Kreuzfahrten & mehr

Vasco das Gama ohne Strom vor der Küste von Australien

Autor: Oliver Asmussen am 06.12.2019

Vasco Da Gama kurz vor dem Zielhafen Adeleide ohne Strom

Mit rund 830 Passagieren an Bord driftete die Vasco Da Gama von Cruise & Maritime Voyages rund zwei Stunden lang ohne Strom, in unmittelbarer Nähe zu ihrem Zielhafen Adeleide.

Kurz vor Reiseende und in Sichtweite der Küste

Wie verschiedene australische Medien berichten, kam es an Bord der 55.877 BRZ großen und 219m langen Vasco Da Gama im Golf von St. Vincent zu einem Stromausfall. Den Berichten bzw. Passagieraussagen zur Folge gab es weder Strom, noch Wasser, noch funktionierten die Toiletten und Essen soll es auch nicht gegeben haben. Es wurde weiter berichtet, dass die Vasco Da Gama wie ein Geisterschiff vor der Küste trieb und den starken Windböen ausgeliefert gewesen sein soll. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 5. Dezember, gegen 05:45 Uhr Ortszeit. Die Küste war zu dieser Zeit bereits in Sichtweite. Das Kreuzfahrtschiff befand sich auf einer 58-tägigen Kreuzfahrt von London nach Adeleide, die am 09. Oktober in Tilbury begann. Die Kreuzfahrt führte die Passagiere in die Karibik, durch den Panamakanal, in die Südsee und nach Neuseeland.

Vasco Da Gama von Cruise and Maritime Voyages und TeansOcean Kreuzfahrten

Kontrollierte Stromabschaltung nach Alarm im Maschinenraum

Laut Angaben der Reederei Cruise & Maritime Voyages wurde die Stromabschaltung bewusst und kontrolliert eingeleitet, da im Maschinenkontrollraum ein Alarmsignal ertönte, welches auf eine Fehlfunktion einiger Systeme hingewiesen hat. Man habe nach Ertönen des Alarmsignals die örtlichen Behörden informiert und die Bordsysteme vorsorglich abgeschaltet, um die Ursache des Alarms zu untersuchen. Die Passagiere sind über diesen Vorfall, den Reedereiangaben nach, informiert worden und aus diesem Grunde war die Stimmung entsprechend ruhig an Bord. Manche Medien berichteten von dramatischen Zuständen an Bord, die aber nicht weiter belegt wurden. Das technische Problem konnte aufgrund der kontrollierten Abschaltung der Systeme zeitnah gefunden und behoben werden, so dass die Vasco Da Gama ihre Fahrt nach rund zwei Stunden entsprechend mit eigener Kraft fortsetzte und in Adeleide festmachte.

Vasco Da Gama Stromausfall vor Adeleide Routendetails

Keine Hilfsmaßnahmen durch Coast Guard nötig

Da zu keiner Zeit eine Gefahr für Passagiere und Besatzung bestand und die Behörden über den Vorfall informiert wurden, leitete die örtliche Coast Guard keine weiteren Hilfsmaßnahmen ein. Das Wetter war entgegen anders lautender Meldungen zu keiner Zeit so schlecht, dass Hilfsmaßnahmen hätten eingeleitet werden müssen. Im geschützten Golf von St. Vincent betrug die Wellenhöhe maximal 1,5m. Es wurden lediglich Schlepper entsandt, die aber nicht eingesetzt wurden. In den aufgezeichneten Routendetails (hier: Marinetraffic) ist der Stromausfall deutlich zu erkennen (Streckenabschnitt rot).

Die Stromversorgung wurde komplett wieder hergestellt und die Kreuzfahrt am Abend planmäßig fortgesetzt, nachdem die örtlichen Behörden keine erkennbaren Gründe festgestellt haben, weshalb die Vasco Da Gama den Hafen nicht wieder hätte verlassen können.

