Kreuzfahrten & mehr

Die MS Hamburg nach der Renovierung

Autor: Oliver Asmussen am 30.05.2020

Die MS Hamburg in einem vorher/nacher Vergleich nach der Renovierung

Nach mehreren Wochen Werftzeit präsentiert sich die MS Hamburg nach der Renovierung den ersten Gästen schon bald im neuen Look. Ein direkter vorher/nachher Vergleich nach der Renovierung zeigt besonders deutlich die Veränderungen an Bord und steigert die Vorfreude auf künftige Kreuzfahrten.

Erst Lissabon dann Hamburg

Nachdem zunächst Wartungs- und Klassearbeiten im Rahmen des geplanten Werftaufenthalts der Hamburg in Lissabon abgeschlossen wurden, hat das maximal 400 Gästen Platz bietende Kreuzfahrtschiff am 06. Mai die Hamburger Blohm + Voss Werft erreicht und wurde dort in vielen Bereichen renoviert. Das 144m lange, 15.067 BRZ große und 1997 in Dienst gestellte Kreuzfahrtschiff dockte zunächst für 13 Tage in das 287,5m lange und 44,3m breite Schwimmdock 10 ein. Nach Beendigung der Arbeiten verließ die MS Hamburg am 19. Mai das Schwimmdock und wurde an den Liegeplatz 10 im Werfthafen verholt. Dort führten Werftarbeiter bis zum 28. Mai die Renovierungen der Innenbereiche fort. Am 29. Mai hat die MS Hamburg um 11:00 Uhr die Blohm + Voss Werft verlassen und Kurs auf eine Ankerposition in der Deutschen Bucht genommen.

MS Hamburg nach der Renovierung auf der Elbe

Foto: MS Hamburg nach der Renovierung auf der Elbe

Noch ansprechender als auf den Modellzeichnungen

In vielen Bereichen sind die öffentlichen Bereiche kaum wieder zu erkennen. Insbesondere in der Weinstube muss man schon sehr genau schauen, um festzustellen, dass es sich tatsächlich noch um die MS Hamburg handelt.

Vor der Renovierung teilte sich die Weinstube einen gemeinsamen Platz mit dem recht großen Bordshop. Viele dunkle, verwinkelte und versteckte Sitzmöglichkeiten dominierten bisher das Bild. Nun ist die Weinstube ein Ort der Gemütlichkeit geworden und der Bordshop öffnet künftig in deutlich kleinerer Ausgabe an der Backbordseite, dort wo bisher einige Internetterminals standen.

Sowohl die Weinstube als auch der Palmgarten und die Rezeption wirken nicht nur deutlich größer und zeitgemäßer sondern auch eleganter. "Die renovierten Bereiche wirken noch ansprechender als auf den Modellzeichnungen", urteilt auch Oliver Steuber - Geschäftsführer von Plantours Kreuzfahrten in Bremen, nach einem ersten Rundgang an Bord.

Bild 1 Weinstube MS Hamburg

Foto: Collage/Vergleich 1 Weinstube

Ein Hauch von Italien

Künftig schreiten die Gäste in der Weinstube über einen hellen Granitboden, entlang aufgelockert stehender Sitzgruppen und blicken durch den von Licht durchfluteten Raum auf moderne Designelemente und harmonische Pastellfarben. Eine kleine Tanzfläche lädt künftig dazu ein, das Tanzbein zu schwingen. Im Hintergrund ziert ein zeitloses Wandbild den Raum und erinnert an beliebte, italienische Weinregionen. Ab sofort weht ein Hauch von Italien durch die neue Weinstube.

Bild 2 Weinstube MS Hamburg

Foto: Collage/Vergleich 2 Weinstube

Pastellfarben statt Dunkelblau

Nicht weniger auffallend sind die Veränderungen im Bereich der Rezeption bzw. Information. Hier findet sich das neue Farbkonzept aus der Weinstube wieder. Helle Pastellfarben statt dunkles Blau dominieren ab sofort das Bild. Die Theken sind nun indirekt beleuchtet. Mittig ziert ein modernes Kunstelement die neue Sitzgruppe und auch die öffentlichen Toiletten haben eine Renovierung erfahren.

