Kreuzfahrten & mehr

MS Ocean Majesty Saisonstart 2016 und Neuerungen nach Werftaufenthalt

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 26.05.2016

Der unter der Flagge von Hansa Touristik fahrende Kreuzfahrt-Klassiker Ocean Majesty ist mit neuem Glanz in die Kreuzfahrtsaison 2016 gestartet.

Zum Saisonstart 2016 sind am 5. Mai an der Stazioni Marittime in Genua bei strahlendem Sonnenschein die ersten Gäste an Bord der Ocean Majesty gegangen, bevor pünktlich um 16:00 Uhr von Kapitän Giannis Papangelis das Kommando „Leinen los“ gegeben wird. Wir haben die Ocean Majesty auf ihrer ersten Kreuzfahrt zu den Kanarischen Inseln begleitet und einige Eindrücke von Bord mitgebracht. Derzeit befindet sich das schmucke Kreuzfahrtschiff bereits auf seiner zweiten Kreuzfahrt der Saison, rund um Westeuropa, die am 01. Juni 2016 in Kiel endet. Den Sommer über unternimmt die Ocean Majesty unterschiedliche Kreuzfahrten nach Norwegen, Grönland und Skandinavien, bevor sie im Herbst ins Mittelmeer zurückkehrt.

MS Ocean Majesty und der Strand von San Sebastian auf La Gomera

Foto: MS Ocean Majesty und der Strand von San Sebastian auf La Gomera

Neue Farben und Stoffe im ganzen Schiff

Wie bereits in den letzten Jahren wurde die Winterzeit auf der bekannten Chalkis Werft in Griechenland – ca. 80km von Athen entfernt - für die Durchführung umfangreicher Renovierungen genutzt. Das Investitionsvolumen beläuft sich beim zurückliegenden Werftaufenthalt auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Ein beachtlicher Anteil davon ist in den technischen Bereich geflossen. Jetzt strahlt die Ocean Majesty wieder mit dem Lächeln der gesamten Besatzung um die Wette.   

MS Ocean Majesty Lido Garten

Foto: MS Ocean Majesty Lido Garten

Für den richtigen Schiffskurs auf der Brücke der Ocean Majesty sorgt auch in diesem Jahr  der erfahrene und beliebte Kapitän Giannis Papangelis, während Kreuzfahrtdirektorin Linda Brummer bereits voll motiviert, wie ein Wirbelwind über das Pooldeck läuft und mit Argusaugen schaut, ob auch alle Gäste gut versorgt sind. „Linda“, wie sie liebevoll von den Gästen genannt wird, gehört praktisch zum Inventar des Schiffes. An eine Kreuzfahrt ohne Linda ist eigentlich gar nicht zu denken.

Wir sehen auf unserer Saisoneröffnungsfahrt zu den Kanarischen Inseln überall fröhliche Gesichter und auch Panagiotis Adonelos (Hotel department director MIC), Claudio Capra (purchasing manager) Majestic International Cruises, sowie Birgit Kilian, Geschäftsführerin von Hansa Touristik, zeigen sich sichtlich zufrieden, dass der Saisonstart nun endlich begonnen hat. 

MS Ocean Majesty Majestic Lounge

Foto: MS Ocean Majesty Majestic Lounge

  • „Wir haben nicht nur in der Hardware viele Neuerungen vorgenommen, sondern auch im Bereich Entertainment und Unterhaltung der Gäste die Vielfalt ausgebaut und freuen uns, dass es nun losgeht“ lässt Karin Kilian uns an Bord wissen.

Die Ocean Majesty hat sich, seit ihrer ersten Kreuzfahrt unter der Flagge des Stuttgarter Unternehmens Hansa Touristik am 15. Mai 2013, auf dem deutschsprachigen Kreuzfahrtmarkt einen guten Namen gemacht. Die Indienststellung der Ocean Majesty fand im Jahr 1966 als Fähre Juan March für das Fährunternehmen Compania Trasmediterranea statt, welches das Schiff bis 1985 überwiegend auf der Strecke Valencia – Balearen einsetzte. Im Jahr 1995 erfolgte ein großer Umbau zum Kreuzfahrtschiff, bei dem der komplette Schiffsaufbau sowie die Schiffstechnik erneuert bzw. überholt wurden. Seither fährt das elegante Kreuzfahrtschiff trotz mehrerer Eignerwechsel fast durchgehend mit selbigem Namen über die Meere. 

MS Ocean Majesty Observation Lounge

Foto: MS Ocean Majesty Observation Lounge

Liebe zum Detail und klassisch-modernes Ambiente

Wir sind wirklich begeistert, wie sich die Ocean Majesty in den letzten Jahren verändert hat und mit wie viel Liebe zum Detail die stetigen Renovierungen erfolgen. Die Ocean Majesty ist auch unter den Klassikern fast schon eine Ausnahmeerscheinung und bietet den Gästen rund 2/3 Außenkabinen, unter denen sich 8 Balkonkabinen mit einer Größe von 16,5m² befinden. Alle Kabinen sind renoviert und machen entsprechend einen phantastischen Eindruck. Die Ocean Majesty punktet und begeistert natürlich nicht mit Kletterwänden, Freizeitparks und Autoscootern sondern durch ihre Größe, die es erlaubt abseits der Mainstream-Routen zu kreuzen, durch ein zeitgemäßes und klassisch-modernes Interieur sowie die überaus freundliche und serviceorientierte Crew. 

Verantwortlich für das neue Innendesign zeigt sich nicht etwa ein großes Architekturbüro sondern Birgit Kilian, die ein geschicktes Händchen bei der Zusammenstellung von Farben und Mustern beweist und eigentlich auch einen Job als Innenarchitektin anstreben könnte. Die Kombination aus klassischem Ambiente mit modernen, zeitgemäßen Elementen verleiht der Ocean Majesty eine ganz besondere Note. Das wissen die Kreuzfahrtgäste zu schätzen. Helle Farben im gesamten Schiff sorgen für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre und liebevolle Wohnaccessoires setzen stilvolle Akzente. Jede Lounge hat ihren eigenen Stil, der sich in einem ausdrucksstarken Farbkonzept widerspiegelt. Der Gast hat so die Möglichkeit auszuwählen, welche Atmosphäre und welches Entertainment er bevorzugt.

Bellini Cigar Lounge MS Ocean Majesty

Foto: Bellini cigar lounge MS Ocean Majesty

  • „Wichtig ist uns auf dem gesamten Schiff eine Wohlfühlatmosphäre in warmen Farben kombiniert mit einem aufmerksamen, persönlichen Service“, sagt Birgit Kilian, Manager of Operations von Hansa Touristik, während unseres Rundgangs über das aufgearbeitete Teakholzdeck.

Neu ist dieses Jahr die Dauerkunstausstellung des italienischen Street-Art-Künstlers Mr. Savethewall. Die Bilder des aufstrebenden Künstlers sind in allen öffentlichen Bereichen der Ocean Majesty zu finden und unterstützen zusätzlich das klassisch, moderne Ambiente an Bord.

