Kreuzfahrten & mehr

Fährt die MS Berlin bald für Hansa Touristik?

Autor: Oliver Asmussen am 20.08.2020

Majestic International Cruises soll MS Berlin gekauft haben

Immer wieder kursieren in diesen Tagen Gerüchte zu Schiffsverkäufen und möglichen Übernahmen aufgelegter Kreuzfahrtschiffe. So soll die MS Berlin, die bislang für die FTI Group in München im Einsatz war, nun von der griechischen Majestic International Cruises gekauft worden sein.

Die MS Berlin

Einen solchen Verkauf stellen jedenfalls Branchenkenner unterschiedlicher Quellen, als mögliche Zukunft für die MS Berlin in den Raum. Das 9.570 BRZ große, 140m lange und 352 Passagieren Platz bietende Kreuzfahrtschiff wurde am 27. Juni 1980 für die damalige Peter Deilmann Reederei in Dienst gestellt. Bekanntheit erlangte das Schiff insbesondere zwischen den Jahren 1989 bis 1998 durch die ZDF Fernsehserie „Das Traumschiff“. Nach Namens- und Eignerwechseln war der schmucke Kreuzfahrer einige Jahre vom deutschsprachigen Markt verschwunden, kehrte schließlich 2012 unter dem Namen FTI Berlin zurück. Seit 2014 kreuzte der kleine Klassiker schließlich wieder unter seinem ursprünglichen Namen BERLIN über die Meere. Infolge der Corona-Pandemie trennte sich nun die FTI Group in München kürzlich von ihrem Kreuzfahrtangebot und somit auch von der MS Berlin. Seither driftet oder ankert das Schiff vor Gibraltar, Malaga bzw. der Küste von Spanien. Offiziell steht es zum Verkauf. Der Verkaufspreis liegt nur noch geringfügig über dem Schrottwert von ca. 1,2 Mio USD.

MS Berlin von FTI Cruises auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Die MS Ocean Majesty

Die Reederei Majestic Cruises sowie Hansa Touristik haben in den letzten Jahren sehr viel Zeit und Geld in ihren Kreuzfahrtklassiker gesteckt, so dass dieser gut gerüstet für die nähere Zukunft ist. Die Gäste dürfen sich so oder so zum Saisonbeginn 2021 auf zahlreiche Veränderungen an Bord des 136m langen und 10.417 BRZ großen Boutique-Kreuzfahrtschiffes freuen <<Link>>. Seit mehr als 50 Jahren pflügt der massive Stahlrumpf der MS Ocean Majesty durch die Meere, zu Beginn der Schiffslaufbahn noch als Fähre zwischen dem spanischen Festland und den Balearen. Die jährlichen Neuerungen und die kontinuierlichen Investitionen lassen die Liebe der Eigner sowie von Hansa Touristik zu diesem ganz besonderen Kreuzfahrtschiff erkennen.

Die MS Ocean Majesty wäre in der Saison 2020 zum achten Mal in Folge während der Sommermonate für das Stuttgarter Familienunternehmen Hansa Touristik gefahren. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Einschränkungen im Reiseverkehr und der daraus resultierenden Dynamik, legt man den Fokus unlängst auf die Saison 2021. Hier gibt es einen Überblick auf die Kreuzfahrten 2021 (Link zur Webseite von Hansa Touristik zum Katalog-Download) <<Katalog 2021>>. Der Schwerpunkt des Programms 2021 liegt auf besonderen Zielen oder Passagen, die den kleinen Schiffen wie MS Ocean Majesty vorbehalten sind.

„Freuen Sie sich auf viele Neuerungen an Bord. Wir haben z.B. in unseren Menüs die regionale Küche der jeweiligen Destinationen aufgenommen, wir werden Weinverkostungen regionaler Weine an Bord anbieten und unser Landausflugsprogramm wird noch vielfältiger“ kündigt Birgit Kilian, Manager Operation Hansa Touristik an.

Ocean Majesty in Kotor, Montenegro

Wird die MS Berlin die MS Ocean Majesty bei Hansa Touristik ersetzen?

Vergleicht man beide Kreuzfahrtschiffe miteinander, so wird man feststellen, dass sich die MS Ocean Majesty trotz ihres stolzen Alters in einem äußerst gepflegten Zustand befindet. Es liegen zum Beispiel alle Zertifikate vor, in den kommenden Jahren auch die Norwegischen Fjorde befahren zu dürfen, ein wichtiges Zielgebiet in den Sommermonaten. In die MS Berlin wurde auf der anderen Seite auch laufend investiert, sowohl in die öffentlichen Bereiche als auch in die Technik. Betrachtet man Vor- und Nachteile der beiden Kreuzfahrtschiffe, so ist das Ergebnis klar. Die MS Ocean Majesty ist quasi maßgeschneidert für Hansa Touristik.

Wie Karin Kilian (Managing Director Marketing and Sales) auf Nachfrage mitteilt, liegen keinerlei Pläne vor, den beliebten Klassiker MS Ocean Majesty durch die MS Berlin zu ersetzen oder gar als zweites Schiff zusätzlich einzusetzen. „Es haben in jüngster Zeit keinerlei Verhandlungen unserer Reederei zum Kauf von MS Berlin stattgefunden. Natürlich schauen wir uns immer wieder auf dem Markt um und wenn sich die Gelegenheit bietet, werden wir sicherlich aktiv. “ Karin Kilian ergänzt, dass dies derzeit aber nicht der Fall sei.

MS Ocean Majesty auf der Elbe in Richtung Hamburg

Ein Blick in die Glaskugel

Es bleibt in jedem Fall spannend, wie sich der Kreuzfahrtmarkt sowohl international als auch in Deutschland entwickeln wird. Branchenkenner prophezeien einen Trend zu kleinen Schiffen jedoch wird sich vermutlich die Anzahl der kleinen Unternehmen eher verringern,  als die Anzahl der internationalen „big player“. Letztendlich ist es aber wie bei Reiseagenturen – nicht die Größe eines Unternehmens zählt, sondern wie es aufgestellt ist. Hansa Touristik ist ein Familienunternehmen, das sehr solide aufgestellt ist und mit Majestic International Cruises eine finanzkräftige Reederei, die mit der Frachtschifffahrt ihr Geld verdient, als Partner hat. Die Zahlungswilligkeit bei den Investoren der großen Online-Kreuzfahrtportale sollte auf jeden Fall noch eine Zeit lang anhalten, um die laufenden Kosten der Unternehmen zu decken. Die mangelnden Einnahmen und Rücklagen reichen in den meisten Fällen schon lange nicht mehr aus, damit die laufenden Kosten aus eigener Kraft gedeckt werden können. Ebenso ist es bei den größten Reedereien und deren Banken. Die Luft wird wöchentlich dünner. Die finanziellen Folgen der Corona-Krise werden noch in vielen Jahren spürbar sein und sicherlich noch die eine oder andere „Überraschung“ bereit halten.

  • Hier erhalten Sie Einblicke <<Link>> in die renovierten Bereiche aus dem letzten Jahr 2019 sowie in die Kabinen der MS Ocean Majesty.

Alle Kreuzfahrten mit der „Ocean Majesty“ können bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

An Bord der EUROPA 2 von Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten

Autor: Oliver Asmussen am 20.08.2020

Persönliche Eindrücke vom Hygienekonzept an Bord der Europa 2

Die ersten Reedereien haben ihren Betrieb vor wenigen Wochen wieder aufgenommen und dabei unterschiedliche Hygienekonzepte verfolgt, sowie jeweils einen anderen Fokus auf die Routen gelegt. Ich habe mich an Bord der Europa 2 umgesehen.

Ein langer Weg vom Shutdown zum Neustart

Nicht überall war der Neustart von Erfolg gekrönt, sodass neu aufgelegte Expeditionsreisen aufgrund von Lücken bei den Hygienestandards wieder abgesagt werden mussten.  Das sorgte erneut für Skepsis in der Branche und unter den Kreuzfahrtbegeisterten.

Viele Monate lang stand die Kreuzfahrtbranche komplett still. Die Corona-Pandemie hatte die Welt gelähmt. Auch heute noch hat COVID-19 nahezu alle Länder der Welt fest im Griff. Meldungen über Corona-Fälle an Bord von Hochseekreuzfahrtschiffen sind inzwischen zwar fast verstummt, was aber daran liegt, dass hunderte von Kreuzfahrtschiffen derzeit aufgelegt sind oder schon seit Wochen irgendwo an Ankerplätzen vor sich hin rosten und keine zahlenden Passagiere mehr an Bord genommen haben. Die Kreuzfahrtschiffe von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten waren natürlich ebenfalls direkt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, da aufgrund von Hafenschließungen die komplette Flotte ihren Betrieb im Frühjahr einstellen musste. Es gab jedoch keinen einzigen Corona-Krankheitsfall an Bord eines der Kreuzfahrtschiffe. Ein langer Weg lag zwischen Shutdown und dem Neustart erster Kreuzfahrten. Schnell zeichnete sich ab, dass die Flusskreuzfahrtschiffe, sowie kleine Kreuzfahrtschiffe, gegenüber den Megalinern der Hochseeflotten viele Vorteile boten und daher auch zuerst wieder Fahrt aufnehmen konnten. Seit Ende Juli sind sowohl die EUROPA 2 als auch die HANSEATIC inspiration auf ausgefallenen, neuen Routen rund um Dänemark, in die Ostsee und nach Norwegen unterwegs. Zunächst ohne Landgänge aber mit einzigartigem Programm für die Reisegäste.

neuen Zielen entgegen mit der MS Europa 2

Ist eine Hochseekreuzfahrt noch sicher?