Bild 3 Rezeption MS Hamburg

Foto: Collage/Vergleich 3 Rezeption

Das Ende der Metallpalmen und freie Sicht auf das Meer

Der Werftaufenthalt brachte das Ende der auffallenden Metallpalmen mit sich, die den Palmgarten seit 23 Jahren zierten. Sie sind weißen, rosettenartigen Zierelementen gewichen. Diese Veränderungen sorgen zweifelsfrei für einen neuen, frischen Eindruck im Palmgarten. Unterstichen wird das ansprechende Design von einem neu verlegten Boden in Holzoptik. Die aus meiner Sicht bedeutendste Veränderung erkennt der künftige Reisegast, wenn er hinaus auf das Meer schauen möchte. Das ist nämlich jetzt wieder von allen Plätzen aus möglich. Die in die Jahre gekommenen, „blinden“ Isolierglasfenster wurden durch neue ersetzt. Dies ist übrigens auf dem gesamten Schiff passiert!

Bild 4 Palmgarten MS Hamburg

Foto: Collage/Vergleich 4 Palmgarten

Viel Glas, edle Optik und klare Linien

Verschwunden sind die kleinen Buffetstationen, auf denen es in doppelter Hinsicht regelmäßig eng wurde. Die kleinen Buffetinseln sind einer langen Theke gewichen. Überall herrscht jetzt strukturierte Ordnung. Glasscheiben sorgen künftig für die nötige Trennung zwischen Speisen und Gästen. Optisch präsentiert sich der neue Grillbereich durch klare Linien sehr ansprechend. Die bisherige Öffnung in Richtung Bar gibt es nicht mehr, sie wurde verschlossen. Ausgewechselt wurde darüber hinaus der Bodenbelag aus Echtholz. Ebenfalls komplett neu gestaltet wurde die beliebte, sowie stets stark frequentierte Kaffee- und Tee-Theke!

Das folgende Foto zeigt noch nicht das finale Aussehen in diesem Bereich, da dort noch Restarbeiten durchgeführt werden.

Neue Grillstation neben Palmgarten Stand 28.05.2020

Foto: neue Grill-Station neben Palmgarten Stand 28.05.2020

Leckere Cocktails an der Poolbar

Schaut man sich auf dem Sonnendeck am Swimmingpool um, so fällt sofort die Poolbar ins Auge. Diese wird sich sicherlich nicht nur in warmen Gewässern größerer Beliebtheit erfreuen. Die Arbeiten im Poolbereich waren beim Verlassen des Hafens noch nicht final abgeschlossen. Das Foto gibt daher lediglich einen ersten Eindruck wieder, wie diese Poolbar künftig aussehen wird.

Poolbar MS Hamburg 28.05.2020

Foto: neue Bar auf dem Sonnendeck MS Hamburg

42 neue Infinity-Balkone

Eine weitere Neuerung erleben künftig die Bewohner von 42 Außenkabinen auf Deck 4 und 5. Sie blicken ab sofort durch absenkbare Infinity-Panoramafenster. Als die MS Hamburg den Hafen am 29.05.2020 verlassen hat, sind die Arbeiten in den Kabinen ebenfalls noch nicht final abgeschlossen gewesen. Daher ist nachfolgendes Foto lediglich ein erster Eindruck aus einer der Kabinen.

Beispiel neue Infinity-Fenster Deck 05 MS Hamburg 12.05.2020

Foto: Beispiel neue Infinity-Fenster Deck 05 MS Hamburg 12.05.2020

MS Hamburg: Kreuzfahrt Guide Award für bestes Routing

Autor: Oliver Asmussen am 18.11.2019

Plantours Kreuzfahrten holt Kreuzfahrt Guide Award für bestes Routing mit MS Hamburg

Nach 2012 und 2014 hat Plantours Kreuzfahrten mit der MS Hamburg zum dritten Mal den Kreuzfahrt Guide Award erhalten.