MS Ocean Majesty Lido Garten mit Bild von Künstler Savethewall 

Foto: MS Ocean Majesty Lido Garten mit Bild von Künstler Savethewall

Viel neue Technik an Bord

Ein großer Teil des Investitionsvolumens ist im letzten Winter in die Erneuerung und Modernisierung der technischen Bereiche geflossen. So wurde die Maschinenanlage überholt und die Einstellungen optimiert, auf dem Aquamarine Deck und dem Sapphire Deck sind in den Übergängen zum Innenbereich so genannte „Air Curtains“ installiert worden, welche (ähnlich wie bei Kaufhäusern) sowohl für Kühlung sorgen aber in kalten Fahrtgebieten auch als Wärmewand dienen. Ferner wurde die Heizungsanlage in mehrere Stränge aufgeteilt, sodass die einzelnen Bereiche und Kabinen unterschiedlich angesteuert und optimaler beheizt werden können.

Restaurant MS Ocean Majesty

Foto: Restaurant MS Ocean Majesty

MS Ocean Majesty ist 10.417 BRZ groß, 136 Meter lang und befördert maximal 500 Passagiere.

Bildergalerie mit allen Bildern zu den Neuerungen an Bord <<Link>>

Schiffsportrait MS Europa, die schönste Yacht der Welt nach dem Werftaufenthalt

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 21.10.2015

Hamburg am 15. Oktober 2015: Nieselregen hüllt die vielleicht schönste Yacht der Welt am Cruise Center Grasbrook heute Morgen ein. Die frische, weiße Farbe und ihre orange-blaue Bauchbinde sind gerade trocken. Über die Gangway laufen eilig Männer in blauen Overalls, tragen Kabel, Schleifgeräte, Stoffreste und anderes Arbeitsmaterial von Bord. Noch fehlt der rote Teppich mit der Aufschrift MS Europa vor dem Cruise Terminal. Von Kreuzfahrtatmosphäre ist derzeit noch nichts zu sehen. Was ist passiert?

Rejuvenation – aktualisieren, nicht verjüngen

Keine 24 Stunden ist es her, da hat die MS Europa, welche bereits fünfzehn Mal in Folge vom Berlitz Cruise Guide mit dem Prädikat 5-Sterne-Plus ausgezeichnet wurde, das Schwimmdock von Blohm+Voss verlassen. 879 Spezialisten haben die MS Europa quasi auf den Kopf gestellt und fit gemacht für die nächsten Jahre. Dabei wurden 650 Quadratmeter Teak verlegt, 3.200 Liter Farbe und 4.200 Quadratmeter Teppich verarbeitet. Seit dem 01. Oktober sind die Werftarbeiter der Traditionswerft damit beschäftigt, das im Jahr 1999 in Dienst gestellte, 198 m lange und maximal 400 Gästen Platz bietende Luxuskreuzfahrtschiff zu aktualisieren, nicht zu verjüngen. Hapag Lloyd Kreuzfahrten nennt es „Rejuvenation“, ein aus der Medizin bekannter Begriff, der so viel bedeutet wie „den Alterungsprozess umkehren“. Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung sowie Gabi Haupt, Leiterin Produktmanagement MS Europa legen während eines Pressegesprächs an Bord besonderen Wert auf diesen Unterschied.

Es geht nicht darum, die MS Europa zu verjüngen sondern zu aktualisieren, also Luxus zeitgemäß zu interpretieren und nicht neu zu erfinden. Wie sagt Pojer ganz zutreffend, „Ein 68-jähriger, ehemaliger Senior Executive von 1998 hatte zwar die gleichen Vorstellungen von Exklusivität und Stil wie ein heutiger 68-jähriger, definierte Luxus aber anders.“ Und genau dort setzte die Reederei Hapag Lloyd Kreuzfahrten nach umfangreichen Kundenbefragungen jetzt an. Das Ergebnis dürfen wir uns heute anschauen.

Luxuskreuzfahrtschiff MS Europa im Nord-Ostsee-Kanal

Foto: MS Europa im Nord-Ostsee-Kanal

Die Zielgruppe der MS Europa legt einen überproportional hohen Wert auf klassischen Luxus Etiquette, Komfort und Qualität, zelebriert das „Schaulaufen“, legt Wert auf Statussymbole, Stil und Exklusivität. Diesen Ansprüchen der traditionellen, gesellschaftlichen Elite wird die MS Europa in höchstem Maße gerecht. Auf der MS Europa herrscht Perfektion bis ins Detail, zumindest soll das in wenigen Stunden wieder so sein.

Von den ehemals 626 Punkten auf der Werftliste sind zu Beginn unseres Besuchs an Bord noch nicht alle abgearbeitet. Überall wird noch geschraubt, gebohrt, gesaugt und gestrichen.

Penthouse Deck 10

Wir beginnen unseren Rundgang auf dem Penthouse Deck 10, auf dem sich in erster Linie die 10 Penthouse Suiten sowie zwei Penthouse Grand Suiten befinden. Die Penthouse Suiten haben komplett neue Bäder erhalten.

Wagner Suite 1012 Bad MS Europa

Foto: Wagner Suite 1012 Bad MS Europa

Den Gästen steht ein Wohnraum von 45m² zur Verfügung, der sich auf einen getrennten Wohn- und Schlafbereich aufteilt. Darüber hinaus verfügen die Suiten über eine Veranda, einen begehbaren Kleiderschrank, eine kostenlose Minibar, eine Nespresso-Maschine, ein Notebook, ein Bad mit Fußbodenheizung, zwei Waschbecken, Dusche und Whirlpool-Badewanne sowie zwei Flachbild-Fernseher.

Wagner Suite 1012 MS Europa

Foto: Wagner Suite 1012 MS Europa

Das Fitness-Studio mag nach heutigen Luxus-Maßstäben eher klein ausfallen, ist aber mit den modernsten TechnoGym Sportgeräten ausgestattet und bietet eine schöne Sicht über den Poolbereich. Darüber hinaus wird das Angebot von Gymnastik- und Entspannungskursen, diversen Sportaktivitäten wie Wassergymnastik, Bauch-Beine-Po-Gymnastik und speziellen Trainings für die Rückenmuskulatur abgerundet. Auf Wunsch kann der Gast zusammen mit dem Personal Trainer ein eigenes Fitnessprogramm zusammenstellen. Das Angebot orientiert sich letztendlich an der Zielgruppe und ist entsprechend an die Altersstruktur der Reisenden angepasst. Aus diesem Grunde relativiert sich dann auch die geringe Größe des Studios.

Fitness Studio MS Europa

Foto: Fitness Studio MS Europa

Bellevue Deck 9

Im vorderen Schiffsbereich auf dem Bellevue Deck befinden sich die Veranda Suiten der Kategorien 6 und 7. Die Veranda Suiten bieten auf 27m² ausreichend Platz auch für längere Kreuzfahrten und überzeugen mit einem angenehmen Farbkonzept, einem optisch getrennten Wohn- und Schlafbereich, begehbarem Kleiderschrank, kostenloser Minibar und einem Bad mit Dusche und Badewanne.

Suite 913 MS Europa

Foto: Suite 913 MS Europa

Die umlaufende Galerie dient auch als Joggingpfad und ist nicht mit Teakholz ausgelegt. Das soll aber Ausnahme bleiben, alle anderen Außenbereiche sind durchweg mit hochwertigem und optisch sehr ansprechendem Teakholz versehen. Die untere Ebene des Fitness Studios wird ausschließlich für die bereits genannten Sportkurse genutzt.