Die Vasco Da Gama

Bei der Vasco Da Gama handelt es sich um die 1993 als Statendam für Holland America Line in Dienst gestellte Statendam, die von 2015-2019 als Pacific Eden für P&O Australia Kreuzfahrten unternommen hat und im Sommer unter Charterflagge von TransOcean Kreuzfahrten in See sticht.

Die Vasco Da Gama wird am 26. April 2020 zurück in Deutschland erwartet. Dann läuft sie, von Tilbury kommend, den Hafen von Kiel an.

 

AIDAmira fährt ohne Gäste nach Kapstadt

Autor: Oliver Asmussen am 03.12.2019

AIDAmira: Palma - Kapstadt ohne Passagiere

Heute wurde auch die zweite Kreuzfahrt der AIDAmira abgesagt. Schiff und Crew fahren ohne Gäste von Mallorca nach Kapstadt. Dort soll dann wie geplant am 23. Dezember die erste Kreuzfahrt ab / bis Kapstadt stattfinden.

Heftige Kritik in den Medien

AIDAmira wurde in den letzten 4 Wochen in Genua umgebaut und renoviert. Die Inneren Bereiche haben wir bereits in einem Schiffsportrait vorgestellt. Leider konnte das Schiff bei Übergabe nicht in allen Bereichen den gewünschten AIDA Standart erfüllen und so wurde die Welcome Cruise nach der Taufe abgesagt. Schiff und Gäste blieben im Hafen von Palma de Mallorca um weitere Arbeiten, insbesondere in den Außenbereichen, zu ermöglichen.

Allen Gästen wurde eine volle Erstattung des Reisepreises zugesagt und konnten an Bord die 4 Nächte auf Mallorca genießen oder alternativ die Heimreise antreten. Auch hier sicherte AIDA Cruises eine Kostenübernahme zu. Währenddessen versuchte man die Restarbeiten an Bord zu erledigen, welche aufgrund der massiven Regenfällen in Italien in den letzen Wochen nicht ausgeführt werden konnten. In den Medien wurde derweil heftige Kritik an der unfertigen AIDAmira geübt. Es war von einem "Super-GAU" die Rede, der den Gästen präsentiert wurde. Wie schlimm die Probleme im Einzelfall gewesen sind, wissen nur die Beteiligten selbst. Aus unserer Sicht zeigte sich das Schiff in den meisten Bereichen lange nicht so schlimm, wie es dargestellt wurde.

AIDAmira in Palma de Mallorca

Feinschliff und Fertigstellung auf dem Weg nach Kapstadt

Heute entschloss man sich nun dazu, die Überführungsfahrt von Mallorca nach Kapstadt ebenfalls abzusagen. AIDAmira wird den Hafen von Mallorca am 04. Dezember ohne Gäste verlassen und erst am 23. Dezember die erste Reise mit Gästen ab Kapstadt starten. Diese Zeit wird genutzt um zum einen der Crew eine kurze Verschnaufpause zu ermöglichen und um das Schiff vollständig fertig zu stellen. Die AIDAmira soll danach den hohen Qualitätsansprüchen von AIDA Cruises in jeder Hinsicht gerecht werden und sich in ihrer vollen Produkvielfalt zum Start der Premierensaison in Südafrika präsentieren.

AIDAmira ist das 14te Schiff der AIDA Flotte und wird die Selection Flotte um AIDAcara, Vita und Aura erweitern. Aufgrund langer Wartezeiten für Neubauten und des begrenzten Marktes an kleinen Schiffen hat sich AIDA dazu entschieden die Costaneo Riviera zu übernehmen.

Schlagworte:
AIDAmira, AIDA Cruises

AIDAmira Schiffsportrait

Autor: Oliver Asmussen am 02.12.2019

AIDAmira sticht als neues AIDA Selection Schiff in See

Sie wurde im Jahr 1999 als Mistral in Dienst gestellt, fuhr später als Grand Mistral und seit 2013 als Costa neoRiviera über die Meere. Nun verstärkt das 216m lange und 48.200 BRZ große Kreuzfahrtschiff als AIDAmira die Flotte von AIDA Cruises und wird als neues AIDA Selection Schiff zu außergewöhnlichen Reisen in See stechen.