Abseits vom Mainstream

Eine 20-köpfige Jury aus Kreuzfahrtexperten und Branchenkennern hat entschieden, die außergewöhnlichen Kreuzfahrtrouten der MS Hamburg erneut mit dem begehrten Kreuzfahrt Guide Award auszuzeichnen. Damit hat die MS Hamburg nach 2012 und 2014 zum wiederholten Male den Award erhalten und sich damit gegen deutlich größere Reedereien durchgesetzt. Die MS Hamburg von Plantours Kreuzfahrten befährt Routen abseits vom Mainstream und bietet den Gästen Kreuzfahrten mit Expeditionscharakter.

Oliver Steuber, Geschäftsführer von Plantours Kreuzfahrten: „Das beste Geschenk zu unserem 30sten Firmengeburtstag und Anerkennung für unsere Arbeit, unseren vielen Stammkunden immer wieder neue Ziele
anzubieten.“

Kreuzfahrt Guide Award bestes Routing 2019 MS Hamburg

284 Tage ab/bis Hamburg mit der MS Hamburg

Als einziges deutschsprachig geführtes Schiff befährt die MS Hamburg die Großen Seen bzw. kombiniert Routen in Spitzbergen, Island und Grönland. Erstmals befährt sie im Winter 2019/2020 nicht nur die Antarktis sondern auch die Chilenischen Fjorde auf einer ausgefallenen Route, die von den großen Kreuzfahrtshiffen nicht befahren wird. In der Saison 2020/2021 wird die MS Hamburg in 284 Tagen ab/bis Hamburg nicht nur Kurs auf die Großen Seen nehmen sondern darüber hinaus Kuba umrunden, durch den Panama Kanal fahren, die Chilenischen Fjorde, die Antarktis, die Kapverden und das Mittelmeer ansteuern! Eine Route, die kein anderer Kreuzfahrtanbieter im Programm hat. Diese aussergewöhnliche Kreuzfahrt beginnt am 02.08.2020 in Hamburg und endet dort am 12.05.2021.

Kreuzfahrt Guide und Kreuzfahrt Guide Award 2019 MS Hamburg

Frisch Renoviert in die Sommersaison 2020

Wenn die MS Hamburg am 21. März 2020 von ihren Winterkreuzfahrten nach Europa zurückkehrt, wird sie in Lissabon im Rahmen eines 40-tägigen Werftaufenthaltes nicht nur renoviert sondern erhält auch so genannte Infinity-Panoramafenster, die zur Hälfte absenkbar sind.

 

MS Hamburg: Ein Schritt in die Zukunft mit Marinediesel statt Schweröl!

Autor: Oliver Asmussen am 11.11.2019

Plantours Kreuzfahrten verbannt künftig Schweröl aus den Tanks der MS Hamburg

Im Hause Plantours Kreuzfahrten ist eine Entscheidung für die Zukunft gefallen. Die MS Hamburg erfüllt internationale Standards mit hochwertigerem Treibstoff.   

MS Hamburg emissionsarm in der Antarktis

Verschiedene Möglichkeiten für Schadstoffreduzierung

Die internationalen Umweltauflagen hinsichtlich des Schadstoffausstoßes werden sich in den kommenden Jahren immer weiter verschärfen. Auch wenn der Anteil der Kreuzfahrtschiffe, im Vergleich zur gesamten Schifffahrt nur rund 0,6 Prozent ausmacht, ist dies ein immer mehr in den Fokus rückendes Thema bei den Reedereien. Eine Möglichkeit, den Schadstoffausstoß zu reduzieren, ist der Einbau von Abgasreinigungsanlagen, so genannten Scrubbern. Solche Abgasreinigungsanlagen nutzen Wasserdampf, um die Schadstoffe zu filtern, was wiederum Nachteile mit sich bringt. Scrubber dürfen zum Teil in bestimmten Schutzzonen gar nicht betrieben und das Waschwasser nicht entsorgt werden, wozu auch die Elbe zählt. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Marinediesel. Der Schadstoffausstoß ist dann nahezu ebenso gering wie durch Scrubber gereinigtes Schweröl. Es wird bis zu 97% weniger Schwefel und bis zu 80% weniger Feinstaub im Vergleich zum Schweröl ausgestoßen.