Diese Frage kann nicht zuverlässig beantwortet werden. Aus meiner Sicht hängt der Erfolg, Corona-Krankheitsfälle an Bord zu vermeiden, nicht allein von den jeweiligen Hygienekonzepten ab. Vielmehr ist es notwendig, dass sich die Reisenden, die wieder an Bord eines der Kreuzfahrtschiffe gehen, diesen anpassen und sie nicht ignorieren. Gleiches gilt natürlich auch für die jeweilige Besatzung der Kreuzfahrtschiffe. Das beste Hygienekonzept bietet keinen Schutz vor einer Ansteckung, wenn es nicht konsequent umgesetzt wird. Selbstdisziplin ist das oberste Gebot! Eine Hochseekreuzfahrt ist solange sicher, wie sich alle Beteiligten an die entsprechenden Richtlinien halten. Aus meiner Sicht kann der Aufenthalt an Bord eines Kreuzfahrtschiffes sicherer sein, als ein Besuch im Supermarkt der eigenen Stadt.

Persönliche Eindrücke von Bord der EUROPA 2

Noch vor Beginn der offiziellen, ersten Kreuzfahrt mit zahlenden Gästen habe ich mich im Rahmen der Pre-Opening-Cruise an Bord der EUROPA 2 umgesehen und bin einer für mich wichtigen Frage nachgegangen: „Entsteht noch ein Urlaubsgefühl oder nehmen mir die neuen Richtlinien dieses möglicherweise“?

Die Einschiffung

Meinen Koffer gebe ich am Eingang des Kreuzfahrtterminals Baakenhöft in Hamburg einem der freundlichen Mitarbeiter, bevor ich den Fragebogen über meinen Gesundheitszustand und zuletzt bereiste Regionen in Deutschland an einem kleinen Schalter abgebe. Danach durchlaufe ich unbemerkt die „Schleuse“ zur Temperaturmessung, erhalte meine Bordkarte, desinfiziere vor jeder dieser Stationen meine Hände, lasse das Handgepäck an der üblichen Sicherheitsschleuse durchleuchten, desinfiziere ein weiteres Mal meine Hände und wasche diese noch vor dem Betreten der Gangway. Die Temperaturmessung habe ich deshalb nicht bemerkt, da sie mittels einer Wärmebildkamera erfolgte, deren Daten vom Bordarzt überwacht werden. Diskreter und besser kann man es nicht lösen. Nach dem Betreten der EUROPA 2 bekomme ich sofort mein Handgepäck von einem aufmerksamen Mitarbeiter abgenommen, desinfiziere ein weiteres Mal meine Hände und werde umgehend zu meiner Suite begleitet. Zwischen meiner Kofferabgabe und dem Erreichen der Suite liegen 10 Minuten. Das ist eine hervorragende Zeit und mein Koffer steht bereits auf der Suite.

Suite 729 MS Europa 2

Platz und Abstand über das Mindestmaß hinaus

Was fällt mir an Bord direkt auf? An Bord der EUROPA 2 genießt jeder einzelne Reisegast nun noch mehr Platz als ohnehin schon zur Verfügung stand. Bei einer Auslastung von maximal 60% reisen derzeit nur knapp über 300 Passagiere an Bord des 42.830 BRZ großen und 226m langen Kreuzfahrtschiffes mit. Regulär haben 514 Passagiere in den Suiten Platz. Die Passenger Space Ratio (PCR) liegt aktuell bei einem Wert von rund 143, den kein anderes Hochseekreuzfahrtschiff erreicht, auch nicht bei reduzierter Auslastung. Die enorme Großzügigkeit, die alle Reisegäste bei Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten bereits im regulären Betrieb genießen konnten, kommt nun im besonderen Maße sowohl den Reisenden als auch der Reederei zugute. Denn nur mit einem ausreichenden Platzangebot an Bord können überhaupt wieder Kreuzfahrten durchgeführt werden. Um zumindest annähernd wirtschaftlich fahren zu können, ist die Passagierzahl natürlich nicht unbegrenzt reduzierbar. Der PCR-Wert der EUROPA 2 liegt im Normalbetrieb, also bei voller Auslastung, schon über jenem Wert, den andere Schiffe derzeit gerade einmal mit 50 % reduzierter Passagierzahl erreichen würden!

Platz im Überfluss auf der Europa 2

Das tägliche Fiebermessen

Das Fiebermessen fand täglich in einem festgelegten, sehr großzügig bemessenen Zeitrahmen statt. Der entsprechende Counter wurde im Foyer am Rand aufgestellt. Dieses Prozedere dauerte keine 30 Sekunden.

Die Reinigung der Suite

Eine Reinigung wurde wie bisher, sowohl am Vormittag als auch am Abend durchgeführt. Da Sauberkeit und Hygiene schon vor den neuen Standards auf höchstem Niveau standen, ist ein erkennbarer Unterschied nicht auszumachen. Auffallend oft werden nun jedoch die Kabinengänge bzw. die Handläufe und Türgriffe der Kabinen desinfiziert.

Nutzung der Desinfektionsspender

Überall an Bord sind Desinfektionsspender aufgestellt, deutlich mehr als vorher. Optimierungsbedarf habe ich keinen erkennen können. Sowohl an der Rezeption als auch vor den Restaurants, am Pool und an den Fahrstühlen sind ausreichend Spender vorhanden gewesen. Es liegt in der Verantwortung der Gäste, diese auch entsprechend häufig zu nutzen.

Die Maskenpflicht

An Bord der EUROPA 2 gilt Maskenpflicht in den öffentlichen Räumen, sofern man sich in diesen bewegt oder steht. Das bedeutet, dass in der Lounge, im Theater und in den Restaurants keine Maske getragen werden muss, sofern man an einem festen Platz sitzt. Sobald man sich von diesem weg bewegt, muss die Maske getragen werden. Auf den Aussendecks besteht diese Pflicht nicht. Die Servicemitarbeiter tragen durchgehend entweder Masken oder Visiere.

Getränke- und Speisekarten

Karten sind vorhanden, werden regelmäßig desinfiziert.

Die Mahlzeiten

Bei den Mahlzeiten zeigen sich nur minimale Änderungen zum bisherigen Ablauf. Aufgrund der reduzierten Auslastung der Schiffe, sind die Belegungen der Tische an Bord in den Restaurants geschrumpft. An einem Tisch für sechs Personen sitzen in der Regel nun nicht mehr als zwei. Es sei denn, größere Gruppen oder Familien reisen an Bord. Die Umsetzung hinsichtlich der Abstandsregelungen in den Restaurants erwies sich aus meiner Sicht als gut. Sowohl Mittag- als auch Abendessen wird in den bekannten Restaurants als Menü serviert. Das Buffet-Restaurant Yacht Club hat weiterhin geöffnet, auch die beliebten Buffets gibt es in fast unveränderter Form. Die bisher offenen Bereiche der Buffets wurden geschlossen und Servicemitarbeiter reichen den Gästen die gewünschten Speisen auf die jeweiligen Teller. Das System funktioniert einwandfrei. Die bisher sehr ansprechend, offen auf den Tischen liegenden Tischsets, sind nun eingerollt. Das sieht zwar nicht wirklich schön aus, ist aber deutlich hygienischer als die bisherige Variante.

MS Europa 2 Aussenbereich Yacht Club mit Tischsets

Schwachstelle beim Frühstück?

Die erwarteten, auf anderen Kreuzfahrtschiffen anzutreffenden, Probleme beim Frühstück konnte ich auf der EUROPA 2 nicht erkennen. Die Probleme traten anderswo deshalb auf, weil die üppigen Buffets weggefallen sind und es nicht selten zu Kommunikationsproblemen bei der Bestellung einzelner Dinge gekommen ist. Auf der EUROPA 2 spricht das Servicepersonal Deutsch und ist außerordentlich aufmerksam. Selbst nicht alltägliche Zusammenstellungen beim Frühstück wurden einwandfrei serviert bzw. zusammengestellt. Abgesehen davon sind die Buffets weiterhin aufgebaut und für den Gast einsehbar. Entsprechend ist bei Bedarf weiterhin ein Vorbeilaufen möglich. Die Speisekarten im Yacht Club dienen zur vorherigen Orientierung und zur Reduzierung der Aufenthaltsdauer der Gäste im Buffetbereich. Aus meiner Sicht hervorragend durchdacht und umgesetzt. Die auf dem Foto zu erkennenden Buffetbereiche sind nach Restaurantöffnung mit Plexiglas-Aufstellern von den Gästen abgeschirmt. Zusätzlich können Absperrungen aufgestellt werden.

MS Europa 2 Yacht Club Buffet-Restaurant

Servietten

Servietten sind in bekannter Form aufgestellt. Nach Nutzung werden sie entsprechend in der Wäscherei gereinigt.

Die Nutzung von Pools, Sauna und Frisör an Bord

Der beliebte OCEAN SPA an Bord der EUROPA 2 ist derzeit nicht geöffnet. Der Fitness-Bereich sowie der Frisör können genutzt werden, wenn auch mit vorheriger Anmeldung.  Details sind an Bord der EUROPA 2 zu erfragen. Hier kann es immer wieder zu Anpassungen und Änderungen kommen.

MS Europa 2 Fitness Center

Abendprogramm an Bord

Ein hochwertiges Abendprogramm gibt es an Bord der EUROPA 2 derzeit in zwei Aufführungen, um die maximale Auslastung des Theaters nicht zu überschreiten. Einige Sitzreihen mussten komplett gesperrt werden, da nur so die Mindestabstände einzuhalten sind. Auf dem nachfolgenden Foto ist eine solche, gesperrte Sitzreihe gut erkennbar.

MS Europa 2 Theater mit gesperrten Sitzreihen

Wird das Urlaubsgewühl insgesamt eingeschränkt oder nicht?

