
  • Hier können Sie einschiffen: Kreuzfahrten & mehr; Ünnerst Dörpstraat 9; 25591 Ottenbüttel; Nicole Deutzmann-Asmussen E-Mail: n.asmussen@kreuzfahrten-mehr.de // Tel.: 04893-4288535 und Fax: 04893-4288537

VIVA Tiara Kabinenupgrade zum Saisonstart

Autor: Oliver Asmussen am 20.11.2019

VIVA Tiara Kabinenupgrade bei Buchung bis 31.12.2019

VIVA Cruises wird die im Jahr 2006 gebaute Swiss Tiara ab dem 15.03.2020, als erstes eigenes Schiff der Marke VIVA Cruises, ganzjährig auf Rhein und Donau einsetzen. Das dann als VIVA Tiara in Fahrt kommende Flusskreuzfahrtschiff ist 110m lang, 11,4m breit, bietet 152 Personen in 76 Außenkabinen Platz und fährt unter Schweizer Flagge.

MS VIVA Tiara ex Swiss Tiara VIVA Cruises

VIVA Cruises bietet kostenfreies Kabinenupgrade

Im Rahmen der Einführung des ersten eigenen Schiffes, bietet VIVA Cruises bei Buchung bis 31.12.2019 ein kostenfreies Upgrade auf die nächst höhere Kabinenkategorie an Bord der VIVA Tiara. Dieses Upgrade gilt bis zum 31.12.2019 für alle Neubuchungen mit Abfahrt März und April 2020 an Bord der VIVA Tiara.

Nachfolgend die Routen und Preise für die das Angebot gültig ist. Das Angebot gilt natürlich nur solange die entsprechenden Kabinen an Bord der VIVA Tiara verfügbar sind!

Rhein Erlebnis Niederlande – Holländische Hansestädte

Route1 : Düsseldorf-Emmerich-Deventer-Kampen-Enkhuizen-Amsterdam-Nijmegen-Rees-Düsseldorf

Reisedaten und Preise:

  • 15.03.-20.03.2020 ab 595,- EUR p.P. (2-Bett-Kabine Smaragd Deck)
  • 25.03.-30.03.2020 ab 595,- EUR p.P. (2-Bett-Kabine Smaragd Deck)
  • 04.04.-09.04.2020 ab 705,- EUR p.P. (2-Bett-Kabine Smaragd Deck)
  • 14.04.-19.04.2020 ab 755,- EUR p.P. (2-Bett-Kabine Smaragd Deck)

Rhein Metropolen – Geschichte und Geschichten

Route 2: Düsseldorf-Köln-Niederlahnstein-Mainz-Frankfurt/Main-Oestrich Winkel-Boppard-Düsseldorf

Reisedaten und Preise:

  • 20.03.-25.03.2020 ab 595,- EUR p.P. (2-Bett-Kabine Smaragd Deck)
  • 30.03.-04.04.2020 ab 595,- EUR p.P. (2-Bett-Kabine Smaragd Deck)
  • 09.04.-14.04.2020 ab 775,- EUR p.P. (2-Bett-Kabine Smaragd Deck)

Die VIVA Tiara beherbergt maximal 153 Passagiere auf drei Passagierdecks in komfortabel und luxuriös ausgestatteten Kabinen mit einer Größe von 16m² (Doppelkabinen) und 18,5m² (Suiten).

Leistungen VIVA All-Inclusive Flusskreuzfahrten:

  • Legerer Lifestyle mit internationalen Gästen
  • Perfektes Crew/Gäste-Verhältnis
  • Lichtdurchflutete Kabinen mit elegantem Interieur und stets gefüllter Minibar
  • Gourmet-Restaurants mit exquisiten Speisen und hochwertigen Getränken
  • Exklusive Beauty-Produkte von Rituals
  • WLAN inklusive
  • deutschsprechende Bordreiseleitung
  • Freie Nutzung der Bordeinrichtung wie Sauna, Whirlpool und Fitnessbereich
  • Alle Hafengebühren
  • Trinkgelder
  • Ausgewählte nicht alkoholische Getränke
  • Stets gefüllte Minibar auf der Kabine (Wasser, Bier, Softdrinks)

Alle Kreuzfahrten mit der VIVA Tiara können bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung werden Ihnen dort auf Anfrage mitgeteilt. Senden Sie einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie an unter 04893-4288535.