Ab Januar 2020 maximal 0,5% Schwefelanteil auf allen Meeren

Auch beim Marinediesel (engl.: Marine Diesel Oil) gibt es allerdings Unterschiede. Es wird mit unterschiedlich hohen Schwefelanteilen angeboten. Die hochwertigste Variante hat einen Schwefelanteil von unter 0,5%. Nur mit diesem darf die MS Hamburg in die sogenannten Emission Control Areas (ECA) einfahren. Dazu zählen zum Beispiel auch die Großen Seen in Kanada. Innerhalb der EU gelten bereits jetzt schon noch strengere Richtlinien. Ab Januar 2020 greifen dann international festgelegte, hohe Grenzwerte von maximal 0,5% Schwefelanteil in den Abgasen. Wie diese Grenzwerte eingehalten werden, entscheiden die Reedereien jeweils unterschiedlich. Bei Plantours Kreuzfahrten ist die Entscheidung dahingehend gefallen, das man Schweröl  (engl.: Heavy Fuel Oil) künftig komplett aus den Tanks verbannt.

Strenge Richtlinien für Kreuzfahrten in der Antarktis

Bevor ein Kreuzfahrtschiff in die Antarktis fährt, müssen strenge Richtlinien der IAATO (International Association of Antarctica Tour Operators) sowie der MARPOL (International Convention fort he Prevention of Marine Pollution from Ships) erfüllt werden. Die Antarktis bezeichnet die Region südlich des 60. Breitengrades. Fälschlicherweise wird oftmals der Begriff Antarktis für den Landteil, also den Kontinent, verwendet. Richtig ist, dass die Antarktis alle Land- und Meeresgebiete umfasst, welche um den Südpol herum liegen, also den Kontinent Antarktika und Teile vom Südlichen Pazifischen Ozean, Indischen Ozean und Atlantischen Ozean. Als ozeanografische Grenze gilt die antarktische Konvergenz, welche etwa bei 50° südlicher Breite liegt. In dieser Region sinkt das kalte antarktische unter das warme, subtropische Wasser ab. Das ist auch ein Grund, weshalb hier oftmals Stürme entstehen und die Wellen an der Oberfläche in verschiedene Richtungen zu laufen scheinen.

Alle Reedereien bzw. Betreiber von Passagierschiffen in der Antarktis sind Mitglied in der 1991 gegründeten IAATO, welche die Fahrtrouten der einzelnen Kreuzfahrt- und Expeditionsschiffe akribisch mittels Satellitenortung (AIS) überwacht. Diese Ortung dient der Kontrolle, wo sich die Schiffe befinden, wie lange sie sich an einem Ort aufhalten und darüber hinaus können in einem Notfall sofort Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden. Innerhalb dieser vorgeschrieben Grenze ist das Mitführen von Schweröl in den Tanks eines Schiffes komplett verboten. Schweröl muss vor dem Befahren der Antarktis komplett aus den Tanks entfernt werden.

MS Hamburg ohne Schweröl auf den Grossen Seen

Freie Fahrt in die Zukunft

Diesen Bedingungen wird die MS Hamburg nun künftig ganzjährig gerecht. Damit darf die MS Hamburg in den kommenden Jahren weiterhin auch in Norwegen sowie in Spitzbergen entsprechende Kreuzfahrten unternehmen.