Hier kann ich ein eindeutiges Urteil fällen. Nein! Aus meiner Sicht wird das Urlaubsgefühl in keiner Weise eingeschränkt. Natürlich sind hier und da kleine Änderungen zum bisherigen Betrieb erkennbar, doch diese halten sich in minimalem Rahmen. Wer sich an die derzeitigen Regelungen im Alltag hält, der wird an Bord der EUROPA 2 keine Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. Alle Hygienemaßnahmen an Bord empfand ich als sehr angenehm und überhaupt nicht störend.

MS Europa 2 Aussenbereich Sansibar

Wo liegt der Unterschied zwischen Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten und anderen Anbietern.

Wie bereits geschildert findet der Reisegast an Bord der EUROPA 2 und auch an Bord der EUROPA bzw. der beiden Expeditionskreuzfahrtschiffe HANSEATIC inspiration und HANSEATIC nature ein außergewöhnlich großzügiges Platzangebot vor. Abstand halten von anderen Reisegästen fällt hier überhaupt nicht schwer. Man fühlt sich wie auf einer Privatjacht und nicht wie auf einem Kreuzfahrtschiff.

Die Hygieneregeln werden meiner Ansicht nach sehr gut umgesetzt. Nachlässigkeit scheint hier ein Fremdwort zu sein. Alle Bereiche, auch die Außenreling, wurden in kurzen Abständen gereinigt und desinfiziert. An den Fahrstühlen, den Geländern und an anderen glatten Oberflächen sind keinerlei Fingerabdrücke erkennbar gewesen.

Der Service ist trotz der neuen Bedingungen außerordentlich aufmerksam und zuvorkommend, dabei niemals aufdringlich. Die Wünsche der Gäste werden sofort erkannt bzw. umgesetzt. Diskretion und Perfektion heißt die Devise.

MS Europa 2 Ausblicke am Morgen

Während andere Anbieter derzeit den Fokus auf „Meerblick“ richten, der den Gästen geboten wird, so hat man bei Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten insbesondere auf den beiden Expeditionskreuzfahrtschiffen das Programm völlig neu aufgelegt. Und zwar nicht nur das Programm an Bord, sondern auch das Angebot an „Landausflügen“. In der ersten Phase des Neustarts sind keine Landgänge vorgesehen, in der zweiten Phase nach aktuellem Stand zumindest geplant. Ich bin recht zuversichtlich, dass diese Planungen realisiert werden können, sofern Phase 1 mit der EUROPA 2 und der HANSEATIC inspiration erfolgreich verlaufen. Während der derzeitigen Kreuzfahrten erleben die Gäste der HANSEATIC inspiration zum Beispiel Zodiac-Rundfahrten durch die Kanäle von Kopenhagen und Fahrten zur Tierbeobachtung vor Helgoland. Tummeln sich in den Kanälen von Kopenhagen sonst unzählige Motorboote und Ausflugsschiffe, so haben die Gäste in den Zodiacs die Stadt derzeit für sich ganz allein. In einem exklusiveren Rahmen kann man im Moment nicht reisen. Läuft alles nach Plan und kommt es nicht wieder zu Einschränkungen im Reiseverkehr, so startet Phase 2 mit allen Kreuzfahrtschiffen von Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten.

UPDATE: 22.08.2020 11:00 Uhr - Norwegen hat die Einreisebeschränkungen weiter verlängert. Ob und wie sich das ggf. auf geplante Reisen auswirkt, wird Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten entsprechend direkt mit den Kunden und Reisebüros kommunizieren.

  • Eindrücke der pre-opening-cruise an Bord der EUROPA 2 <<Link>>
  • ältere Meldungen zur EUROPA 2 <<Link>>

NEU! Winter-Premiere: Mit der HANSEATIC inspiration zu den Polarlichtern in Norwegen!

Ganz aktuell und NEU buchbar sind Kreuzfahrten zu den Polarlichtern mit der HANSEATIC inspiration zu den Polarlichtern. Es gibt aktuell drei Reisedaten, für die man sich vormerken lassen kann.

  • 25.10.-09.11.2020 / 09.11.-24.11.2020 / 24.11.-09.12.2020

Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten beschreibt es so: Fast vor der Haustür, ganz ohne lange Flüge, wartet eine faszinierende Welt aus Schnee, Nordlichtern, grandioser Natur und jeder Menge Spannung bei attraktiven Outdoor-Aktivitäten auf die Gäste. Die HANSEATIC inspiration kreuzt zwischen den Stopps küstennah durch die norwegischen Inseln und die mächtigen Fjorde, sodass es viel zu sehen und zu beobachten gibt. Die Kulisse dafür ist einem echten Wintermärchen entsprungen mit mystischen Lichtspielen, stimmungsvoll beleuchteten Städten und der berühmten skandinavischen Gastfreundschaft, bei der es einem auch im Winter ganz warm ums Herz wird.

Alle Kreuzfahrten können zum Beispiel bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilt das Team gerne auf Anfrage mit. Senden Sie einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen an unter 04893-4288535.

Flusskreuzfahrten während Corona-Pandemie

Autor: Oliver Asmussen am 25.07.2020

Im Test: Meine fünf Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei, auch wenn das häufig zu lesen ist. Trotzdem fahren inzwischen wieder viele Flusskreuzfahrtschiffe und besonders Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie sind in immer größerem Umfang möglich. Allerdings unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregelungen. Wie sich diese anfühlen, habe ich ohne Unterbrechung auf gleich fünf Flusskreuzfahrtschiffen in Folge erfahren dürfen.

Ein langer Weg vom Shutdown zum Neustart

Viele Monate lang stand die Kreuzfahrtbranche komplett still. Die Corona-Pandemie hatte die Welt fest im Griff. Und sie sorgt auch mehrere Monate nach dem kompletten Shutdown weiterhin für große Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr. Die Boulevard-Presse ergötzte sich an nahezu täglich auftretenden Corona-Fällen an Bord vieler Hochsee-Kreuzfahrtschiffe, die bekannt wurden. Die Flusskreuzfahrtschiffe waren von solchen Meldungen zum Glück nicht betroffen, da die Saison noch nicht begonnen hatte. Ein langer Weg lag zwischen Shutdown und dem Neustart erster Kreuzfahrten. Schnell zeichnete sich ab, dass die Flusskreuzfahrtschiffe, sowie kleine Schiffe, gegenüber den Megalinern der Hochseeflotten viele Vorteile boten und daher auch zuerst wieder Fahrt aufnehmen konnten. Es wurden strenge Hygienekonzepte erarbeitet und Abstandsregelungen erlassen, die fortan gültig sein sollten. Ende Juni begannen schließlich die ersten Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie.

Flusskreuzfahrtschiff VIVA TIARA auf dem Rhein

Foto: Flusskreuzfahrtschiff VIVA Tiara auf dem Rhein

Ist eine Flusskreuzfahrt noch sicher?

Den bereits gebuchten Reisenden für den Sommer und potentiellen Neukunden stellte sich nach Bekanntwerden der Hygiene- und Abstandsregelungen die Frage, ob eine solche Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie noch sicher sein kann. Die Liste an Anforderungen umfasste eine Auflistung an Punkten, die sich über viele DIN A4 Seiten erstreckte. Die extrem streng klingenden Regelungen schreckten viele Reisende, die schon für den Sommer gebucht hatten ab. Andere zögerten oder nahmen komplett Abstand von der Idee einer solchen Flusskreuzfahrt, die so gar nicht mehr nach einem erholsamen Urlaub klang. Und ich muss zugeben, dass auch ich Bedenken hatte, gleich zum Neustart der Branche nicht nur ein Flusskreuzfahrtschiff, sondern gleich fünf davon zu besuchen. Es war vorher von Blutabnahmen, großen Voruntersuchungen vor Reisebeginn, von permanenter Maskenpflicht, von täglichen Arztbesuchen, von abgesperrten Poolbereichen, von großen Trennwänden in Restaurants und Lounges, von abgesperrten, öffentlichen Toiletten sowie von Quarantänekabinen und festgelegten Tischzeiten die Rede. Dinge, die nicht gerade die Vorfreude auf eine Flusskreuzfahrt steigerten. Und auch ich stellte mir die Frage, „Ist eine Flusskreuzfahrt überhaupt noch sicher?“ Kann eine Flusskreuzfahrt noch funktionieren?

Fünf Flusskreuzfahrtschiffe in Folge

Der Tag meines persönlichen Flusskreuzfahrt-Neustarts begann mit einer Schiffstaufe in Düsseldorf. Der Taufe der LADY DILETTA von Plantours schloss sich eine kurze Fahrt auf dem Rhein an. Im Anschluss daran wechselte ich auf die komplett renovierte VIVA TIARA von VIVA Cruises sowie auf die TREASURES und die INSPIRE, ebenfalls von VIVA CRUISES. Den Abschluss meiner Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie bildete die neue ANDREA von Phoenix Reisen.

Da es sich bei der Taufe mit anschließender Tauffahrt der LADY DILETTA nicht um eine offizielle Reise handelte, liegen die nachfolgenden Flusskreuzfahrtschiffe hinsichtlich der Beschreibung meiner Erfahrungen im Fokus.

Die Einschiffung

Sowohl bei VIVA Cruises als auch bei Phoenix Reisen wurde mein Gepäck bei der Einschiffung unter einem großen Zeltdach in Empfang genommen, die Griffe desinfiziert und das Gepäck von Mitarbeitern mit Handschuhen an Bord zur Kabine gebracht. Alternativ hätte ich es, nach obligatorischer Desinfektion der Hände und nach einem kurzen Messen meiner Körpertemperatur unter dem großen Zeltdach, selbst mit auf die Kabine nehmen können. Die Einschiffung dauerte nur wenige Minuten und war somit unbedeutend länger als vor Einführung der neuen Richtlinien. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass sich vor dem Zelt größere Schlangen bilden. Hier gilt dann ein Mindestabstand zwischen den Gästen von 1,5m. Zu einer solchen Schlangenbildung kam es schon im regulären Betrieb, wenn mehrere Busse gleichzeitig das Schiff erreichten. Nun ergibt sich jedoch der Vorteil, dass mehr Platz für die Wartenden zur Verfügung steht, da es keine Menschenansammlungen mehr geben darf. Einziger Wehmutstropfen: War es bisher möglich, auch schon vor der offiziellen Einschiffungszeit das Schiff zu betreten, so ist dies nun vorerst nicht mehr erlaubt.