Für Weltentdecker, Individualisten und Abenteurer

Als AIDA Cruises im August 2016 das neue AIDA Selection Programm vorstellte, hatte man damit eine besondere Zielgruppe im Visier. Man wollte Weltentdecker, Individualisten und Abenteurer in neue Zielgebiete bringen, die bisher von AIDA Cruises nicht angefahren wurden. Man entschied sich, für diese außergewöhnlichen Routen, die drei AIDA-Schiffe der ersten Generation einzusetzen. Diese bieten eine ideale Größe, um auch kleinere Häfen anlaufen zu können, die für die neuen Megaliner unerreichbar bleiben. Das AIDA Selection Konzept hat sich inzwischen sehr erfolgreich durchgesetzt. Da lag die Entscheidung nahe, neben der AIDAcara, AIDAaura und AIDAvita ein viertes Schiff ähnlicher Größe einzusetzen. Ein Neubau wäre nicht in der gewünschten Kürze der Zeit zu bekommen gewesen, so wurde kurzerhand entschieden, die Costa neoRiviera in die Flotte zu holen, für 55 Mio. EUR zu renovieren und als AIDAmira in Fahrt zu bringen.  

Ich habe mich an Bord der AIDAmira umgesehen und meine Eindrücke in nachfolgendem Schiffsportrait zusammengefasst. Besonders gespannt war ich auf die Veränderungen in den Bars und Restaurants nach der erfolgten Renovierung, denn insgesamt war das Schiff doch schon recht in die Jahre gekommen und passte in meinen Gedanken überhaupt nicht in die Flotte von AIDA Cruises.

AIDAmira in Palma de Mallorca

Foto: AIDAmira in Palma de Mallorca

Renovierungen zum Zeitpunkt meines Besuches nicht vollständig abgeschlossen

Gleich zu Beginn möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Renovierungen in den Außenbereichen zum Teil - aufgrund extrem schlechter Wetterbedingungen am Werftstandort in Genua – nicht abgeschlossen werden konnten. Entsprechend habe ich diese Bereiche im Schiffsportrait nicht detailliert bebildert oder beschrieben. Die öffentlichen Innenbereiche sind dagegen vollständig fertiggestellt bzw. die Renovierungen abgeschlossen.

Der erste Anblick am Terminal in Palma de Mallorca ist, naja, sagen wir, der Anstrich verleiht dem Schiff das gewisse Etwas. Einen bunt bemalten Rumpf hat die AIDAmira allerdings nicht zum ersten Mal. Bereits unter der Flagge von Ibero Cruceros, als Grand Mistral, zierten bunte Figuren die Bordwände. Der Kussmund sowie die typischen AIDA-Wellen verleihen der AIDAmira etwas Eleganz bzw. lockern den sehr eckigen Eindruck der Aufbauten ab. Für meinen Geschmack ist die AIDAmira etwas zu „kantig“. Doch es kommt bekanntlich auf die inneren Werte an.

Deck 05 AIDAmira

Am Heck der AIDAmira befindet sich das Explorer Restaurant. Das Explorer Restaurant gibt es nur auf der AIDAmira. Es bietet den Gästen landestypische Küche, die sich an den Destinationen orientiert. Die Zusammenstellung der Speisen erfolgt individuell für jede Route, so dass stets eine entsprechende Abwechslung garantiert ist. Die Renovierungen betreffen den gesamten Restaurantbereich in Bezug auf Farben und Möblierung.

Explorer Restaurant AIDAmira

Foto: Explorer Restaurant AIDAmira

Großzügig und von Licht durchflutet zeigt sich der gesamte Bereich um die Rezeption und den AIDA Reiseberater herum. Es schließen sich der Bordshop, sowie die Mira Bar an. In der Mira Bar genießt man eine große Auswahl an Getränken bei musikalischer Unterhaltung. Die Aufteilung punktet sowohl mit großen Tischen, an denen sich größere Gruppen treffen können, als auch mit kleinen Sitzgelegenheiten, an denen man sich zu gemütlichen Stunden zu Zweit einfinden kann.