Ganz am Heck der MS Europa liegt die Sansibar, die allabendlich zum Lieblingscocktail unter Sternenhimmel einlädt. In entspannter Atmosphäre kann man hier seinen Blick bei einem guten Drink über die See schweifen lassen oder sich mit guten Freunden und Mitreisenden über die kulturellen Höhepunkte des nächsten Zielhafens unterhalten.

MS Europa Sansibar

Foto: MS Europa Sansibar

Über eine Wendeltreppe gelangen wir auf das Lido Deck 8.

Lido Deck 8

Das maritime Lido Café bietet im legeren Rahmen ein Buffeterlebnis der besonderen Art. Qualität und Auswahl stehen auch hier an oberster Stelle, den Gast erwartet ein Buffeterlebnis auf höchstem Niveau. Die Aufteilung der Buffetinseln wurde beim Werftaufenthalt komplett geändert, die ehemals sehr kleinen Buffetinseln und ungünstig positionierten Stationen sind nun von mehreren Seiten aus zugänglich. Hapag Lloyd Kreuzfahrten reagiert mit dieser Änderung auf die immer größer werdende Beliebtheit des Lido Cafés und der daraus resultierenden, starken Frequentierung der Buffetbereiche. Kam es bei Stoßzeiten in der Vergangenheit schon mal zu Engpässen oder längeren Wartezeiten vor den Inseln, so sollen die Laufwege nun völlig neu geführt werden. Neben dieser baulichen Veränderung ist die Dekoration aus der ehemaligen Clipper Lounge nun hier im Lido Café zu finden. Dazu zählen hölzerne Schiffmodelle und andere maritime Gegenstände. Den Gästen steht ein stilvoller Innenbereich oder aber auch ein Platz unter freiem Himmel auf dem Teakdeck zur Verfügung. Eine offene Grillstation sorgt abends für ganz besondere Gaumenfreuden. Auf ausgewählten Kreuzfahrten werden die Gäste von den Köchen im Lido Café auch à la carte verwöhnt. Themenabende bringen den Reisenden die landestypischen Spezialitäten und die Kochkultur der jeweiligen Länder näher und machen die Reiseziele mit allen Sinnen erlebbar.

Eine weitere Neuerung im Lido Café ist der Eingangsbereich, welcher nun schon vor dem eigentlichen Restaurantbereich das Thema „Lido“ in Form nostalgischer, maritimer Bilder aufnimmt.

Wie auch auf der Hanseatic und Europa 2 hat im Lido Café eine Eistruhe mit Eis von Giovanni L. Einzug erhalten. Giovanni steht für Eiskreationen der ganz besonderen Art. Leidenschaft, Tradition und Gefühl leiten Giovanni zu immer neuen, teils wilden, teils zarten Eisversuchungen. Immer auf der Suche nach der ultimativen, neuen Eiskreation ist Giovanni nicht nur Namensgeber und Gründer, sondern auch unermüdlicher Repräsentant, Qualitätskontrolleur und Createur seiner Eissorten. Er betreibt Eisdielen inzwischen in vielen Städten Deutschlands sowie auf Mallorca, in Skandinavien, Saudi-Arabien und Singapur.

Lido Café MS Europa

Foto: Lido Café MS Europa

Auf der umlaufenden Teakpromenade kommen Liebhaber des traditionellen Shuffleboards auf ihre Kosten, der 15m lange Lido Pool ist zur Hälfte mit einem auffahrbaren Glasdach, dem Magrodome versehen. Im gesamten Poolbereich wird zum Zeitpunkt unseres Besuches noch gearbeitet - Container stehen auf den Decks, der Pool ist nicht mit Wasser gefüllt und erhält den letzten Feinschliff, die Sonnenliegen sind abgeräumt und die Pflanzendekorationen fehlen ebenfalls. Da wir an dieser Stelle keine Baustelle zeigen wollen, verzichten wir hier auf Fotos.

Im Innenbereich stoßen wir auf das Auditorium und die Bibliothek sowie den Club Belvedere, der eine wunderbare Rundumsicht in Bugrichtung bietet. Der Club Belvedere blieb beim aktuellen Werftaufenthalt unangetastet.

Club Belvedere MS Europa

Foto: Club Belvedere MS Europa

Sport Deck 7

Im vorderen Bereich der MS Europa befinden sich die Suiten der Kategorien 3 und 6, mittschiffs vier SPA-Suiten sowie zwei Veranda Suiten der Kategorie 5. In den bereits bei einem vorangegangenen Werftaufenthalt modernisierten 136 Veranda Suiten, sind nun neue Bäder installiert worden. Diese sind mit perlmuttfarbenen Mosaikfliesen, einem neuen Waschtisch, neuer Ablagefläche und neuen Armaturen ausgestattet. Diese Suiten sind 27m² groß und verfügen über einen optisch getrennten Wohn- Schlafbereich, Bad mit Dusche und Badewanne, begehbarem Kleiderschrank, und eine kostenlose Minibar.

Suite 730 Bad MS Europa

Foto: Suite 730 Bad MS Europa

Der Ocean Spa Bereich wird in zwei Schritten modernisiert, wie uns Gabi Haupt wissen lässt. Aufgrund des begrenzten Zeitfensters beim Werftaufenthalt, wurden diesmal ausschließlich Wandverkleidungen und Mobiliar durch zeitgemäße Farben und Modelle ersetzt. Im Ocean Spa erwartet die Gäste eine Welt der Entspannung. Von der Fußreflexzonenmassage über klassische Massagen, Lymphdrainage bis hin zur hawaiianischen Lomi-Lomi-Massage stehen die unterschiedlichsten Entspannungstechniken zur Auswahl. Das Angebot umfasst darüber hinaus eine Finnische Sauna, ein Dampfbad, einen Frisör und einen Beauty-Bereich.

MS Europa Ocean Spa Empfangsbereich

Foto: MS Europa Ocean Spa Empfangsbereich

In der Kunstwerkstatt, dem Teens Club und dem Kinderclub wird noch fleißig gewerkelt, so dass beim Eintreffen der ersten Passagiere alles wieder auf Hochglanz poliert ist. Neuerungen gibt es hier keine nennenswerten.

Auf dem Atlantic Deck 6 liegen Suiten der Kategorien 2, 5 und 6. Auf dem Pazifik Deck sind die Suiten der Kategorien 1, 4 und 5 untergebracht.

Europa Deck 4

Wir sind auf dem untersten Deck unseres Rundgangs angekommen, dem Europa Deck.

Auf der Bühne der Europa Lounge werden exklusive Veranstaltungen und unvergessliche Augenblicke in einem klassischen Ambiente dargeboten. Neben einem ganz besonderen, ausgewählten Klassikprogramm erwarten die Gäste hochkarätige Barmusik, Tanzmusik, Musicalgalas, Soulmusik, Big-Band-Jazz sowie auch Kleinkunst, Lesungen und Theaterstücke.

Der gesamte Bereich um das Atrium herum, die Rezeption und die Piano Bar sind neu möbliert und mit neuen Teppichen ausgestattet worden. Die ehemals schweren Ledersessel wurden durch neue Modelle mit fliederfarbenen Stoffen ersetzt, der Schriftzug der Piano Bar ist jetzt beleuchtet und neue Teppichelemente sorgen für mehr Ruhe und Behaglichkeit im Bereich der Sessel, die zuvor auf dem Granitboden standen. 