Meine Vorfreude auf die jeweilige Flusskreuzfahrt wurde daher zu keiner Zeit gemindert.

Hygieneregeln Hinweis an der Rezeption MS Andrea

Foto: Hygieneregeln Hinweis an der Rezeption MS Andrea

Das Einbahnstraßensystem

Gewöhnungsbedürftig ist, da gibt es keinen Zweifel, das Einbahnstraßensystem an Bord. Und meine Erfahrungen nach diesen fünf Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie zeigen, dass ein solches System nur bedingt sinnvoll ist. Warum? Es geht am Ende ja darum, den Kontakt zwischen Menschen zu vermeiden. Bewohnt jemand nun eine Kabine, die sich relativ nah am Treppenhaus befindet, müsste derjenige im Zweifelsfall (wenn dieses Deck nur für den Gang in Richtung Heck vorgesehen ist) zweimal komplett einen Kabinengang durchqueren und begegnet dort mit hoher Wahrscheinlichkeit der arbeitenden Servicecrew oder anderen Gästen, die gerade aus den Kabinen kommen sowie ein abweichendes Lauftempo vorgeben. Sinnvoller wäre eine Regelung, nach der jeder Gast selbständig versucht, den Kontakt zu vermeiden und seinen Weg selbst wählen kann. Das wurde auch – Vorgaben hin oder her – auf allen Flusskreuzfahrtschiffen von den Bewohnern der Kabinen in Treppenhausnähe so gehandhabt. Völlig ohne Probleme. Phoenix Reisen hat diesbezüglich ein eigenes System eingeführt und das Einbahnstraßensystem auf der ANDREA abgeschafft. Welche Variante auch immer ich nun betrachte, sie haben alle funktioniert.

Richtungspfeil Beispiel Scylla-Schiff Kabinengang

Foto: Richtungspfeil Beispiel Scylla-Schiff Kabinengang

Das tägliche Fiebermessen

Auf den VIVA Flusskreuzfahrtschiffen fand abends vor dem Abendessen eine tägliche Kontrolle in der Lounge statt. Mit minimalen Abweichungen im Ablauf. In allen Fällen hat es völlig reibungslos und ohne Probleme funktioniert. Die Temperatur wurde von den an Bord mitreisenden Ärzten erfasst und eingetragen. Ein Vorgang der nie mehr als maximal fünf Minuten meiner Zeit kostete. Wurde dadurch mein Urlaubserlebnis gemindert? Nein! So reibungslos habe ich den Ablauf nicht erwartet. Bei Phoenix Reisen an Bord der ANDREA wurde die Temperatur jeden Abend im Restaurant beim Abendessen gemessen. Das mag zunächst irritieren, hat in der Praxis jedoch einwandfrei funktioniert.

Die Kabinenreinigung

Auf den Flusskreuzfahrtschiffen von VIVA Cruises erfolgte diese nicht mehr automatisch täglich zwei Mal, sondern nur dann, wenn man das entsprechende Schild am Griff der Kabinentür platzierte. Dadurch soll ein unnötiger Kontakt zwischen Servicepersonal und Gästen vermieden werden. Auf der ANDREA fand die Kabinenreinigung wie gewohnt statt. Ein mehrfacher Wechsel der Bettwäsche erfolgte auf allen Schiffen. Vor- und Nachteile hatte keine dieser Regelungen aus meiner Sicht. Der Hygienestandard war auch schon vor Einführung der neuen Regelungen extrem hoch.

Nutzung der Desinfektionsspender – die größte Schwachstelle an Bord

Überall an Bord sind Desinfektionsspender aufgestellt. Hier besteht in einigen Fällen aus meiner Sicht noch Optimierungsbedarf, denn auch auf den Sonnendecks sollten diese überall für die Gäste verfügbar sein. Außerdem ist es aus meiner Sicht unbedingt erforderlich, dass das Servicepersonal die Gäste zur dessen Nutzung verpflichtet (!). Das hat vor der Corona-Pandemie leider schon nicht lückenlos funktioniert und zeigt sich zu meinem Erstaunen auch weiterhin als größte Schwachstelle an Bord! Reisende „huschen“ nach Landausflügen an den Spendern vorbei und werden so zu einem entsprechenden Risiko für alle Mitreisenden. Nicht nur im Hinblick auf die Corona-Pandemie.

Desinfektionsspender MS Andrea Eingang

Foto: Desinfektionsspender MS Andrea Eingang

Die Maskenpflicht

An Bord aller Flusskreuzfahrtschiffe gilt Maskenpflicht. Das Tragen von Nasen- und Mundschutz ist beim Laufen durch die Kabinengänge und durch die öffentlichen Bereiche überall vorgeschrieben. Beim Sitzen in der Lounge, im Restaurant am Platz oder auf dem Sonnendeck hingegen nicht. Sollten Gäste einmal nicht daran gedacht haben, mit der Maske durch das Schiff zu laufen, wurde in allen Fällen vom Servicepersonal um die Beachtung der Regelungen gebeten. Notfalls in Form sich wiederholender Lautsprecherdurchsagen. Für viele Reisende stellt die verordnete Maskenpflicht die größte Einschränkung während einer Kreuzfahrt dar. Die Erfahrungen haben mir nun gezeigt, dass diese Einschränkung nahezu überhaupt nicht besteht bzw. sich die Pflicht zum Tragen dieser Maske als nicht störend erwiesen hat. Die Wege auf einem Flusskreuzfahrtschiff sind kurz und aus diesem Grunde ist der Zeitrahmen, während man diese Maske trägt, äußerst minimal.

Hinweis zum Tragen von Nasen- und Mundschutz Eingangstür

Foto: Hinweis zum Tragen von Nasen- und Mundschutz Eingangstür

Getränke- und Speisekarten

Die Getränkekarten sind an Bord der ANDREA vorerst von den Tischen der Lounge verbannt. An Bord der VIVA Cruises Flusskreuzfahrtschiffe gibt es Varianten, die desinfizierbar sind. Speisekarten sind auf allen Schiffen vorhanden, da diese nur einmal genutzt werden.

Die Mahlzeiten

Bei den Mahlzeiten zeigen sich nur minimale Änderungen zum bisherigen Ablauf. Aufgrund der reduzierten Auslastung der Schiffe, sind die Belegungen der Tische an Bord in den Restaurants geschrumpft. An einem Tisch für sechs Personen sitzen in der Regel nun nicht mehr als zwei. Es sei denn, größere Gruppen oder Familien reisen an Bord. Die Umsetzung hinsichtlich der Abstandsregelungen in den Restaurants erwies sich aus meiner Sicht als gut. Sowohl Mittag- als auch Abendessen wird auf allen Schiffen als Menü serviert.

Schwachstelle das Frühstück

Es bestätigten sich an Bord aller Flusskreuzfahrtschiffe die meinerseits erwarteten Probleme beim Frühstück. Die Probleme treten auf, weil die üppigen Buffets weggefallen und es nicht selten zu Kommunikationsproblemen bei der Bestellung einzelner Dinge wie zum Beispiel Sahnemeerrettich und Dill-Senf-Sauce kommt. Serviert wurde auf mehreren Schiffen purer Senf oder auch Schlagsahne – zum Lachs. Die gewünschte Dill-Senf-Sauce habe ich nur in einem Fall auf einem der Schiffe erhalten. Und das erst nach einer Wartezeit von knapp 10 Minuten. Auch wenn diese Bestellungen eher zu Testzwecken erfolgten, so offenbarten sich die erwarteten Probleme. Sie zeigten sich darüber hinaus beim Ordern bestimmter Brot- und Brötchen-Sorten sowie beim Aufschnitt. Die Auswahl der bisher bekannten Buffets ist nicht geschrumpft, es erwies sich aufgrund von Kommunikationsproblemen nur als schwierig, diese auch auszuschöpfen.

Für das Frühstück gilt daher derzeit: Geduld haben, Verständnis für das Servicepersonal mitbringen und sich daran erinnern, dass man sich im Urlaub befindet.

Größtmögliche Flexibilität für alle Reisenden – aber Vorsicht bei Buchung!

Top gelöst ist auf allen fünf Schiffen von VIVA Cruises bzw. Phoenix Reisen die Lösung einer offenen Tischzeit zu allen Mahlzeiten. Dadurch haben alle Reisenden die Möglichkeit, zu ihrer bisher gewohnten Essenszeit die Mahlzeiten zu konsumieren. Es ist vor einer Buchung jedoch Vorsicht geboten, denn nicht auf allen Flusskreuzfahrtschiffen bzw. nicht bei allen Reedereien gilt dieses System. Mir sind auch Reedereien bekannt, bei denen feste Slots für die Gäste vergeben werden. So kann es passieren, dass man zwischen 06:30 Uhr und 07:30 Uhr zum Frühstück erscheinen muss. Kommt man später, geht man leer aus. Da wird das Urlaubsgefühl dann schon deutlich eingeschränkt.                         

Servietten

Man vermeidet auf den meisten Flusskreuzfahrtschiffen derzeit die Nutzung der bisherigen Stoffservietten und stellt Papierservietten zur einmaligen Nutzung zur Verfügung. Auf der ANDREA gibt es weiterhin Stoffservietten, die unter strengen Hygieneregeln gereinigt werden.

Die Nutzung von Pools, Sauna und Frisör an Bord (sofern vorhanden)

Die Pools sind auf allen Schiffen nutzbar gewesen. Natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln. Die Frisöre hatten derzeit geschlossen, ebenso wie in einigen Fällen die Sauna und der Massagebereich. Der Fitnessraum konnte genutzt werden. Details sind auf den jeweiligen Schiffen zu erfragen.