Flusskreuzfahrt mit Rollstuhl: An Bord der MS Viola von Phoenix Reisen möglich

Autor: Oliver Asmussen am 13.06.2019

Das Flusskreuzfahrtschiff MS Viola ermöglicht Rollstuhlfahrern barrierefreie Flusskreuzfahrten unter der bewährten Phoenix-Philosophie „Willkommen zu Hause.“  

Nach einer jahrelangen Planungsphase stellt Phoenix Reisen im Juni 2019 das als Herzensprojekt angekündigte Flusskreuzfahrtschiff MS Viola in Dienst. Johannes Zurnieden, Gründer des Bonner Kreuzfahrtveranstalters Phoenix Reisen, realisiert damit einen großen Traum. Gästen denen es aufgrund ihrer körperlichen Konstitution nicht ganz so einfach ist auf Reisen zu gehen, steht in 34 barrierefreien Kabinen ein bedarfsgerechter Komfort zur Verfügung. Mitreisenden Begleitpassagieren haben die Möglichkeit, eine angrenzende Kabine zu buchen.

MS Viola auf dem Rhein vor Koblenz

Foto: MS Viola auf dem Rhein vor Koblenz

Bei herrlichem Sommerwetter wurde die 96,30m lange, 11,4m breite und 1996 als J. Henry Dunant für das niederländische Rote Kreuz gebaute MS Viola am Bonner Rheinufer getauft. Taufpatin war die bekannte Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Annika Zeyen. Bevor das Flusskreuzfahrtschiff unter seinem neuen Namen bei Phoenix Reisen zur Jungfernreise aufgebrochen ist, wurde es im Winter auf einer niederländischen Werft komplett entkernt und völlig neu aufgebaut (Bilder aus der Werft). Erneuert wurde dabei nicht nur das gesamte Mobiliar, die Matratzen in den Kabinen und alle Wandverkleidungen, sondern auch die dahinter liegenden Rohrleitungen, Wassertanks, Klimaanlagen und Kabelverbindungen.

Gruppenfoto nach der Taufe von MS Viola 03.06.2019 in Bonn

Foto: Gruppenfoto nach der Taufe MS Viola 03.06.2019 Bonn

Auf den ersten Blick sieht die Viola rein äußerlich den anderen Flusskreuzfahrtschiffen recht ähnlich, wenngleich sie aufgrund ihrer geringeren Länge etwas „schiffiger“ wirkt als die meisten anderen Flusskreuzfahrtschiffe. Ihre maximal 122 Passagiere genießen an Bord ein außergewöhnlich üppiges Platzangebot. Die barrierefreien Kabinen auf dem Hauptdeck sind mit 15-17m² großzügig bemessen. Die Bäder bieten höhenverstellbare Waschbecken, welche mit dem Rollstuhl unterfahren werden können. Die Zugänge zu den Duschen innerhalb der Bäder sind barrierefrei. Einige Kabinen teilen sich ein Bad mit der Nachbarkabine, was ich persönlich nicht so ansprechend finde, aber für hilfebedürftige Reisende mit Begleitperson sicher die perfekte Lösung darstellt.

Ich habe mich während der Jungfernreise an Bord umgeschaut und interessante Eindrücke mitgebracht, die ich im nachfolgenden Schiffsportrait zeige.

Willkommen an Bord der MS Viola

Die komplett renovierte MS Viola beeindruckt gleich nach dem Durchschreiten der großen Glastüren mit einem herausragenden Raumgefühl. Das Foyer zeigt sich in dezentem, ansprechenden Farbdesign, wirkt aufgrund fehlender Dekorationsdetails fast schon etwas kühl und schlicht. Im Vergleich zu anderen Flusskreuzfahrtschiffen, die unter Phoenix-Flagge fahren, hat man auf Stühle, dicke Teppiche oder Tische im Eingangsbereich verzichtet. So werden Rollstuhlfahrer nicht mit unnötigen Hindernissen konfrontiert. An Bord der MS Viola sind keine Teppiche verlegt. Der Kunststoff-Bodenbelag im Restaurant und in der Lounge ist täuschend echt dem eines Teppichs nachempfunden.