MS Europa Atrium Foyer und Piano Bar

Foto: MS Europa Atrium, Foyer und Piano Bar

Nahezu unverändert geblieben ist die Havana Bar, die zu unserem erstaunen nicht nach dem typisch kalten Zigarettenrauch anderer Raucherlounges riecht. Der Humidor der Havana Bar ist genau so gut sortiert wir das Angebot der integrierten Bar.

MS Europa Havana Bar

Foto: MS Europa Havana Bar

Gastronomiegenuss in Vollendung

Wir laufen zunächst weiter entlang der Promenade, vorbei an einer relativ großen Boutique sowie dem Juwelier Wempe und der Kunstgalerie, bevor auf der Steuerbordseite das Restaurant Dieter Müller in unseren Fokus rückt. Der Name Dieter Müller steht für Spitzengastronomie auf allerhöchstem Niveau! Das Restaurant Dieter Müller gehört zum absolut Besten, was auf den Weltmeeren zu finden ist! Das Restaurant Dieter Müller bietet insgesamt 26 Sitzplätze und hält eine Speisekarte bereit, die ihresgleichen sucht.

Restaurant Dieter Müller MS Europa

Foto: Restaurant Dieter Müller MS Europa

Dieter Müller legte eine Bilderbuchkarriere in der Gastronomie hin und wurde bereits Ende der 60er Jahre als bester Koch der Bundeswehr ausgezeichnet. Fortan ging es mit seiner Karriere steil bergauf, er räumte die meisten internationalen Auszeichnungen ab, die in der Gastronomie zu bekommen sind. Insgesamt erhielt er drei Michelinsterne, war im Restaurantführer Gault-Millau „Koch des Jahres“ und erhielt in selbigem die beeindruckende Punktzahl 19,5 (von 20 möglichen), bekam die höchsten gastronomischen Auszeichnungen der USA, den Five Star Diamond Award sowie den Six Star Diamond Award – um nur einige seiner Trophäen zu nennen. Es wird sicherlich deutlich, dass die MS Europa Gastronomiegenuss in Vollendung bietet!

Gleich gegenüber liegt das Restaurant Venezia. Im Restaurant Venezia erwartet die Gäste der mediterrane Geschmack des Südens. Mittags und abends servieren der Maître und seine Mitarbeiter in intimer Restaurantatmosphäre die feinsten Gerichte aus einer abwechslungsreichen Menükarte. Es braucht nicht viel Phantasie um sich gedanklich in ein bezauberndes, kleines Restaurant in Venedig versetzen zu können. Die Illusion ist perfekt, die Gastronomie ebenfalls.

Restaurant Venezia MS Europa

Foto: Restaurant Venezia MS Europa

Nur wenige Schritte entfernt, ganz am Heck der MS Europa, öffnet sich eine große Glastür und gibt den Weg frei in das Restaurant Europa. Das Restaurant Europa hat eine farbliche Neugestaltung erhalten, strahlt nun in hellen, freundlichen Farben in Kombination mit neuen Wandgestaltungen und Teppichen noch mehr Eleganz aus. Als Highlight sind zweifelsfrei die beiden neuen, modernen und handgefertigten Kronleuchter mit LED-Technik zu bezeichnen. Die Gäste an Bord der Europa speisen in einer Sitzung – eine Selbstverständlichkeit. Die Speisekarte präsentiert sich so abwechslungsreich und einzigartig wie die Reiseziele, welche die MS Europa anläuft. Das Restaurant Europa bietet den perfekten Rahmen für glamouröse Galadiners und Feste.

das Europa Restaurant MS Europa

Foto: das Europa Restaurant MS Europa

Aus der Clipper Lounge wird Gatsby´s

Damit schließt sich unser Rundgang über die MS Europa auch schon beinahe. Aber auch nur beinahe, denn die größte Veränderung an Bord der MS Europa ist die komplett neu gestaltete und überarbeitete, ehemalige Clipper Lounge. Die zuletzt eher verwaiste, wenn auch maritime aber nicht mehr zeitgemäße Lounge hat eine komplett Neuausrichtung erhalten und soll nun stärker als Lokation für das Vorabendprogramm genutzt werden. Aus der Clipper Lounge wird Gatsby´s. Nur wenige Augenblicke vor unserem Besuch haben die letzten Handwerker die Lounge verlassen und geben grünes Licht zur feierlichen Eröffnung. Karl J. Pojer lässt es sich nicht nehmen und schneidet höchst persönlich das weiße Band durch. Konfetti regnet von der Decke, die Lounge ist nun offiziell eröffnet.

Eröffnung Gatsby´s Lounge MS Europa 15.10.2015

Foto: Eröffnung Gatsby´s Lounge MS Europa

Gatsby´s spiegelt nun im Stil der 20er Jahre die klassische Barkultur des früheren Amerikas wider und begeistert nicht nur optisch mit frischen Farben sondern auch mit einem neuen Entertainment-Programm und einer neuen Barkarte.

Zum Aperitif vor dem Essen genießen die Gäste Live-Entertainment wie beispielsweise instrumentale Programme einzelner Bläser, Auftritte der Bordband in kleiner Besetzung, Pianomusik oder auch ausgewählte Gastkünstler. Die Themen orientieren sich dabei an Künstlern wie Glenn Miller, Frank Sinatra und Duke Ellington. Auf der Barkarte des „Gatsby’s“ sind sowohl die wichtigsten Cocktails einer aufregenden Epoche, aber auch einige „Forgotten Drinks“ sowie „Signature Cocktails“, die ausschließlich im „Gatsby’s“ serviert werden, zu finden. Das Herzstück der Bar ist die originale Wurlitzer Jukeboy „One more Time“, die den Gästen die Möglichkeit bietet, ihre Tanzmusik mit Songs bekannter Sänger, Bands, Interpreten und Orchester der 1930er bis 2000er Jahre aus 60 CD-Alben selbst zu gestalten.

Gatsbys Lounge MS Europa

Foto: Gatsby´s Lounge MS Europa

Damit schließt sich nun unser Rundgang über die frisch renovierte MS Europa von Hapag Lloyd Kreuzfahrten.

Unser Fazit: die aktuellen Veränderungen werten die MS Europa noch einmal deutlich auf, wenngleich sie ihrem 5-Sterne plus Standard offiziell nie verloren hat. Wie Pojer zu Beginn der Führung aber sagte, „Die Zeiten haben sich geändert und mit ihr die Definition von Luxus.“  Die Veränderungen sind aus unserer Sicht zum richtigen Zeitpunkt umgesetzt worden und stellen die Weichen, um für die nächsten Jahre im oberen Luxussegment der Kreuzfahrtschiffe an der Spitze mitfahren zu können. Die Mitbewerber haben in den letzten Jahren viele top Produkte auf den Markt gebracht, was die Luft zunehmend dünner werden ließ. Nicht ohne Grund hat man vor etwas mehr als zwei Jahren im eigenen Haus die Messlatte in Punkto Großzügigkeit und Eleganz mit der Europa 2 noch einmal deutlich höher gelegt, wenngleich die beiden Schiffe unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Die MS Europa ist auf einem guten Kurs, den Bug auch in den nächsten Jahren vorn zu behalten und die Oberliga der Luxuskreuzfahrtschiffe anzuführen. 