Abendprogramm an Bord

Ein umfangreiches Abendprogramm gibt es derzeit auf keinem der Flusskreuzfahrtschiffe. Musikalische Unterhaltung gibt es, Shows jedoch nicht.

Leere Bücherei MS Andrea

Foto: Leere Bücherei MS Andrea

Wird das Urlaubsgewühl insgesamt eingeschränkt oder nicht?

Ich kann nur für mich urteilen und komme zu dem Entschluss, dass das Urlaubsgewühl in keinster Weise eingeschränkt wird. An die Änderungen gewöhnt man sich schnell und auch die Reaktionen der Mitreisenden waren überwiegend positiv. Auf Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie wird das bekannte Urlaubsgewühl nur sehr gering beeinträchtigt.

Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie buchen – ja oder nein?

Der Altersdurchschnitt ist insbesondere auf den Flusskreuzfahrtschiffen von VIVA Cruises derzeit deutlich niedriger als bisher. VIVA Cruises spricht grundsätzlich jüngere Reisende an, die nun gerade jetzt die wunderbare Chance haben, sich mit einer Flusskreuzfahrt vertraut zu machen. Es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sich davon zu überzeugen, dass eine Flusskreuzfahrt nicht nur für die Altersgruppe 60plus geeignet ist. Bei Phoenix Reisen darf das bewährte Stammpublikum unbesorgt sein, denn gravierende Änderungen zum bisherigen Leben an Bord sind für mich nicht erkennbar gewesen. Ich sehe keinen Grund, eine bereits gebuchte Reise zu stornieren bzw. keine Flusskreuzfahrt neu zu buchen. Ein weiterer, enormer Vorteil sind die derzeit leeren Innenstädte der besuchten Destinationen. Wartezeiten entstanden vor keiner Sehenswürdigkeit und selbst die beliebte Stadt Würzburg schien ohne die bekannten Touristenmassen aus Übersee regelrecht aufzuatmen. So entspannt habe ich bisher noch keine Städte erkundet. Bedrückend fand ich die Atmosphäre in Strasbourg sowie in Rüdesheim. Strasbourg ohne Touristen fehlte es an Atmosphäre und viele Sehenswürdigkeiten hatten nicht geöffnet. Die Drosselgasse in Rüdesheim an einem Samstag-Abend ohne einen einzigen Menschen zu sehen, war hingegen gespenstisch. Letztendlich ist ein dosierter und reduzierter Tourismus aus meiner Sicht nicht verkehrt, was die Gastronomen in manchen Städten sicherlich anders sehen dürften. Und kann man nun Flusskreuzfahrten während der Corona-Pandemie buchen? Meine persönliche Meinung: "Definitiv, Ja!"

Und zuletzt die Selbstdisziplin

Nach meinen Beobachtungen lege ich jedem Reisenden ans Herz, sowohl die gültigen Hygieneregeln als auch die Abstandsregeln einzuhalten! Die stärkste Kette hält nur solange wie ihr schwächstes Glied nicht nachgibt. Jeder einzelne Reisende ist aufgefordert, nicht nachlässig zu sein. Es ist wunderbar, wenn das Urlaubsgefühl schon am zweiten Tag einsetzt. Dennoch ist es aus meiner Sicht zwingend erforderlich, keine Gruppen auf dem Sonnendeck zu bilden und die abendlichen „Weinrunden“ unter Einhaltung der Mindestabstände zu genießen. Disziplin ist das oberste Gebot! Mundschutz beim Laufen durch die öffentlichen Bereiche tragen, Hände mehrfach am Tag und nach Landausflügen desinfizieren, Abstand zu Mitreisenden halten!

Abstands- Hinweis am Boden Foyer MS Andrea

Foto: Abstands-Hinweis am Boden Foyer MS Andrea

  • Vielleicht auch interessant? Ein aktuelles Schiffsportrait von Bord der INSPIRE von VIVA Cruises <<Link>>
  • Diverse Innenansichten aller genannten Flusskreuzfahrtschiffe sind in den Galerien zu finden <<Link>>

Alle Flusskreuzfahrten können zum Beispiel bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilt das Team gerne auf Anfrage mit. Senden Sie einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen an unter 04893-4288535.

Das Flusskreuzfahrtschiff MS Inspire im Schiffsportrait

Autor: Oliver Asmussen am 25.07.2020

MS Inspire: Das luxuriöse Lifestyle-Flusskreuzfahrtschiff von VIVA Cruises

Die Inspire ist ein Flusskreuzfahrtschiff der Schweizer Reederei Scylla AG und fährt derzeit unter der Flagge der 100% Tochter VIVA Cruises in Düsseldorf. Die Indienststellung der Inspire erfolgte im Jahr 2013 unter der Charterflagge des amerikanischen Reiseunternehmens TAUCK. Seit Sommer 2020 kreuzt das 135m lange und 11,45m breite Flusskreuzfahrtschiff für unbestimmte Zeit unter der Flagge von VIVA Cruises. Maximal finden 142 Personen an Bord Platz.

Einzigartige Loft-Suiten über 2 Ebenen

Die Inspire beherbergt ihre maximal 142 Passagiere auf vier Passagierdecks in 13 komfortabel und luxuriös ausgestatteten Kabinen (14m²), in 4 Junior Suiten (17m²), 24 Suiten (21m²), 8 Loft-Suiten (über 2 Ebenen) und 22 Master Suiten mit einer Größe von 27m². Alle Kabinen und Suiten der Inspire sind in zeitgemäßem Look und mit modernen Features ausgestattet. Es dominieren warme Cremefarben. Ein Großteil der Suiten verfügt über eigene, französische Balkone. Der Reiseveranstalter TAUCK hatte überwiegend den amerikanischen Markt im Fokus und folgte der Philosophie „small is big“, entsprechend üppig ist das Platzangebot an Bord der Inspire. Dies spiegelt sich auch in den Kabinen wieder. Die Master Suiten gehören mit fast 30m² zu den derzeit größten auf dem deutschsprachigen Markt und die Loft-Suiten über zwei Ebenen sind einzigartig.

Ein Schiffsportrait mit dem Fokus auf die Corona-Einschränkungen?

Aufgrund der derzeitigen Hygiene- und Abstandsregelungen durch die weltweite Corona-Pandemie gelten an Bord entsprechende Regelungen, die für alle Gäste deutlich erkennbar sind. Natürlich habe ich mir die Frage gestellt, ob und wie ich diese in diesem Schiffsportrait einfließen lasse. Nach meinem Aufenthalt an Bord der Inspire bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich an meinem bisherigen Stil und dem Aufbau eines Schiffsportrait festhalten werde, da die derzeit gültigen Abstands- und Hygienevorschriften nur in einigen Bereichen wirklich einen Einfluss auf die Reise haben. Ich werde an entsprechenden Stellen auf die Abweichungen zum „Normalbetrieb“ hinweisen. Nennenswerte „Einschränkungen“, die das bisherige Urlaubsgefühl trüben könnten, sind für mich nicht erkennbar gewesen.

MS Inspire zum Sonnenuntergang in Boppard

Foto: MS Inspire zum Sonnenuntergang in Boppard

Hell und modern aber nicht kalt

Gleich beim Betreten der Inspire fällt mir die gastfreundliche, aufmerksame Schiffscrew auf. Das sehr elegante Foyer zeigt sich mit hochwertigem schwarz-weißen Granitboden, einem modernen, großen Kristallkronleuchtern an der Decke, ansprechendem Wanddekor sowie einem sehr harmonischen Lichtkonzept. Ein dicker Teppich mit ansprechendem Farbmuster verbindet die beiden Schiffseingänge auf der Steuerbord- und auf Backbordseite. Insgesamt versprüht das Foyer die typische Atmosphäre, die ich von anderen Scylla-Schiffen bereits kenne. Es ist hell und modern, wirkt dennoch nicht kalt. Auf der Inspire ist alles noch eine Note eleganter, als auf den meisten Schwesterschiffen. Viel natürliches Tageslicht fällt durch breite Fensterelemente im Deckenbereich in das Schiffsinnere.

Foyer und Rezeption MS Inspire

Foto: Foyer und Rezeption MS Inspire

Interessant ist, wie auch auf anderen Scylla-Flusskreuzfahrtschiffen, die Aufteilung der Decks. Vom großen Foyer aus verbindet ein helles und offenes Treppenhaus das Rubindeck mit dem Diamantdeck und ermöglicht einen Blick bis hinunter zum Smaragddeck. Genau diese drei Decks sind nicht nur über das Treppenhaus, welches sehr an elegante Hotels an Land erinnert, verbunden, sondern auch durch einen Fahrstuhl. Ein weiterer Clou ist, dass auch die Inspire auf Höhe des Foyers in Richtung Bug ein halbes Deck niedriger wird. Dadurch ergeben sich einige Vorteile im Innen- und Außenbereich des Schiffes. Im hinteren Bereich der Inspire entsteht Platz für Kabinen und sorgt im Vorschiff für außergewöhnlich viel Raum und Helligkeit. Auf dem Sonnendeck realisiert sich dadurch ein großzügiger Loungebereich, der ab der Kommandobrücke ein halbes Deck niedriger ist als das restliche Sonnendeck.

Hinweis: Der Fahrstuhl ist derzeit, aufgrund der gültigen Abstandsregelungen, nur nach Anmeldung an der Rezeption nutzbar.

Blick auf Foyer und Rezeption MS Inspire

Foto: Blick auf Foyer und Rezeption MS Inspire

Auf dem Rubindeck liegt das klassisch-elegante und gemütliche Compass Rose Restaurant der Inspire mit integriertem Buffetbereich, welcher bisher für das reichhaltige Frühstücksbuffet genutzt wurde. Zahlreiche Mitarbeiter des Küchen- und Restaurantteams sorgen täglich für das leibliche Wohl der Reisegäste an Bord und zaubern köstliche Mahlzeiten von früh bis spät.