Erstanlauf der AIDAperla in Hamburg mit Verspätung wegen Sturm

Autor: Team Kreuzfahrten und mehr am 16.03.2018

AIDA Cruises informiert alle Kunden und Reisebüros in einer Mitteilung darüber, dass die AIDAperla nicht wie geplant morgen Früh, am 17. März 2018 den Hamburger Hafen anlaufen wird.

AIDAperla

Wie AIDA Cruises heute Nachmittag mitteilt, sind der Hamburger Hafen und die Elbe von den Behörden aufgrund der derzeitigen Wettersituation geschlossen worden. Windgeschwindigkeiten von 7 bis 8 Beaufort machen ein Anlaufen unmöglich. AIDA Cruises steht mit den örtlichen Behörden in engem Kontakt, um für alle anreisenden und abreisenden Kreuzfahrtgäste eine bestmögliche Lösung zu finden.

Der für Samstag, den 17.03.2018 geplante Check-in für die anreisenden Gäste kann nicht stattfinden.

Eine konkrete Aussage zur Ankunftszeit von AIDAperla am Kreuzfahrtterminal in Steinwerder kann derzeit noch nicht getroffen  werden.

Am morgigen Samstag, den 17.03.18, bis um 12 Uhr erhalten alle Reisegäste die neue Check-in-Zeit für Sonntag, den 18.03.18

Die AIDAperla befindet sich derzeit mit 10 Knoten Fahrt westlich der Insel Texel und nimmt, von Rotterdam kommend, weiterhin Kurs auf Hamburg.

***UPDATE 17.03.2018 09:00 Uhr***

AIDAperla befindet sich auf der Elbe in Höhe Brunsbüttel und hat Kurs auf Hamburg!

 

 

MS Europa 2, das luxuriöseste Kreuzfahrtschiff der Welt zum StyleUp in der Werft

Autor: Oliver Asmussen am 18.09.2017

Alle zwei Jahre schickt Hapag-Lloyd Cruises seine eleganten Kreuzfahrtschiffe in die Werft. Dort werden neben turnusmäßigen Arbeiten in der Regel auch Optimierungen und Verbesserungen an Bord durchgeführt bzw. realisiert.

Die Europa 2 im Dock 10 der Blohm+Voss Werft in Hamburg

Foto: Die Europa 2 im Dock 10 der Blohm+Voss Werft in Hamburg

Wenn also das luxuriöseste Kreuzfahrtschiff der Welt für 14 Tage bei Blohm+Voss im Dock 10 liegt, dann erfolgt dort nicht nur eine turnusmäßige, technische Wartung sondern ebenso eine Umsetzung gesammelter Erfahrungen und Trends. Erfahrungen, die im Laufe der Monate im regulären Gästebetrieb gemacht werden und Trends, die sich über einen längeren Zeitraum, meist innerhalb einer Zeitspanne mehrerer Jahre durchsetzen. Dazu zählt zum Beispiel die Umgestaltung vom Jazz-Club zum Club 2. Damit wird nicht zuletzt der Irrglaube beseitigt, dass hier ausschließlich Jazz-Liebhaber eine stilvolle Adresse finden. Ebenso wird der Name „Herrenzimmer“ in „Collins Bar“ geändert, denn natürlich sind nicht nur die Herren in der Gin-Bar willkommen. Der auf Deck 7 untergebrachte Teens Club zieht um in die Räumlichkeiten vom bisherigen Speisezimmer auf Deck 4. Damit sind dann Kids und Teens nicht nur etwas weiter voneinander getrennt – was insbesondere den Teens wichtig ist, sondern darüber hinaus darf der Geräuschpegel abseits jeglicher Suiten nun auch mal etwas höher ausfallen.  