Willkommen zu Hause

Mit dem Firmenslogan „Willkommen zu Hause“ verspricht Phoenix Reisen auch an Bord der MS Viola nicht zu viel. Kreuzfahrtleiter Kees-Jan van Oorsouw unterstützt auf den ersten Reisen Kollegin Anja Voß. Beide begrüßen alle Gäste an Bord persönlich und das gesamte Team steht von der ersten Minute an, mit einem Lächeln im Gesicht, ganz im Dienste des Gastes. Erste Anlaufschwierigkeiten im Servicebereich, wie Sie zur Einführung eines jeden neuen Schiffes auftreten, werden direkt erkannt. In Kürze dürfen die Gäste den bewährten, aufmerksamen Service unter „sea chefs-Regie“ genießen.

Foyer und Rezeption MS Viola

Foto: Foyer und Rezeption MS Viola

Mit dem Rollstuhl an der Rezeption

Auch an Bord der Viola stehen an beiden Eingängen die bekannten Schirmständer mit Phoenix-Regenschirmen für alle Gäste bereit, die kostenfrei ausgeliehen werden können. Viel natürliches Tageslicht fällt sowohl durch die breiten Glasfronten sowie durch den offenen Bereich zum Sonnendeck hinauf, in das Foyer der Viola. Eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Flusskreuzfahrtschiffen ist die Rezeption, an der ein Bereich mit dem Rollstuhl unterfahren werden kann. Rollstuhlfahrern wird somit die Möglichkeit geboten, sich direkt an die Rezeption zu begeben und dort einem Mitarbeiter zuzuwenden. Auch eine direkte und individuelle Beratung zu den angebotenen Landausflügen ist auf diese Weise möglich.

Mit Rollstuhl an der Rezeption von MS Viola

Foto: Mit Rollstuhl an der Rezeption von MS Viola

Unteres Deck

Ein großer Treppenabgang verbindet alle drei Decks miteinander. Gleich zwei große Fahrstühle sorgen für einen reibungslosen Transport der Rollstuhlfahrer zwischen den Decks. Einer davon führt bis auf das Sonnendeck hinauf, was eine große Besonderheit auf einem Flusskreuzfahrtschiff darstellt. Auf dem Unterdeck stehen Zweibett-Kabinen der Kategorie A und B mit einer Größe von ca. 10m² zur Verfügung. Die Kabinen der Kategorie B verfügen jeweils über ein eigenes Bad. Die Kabinen auf dem Unterdeck sind in erster Linie Reisenden vorbehalten, die sich ohne Rollstuhl fortbewegen können. Ein Öffnen der Fenster in den Kabinen ist nicht möglich. Auf dem Unterdeck steht eine begrenzte Anzahl an Einzelkabinen der Kategorie E für Alleinreisende bereit.

Beispiel Kabine 309 MS Viola Unterdeck

Foto: Beispiel Kabine 309 MS Viola Unterdeck

Das Hauptdeck

Auf dem darüberliegenden Hauptdeck sind Zweibett-Kabinen der Kategorie C und D sowie auch Einzelkabinen der Kategorie F untergebracht. Die Kabinen aller Kategorien auf dem Hauptdeck sind rollstuhlgerecht, die Kabinen der Kategorie D verfügen über ein eigenes Bad. Ein Öffnen der Panoramafenster in den Kabinen auf dem Hauptdeck ist nicht möglich.

Kabine 219 Bad- und Wohnbereich MS Viola

Foto: Kabine 219 Bad- und Wohnbereich MS Viola

Das Panoramadeck

Im direkten Vergleich zu anderen Flusskreuzfahrtschiffen sind auf der Viola alle wichtigen, öffentlichen Bereiche auf einem einzigen Deck platziert. Ein umständlicher und mühevoller Deckwechsel zwischen der Panoramalounge und dem Restaurant an Bord entfällt auf der Viola.