Mira Bar AIDAmira

Foto: Mira Bar AIDAmira

Die Vinothek an Bord der AIDAmira bietet, wie auch auf den anderen Schiffen der Flotte, eine sehr große Anzahl an Weinen.

Im Bugbereich befindet sich, ganz klassisch, das Theater der AIDAmira. Hier darf der Gast eine große Vielfalt unterschiedlicher Show-Formate erwarten. Darunter klassische Aufführungen, moderne Choreografien und von Multimedia-Effekten untermalte Tanzdarbietungen.

Vinothek AIDAmira

Foto: Vinothek AIDAmira

Sechs neue Aussenkabinen

Dort wo sich vor der Renovierung die Bibliothek, sowie der Salon Amalfi befanden, wurden sechs neue Aussenkabinen eingebaut.

Deck 06 AIDAmira

Im Bugbereich befindet sich die obere Ebene vom AIDAmira Theater. Nach dem Durchqueren des Treppenhauses stoße ich direkt auf das Café Mare. Dieses äußerst gemütliche Café erfreut sich bereits auf den anderen Schiffen der AIDA-Flotte großer Beliebtheit. Auch auf der AIDAmira hat das Café Mare daher einen entsprechend zentralen Platz bekommen. Auf der Getränkekarte steht eine große Auswahl an Kaffee-, Tee- oder Schokoladenspezialitäten. Vom Café Mare aus blickt man in das kleine Atrium sowie auf den Bereich der Rezeption hinunter. Ich habe vor der Renovierung jeglichen Charme in diesem Bereich vermisst. Das ist nun endlich anders.

Ein kleines Casino darf an Bord nicht fehlen. Hier ist jeder Gast willkommen, auch ohne Casino-Erfahrung. Ob bei Roulette, Black Jack, Poker, Bingo oder an den Spielautomaten – schon mit geringen Einsätzen kann man hier sein Glück versuchen.

Café Mare AIDAmira

Foto: Cafe Mare AIDAmira

Seinem Lieblingskünstler an Bord persönlich begegnen kann man in der AIDA Kunstgalerie. Auf der AIDA Webseite sind entsprechende Termine ersichtlich, wann man einen der Künstler an Bord treffen kann. Auf Kunstauktionen gibt es ausgewählte Kunstwerke zu besonders günstigen Preisen zu erstehen. Wer sich gerne überraschen lässt, nimmt an den „Blind Dates“ teil.

In der Art Bar nebenan stehen erlesene Drinks auf der Speisekarte, die man hier zwischen Bildern und Fotografien namhafter Künstler genießen kann. Die Art Bar ist nahezu nahtlos mit der Kunstgalerie verbunden. Warum also nicht erst ein wunderbares Werk erstehen und anschließend auf ein Glas Champagner in der Art Bar auf den Kauf anstoßen!?

Art Bar und Art Gallery AIDAmira

Foto: Art Bar und Art Gallery AIDAmira

Auf der Backbordseite am Heck ist das beliebte Buffalo Steakhouse eingezogen. Im Buffalo Steak House kommen, wie der Name schon sagt, Steak-Liebhaber voll auf ihren Geschmack. Neben wunderbaren Steaks aus bestem US Prime Beef, American Bison oder dry-aged Irish Hereford stehen auch Geflügelleckereien auf der Speisekarte. Optisch ist das Steakhouse nicht von selbigen Restaurants auf den anderen Schiffen der Flotte zu unterscheiden. Es ist insgesamt aber etwas kleiner angelegt, was sich schon durch die niedrigere Passagierzahl begründet.