Bewährtes noch besser machen

Das mögen für den regulären Kreuzfahrtgast nur Kleinigkeiten sein, aber eben genau dort liegt der Unterschied zwischen dem luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt und anderen Kreuzfahrtschiffen. Hapag Lloyd Cruises verfolgt das klare Ziel, Bewährtes noch besser zu machen und man ist zurecht stolz auf die jährlichen Auszeichnungen des Kreuzfahrtexperten Douglas Ward, der in seinem renommierten und bei manchen Reedereien auch berüchtigten Kreuzfahrtguide „Berlitz Cruising & Cruise Ships“ die Europa 2 zum fünften Mal in Folge mit der Bestnote Fünf-Sterne-Plus auszeichnete. Neben der Europa 2 darf sich weltweit nur die Europa ebenfalls mit dieser Bestnote schmücken. Auszeichnungen, die nur mit einem besonderen Maße an Disziplin und Perfektion dauerhaft zu halten ist. Und das wird selbst im derzeitigen „Werftmodus“ deutlich, wie wir bei unserem Rundgang feststellen. Auf die Details kommt es an!

Auf dem Sonnendeck Europa 2 Werft

Foto: Auf dem Sonnendeck  Europa 2 Werft

Die wohl sauberste Baustelle der Welt.

Die 225m lange und 27m breite Europa 2 zeigt sich ihren Gästen stets in einem makellosen Kleid, kaum ein Gast wird wohl „sein“ Schiff jemals in diesem Zustand zu sehen bekommen. Überall liegt Dreck, es ist staubig und in der Luft hängt ein stechender Geruch, Müllberge stapeln sich in den Ecken und es beschleicht den Besucher das Gefühl, hier nicht wieder unversehrt von Bord zu gehen. Nein, natürlich ist das nicht so! Wir sind nicht auf irgendeiner Baustelle sondern auf der wohl luxuriösesten Baustelle der Welt. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dies ist die wohl sauberste Baustelle der Welt. Eine Baustelle ohne Dreck und Staub. Naja, fast. Diese scheinbare Unsinnigkeit hat System, denn am Ende lassen sich wenige Staubkörner erheblich effektiver beseitigen als dicke Dreckschichten. Kapitän Ulf Wolter steht im Blaumann auf der Brücke der Europa 2 und macht deutlich, wie wichtig es ist, auch während der Werftzeit auf kleinste Details zu achten. Dazu gehört die Sauberkeit. Ohnehin sind es die Details die an allen Ecken ins Auge fallen.

Blick auf Elbphilharmonie und Michel von Brückennock Europa 2

Foto: Blick auf Elbphilharmonie und Michel von Brückennock Europa 2

Überall kleben farbige „Post it“ Streifen und markieren kleinste Makel in Wandverkleidungen, im Teakholz, an Gummidichtungen oder im Schiffslack. Rund 400 Werftarbeiter kümmern sich darum, dass das 50-seitige „Lookbook“ akribisch und zügig abgearbeitet wird.

Keine Renovierung sondern Style up.

Hapag-Loyd Cruises legt besonderen Wert darauf, dass die Europa 2 nicht zur Renovierung in der Werft liegt, sondern zum Style up! Renovieren muss man nur Dinge, die nicht mehr ansehnlich sind und sich in einem schlechten Zustand befinden, erfahren wir heute. Und in der Tat ist es so, dass sich Möbelstücke, Teppiche und andere Einrichtungsgegenstände, die ausgewechselt werden, in einem wunderbaren Zustand befinden. Der entfernte Teppich im Weltmeere Restaurant beispielsweise würde sicherlich noch bis zum übernächsten Werftaufenthalt „durchhalten“ aber dann wäre der Verschleiß erkennbar. Und soweit darf es eben auf dem besten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Welt gar nicht erst kommen. Es wird also bereits im Vorfeld alles ausgewechselt, was in den nächsten Monaten vielleicht nicht mehr dem 5-Sterne-Plus Standard entsprechen könnte. Auf dem Sonnendeck liegt ein Werftmitarbeiter auf dem Boden und glättet mit größter Präzision die Gummidichtungen im edlen Teakboden. Am Ende dieser Maßnahme wird die Fläche völlig Glatt und ohne erkennbare Übergänge zwischen Holz und Gummi zu bestaunen sein.