Beratung und Buchung:

Alle Kreuzfahrten mit der MS Europa von Hapag Lloyf Kreuzfahrten können bei uns direkt gebucht werden. Kontaktieren Sie uns einfach unverbindlich per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder telefonisch unter 04893-4288535.

FTI Cruises: Bilder und Details von Bord der MS Berlin nach Werftaufenthalt

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 21.07.2015

Vom ZDF-Traumschiff bis zum Alptraumschiff

Die 139 m lange und 9.570 BRZ große MS Berlin wurde im Jahr 1980 auf der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG AG (HDW) in Kiel für die Peter Deilmann Reederei gebaut. Von 1986-1999 war sie regelmäßig in der ZDF-Fernsehserie „Das Traumschiff“ zu sehen – nach der Vistafjord und Astor ist sie das dritte ZDF-Traumschiff gewesen. Kaum Erwähnung findet die Tatsache, dass die MS Berlin im Jahr 1986 auf der Nobiskrug Werft in Rendsburg um 17 m – von 122,5 auf 139,3 m verlängert wurde. Seinerzeit sprachen Kritiker aufgrund des zusätzlichen „aufgesetzten“ Rettungsbootes von einer optischen Verunstaltung der schönen Schiffslinien, heute zählen die klassische Schiffsform und die schlanken Linien zu den harmonischsten in der Branche.

Nachdem die MS Berlin von 2004 bis 2011 dem Deutschen Kreuzfahrtmarkt nicht zur Verfügung stand und für ausländische Anbieter ihren Dienst versah, holte die FTI Group den formschönen Kreuzfahrer im Jahr 2012 wieder nach Deutschland zurück. Im Mai 2012 fand  die erste Reise unter den Namen FTI Berlin für FTI Cruises statt, seit Beginn 2014 trägt das Kreuzfahrtschiff seinen ursprünglichen Namen wieder.

Die Rückkehr auf den Deutschen Markt wurde zunächst mit großer Euphorie erwartet, hatte doch jeder noch die Fernsehbilder aus der ZDF-Serie „Das Traumschiff“ im Kopf. Der große Dämpfer kam sogleich – die vielen Jahre im Ausland unter wechselnden Flaggen haben dem  Schiff nicht gut getan. Die negativen Schlagzeilen häuften sich, ja sogar von einem „Alptraumschiff“ war oft die Rede. Der Schiffszustand war schlecht, der Service wurde bemängelt, die Qualität der Speisen ebenso. Auch bei uns hielt sich die Begeisterung seinerzeit in Grenzen – s. Bericht vom 11. August 2013 >>Link<<.

Im Frühjahr dieses Jahres wurden nun noch einmal umfangreiche Renovierungen und Erneuerungen durchgeführt. Grund genug, alle Veränderungen einmal unter die Lupe zu nehmen. Wir haben am 17. Juli 2015 einen ganzen Koffer voller Eindrücke von Bord mitgebracht und diese in unserem Schiffsrundgang aufgeführt.

Der große Vergleich, was hat sich an Bord nach dem letzten Werftaufenthalt getan?

D-Deck

Tief unten unterhalb der Wasserlinie der MS Berlin tummelten sich einst zu Traumschiff-Zeiten die gut situierten Damen und Herren im wohl temperierten Innenpool. Damals waren solche Einrichtungen der Inbegriff von Luxus, verfügten doch viele Luxusliner über eine derartige Oasen abseits der Außenwelt. Nachdem das Kreuzfahrtschiff für FTI Cruises zum Einsatz kam, wurde der Pool stillgelegt und mit einem „Deckel“ versehen. Darum herum standen vereinsamte und in die Jahre gekommene Fitnessgeräte. Insgesamt ein Ort an dem man sich nicht gerne aufgehalten hat. Der Abstieg in die Höhle des Grauens, wie sie auch bezeichnet wurde, war steil und zudem irreführend ausgeschildert.

Beschilderungen zum Fitnessraum MS Berlin

Foto: Beschilderung zum Fitnessraum MS Berlin

2 Jahre später: Nun, die Treppen bleiben steil, die Beschilderungen sind aber neu und auf dem D-Deck angekommen glaubt sich der Besucher zunächst verlaufen zu haben. Nur der Eingangsbereich erinnert noch an alte Zeiten, auch die Sauna ist geblieben. Ansonsten zeigt sich der Fitnessraum hell, freundlich und zeitgemäß. Die Geräte sind alle ausgetauscht und machen Lust auf eine Runde Sport – wenn auch ohne Meerblick. Einzig die Geräuschkulisse dürfte direkt neben dem Maschinenraum weiterhin nicht unerheblich sein. Für Abhilfe sorgt jetzt aber Musikuntermalung aus Lautsprechern.

Fitnessraum und ehemaliger Poolbereich MS Berlin

Foto: Fitnessraum und ehemaliger Poolbereich MS Berlin

Wir sind überrascht!Die Veränderungen sind deutlich und der Schandfleck tief unten im Bauch der MS Berlin ist definitiv verschwunden. Mehr kann man kaum herausholen aus einem Schiff dieser Altersklasse.

B-Deck

Viel getan hat sich auch auf dem B-Deck, einem reinen Kabinendeck – vom Hospital einmal abgesehen.

Die Passagierkabinen sind in allen grundlegenden Bereichen erneuert worden. Kissen, Matratzen, defekte Türen und Spiegel, wackelige Griffe und abgesessene Polster sowie die Unterlagen für das Gepäck – alles wurde erneuert, repariert oder ausgewechselt. Außer in die ohnehin offiziell geöffneten Kabinen haben wir nach dem Zufallsprinzip in weitere Kabinen geschaut. Mit dem selben Ergebnis.

MS Berlin Aussenkabine 412

Foto: MS Berlin Aussenkabine 412

A-Deck

Auch hier befinden sich im vorderen Drittel des Schiffes ausschließlich Passagierkabinen, die ebenfalls einer Auffrischung unterzogen wurden. Übrigens sind auch die abgenutzten Plastikanhänger an den Kabinenschlüsseln verschwunden und gegen eine maritime Variante aus Holz getauscht worden – eine Kleinigkeit, die aber ins Auge fällt. Alle Kabinentüren an Bord sind noch mittels „echter“ Schlüssel zu öffnen. 

Schluesselanhaenger MS Berlin nach Erneuerung

Foto: Schlüsselanhänger MS Berlin nach Erneuerung

Die nächste markante Veränderung ist im Empfangsbereich der MS Berlin zu erkennen. Wir erinnern uns an die größtenteils noch aus Deilmann-Zeiten stammenden Wandverkleidungen in polierter Wurzelholzoptik, die irgendwie nicht so wirklich zum Teppich passen wollten. Heute ist wieder ein Designkonzept erkennbar. Verschwunden sind die dunklen „Leder-Staubfänger“ an den Wänden vor dem Restaurant. Ausgetauscht wurde die komplette Wandverkleidung und auch der unmittelbare Bereich um das Ausflugsbüro und die Rezeption herum erstrahlt in hellen Farben. Eine Veränderung die sehr gelungen ist.