Zum Mittag- und Abendessen stehen in der Speisekarte mehrgängige Menüs zur Auswahl, ein Nachmittagskaffee/Tee sowie ein kleiner Mitternachtssnack dürfen natürlich nicht fehlen. Gespeist wird stets in einer einzigen, offenen Tischzeit. Die Tische sind derzeit fest für die Gäste reserviert und können während der Fahrt nicht beliebig gewechselt werden. Nach Absprache werden Gerichte für spezielle Diäten gereicht (Diabetiker, glutenfrei, laktosefrei usw.). Als besonderes Highlight ist das Kapitäns-Dinner zu nennen, bei dem keine Abendgarderobe-Pflicht besteht.

Hinweis: Derzeit gibt es kein reichhaltiges Frühstücksbuffet in bekannter Form. Eine große Auswahl an Wurst- und Käsesorten sowie Obst, Müsli, frische Säfte, Brötchen und andere Dinge mehr, müssen beim Servicepersonal bestellt werden. Ein „Start Set-Up“ mit Croissants und Marmelade steht grundsätzlich auf allen Tischen. Für das Servicepersonal bedeutet dies einen zusätzlichen Arbeitsaufwand, der manchmal mit einigen Minuten Wartezeit verbunden sein kann.

Compass Rose Restaurant MS Inspire

Foto: Compass Rose Restaurant MS Inspire

Die Inspire bietet ihren Gästen im Bereich der Rezeption auf dem Diamantdeck eine gut sortierte Boutique, mit einer Auswahl an Souvenirs (Postkarten), Accessoires, Kosmetikartikeln und Bekleidungsstücken.

Ebenfalls auf dem Diamantdeck ist, wie auf den meisten anderen Flusskreuzfahrtschiffen auch, im Vorschiff eine große Panorama-Lounge untergebracht. Die ist auf der Inspire in äußerst hellen, harmonischen Blautönen gestaltet. In Kombination mit dunklen Holztischen und liebevollen Dekorationsdetails wirkt die Lounge sehr luxuriös und einladend zugleich. Aus den Wänden und Fensterbänken fahren bei Bedarf große Flachbildschirme.

Hinweis: Zur Kaffeezeit gibt es derzeit kein üppiges Tortenbuffet, sondern eine Auswahl an Torten, die auf einem Servicewagen angeboten wird.

Panoramalounge MS Inspire

Foto: Panoramalounge MS Inspire

Im vorderen Bereich der Lounge gibt es die Panorama-Bar, von der aus sich ein hervorragender Blick in Fahrtrichtung bietet. Die Bar ist gut sortiert und lässt kaum einen Wunsch offen. Neben ausgewählten Kaffeespezialitäten sind auch Tagescocktails und eine große Auswahl Spirituosen erhältlich. Richtig pfiffig sind die Sitzgelegenheiten samt gemütlichen Polstern direkt vor den Panoramafenstern. Da wird eine Flusskreuzfahrt nicht nur in den Sommermonaten, sondern insbesondere zur kalten und dunklen Jahreszeit sehr gemütlich und zu einem besonderen Erlebnis. Von der Panorama-Bar aus besteht die Möglichkeit, über zwei seitlich angeordnete Treppen das Sonnendeck zu erreichen.

Hinweis: Die sonst vor der Bar aufgestellten Hocker gibt es derzeit nicht, um einen zu engen Kontakt zwischen den Reisegästen zu vermeiden.

Panoramalounge MS Inspire Blick zum Heck

Foto: Panoramalounge MS Inspire Blick zum Heck

Die Panorama-Bar an sich hat bereits einen gewissen Stil, abgerundet wird das Reiseerlebnis im Außenbereich der Lounge durch eine möblierte Terrasse, direkt am Bug der Inspire. Große Panoramascheiben sorgen dafür, dass man hier geschützt vor Fahrtwind auch über einen längeren Zeitraum verweilen kann.

Auf dem unteren Smaragddeck der Inspire befinden sich ein voll ausgestatteter Frisör sowie ein kleiner Fitnessraum, eine Sauna, ein Dampfbad und ein Massagezimmer. Die Geräte im Fitnessraum stehen zur Außenseite der Inspire. Von diesen aus kann man während der Trainingseinheiten einen Blick auf die Flusslandschaft werfen.  

Hinweis: Die Sauna, das Dampfbad und das Massagezimmer sind derzeit nicht nutzbar. Der Fitnessbereich nach Anmeldung an der Rezeption.

Fitness Center MS Inspire

Foto: Fitness Center MS Inspire

Smoking und Abendkleid können daheimbleiben

Trotz aller Eleganz und allem Komfort an Bord der Inspire – Smoking und Abendkleid können getrost daheimbleiben. Eine sportlich-elegante Kleidung wird abends gerne gesehen. VIVA Cruises vermarktet die Inspire als Kreuzfahrtschiff, welches auch jüngere Reisegäste ansprechen soll. Ein entsprechend zwangloses Konzept wird an Bord umgesetzt. Mit kurzer Hose oder T-Shirt sollte man dennoch nicht zum Abendessen erscheinen!

Das Sonnendeck ist mit modernem Sonnenliegen und Stühlen ausgestattet, verfügt über ausreichend Schattenplätze und ist neben regulären Treppenaufgängen auch mit einem Treppenlift erreichbar. Ein echtes Highlight ist der bei Bedarf mit großen Sonnenschirmen zu versehene Vorschiffbereich, der einen hervorragenden Blick in Fahrtrichtung ermöglicht und eine tolle Alternative zum eigentlichen Sonnendeck darstellt. Bequeme und mit dicken Kissen ausgestattete Korbmöbel schaffen hier eine Oase der Gemütlichkeit, welche auch von anderen Flusskreuzfahrtschiffen der Scylla-Flotte bekannt ist.

Blick über das Sonnendeck MS Inspire

Foto: Blick über das Sonnendeck MS Inspire

Das Sonnendeck punktet nicht nur mit Weitläufigkeit über fast die komplette Schiffslänge, sondern auch mit einem kleinen aber sehr schönen Pool sowie mit einem 4-Loch Minigolfplatz. Insgesamt gibt es an vier Bereichen Zugänge zum Sonnendeck.

Sonnendeck mit Pool und Minigolf MS Inspire

Foto: Sonnendeck mit Pool und Minigolf MS Inspire

Die Inspire bietet den Gästen noch eine weitere Besonderheit. Am Heck befindet sich eine Lido Terrasse, die je nach Fahrtgebiet als zusätzlicher Bistro-Außenbereich genutzt wird. Im Bistro am Heck der Inspire ist das Ambiente noch eine Spur stilvoller und eleganter als im Hauptrestaurant. Die Speisen sind besonders erlesen, der Service eine Note persönlicher. Das Bistro kostet keinen Aufpreis.

MS Inspire Bistro abends

Foto: MS Inspire Bistro abends

Loft Suiten mit Infinity Fenstern

Alle Kabinen bzw. Suiten liegen außen, sind komfortabel und luxuriös ausgestattet und verfügen sowohl auf dem Rubin- als auch auf dem Diamantdeck über einen französischen Balkon. Auf dem Rubindeck befinden sich 3 2-Bett Kabinen und 24 Suiten. Auf dem Diamantdeck wählt man bei Buchung zwischen 22 Master Suiten und 2 Junior-Suiten. Die 10 2-Bett-Kabinen auf dem Smaragddeck haben kleine Fenster, die nicht zu öffnen sind, aber ausreichend Tageslicht in die Kabine fallen lassen. Eine Besonderheit auf einem Flusskreuzfahrtschiff sind die 8 Loft Suiten (Suiten über 2 Ebenen), deren Infinity-Panoramafenster zu öffnen sind. Zur Ausstattung gehören Dusche/WC, Fön, individuell regulierbare Klimaanlage, SAT-TV inkl. Flachbildschirm, Radio, Minibar, Nespresso-Kaffeemaschine, Safe, Telefon, kleine Tageszeitung und verstellbare Betten. Die Betten lassen sich wahlweise als Doppel- oder Einzelbetten stellen. Interessant dürfte z.B. auch für Familien mit Kindern, welche die Flüsse immer mehr auch als Urlaubsdestination entdecken, die Tatsache sein, dass mehrere Kabinen bzw. Suiten an Bord für eine Belegung mit drei Personen geeignet sind.

Loft Suite 107 about 2 levels MS Inspire

Foto: Loft Suite 107 about 2 levels MS Inspire

Damit endet mein Rundgang über das stilvolle und zugleich moderne Flusskreuzfahrtschiff Inspire.

Ein Flusskreuzfahrtschiff mit viel Wohlfühlkomfort und luxuriösem Ambiente

Mein Fazit:

Die Inspire überzeugt mit Eleganz und einem modernen Ambiente an Bord, einer guten Küche und einem sehr aufmerksamen und zuvorkommenden Team, welches den Reisegästen stets zur Seite steht. Obwohl sich der Stil der Inneneinrichtung der Inspire am Geschmack amerikanischer Reisegäste orientiert, sollte sich auch das deutschsprachige Publikum an Bord wohlfühlen. In alle Aufenthaltsräume und Kabinen fällt sehr viel Tageslicht, was die Freundlichkeit weiter hervorhebt und das sehr ansprechende Farbdesign unterstreicht. Die Inspire ist das ideale Schiff für Liebhaber von Flusskreuzfahrtschiffen, die einen gewissen Mehrwert an Komfort und Eleganz bieten. Die Inspire ist ein Premium-Flusskreuzfahrtschiff und besucht derzeit interessante Städte entlang des Rheins. Jüngere Reisende fühlen sich an Bord ebenso wohl wie die Altersgruppe 60plus.  