Buffalo Steakhouse abends AIDAmira

Foto: Buffalo Steakhouse abends AIDAmira

Im Selection Restaurant ist die kulinarische Vielfalt zuhause. Hier darf sich jeder Gast wie im Schlaraffenland fühlen und sich durch die unterschiedlichsten Küchen der Welt probieren. Die Weinauswahl orientiert sich immer an den entsprechenden Speisen. So werden in jedem Hafen auf den örtlichen Märkten die entsprechenden Zutaten eingekauft und für das abendliche Dinner entsprechend zubereitet. Besonders schön ist der zum Restaurant gehörende Außenbereich am Heck der AIDAmira. Das Design orientiert sich an jenem der jüngeren Flottenmitglieder und ist ebenso ansprechend. Ich finde das Ambiente klasse, denn es stehen vielfältige Sitzmöglichkeiten in unterschiedlicher Größenordnung zur Verfügung.

Selection Restaurant AIDAmira

Foto: Selection Restaurant  AIDAmira

Deck 07 AIDAmira

Auf Deck 7 der AIDAmira befinden sich in erster Linie Kabinen. Im Bugbereich gibt es einen Treffpunkt mit Kultstatus für Tagträumer und Nachtschwärmer – die AIDA Bar. Wenngleich die Gestaltung doch wirklich gelungen ist, so ist die AIDA Bar nicht mit denen der anderen Schiffe vergleichbar. Mir persönlich fehlt hier eine ähnliche Atmosphäre wie zum Beispiel im Café Mare. Die AIDA Bar ist eine typische Schiffslounge, deren Aufteilung ohne größere Veränderungen blieb. Der bisherige Kartensalon ist verschwunden. Dort haben vier neue Aussenkabinen ihren Platz gefunden.

AIDA Bar AIDAmira

Foto: AIDA Bar AIDAmira

Deck 11 AIDAmira

Natürlich darf auch das beliebte Markt Restaurant an Bord der AIDAmira nicht fehlen. Dieses belegt den gesamten Heckbereich und verfügt auch über einige Außenplätze. Dieses im Reisepreis inkludierte Buffetrestaurant bietet in gemütlicher Marktatmosphäre Spezialitäten aus Italien, Norwegen, Spanien, Griechenland, den USA und vielen weiteren Ländern. Optisch ist das Markt Restaurant vergleichbar mit dem auf den anderen AIDA-Schiffen. Auch an die Kunstpalmen wurde gedacht.

AIDAmira Markt Restaurant

Foto: AIDAmira Markt Restaurant

Dem Markt Restaurant schließt sich der Pool Grill an. Der Pool Grill verfügt über eine größere Anzahl an Außenplätzen. Das Angebot am Pool Grill reicht von leckeren Burgern, frischen Salaten, ofenfrischen Pizzen, Bagels und Sandwiches bis hin zu variierenden Snacks. Hier kann jeder den kleinen Hunger zwischendurch stillen. Insbesondere in warmen Gefilden dürfte sich der Pool Grill großer Beliebtheit erfreuen. Mir persönlich gefällt der grüne Kunstrasen nicht, da dieser aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß ist.

AIDAmira Pool Grill

Foto: AIDAmira Pool Grill

Der gesamte Poolbereich und die Aussendecks sind weitläufig und großzügig bemessen. In der angrenzenden Beach Bar & Lounge genießt man einen herrlichen Meerblick und kann sich dazu eine frische Brise um die Nase wehen lassen, während man seinen leckeren Cocktail in gemütlichem Ambiente genießt. Auch hier stört grüner Kunstrasen mein persönliches Empfinden für einen komplett gelungenen Wohlfühlbereich.

Eine Saunalandschaft mit Meerblick erwartet die Gäste im Body & Soul Spa. Der Body & Soul Spa Bereich bietet umfangreiche Verwöhnprogramme und Sportmöglichkeiten. Das Angebot reicht von einem breiten Angebot an unterschiedlichen Massagen über Ayurveda, Thalasso, Yoga, Beauty-Anwendungen und mehr als 30 Fitness- und Entspannungskursen pro Woche. Darüber hinaus stehen eine finnische Sauna, eine Aroma-Sauna und ein Dampfbad bereit. Es gibt eine Wellness-Suite für ganz private Spa-Träume zu zweit – mit Sauna, Whirlpool, Wasserbett und St. Barth Produkten zum Verwöhnen. Ruhebereiche, Wellnessräume sowie ein Frisör und Nail Spa runden das Angebot ab. Der komplette Body & Soul Bereich wurde renoviert und macht einen entsprechend stilvollen und gemütlichen Eindruck.