Empfangsbereich MS Berlin nach Werftaufenthalt

Foto: Empfangsbreich MS Berlin nach Werftaufenthalt

Direkt nebenan liegt das Hauptrestaurant der MS Berlin. Die Reisegäste wählen zwischen einer der beiden Tischzeiten am Abend und genießen hier mehrgängige Menüs, von deren Qualität wir uns später selbst überzeugen konnten. Sie ist gegenüber unserem letzten Besuch vor zwei Jahren deutlich gestiegen – sowohl in der optischen Darbietung als auch im Geschmack und der allgemeinen Qualität der Zutaten. Von Kantinenessen kann hier keine Rede mehr sein! Natürlich gibt es spezielle Gerichte für Vegetarier und Diabetiker. Große Veränderungen im Design hat das Restaurant dagegen nicht erfahren. Hier bestand unserer Meinung nach auch kein Handlungsbedarf. Abgesehen von kleineren Verschleißspuren am Mobiliar zeigt sich das Restaurant in einem guten, maritimen Gesamtzustand. Der Teppich wurde allerdings ausgewechselt.

MS Berlin Restaurant

Foto: MS Berlin Restaurant

Haupt-Deck

Wir nutzen das hintere Treppenhaus und gelangen so auf das Haupt-Deck darüber. Die Treppen sind bauart- und altersbedingt auf der MS Berlin etwas steiler als auf neueren Kreuzfahrtschiffen. Sowohl auf den Außendecks als auch im Innenbereich ist nicht immer die gesamte Fußfläche aufstellbar, so dass gerade für gehbehinderte Gäste das Treppensteigen mitunter beschwerlich ausfallen kann. Der vorhandene Fahrstuhl erreicht nicht alle Decks und bietet nur begrenzt Platz. Als die MS Berlin gebaut wurde, waren diese Aspekte noch nebensächlich und sind heute auch nicht einfach so zu korrigieren.

helle und freundliche Treppenhaeuser MS Berlin

Foto: helle und freundliche Treppenhäuser MS Berlin

Auf dem Hauptdeck befinden sich im vorderen Bereich wieder Kabinen. Getrennt durch ein recht großzügiges Foyer folgt am Heck dann die Sirocco Lounge. Der graue, alte Teppichboden ist verschwunden, das fällt sofort ins Auge! Er wurde durch einen in seinem Muster deutlich ansprechenderen ersetzt. Außerdem erhielten die verschlissenen, braunen Ledersessel eine neue Bepolsterung und harmonieren nun in ihrer Farbe mit dem übrigen Interieur. Verschwunden sind die klobigen und alten Lautsprecherboxen an den Wänden. Die neuen weisen bei halber Größe eine deutlich bessere Klangqualität auf. Kleine Veränderungen, welche die Sirocco Lounge jedoch deutlich und sichtbar aufwerten.

Sirocco-Lounge MS Berlin nach Erneuerung

Foto: Sirocco Lounge MS Berlin nach Erneuerung  

Promenade-Deck

Von der Sirocco Lounge gelangen wir über das hintere Treppenhaus auf das Promenade-Deck. Das Promenade-Deck ist quasi der gesellschaftliche Mittelpunkt der MS Berlin, denn hier liegen überwiegend öffentliche Bereiche und nur ganz vorne im Schiff einige Superior Kabinen sowie zwei Junior Suiten. Schade ist, dass gerade in letzterer Kabinenkategorie die Betten nicht verschieb- bzw. zusammenstellbar sind. Der Nachttisch in der Mitte ist fest fixiert, da sich die Lichtschalter an diesem befinden.

Alle Kabinen auf der MS Berlin sind im Zuge der letzten Renovierung nun auch mit Flachbildfernsehern ausgestattet.

Zur Standardausstattung aller Kabinen gehören: Dusche / WC, Bademäntel, Telefon mit Direktwahl, moderne TV-Flachbildschirme und eine Minibar, die eine Auswahl an alkoholischen Getränken und Softdrinks enthält (gegen Gebühr). Die Kabinengröße liegt bei mindestens 13-16m², was auch heute durchaus noch akzeptabel ist. Die beiden Junior Suiten weisen eine Größe von 21m² und die zwei Grand Suiten sogar 37m² auf.

Junior Suite 101 MS Berlin

Foto: Junior Suite 101 MS Berlin

Die Bibliothek auf der MS Berlin ist als überdurchschnittlich groß zu bezeichnen. Ihre Funktion ist sehr vielfältig. So stehen hier vier Internet Terminals sowie diverse Sitzgelegenheiten zum längeren Verweilen bereit. Das Angebot beinhaltet eine Auswahl an Gesellschaftsspielen und im Vergleich zu unserem letzten Besuch entdecken wir nun nicht mehr ausschließlich englischsprachige Lektüre. Die Bücher wurden weitgehend ausgetauscht, was uns gut gefällt.

Bibliothek MS Berlin mit Internet Corner

Foto: Bibliothek MS Berlin mit Internet Corner

Sehr schön ist die kleine Innenpromenade, welche beidseitig der MS Berlin auf diesem Deck verläuft und die Bibliothek mit dem angrenzenden Yacht Club verbindet. Im Yacht Club stehen, wie auch in der Sirocco Lounge, eine Bühne mit ausreichend Tanzfläche zur Verfügung, um abends bei Live Musik das Tanzbein schwingen zu können. Der Yacht Club hat uns bereits bei unserem letzen Besuch durch sein maritimes und gemütliches Ambiente überzeugt. Dieses hat er behalten, blieb von den Renovierungen unberührt.

MS Berlin Yacht Club

Foto: MS Berlin Yacht Club

Dem Yacht Club schließt sich ein offener Fotobereich an, der es den Gästen ermöglicht, die vom Fototeam erstellten Bilder käuflich zu erwerben. Digitalleinwände und elektronische Bestellmöglichkeiten sind hier natürlich noch nicht zu finden. Die Fotos werden klassisch in Papierform an entsprechenden Klappwänden ausgestellt.

Letzte Station auf diesem Deck ist das Verandah-Restaurant der MS Berlin. Das Verandah-Restaurant liegt eingebettet zwischen den Rettungsbooten, bietet also keine spektakuläre Aussicht, überzeugt aber dennoch durch sein maritimes Ambiente und das gepflegte Erscheinungsbild. Im Vergleich zu großen Kreuzfahrtschiffen sitzt der Gast hier meist in kleinen, gemütlichen Sitzecken an 4er oder 6er Tischen. Besonders großzügig ist der Abstand zwischen den jeweils durch eine Trennwand separierten 4er Tischen. Auch zwischen den 6er Tischen ist es problemlos möglich den Tisch zu verlassen bzw. dort Platz zu nehmen, ohne am Nebentisch unangenehm seinen Nachbarn stören zu müssen. Das gefällt uns sehr gut.

Verandah-Restaurant MS Berlin

Foto: Verandah-Restaurant MS Berlin

Die Saftspender haben eine Grundüberholung erhalten. Viel wichtiger jedoch – der Inhalt, bestehend aus Orangensaft und Tropicalsaft, ist neu und in seiner Qualität deutlich hochwertiger. Das bisherige Chemie-Wassergemisch war nur anhand des Schildes „Orangensaft“ zu identifizieren und schmeckte katastrophal. Das ist nun anders. Sicherlich bestehen die Säfte weiterhin aus Konzentrat aber dieses ist zumindest als O-Saft bzw. als Variante „Tropical“ zu bezeichnen und schmeckt.