Auf der Höhe der Zeit

Entsprechend der Fokussierung eines jüngeren Publikums, steigt auch die Nachfrage nach modernen Kommunikationsmitteln stetig. Ganz gleich, ob die Großeltern ihren Enkelkindern einfach mal einen Urlaubsgruß per Smartphone senden oder jüngere Reisende mal eben ihre Mails checken bzw. eine Instagram-Story einstellen wollen. Auf der Inspire steht den Reisegästen dafür WLAN zur Verfügung. Große Datenmengen lassen sich über diese Datenverbindung jedoch nicht übertragen (YouTube, Skype etc.).

Ein Blick in die Zukunft

Die Inspire wurde nicht für den deutschsprachigen Markt konzipiert, was sich bereits bei einem Blick in den Deckplan erkennen lässt. Das Schiff bietet überwiegend große Suiten und mehr Platz als baugleiche Schwesterschiffe, die im Vollcharter für andere Anbieter fahren. Da die Inspire derzeit nicht für das amerikanische Unternehmen TAUCK im Einsatz ist, setzt VIVA Cruises bzw. die Muttergesellschaft Scylla AG das Schiff auf dem deutschsprachigen Markt ein. Dort wird es zu Preisen angeboten, für die man bislang keine Suite auf diesem Schiff hätte buchen können. Wer also einmal besonders luxuriös auf einem Flusskreuzfahrtschiff reisen möchte, dem bietet sich die Inspire geradezu an. Ob die Inspire auch in der kommenden Saison 2021 für VIVA Cruises fahren wird, dürfte sich bald zeigen.

Einschränkungen durch die Corona-Pandemie?

Gravierende Änderungen zum bisherigen Betrieb vor der Corona-Pandemie sind an Bord nicht zu erwarten. Das Tragen von Mundschutz ist beim Laufen durch die Kabinengänge und durch die öffentlichen Bereiche vorgeschrieben, beim Sitzen in der Lounge, im Restaurant am Platz oder auf dem Sonnendeck hingegen nicht. Bei der Einschiffung sowie jeden Abend vor dem Abendessen wird die Temperatur gemessen, was in der Regel zügig und reibungslos verläuft. Die Reisenden müssen dafür alle einmal in der Lounge beim mitreisenden Arzt vorstellig werden. Insgesamt dauert diese Prozedur keine 5 Minuten.

Alle Flusskreuzfahrten können zum Beispiel bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilt das Team gerne auf Anfrage mit. Senden Sie einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen an unter 04893-4288535.

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der Inspire >>Link<<

Das Flusskreuzfahrtschiff MS Treasures im Schiffsportrait

Autor: Oliver Asmussen am 23.07.2020

MS Treasures: Das Premium-Flusskreuzfahrtschiff von VIVA Cruises

MS Treasures ist ein Flusskreuzfahrtschiff der Schweizer Reederei Scylla AG und fährt derzeit unter der Flagge der 100% Tochter VIVA Cruises in Düsseldorf. Die Indienststellung der Treasures erfolgte im Jahr 2011 unter der Charterflagge des amerikanischen Reiseunternehmens TAUCK. Seit Sommer 2020 kreuzt das 110m lange und 11,4m breite Flusskreuzfahrtschiff für unbestimmte Zeit unter der Flagge von VIVA Cruises. Maximal finden 104 Personen an Bord Platz.

Groß, größer, Master Suite

MS Treasures beherbergt ihre maximal 104 Passagiere auf vier Passagierdecks in 13 komfortabel und luxuriös ausgestatteten Kabinen (14m²), in 5 Mini Suiten (17m²), 20 Suiten (21m²) und 14 Master Suiten mit einer Größe von 28m².  Alle Kabinen und Suiten der Treasures sind in zeitgemäßem Look und mit modernen Features ausgestattet. Es dominieren warme Cremefarben. Ein Großteil der Suiten verfügt über eigene, französische Balkone. Der Reiseveranstalter TAUCK hatte überwiegend den amerikanischen Markt im Fokus und folgte der Philosophie „small is big“, entsprechend üppig ist das Platzangebot an Bord der Treasures. Dies spiegelt sich auch in den Kabinen wieder. Die Master Suiten gehören mit fast 30m² zu den derzeit größten auf dem deutschsprachigen Markt. 

Ein Schiffsportrait mit dem Fokus auf die Corona-Einschränkungen?

Aufgrund der derzeitigen Hygiene- und Abstandsregelungen durch die weltweite Corona-Pandemie gelten an Bord entsprechende Regelungen, die für alle Gäste deutlich erkennbar sind. Natürlich habe ich mich die Frage gestellt, ob und wie ich diese in diesem Schiffsportrait einfließen lasse. Nach meinem Aufenthalt an Bord der Treasures bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich an meinem bisherigen Stil und dem Aufbau eines Schiffsportrait festhalten werde, da die derzeit gültigen Abstands- und Hygienevorschriften nur in einigen Bereichen wirklich einen Einfluss auf die Reise haben. Ich werde an entsprechenden Stellen auf die Abweichungen zum „Normalbetrieb“ hinweisen. Nennenswerte „Einschränkungen“, die das bisherige Urlaubsgefühl trüben könnten, sind für mich nicht erkennbar gewesen.

MS Treasures in Würzburg

Foto: MS Treasures in Würzburg

Hell und modern aber nicht kalt

Gleich beim Betreten der Treasures wird der Besucher von einer gastfreundlichen und aufmerksamen Schiffscrew empfangen. Das sehr elegante Foyer zeigt sich mit hochwertigem schwarz-weißem Granitboden, einem großen Kronleuchter an der Decke, ansprechendem Wanddekor sowie einem geschmackvollen Blumengesteck auf einem schwarzen Tisch. Neben der Rezeption und dem Travel Desk sind jeweils ein großer Blumenkübel platziert, welche den Geschmack der amerikanischen Zielgruppe erkennen lassen. Insgesamt versprüht das Foyer die typische Atmosphäre, die ich von anderen Scylla-Schiffen bereits kenne. Es ist hell und modern, wirkt dennoch nicht kalt. Im Vergleich zu anderen Schiffen aus der Flotte, weicht die Deckenbeleuchtung etwas ab. Statt mehrere kleine Kronleuchter wurde nur ein großer installiert. Die Deckenbeleuchtung ist überwiegend indirekt. Viel natürliches Tageslicht fällt durch breite Fensterelemente im Deckenbereich in das Schiffsinnere.

Rezeption und Foyer MS Treasures

Foto: Rezeption und Foyer MS Treasures

Interessant ist, wie auch auf anderen Scylla-Flusskreuzfahrtschiffen, die Aufteilung der Decks. Vom großen Foyer aus verbindet ein helles und offenes Treppenhaus das Rubindeck mit dem Diamantdeck und ermöglicht einen Blick bis hinunter zum Smaragddeck. Genau diese drei Decks sind nicht nur über das Treppenhaus, welches sehr an elegante Hotels an Land erinnert, verbunden, sondern auch durch einen Fahrstuhl. Ein weiterer Clou ist, dass auch die Treasures auf Höhe des Foyers in Richtung Bug ein halbes Deck niedriger wird. Dadurch ergeben sich einige Vorteile im Innen- und Außenbereich des Schiffes. Im hinteren Bereich der Treasures entsteht Platz für Kabinen und sorgt im Vorschiff für außergewöhnlich viel Raum und Helligkeit. Auf dem Sonnendeck entsteht dadurch ein großzügiger Loungebereich, der ab der Kommandobrücke ein halbes Deck niedriger ist als das restliche Sonnendeck.

Hinweis: Der Fahrstuhl ist derzeit, aufgrund der gültigen Abstandsregelungen, nur nach Anmeldung an der Rezeption nutzbar.

Blick auf Foyer und Rezeption Treasures

Foto: Blick auf Foyer und Rezeption Treasures

Auf dem Rubindeck liegt das klassisch-elegante und gemütliche Compass Rose Restaurant der Treasures mit integriertem Buffetbereich, welcher bisher für das reichhaltige Frühstücksbuffet genutzt wurde. Zahlreiche Mitarbeiter des Küchen- und Restaurantteams sorgen täglich für das leibliche Wohl der Reisegäste an Bord und zaubern köstliche Mahlzeiten von früh bis spät.

Zum Mittag- und Abendessen stehen in der Speisekarte mehrgängige Menüs zur Auswahl, ein Nachmittagskaffee/Tee sowie ein kleiner Mitternachtssnack dürfen natürlich nicht fehlen. Gespeist wird stets in einer einzigen, offenen Tischzeit. Die Tische sind derzeit fest für die Gäste reserviert und können während der Fahrt nicht beliebig gewechselt werden. Nach Absprache werden Gerichte für spezielle Diäten gereicht (Diabetiker, glutenfrei, laktosefrei usw.) Als besonderes Highlight ist das Kapitäns-Dinner zu nennen, bei dem keine Abendgarderobe-Pflicht besteht).

Hinweis: Derzeit gibt es kein reichhaltiges Frühstücksbuffet in bekannter Form. Eine große Auswahl an Wurst- und Käsesorten sowie Obst, Müsli, frische Säfte, Brötchen und andere Dinge mehr, müssen beim Servicepersonal bestellt werden. Ein „Start Set-Up“ mit Croissants und Marmelade steht grundsätzlich auf allen Tischen. Für das Servicepersonal bedeutet dies einen zusätzlichen Arbeitsaufwand, der manchmal mit einigen Minuten Wartezeit verbunden sein kann.

Compass Rose Restaurant MS Treasures

Foto: Compass Rose Restaurant MS Treasures

Die Treasures bietet ihren Gästen im Bereich der Rezeption auf dem Diamantdeck eine gut sortierte Boutique, mit einer Auswahl an Souvenirs (Postkarten), Accessoires, Kosmetikartikeln und Bekleidungsstücken.