Ganz im vorderen Schiffsbereich hat man im AIDAmira Fitnessbereich einen phantastischen Blick auf das Meer. Was auch immer der sportliche Antrieb ist, im Body & Soul Sport findet jeder Reisegast die idealen Trainingsgeräte und trainiert unter idealen Bedingungen. Der Fitnessbereich ist mit den neuesten Geräten ausgestattet.

Eingang Body & Soul Spa AIDAmira

Foto: Eingang Body and Soul Spa AIDAmira

Deck 12 AIDAmira

Der überwiegende Teil von Deck 12 besteht aus einer weitläufigen Deckfläche, die auch eine den Pool umrundende Galerie umfasst. Insgesamt wirken die Aussendecks alle sehr großzügig. Im vorderen Schiffsbereich steht für die Kinder ein Kids Pool bereit. Die Kids Area ist nicht besonders üppig bemessen aber entsprechend der Zielgruppe wohl ausreichend groß. Abgesehen davon ist die AIDAmira kein Neubau und es müssen die vorhandenen Deckflächen möglichst sinnvoll genutzt werden. Sehr schön sind die auf der oberen, den Pool umrundenden, Galerie aufgestellten Kuschelinseln.

Neue Kabinen statt Disko und Lounge Bar

Verschwunden sind am Heck der AIDAmira die Disko und die Lounge Bar Portofino. An diese Stelle befinden sich nun 19 neue Suiten sowie drei neue Innenkabinen.

Deck 14 AIDAmira

Auf Deck 14 befindet sich ein FKK Bereich sowie ein weiteres Sonnendeck, jeweils neben dem Schornstein gelegen.

Kabinen auf AIDAmira

Die AIDAmira hat 12 Kabinenkategorien. Darunter 14 Premium-Suiten und Deluxe-Suiten (inkl. privatem Sonnendeck), 80 Juniorsuiten, 12 Balkonkabinen, 288 Meerblickkabinen und 230 Innenkabinen. Im Vergleich zu den drei anderen Schiffen aus dem Selection Programm verfügt die AIDAmira über die meisten Suiten.

Die Kabinengrößen

Suiten:

Größe bis 62m², 23m² Sonnendeck, maximal 5 Personen, inkl. Champagner & Obst zur Begrüssung, Minibar, Segafredo Kaffeemaschine

Balkonkabinen:

Größe 19-23m² , 4-6m² Balkon, maximal 3 Personen, inkl. Hängematte und Liegestühle

Meerblickkabinen:

Größe 11-17m², maximal 4 Personen

Innenkabinen:

Größe bis 13m², maximal 4 Personen

Feuerwerk Taufe AIDAmira Palma de Mallorca 30.11.2019

Foto: Feuerwerk Taufe AIDAmira Palma de Mallorca 30.11.2019

Kritisch betrachtet & Fazit

Die AIDAmira ist kein Neubau. Dieser Tatsache sollte sich jeder Reisende vor Reisebeginn bzw. vor einer möglichen Buchung bewusst sein. Wer ein makelloses Schiff – vergleichbar mit einem Neubau – erwartet, der ist an Bord der AIDAmira falsch. Der Fokus sollte definitiv auf den Reiserouten liegen. Das bedeutet nicht, dass die AIDAmira nicht auch gehobene Ansprüche erfüllt. Alle renovierten Bereiche, und das sind die meisten, sind kleine Wohlfühloasen.  Jede auf ihre eigene Weise. In einigen Bereichen, wie dem Buffalo Steakhouse, dem Selection Restaurant oder dem Markt Restaurant sind die Ähnlichkeiten zu den „echten“ AIDA-Schiffen verblüffend. Ich denke, man hat im Rahmen der Möglichkeiten ein sehr schönes Schiff kreiert, welches einem erfahrenen AIDA-Gast gefällt und einen AIDA-Erstkreuzfahrer sehr positiv überraschen dürfte. Rein auf die inneren Bereiche bezogen ist die AIDAmira ein sehr schönes Schiff mit kleinen Altersfalten. Ich bin mir aber sicher, dass AIDA Cruises in den kommenden Monaten weiter alles daran setzen wird, alle noch auf der Liste stehenden Schönheitsfehler zu beseitigen und auch ein Augenmerk auf kleinere Details zu lenken. Insbesondere in den Aussenbereichen. Einzig der grüne Kunstrasen auf dem Pooldeck gefällt mir überhaupt nicht, was aber eine Sache des persönlichen Geschmacks ist. (Stand: 02.12.2019)