Saftautomaten Verandah-Restaurant MS Berlin

Foto: Saftautomaten Verandah-Restaurant MS Berlin

Die eigentliche Veranda überzeugt durch einen erneuerten Teakholzbelag sowie komplett neues Mobiliar. Die abgesessenen Stühle sind ebenso verschwunden wie die runden Tische. Der Vorteil ist, sie lassen sich nun beliebig zusammenstellen und kombinieren. Der für diese Schiffsgröße recht üppig bemessene Außenpool lässt ebenfalls eine Veränderung erkennen – die Dusche hat zum Deckbereich hin eine Abtrennung erhalten. Somit müssen die an den Tischen sitzenden Passagiere nicht zwangsweise mit duschen. Damit noch nicht genug, denn die beidseitig angebrachten Bar-Theken wurden ersetzt.

neues Mobiliar und Duschabtrennung MS Berlin Veranda

Foto: neues Mobiliar und Duschabtrennung MS Berlin Veranda

Brücken-Deck

Das darüber liegende Brücken-Deck ist eher unspektakulär, bietet allerdings weitere Liege- und Sitzmöglichkeiten. Über den blauen Plastikbelag auf dem Boden lassen sich sicherlich interessante Diskussionen führen, denn er wertet das ansonsten so schön hergerichtete Schiff etwas ab. Vielleicht wird hier in Zukunft noch eine optisch ansprechendere alternative gefunden. Sehr schön ist das komplett umlaufende Deck mit Blick über den Bug. Die MS Berlin bietet insgesamt eine sehr großzügige Deckfläche, was auf neueren Kreuzfahrtschiffen nicht mehr selbstverständlich ist. 

Bruecken-Deck MS Berlin

Foto: Bruecken-Deck MS Berlin

Ebenfalls auf dem Brücken-Deck untergebracht sind die beiden Grand Suiten sowie Premium Außenkabinen. Leider verfügen sie alle über keinen Balkon, der so einfach auch nicht nachzurüsten wäre. Man könnte zwar - ähnlich wie auf der Ocean Majesty - das umlaufende Deck unterbrechen, aber auf der MS Berlin wäre dann auf Höhe der Grand Suiten auch eine Treppe im Weg. Die Bäder der Grand Suiten wurden komplett renoviert und halten nun jedem Vergleich mit neuen Kreuzfahrtschiffen stand.

MS Berlin Rhapsody Suite

Foto: MS Berlin Rhapsody-Suite

Sonnen-Deck

Auf dem Sonnendeck haben wir vor zwei Jahren die Nase zugehalten, da ein beißender Biergeruch in der Luft lag. Der so genannte Biergarten war eher ein Bier-Gestank-Garten, da offenbar über lange Zeit verschüttetes Bier in dem grünen Kunstrasenteppich unter Sonneneinstrahlung einen wunderbaren Nährboden gefunden hat, um unerträgliche Geruchsnoten zu produzieren. Aus dem ehemaligen Schandfleck schuf das Werftteam die völlig neu gestaltete Berlin Lounge mit schönen Lounge-Möbeln und jede Menge Sonnenliegen. Auch dieser Umbau bzw. Veränderung ist sehr gelungen.

MS Berlin ehemaliger Biergarten und neue Berlin Lounge

Foto: MS Berlin ehemaliger Biergarten und neue Berlin Lounge

Unser Rundgang schließt sich damit langsam. Beseitigt wurden im Außenbereich übrigens die großen Rostlöcher in den Türen sowie im Bereich der Reling. Leider ist diese nicht in allen Bereichen mit einer Holzauflage versehen, so dass man die Arme lediglich auf einem Stahlgeländer auflegen kann.

Der letzte Werftaufenthalt hat die MS Berlin aus unserer Sicht deutlich aufgewertet und zu einem empfehlenswerten Schiff für Liebhaber klassischer, kleinerer Kreuzfahrtschiffe gemacht. Wir sind sehr positiv überrascht und verlassen die MS Berlin diesmal mit einem lachenden Gesicht.

Alle Veränderungen im Rahmen des letzten Werftaufenthaltes, von uns zusammengestellt, im Überblick:

  • Teppich und Neubepolsterung Möbel Sirocco Lounge
  • Bodenbelag in den Restaurants erneuert
  • Flachbildfernseher auf allen Kabinen eingebaut
  • Neue Kissen, Matratzen, Teppiche, Stoffe, Decken in den Kabinen – defekte Lampen, Türen und Spiegel erneuert
  • Neue Schlüsselanhänger für die Kabinenschlüssel
  • Schiffsmodell der MS Berlin neu bemalt
  • Löcher in den Türen auf den Außendecks entfernt
  • Alle Deckpläne in den Gängen erneuert
  • Duschabtrennung am Pool angebracht
  • Innenpool entfernt und durch Fitnessraum ersetzt
  • Biergarten entfernt und durch Berlin Lounge ersetzt
  • Mobiliar im Außenbereich des Verandah-Restaurant erneuert
  • Beschilderungen (z.B. zum Fitnessraum) erneuert
  • Neue Theken im Lido-Bereich auf der Veranda
  • Rezeptionsbereich neues Farbkonzept
  • diverse Erneuerungen im technischen Bereich (Maschine, Rohrleitungen etc.)

 

Weitere Details, Kabineninformationen und Empfehlungen zu den Reiserouten erhalten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch unter der Rufnummer 04893-4288535 oder per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de

  •  komplette Bildergalerie von Bord der MS Berlin >>Link<<

 

Oasis of the Seas: Veränderungen nach Werftaufenthalt stoßen auch auf kritische Stimmen

Autor: Team kreuzfahrten-mehr.de am 15.10.2014

Oasis of the Seas: Veränderungen nach Werftaufenthalt stoßen auch auf kritische Stimmen

Die „Oasis of the Seas“ absolvierte erstmalig seit ihrer Indienststellung im Jahr 2009 zwei Mittelmeer-Kreuzfahrten, verbunden mit einer anschließenden zweiwöchigen Werftzeit in der Keppel Verolme Werft in Rotterdam. Gestern Abend nahm der 225.282 BRZ große und für bis zu 6.296 Passagiere zugelassene Kreuzfahrtgigant wieder Kurs auf die US-Ostküste.

Heckansicht Oasis of the Seas in Rotterdam am 14.10.2014

Foto: Heckansicht "Oasis of the Seas" in Rotterdam am 14.10.2014

Zur Abfahrt dieser schwimmenden Kleinstadt versammelten sich einige Tausend Schaulustige zwischen Rotterdam und Hoek van Holland. Uns ist aufgefallen, dass die Stimmen hinsichtlich Schiffsgröße und Passagierzahl der „Oasis of the Seas“ keineswegs nur positiv waren. Rechnet man die 2.165 Besatzungsmitglieder hinzu, so reisen immerhin bis zu 8.300 Menschen auf diesem Schiff. Damit hat die „Oasis of the Seas“ ungefähr so viele Gäste an Bord wie die Nordseeinsel Föhr Bewohner. Skeptisch blicken wir nun auf das dritte Schiff der „Oasis-Klasse“, welches abermals eine gesteigerte Passagierkapazität aufweisen wird. Als Problem ist weniger die Menge an Passagieren an Bord zu betrachten – hier verteilen sich die Gäste über das gesamte Schiff – sondern vielmehr die Abwicklung der Ein- und Ausschiffung. Wenn man sich die Passagierabfertigung in Rotterdam angesehen hat, dann war die Situation zeitweise chaotisch, wenngleich ein Großteil der Passagiere erst in Southampton an Bord ging. In Rotterdam mussten zusätzliche, provisorische Passagierbrücken errichtet werden, um die Passagiermengen überhaupt bewältigen zu können. Man mag sich nicht vorstellen, welche Zustände geherrscht hätten, wenn Aus- und Einschiffung am selben Tag erfolgt wären!