Ebenfalls auf dem Diamantdeck ist, wie auf den meisten anderen Flusskreuzfahrtschiffen auch, im Vorschiff eine große Panorama-Lounge untergebracht. Diese ist auf der Treasures in klassischen, hellen Erdtönen mit einer leichten Drift ins Grün gestaltet. In Kombination mit dunklen Holztischen und geschmackvollen Dekorationsdetails wirkt die Lounge zwar klassisch, aber nicht altmodisch. Aus den Wänden und Fensterbänken fahren bei Bedarf große Flachbildschirme.

Hinweis: Zur Kaffeezeit gibt es derzeit kein üppiges Tortenbuffet, sondern eine Auswahl an Torten, die auf einem Servicewagen angeboten wird.

Panoramalounge MS Treasures

Foto: Panoramalounge MS Treasures

Im vorderen Bereich der Lounge befindet sich die Panorama-Bar, von der aus ein hervorragender Blick in Fahrtrichtung möglich ist. Die Bar zeigt sich gut sortiert und lässt kaum einen Wunsch offen. Neben ausgewählten Kaffeespezialitäten sind auch Tagescocktails und eine große Auswahl Spirituosen erhältlich. Richtig pfiffig sind die Sitzgelegenheiten samt gemütlichen Polstern direkt vor den Panoramafenstern. Da wird eine Flusskreuzfahrt nicht nur in den Sommermonaten, sondern insbesondere zur kalten und dunklen Jahreszeit sehr gemütlich und zu einem besonderen Erlebnis. Von der Panorama-Bar aus besteht die Möglichkeit, über zwei seitlich angeordnete Treppen das Sonnendeck zu erreichen.

Hinweis: Die sonst vor der Bar aufgestellten Hocker gibt es derzeit nicht, um einen zu engen Kontakt zwischen den Reisegästen zu vermeiden.

Panoramalounge mit Bar MS Treasures

Foto: Panoramalounge mit Bar MS Treasures

Die Panorama-Bar an sich hat bereits einen gewissen Stil. Abgerundet wird das Reiseerlebnis im Außenbereich der Lounge durch eine möblierte Terrasse, direkt am Bug der Treasures. Große Panoramascheiben sorgen dafür, dass man hier geschützt vor Fahrtwind auch über einen längeren Zeitraum verweilen kann.

Auf dem unteren Smaragddeck der Treasures befindet sich ein kleiner Fitnessbereich, der auch nutzbar ist. Jedoch sind aufgrund der Abstandsregelungen nicht alle Geräte freigegeben.

Fitnessraum MS Treasures

Foto: Fitnessraum MS Treasures

Smoking und Abendkleid können daheimbleiben

Trotz aller Eleganz und allem Komfort an Bord der Treasures – Smoking und Abendkleid können getrost daheimbleiben. Eine sportlich-elegante Kleidung wird abends gerne gesehen. VIVA Cruises vermarktet die Treasures als Kreuzfahrtschiff, welches auch jüngere Reisegäste ansprechen soll. Ein entsprechend zwangloses Konzept wird an Bord umgesetzt. Mit kurzer Hose oder T-shirt sollte man dennoch nicht zum Abendessen erscheinen!

Das Sonnendeck ist mit modernem Sonnenliegen und Stühlen ausgestattet, verfügt über ausreichend Schattenplätze und ist neben regulären Treppenaufgängen auch mit einem Treppenlift erreichbar. Ein echtes Highlight ist der Vorschiffbereich, der einen hervorragenden Blick in Fahrtrichtung ermöglicht und eine tolle Alternative zum eigentlichen Sonnendeck darstellt. Bequeme und mit dicken Kissen ausgestattete Korbmöbel schaffen hier eine Oase der Gemütlichkeit, welche auch von anderen Flusskreuzfahrtschiffen der Scylla-Flotte bekannt ist.

Sonnendeck Loungebereich Treasures

Foto: Sonnendeck Loungebereich Treasures

Die Treasures bietet den Gästen noch eine weitere Besonderheit. Am Heck befindet sich eine Lido Terrasse, die je nach Fahrtgebiet als zusätzlicher Bistro-Außenbereich genutzt wird. Im Bistro am Heck der Treasures ist das Ambiente noch eine Spur stilvoller und eleganter, als im Hauptrestaurant. Die Speisen sind besonders erlesen, der Service noch eine Spur persönlicher. Das Bistro kostet keinen Aufpreis.

Bistro MS Treasures

Foto: Bistro MS Treasures

Überdurchschnittlich viel Raumfreiheit in den Kabinen und Suiten

Alle Kabinen bzw. Suiten liegen außen, sind komfortabel und luxuriös ausgestattet und verfügen sowohl auf dem Rubin- als auch auf dem Diamantdeck über einen französischen Balkon. Auf dem Rubindeck befinden sich 20 Suiten und 2 Mini-Suiten. Auf dem Diamantdeck wählt man bei Buchung zwischen 2 2-Bett Kabinen, 2 Mini-Suiten oder 14 Master Suiten. Die 11 2-Bett Kabinen sowie die eine Mini-Suite auf dem Smaragddeck haben kleine Fenster, die nicht zu öffnen sind, aber ausreichend Tageslicht in die Kabine fallen lassen. Zur Ausstattung gehören Dusche/WC, Fön, individuell regulierbare Klimaanlage, SAT-TV inkl. Flachbildschirm, Radio, Minibar, Nespresso-Kaffeemaschine, Safe, Telefon, kleine Tageszeitung und verstellbare Betten. Die Betten lassen sich wahlweise als Doppel- oder Einzelbetten stellen. Interessant dürfte z.B. auch für Familien mit Kindern, welche die Flüsse immer mehr auch als Urlaubsdestination entdecken, die Tatsache sein, dass sich insbesondere die Master Suiten hervorragend zur Belegung mit drei Personen eignen. Nich nur in den öffentlichen Bereichen genießen die Gäste ein üppiges Platzangebot, auch in den Kabinen und Suiten herrscht überdurchschnittlich viel Raumfreiheit.

Master Suite Beispiel 310 MS Treasures

Foto: Master Suite Beispiel 310 MS Treasures

Damit endet mein Rundgang über das stilvolle, klassische Flusskreuzfahrtschiff Treasures.

Ein Flusskreuzfahrtschiff mit viel Wohlfühlkomfort und luxuriösem Ambiente

Mein Fazit:

Die Treasures überzeugt mit Eleganz und einem modernen Ambiente an Bord, einer guten Küche und einem sehr aufmerksamen und zuvorkommenden Team, welches den Reisegästen stets zur Seite steht. Obwohl sich der Stil der Inneneinrichtung der Treasures am Geschmack amerikanischer Reisegäste orientiert, sollte sich auch das deutschsprachige Publikum an Bord wohlfühlen. In alle Aufenthaltsräume und Kabinen fällt sehr viel Tageslicht, was die Freundlichkeit weiter hervorhebt und das klassische Farbdesign unterstreicht. Die Treasures ist das ideale Schiff für Liebhaber von Flusskreuzfahrtschiffen, die einen gewissen Mehrwert an Komfort und Eleganz bieten. Die Treasures ist ein Premium-Flusskreuzfahrtschiff und besucht derzeit interessante Städte entlang des Mains. Jüngere Reisende fühlen sich an Bord ebenso wohl wie die Altersgruppe 60plus.   

Auf der Höhe der Zeit

Entsprechend der Fokussierung eines jüngeren Publikums, steigt auch die Nachfrage nach modernen Kommunikationsmitteln stetig. Ganz gleich, ob die Großeltern ihren Enkelkindern einfach mal einen Urlaubsgruß per Smartphone senden oder jüngere Reisende mal eben ihre Mails checken bzw. eine Instagram-Story einstellen wollen. Auf der Treasures steht den Reisegästen dafür WLAN zur Verfügung. Große Datenmengen lassen sich über diese Datenverbindung jedoch nicht übertragen (YouTube, Skype etc.).

Ein Blick in die Zukunft

Die Treasures wurde nicht für den deutschsprachigen Markt konzipiert, was sich bereits bei einem Blick in den Deckplan erkennen lässt.  Das Schiff bietet überwiegend große Suiten und mehr Platz als baugleiche Schwesterschiffe, die im Vollcharter für andere Anbieter fahren. Da die Treasures derzeit nicht für das amerikanische Unternehmen TAUCK im Einsatz ist, setzt VIVA Cruises bzw. die Muttergesellschaft Scylla AG das Schiff auf dem deutschsprachigen Markt ein. Dort wird es zu Preisen angeboten, für die man bislang keine Suite auf diesem Schiff hätte buchen können. Wer also einmal besonders luxuriös auf einem Flusskreuzfahrtschiff reisen möchte, dem bietet sich die Treasures geradezu an. Ob die Treasures auch in der kommenden Saison 2021 für VIVA Cruises fahren wird, dürfte sich bald zeigen.

Einschränkungen durch die Corona-Pandemie?

Gravierende Änderungen zum bisherigen Betrieb vor der Corona-Pandemie sind an Bord nicht zu erwarten. Das Tragen von Mundschutz ist beim Laufen durch die Kabinengänge und durch die öffentlichen Bereiche vorgeschrieben, beim Sitzen in der Lounge, im Restaurant am Platz oder auf dem Sonnendeck hingegen nicht. Bei der Einschiffung sowie jeden Abend vor dem Abendessen wird die Temperatur gemessen, was in der Regel zügig und reibungslos verläuft. Die Reisenden müssen dafür alle einmal in der Lounge beim mitreisenden Arzt vorstellig werden. Insgesamt dauert diese Prozedur keine 5 Minuten.

Alle Flusskreuzfahrten können zum Beispiel bei Kreuzfahrten und mehr gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilt das Team gerne auf Anfrage mit. Senden Sie einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen an unter 04893-4288535.

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der Treasures >>Link<<