Das Panorama-Restaurant überzeugt nicht nur durch eine Kombination aus wunderbarer Wohlfühlatmosphäre und Eleganz, sondern auch durch Helligkeit und freier Aussicht auf die vorbeiziehende Flusslandschaft. Von nahezu allen Plätzen aus ist ein guter bis sehr guter Blick durch die großen Panoramafenster möglich. Liebevolle Dekorationsdetails runden das Ambiente ab. Entsprechend der Zielgruppe haben Rollstuhlfahrer überdurchschnittlich viel Platz im gesamten Restaurantbereich. Auch Reisende, die sich nicht mit dem Rollstuhl fortbewegen, kommen in den Genuss dieses üppigen Raumgefühls.

Zwischen Foyer und Restaurant befindet sich ein Frisoer, der selbstverständlich ebenfalls barrierefrei ist. Am Eingang zum Restaurant können die Reisenden in einer kleinen Lounge verweilen, die schon nach kurzer Zeit zu einem meiner Lieblingsorte an Bord der Viola wurde. Die Lounge ist einerseits zwar in das Restaurant integriert, bietet dennoch einen intimen und vom Restaurant abgetrennten Rückzugsbereich.

Restaurant und Loungebereich MS Viola

Foto: Restaurant- und Loungebereich MS Viola

Zahlreiche Mitarbeiter des Küchen- und Restaurantteams sorgen täglich für das leibliche Wohl der Reisegäste an Bord und zaubern köstliche Mahlzeiten von früh bis spät. Die reichhaltigen Frühstücksbuffets beinhalten neben einer großen Auswahl an Wurst- und Käsesorten auch Obst, Müsli, frische Säfte, frische Brötchen und viele andere Dinge mehr. Auch das Mittag- und Abendessen wird in Buffetform dargeboten. Ein Nachmittagskaffee/Tee sowie ein kleiner Mitternachtssnack dürfen natürlich nicht fehlen. Gespeist wird in einer einzigen, offenen Tischzeit an fest reservierten Tischen. Nach Absprache werden Gerichte für spezielle Diäten gereicht (Diabetiker, Glutenfrei, Laktosefrei usw.). Als besonderes Highlight ist das Kapitäns-Dinner zu nennen (keine Abendgarderobe Pflicht).

Der Zugang zum Restaurant erfolgt direkt vom Foyer aus, welches die Kabinendecks mit zwei Fahrstühlen verbindet.

Fahrstuhl Treppenhaus, Rezeption MS Viola

Foto: Fahrstuhl, Treppenhaus, Rezeption MS Viola

Beeindruckendes Raumgefühl in der Panorama-Lounge

Ich durchquere noch einmal den großzügigen Bereich des Foyers, um vom Restaurant in die Panorama-Lounge zu gelangen. Die weitläufige Panorama-Lounge liegt, wie auf den meisten anderen Flusskreuzfahrtschiffen auch, in bester Lage im vorderen Schiffsteil und bietet durch sehr große Panoramafenster einen hervorragenden Blick auf die Landschaft. Das Raumgefühl ist wirklich beeindruckend. Noch nie konnte ich mich so ungehindert und frei zwischen Stühlen und Tischen bewegen wie auf der Viola. Lediglich Flusskreuzfahrtschiffe im Ultraluxussegment bieten ein vergleichbares Platzangebot.

Panorama-Lounge und Bar MS Viola

Foto: Panorama-Lounge und Bar MS Viola

Veränderungen bis ins Detail

Moderne Lampen, harmonische Pastellfarben, liebevolle Dekorationsdetails, tolle Ausblicke und sehr viel Platz – das sind die ersten Merkmale beim Betreten der Panorama-Lounge, die ebenfalls völlig ohne Blinkblink und Plüsch überzeugt. Als sehr gemütlich erweisen sich die breiten Loungestühle.  Die Bar befindet sich auf der MS Viola im vorderen Loungebereich und ist mit regulären Barhockern ausgestattet. Ein abgesenkter Bereich ermöglicht Rollstuhlfahrern das Heranfahren an die Bar. Diese ist gut sortiert und lässt kaum einen Wunsch offen. Neben ausgewählten Kaffeespezialitäten sind auch Tagescocktails und eine große Auswahl Spirituosen erhältlich. An der Backbordseite der Lounge ist eine kleine Bibliothek untergebracht.