Am Ende ihrer ersten Selection-Saison in Südafrika wird die AIDAmira während der Sommersaison 2020 im östlichen Mittelmeer eingesetzt.

  • Die gesamte Bildergalerie der AIDAmira >>hier<<

Alle Kreuzfahrten mit der AIDAmira können bei uns gebucht werden. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Anfrage per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535. Sehr gerne stehen wir auch für die Beantwortung weiterer Detailfragen zur Verfügung.

Zwei neue Kreuzfahrtschiffe für TransOcean Kreuzfahrten

Autor: Oliver Asmussen am 28.11.2019

TransOcean übernimmt Pacific Aria und Pacific Dawn

Zwei neue Kreuzfahrtschiffe für TransOcean Kreuzfahrten – Pacific Aria und Pacific Dawn ergänzen ab 2021 die Flotte. Beide Kreuzfahrtschiffe fahren bis dahin für P&O Cruises Australia. Dort wird es im Zuge des Weggangs der Pacific Aria und Pacific Dawn weitere Flottenveränderungen geben.

Pacific Aria für TransOcean ersetzt Astor

Pacific Aria und Pacific Dawn für TransOcean

TransOcean Kreuzfahrten bekommt Zuwachs: Das Schwesterschiff der VASCO DA GAMA wird ab dem Sommer 2021 für die Reederei fahren und die ASTOR ersetzen, die sich Ende April 2021 zu CMV Frankreich verabschiedet. Zeitgleich freut sich der Mutterkonzern über einen weiteren Neuzugang. Das Unternehmen wird gleichzeitig mit der PACIFIC ARIA auch die PACIFIC DAWN von P&O Cruises übernehmen. Das Schiff bietet Platz für 1400 Passagiere und wird Ende Mai 2021 im englischen Markt eingesetzt. 

Ganzjährig für TransOcean Kreuzfahrten

Anders als die VASCO DA GAMA, die in wärmeren Gefilden überwintert und vom Mutterkonzerns CMV Travel & Leisure Group in Australien eingesetzt wird, fährt die jetzige PACIFIC ARIA dann mit neuem Namen ganzjährig unter TransOcean-Flagge. Dabei sind in der warmen Jahreszeit auch Ziele in Westeuropa und im Mittelmeer geplant sowie im Winter Langzeittörns in sonnige Fahrtgebiete. 

„Mit Übernahme der PACIFIC ARIA tragen wir quasi zur Familienzusammenführung bei. Die PACIFIC ARIA hat 2015 sogar die gleiche millionenschwere Sanierung erfahren wie die VASCO DA GAMA“, sagt Klaus Ebner, Leiter Marketing & Vertrieb von TransOcean Kreuzfahrten. Davon profitieren nun auch treue TransOcean-Kunden, die sich an Bord beider Schiffe auf vertrautem Terrain bewegen. Zudem kann damit die Reederei exakt die gleichen Standards auf beiden Schiffen bieten, die sich ohnehin bis auf die geplanten Fahrtgebiete fast gleichen. „Wir verjüngen unsere Flotte, um auch andere Zielgruppen anzusprechen und noch mehr Routenvielfalt zu bieten“, so Klaus Ebner.  

Mehr Platz als auf der Astor

Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin, der ASTOR, bietet die PACIFIC ARIA mit 1.150 Passagieren fast doppelt so vielen Gästen Platz (ASTOR 570 Passagiere). Von den insgesamt 630 Kabinen werden 100 für die Einzelnutzung angeboten, 149 Suiten und Kabinen verfügen über einen Balkon. 