Rotterdam ist eine beachtliche Großstadt, verfügt über Erfahrungen mit Kreuzfahrtschiffen und ist seit Jahrzehnten in den Routenplänen von Kreuzfahrtreedereien aufgeführt. Schiffe wie die „Oasis of the Seas“ bringen allerdings nicht nur das Kreuzfahrtterminal von Rotterdam an seine Kapazitätsgrenze. Uns liegen zahlreiche Informationen vor, die ähnliche Probleme mit sehr großen Kreuzfahrtschiffen in anderen Hafenstädten belegen. Zu diesen Problemen zählen lange Ein- und Ausschiffungsprozesse, schlechte Taxi-Verfügbarkeiten, zu wenig Busparkplätze, verstopfte Zufahrtstraßen, zu wenig PKW-Parkplätze und zu kleine Wartebereiche in den Terminals.

Oasis of the Seas Abschied in Rotterdam am 14.10.2014

Foto: "Oasis of the Seas" Abschied in Rotterdam am 14.10.2014

Nicht nur Lob für Veränderungen bei Royal Caribbean

Nun hat aber auch die „Oasis of the Seas“ bei ihrem Werftaufenthalt Veränderungen mit auf den Weg bekommen, die nicht nur bereits für die „Quantum“-Klasse angekündigt wurden, sondern auch bei diversen Modernisierungen weiterer Schiffe Fakt sind. Und dies stößt nicht nur auf Gegenliebe. Ein Vielfahrer (Diamond Plus-Mitglied) auf Schiffen von Royal Caribbean war mit uns im Gespräch und spricht so manchem Stammgast aus der Seele:

„Wie bei so vielen Reedereien lässt sich auch bei Royal Caribbean ein bedenklicher Trend erkennen. Es wird zentralisiert, mit Traditionen gebrochen, Profit auf Kosten des Komforts erzielt und eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gefördert. So ist es aus Kundensicht sicherlich keine gute Entscheidung gewesen, die Telefonzentrale von Frankfurt nach Amsterdam zu verlegen. Hier sollen lt. Reederei die Kräfte europaweit gebündelt und ein einheitlicher Service geboten werden. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass man nun noch länger in der Warteschleife hängt, es teilweise Verständigungsprobleme gibt und bei Preisaktionen teilweise eine Hand nicht weiß, was die andere tut. Das Ergebnis sind gefrustete Kunden schon vor der Buchung.

Was an Bord die Abschaffung von Traditionen wie dem ‚Towel Animal‘, der Darbietungen der Kellner und nicht zuletzt des Abendessens im Hauptrestaurant angeht, so hat man hier ein paar ganz heiße Eisen angefasst. Man darf nicht unterschätzen, wieviel Bedeutung langjährige Passagiere solchen Dingen beimessen. Für viele war Royal Caribbean bis zuletzt die ‚rettende Insel‘ unter den Mainstream-Reedereien. Es wurde deswegen gebucht, weil man auf tollen, großen, innovativen Schiffen reisen und trotzdem ein traditionelles Kreuzfahrterlebnis mit festen Tischen und Speisezeiten, vertrautem Tischpersonal und festlicher Atmosphäre an den formellen Abenden erleben konnte, und dazu gehörte halt auch die Begrüßung durch das Handtuchtierchen auf der Kabine nebst Betthupferl. Jetzt, wo nach und nach diese und weitere Traditionen wegfallen, blickt der Kunde schon mal eher nach rechts und links, bevor er bucht.

Dazu kommt, dass jeder Quadratmeter Freiraum ausgequetscht wird. Leider kommt dabei auch jeder bereits genutzte Raum auf den Prüfstand. So verschwinden von den Schiffen nach und nach geliebte Einrichtungen und Rückzugsorte und machen Platz für zusätzliche Kabinen. So bereits geschehen mit den großartigen Discos auf ‚Voyager- und Freedom‘-Klasse-Schiffen. Oder es wird aus der ‚Viking Crown Lounge‘, einst Wahrzeichen eines jeden ‚Royal-Schiffes‘, einmal ein Bezahlrestaurant, ein anderes Mal (wie aktuell bei der ‚Oasis‘) eine  ‚Suite Lounge‘, zu der die Mehrzahl der Gäste wohl keinen Zutritt mehr haben wird. Die öffentlichen Balkone, die auf der ‚Oasis‘ einen wunderbaren Blick auf das Aqua Theater boten – weg. Hier passten weitere Kabinen hin. Noch extremer das Beispiel der ‚Navigator of the Seas‘: Hier wurde Deck 12 quasi komplett umgebaut und der SPA-Bereich verkleinert, welches allein 38 zusätzliche Kabinen brachte. Doch all das bedeutet auch eine spürbare Verschlechterung des Verhältnisses von Platzangebot pro Passagier und auch von Passagier und Besatzung.

Und überhaupt – die Vermischung aller Passagiere scheint seitens der Reederei ohnehin nicht mehr gewollt zu sein. Die Einschränkung des Zutritts in die Viking Crown ist da nur ein Beispiel, denn immer häufiger sieht man Schilder, Absperrkordeln und Hinweise auf ‚exklusive Bereiche‘, in denen der Normalzahler eben nicht gern gesehen ist. Dies sind z. B. im Theater verschiedene Reihen mit bestem Blick zur Bühne oder auch die begehrtesten Liegeplätze am Pooldeck. Und die ‚Oasis‘ wird demnächst ein Restaurant nur für Passagiere mit Zutritt zur Concierge Lounge haben. Die Konkurrenz lässt grüßen…

Oasis of the Seas auslaufend  Rotterdam am 14.10.2014

Foto: "Oasis of the Seas" auslaufend Rotterdam am 14.10.2014

Gewiss, es ist momentan noch ein ‚Jammern auf hohem Niveau‘, doch allein durch Innovationen und Größe wird Royal Caribbean auf Dauer nicht seine vielen Stammgäste halten können. Der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier und gibt nicht gerne her, was ihm lieb und teuer ist. Die ‚Crown & Anchor Society‘ ist eine eingeschworene Gemeinschaft mit Millionen von Mitgliedern. Eine gleichnamige Facebook-Gruppe hat mehr als 22.000 Mitglieder, die sonst immer wieder betonen, wie lange sie schon ‚loyal to Royal‘ sind. Noch. Denn auch hier wird sehr rege und kontrovers diskutiert, was den Passagieren momentan an gravierenden Änderungen präsentiert wird.

Achtung, Royal Caribbean: das ‚WOW‘ verstummt wohlmöglich schneller, als es allen lieb ist.“

  • komplette Bildergalerie "Oasis of the Seas" verläßt Rotterdam am 14.10.2014 <<Link>>