Auf die Installation großflächiger Raumteiler ist auf der Viola verzichtet worden, denn auch diese stellen für Rollstuhlfahrer unnötige Barrieren, die es zu umfahren gilt, dar. Die Gemütlichkeit leidet keinesfalls unter dieser Besonderheit. Aufgrund der geringen Schiffsgröße erscheint die Lounge ohne zusätzliche Designelemente dennoch gemütlich und heimelig.

Panorama-Lounge MS Viola vorderer Bereich

Foto: Panorama-Lounge MS Viola vorderer Bereich

Die Viola verfügt zwischen Lounge und Rezeption über eine kleine, gut sortierte Boutique mit einer Auswahl an Souvenirs (Postkarten), Accessoires, Kosmetikartikeln und Bekleidungsstücken.

Das Sonnendeck

Das kleine, aber großzügig wirkende Sonnendeck ist mit geschmackvollem Kunstrasen in Holzoptik sowie einer Vielzahl an Tischen und Stühlen ausgestattet. Ein Highlight ist der Wintergarten, der etwa die Hälfte vom Sonnendeck überspannt. Dieser ermöglicht auch an regnerischen Tagen die Nutzung der offenen Deckbereiche, denn er ist direkt mit dem Fahrstuhl erreichbar.  Je nach Wetter werden im Wintergarten oder unter freiem Himmel verschiedene kulinarische Events geboten. So kamen wir zum Beispiel in den Genuss einer Eisparty an Deck. Während dieser wurden eine größere Auswahl an Speiseeis sowie ergänzender Toppings serviert. Sonnenliegen sind zum Zeitpunkt meines Besuchs noch nicht aufgestellt bzw. an Bord verfügbar gewesen. Diese sind aber geordert und sollen in Kürze das Angebot abrunden.

Sonnendeck MS Viola

Foto: Sonnendeck MS Viola

Ein barrierefreies Flusskreuzfahrtschiff - Wohlfühlkomfort und zeitgemäßem Ambiente

Das Fazit:

Die MS Viola überzeugt mit einem ansprechenden Farb- und Lichtkonzept, einer gelungenen Raumaufteilung, einer gewissen Eleganz und einer guten Küche. Nach einer Anlaufphase wird das Team an Bord ebenso aufmerksam und zuvorkommend den Reisenden zur Seite stehen, wie es an Bord der anderen Phoenix-Flusskreuzfahrtschiffe der Fall ist.

In die Realisierung der MS Viola sind viele Monate Planungszeit eingeflossen. Sowohl die Liegeplätze als auch die Ausflüge sind abgestimmt auf Reisende mit Rollstuhl. So soll garantiert sein, dass die Viola auch zu stark frequentierten Zeiten immer einen Platz an erster Stelle der Pier bekommt und nicht „im Paket“ liegt. Während der Jungfernfahrt hat das auf jeden Fall sehr gut funktioniert. Sicherlich werden in den kommenden Monaten wertvolle Informationen gesammelt, die in eine weitere Optimierung dieses bisher einzigartigen Angebots einfließen werden. Aus meiner Sicht ist die Einführung eines solchen Schiffes auf dem deutschsprachigen Markt der richtige Weg, Reisenden mit eingeschränkter Mobilität das Reisen so angenehm wie möglich zu gestalten. Phoenix Reisen leistet hier definitiv Pionierarbeit.

Auf der Höhe der Zeit

Auch wenn der Altersdurchschnitt auf einem Flusskreuzfahrtschiff nach wie vor über dem auf einem Hochseekreuzfahrtschiff liegt, so steigt die Nachfrage nach modernen Kommunikationsmitteln stetig. Gerne übersenden die Großeltern ihren Enkelkindern heute einfach mal einen Urlaubsgruß direkt vom Smartphone aus. Auf der Viola steht den Reisegästen dafür WLAN (kostenpflichtig) zur Verfügung. Große Datenmengen lassen sich über diese Datenverbindung jedoch nicht übertragen (YouTube, Skype etc.).

Die Anzahl der Steckdosen und USB-Anschlüsse in den Kabinen ist beachtlich, variiert je nach Kategorie aber. Ich habe in den Kabinen auf dem Hauptdeck sechs Steckdosen und zwei USB-Anschlüsse gezählt.

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der MS Viola >>Link<<

Alle Flusskreuzfahrten mit der MS Viola können bei uns gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.