Sonnendecks und Pool Europa 2 in  der Werft

Foto: Sonnendecks und Pool Europa 2 in der Werft

Auf dem Sonnendeck, rund um den Pool, stehen derzeit keine Champagnergläser, sondern Stahlcontainer in denen ausgediente Rohrleitungen gesammelt werden. Ebenso im Außenbereich des Yacht Clubs.

Im weitläufigen Belvedere auf Deck 9 wird eine Coffee-Lounge installiert, um den Bereich für die künftigen Gäste noch attraktiver zu gestalten. Auch das Mobiliar passt sich dem neuen Stil an. Das bisherige Kino wird zum modernen, multifunktionalen Studio, in dem künftig Yoga-Kurse stattfinden können. Die bisherige Bibliothek wird zu einem Konferenzraum, denn auch nach einem solchen ist eine entsprechende Nachfrage seitens der Gäste vorhanden. Die Bibliothek zieht in das Belvedere um. In unmittelbarer Nähe werden künftig historische Stücke die Vergangenheit von Hapag-Lloyd Cruises illustrieren. Ein interaktiver Globus benennt wichtige Ziele und in der neuen Cruise Sales Lounge bucht man gleich seine Reise dorthin.

Belvedere Europa 2 Werft

Foto:  Belvedere Europa 2 Werft

Eine Neugestaltung erfährt das Ocean Spa auf Deck 5, insbesondere im Bereich der Technik. Darüber hinaus werden mit einem Kamin neue Akzente gesetzt. Im Außenbereich kommt der Gast künftig in den Genuss, in einer von zwei Lounge-Schaukeln zu entspannen.

Grosse Momente, ganz exklusiv.

Die Europa 2 steht für eine Symbiose aus Leichtigkeit, Freiheit und Perfektion - selbst im derzeitigen „Werftmodus“.  Und hinter dem muss sich die Europa 2 gewiss nicht verstecken, denn er verdeutlicht auf besondere Weise, dass hier schon in wenigen Tagen große Momente wieder ganz exklusiv erlebt werden können. Ab dem 27. September noch eine Nuance luxuriöser und stilvoller als bisher.  Dann startet die Europa 2 von Hamburg aus zu einer Kurzreise in Richtung Oslo und Göteborg, die am 02. Oktober wieder in Hamburg enden wird.

Unter dem Rumpf der Europa 2

Große Momente erleben wir am Ende des Tages, im wahrsten Sinne des Wortes, auf eine ganz besondere Weise, bei einem Rundgang unter dem Rumpf der Europa 2 hindurch. Nur selten bietet sich die Möglichkeit, einen Blick auf Bugstrahlruder, Stabilisatoren oder  die modernen Azipod-Antriebe des Schiffes werfen zu können. Während ein Teil der Werftarbeiter die abgenutzten Zink Anoden entfernt, werden am Heck die beiden Propeller demontiert und anschließend aufgearbeitet. Der lange Wulstbug wurde bereits mit neuer Grundierung versehen, die Seekästen von Muscheln befreit und die Ankerketten komplett aus den Ankerkästen gezogen.

Arbeiten an Azipods und Propellern MS Europa 2 in der Werft

Foto:  Arbeiten an Azipods und Propellern MS Europa 2 in der Werft

Zinkanoden (s. Markierungen auf Foto) erfüllen übrigens nur einen Zweck – sie sollen korrodieren. Unter Wasser entsteht durch Elektrolyse, die bei verschiedenen Metallen das jeweils „unedelste“, weichste Metall abbaut bzw. korrodieren lässt. Man zieht bei der Montage von Zinkanoden also die Elektrolyse auf das Zink, das weiche Metall und verhindert so die Korrosion an Propeller, Welle oder Ruderblättern bzw. am Schiffsrumpf.

  • Alle Bilder der Europa 2 aus der Blohm+Voss Werft findet ihr hier in der Bildergalerie <<Link>>

Alle Kreuzfahrten „Europa 2“ können bei uns gebucht werden. Weitere Details teilen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535