„Mit der Übernahme von zwei weiteren Schiffen in die CMV Flotte verfolgen wir unsere Wachstumsstrategie. Die VASCO DA GAMA kam erst in diesem Sommer in unsere Flotte, aber sie ist mit großer Begeisterung von unseren Kunden aufgenommen worden. Daher stehen die Vorzeichen für das Schwesterschiff auf dem deutschsprachigen Markt besonders gut. In den letzten fünf Jahren hat CMV fünf Kreuzfahrtschiffe erworben und wir sind guter Dinge, unser Ziel von 200 000 Passagieren in 2021 erreichen zu können“, erklärt Christian Verhounig, Geschäftsführer von TransOcean Kreuzfahrten.

Star Princess wird zur Pacific Encounter

Autor: Oliver Asmussen am 25.11.2019

Pacific Encounter heisst die Star Princess nach dem Wechsel zu P&O Australia

Das zur Grand Class von Princess Cruises gehörende Kreuzfahrtschiff Star Princess wechselt nach dem Schwesterschiff Golden Princess auch zu P&O Australia und wird in Pacific Encounter umbenannt.

Star Princess folgt Schwesterschiff

Die Star Princess wurde im Jahr 2002 von Princess Cruises übernommen, ein Jahr später als das Schwesterschiff Golden Princess. Die Golden Princess wird, wie bereits angekündigt, im Oktober 2020 von Princess Cruises zu P&O Australia wechseln und in Pacific Adventure umbenannt. P&O Australia ist eine Marke des weltgrößten Kreuzfahrtunternehmens Carnival Corporation plc. und fokussiert in erster Linie den australischen Kreuzfahrtmarkt. Mit der Star Princess wird dann das zweite Schiff der Grand Class Serie aus der Flotte von Princess Cruises nach Australien wechseln. Die Star Princess ist 108.977 BRZ groß, 289m lang und beherbergt bei Doppelbelegung 2.600 Passagiere in 1.301 Kabinen.

Star Princess wird Pacific Encounter / Foto: M. Barzantny

Hawaii, Alaska und dann Australien

Die Star Princess wird im Frühjahr 2020 in erster Linie Kreuzfahrten nach Hawaii und und an die mexikanische Riviera unternehmen und im Sommer 2020 für die beliebten Alaska Kreuzfahrten eingesetzt. Der Wechsel von Princess Cruises zu P&O Australia ist für das Jahr 2021 nach einer umfangreichen Renovierung geplant.

Die künftige Flotte von P&O Australia und die Gerüchteküche

Die Derzeit in der Flotte von P&O Australia befindlichen Kreuzfahrtschiffe Pacific Dawn und Pacific Aria werden diese im Februar 2021 bzw. April 2021 verlassen. Bei der Pacific Dawn handelt es sich um die ehemalige, 245m lange und 70.285 BRZ große Regal Priness, die 1991 in Dienst gestellt wurde und im Jahr 2007 zu P&O Australia wechselte.  Die letzte Kreuzfahrt der Pacific Dawn beginnt am 08. Februar 2021 in Melbourne und endet in Singapur. Das Schwesterschiff der Pacific Dawn, die ehemalige Pacific Jewel, ist seit 2019 für die indische Jalesh Cruises im Einsatz. Die Pacific Dawn wurde 1990 als Crown Princess in Dienst gestellt und ist auf dem deutschsprachigen Markt noch als A´Rosa Blu bzw. als AIDAblu bekannt.

Die Pacific Aria unternahm ihre erste Kreuzfahrt im Jahr 1994 als Ryndam für die ebenfalls zur Carnival Corporation plc. gehörende Holland America Line. Das Kreuzfahrtschiff ist 219m lang, 55.819 BRZ groß und kann 1.258 Passagiere befördern. Die Pacific Aria ist erst seit dem Jahr 2015 für P&O Australia im Einsatz. Das Schwesterschiff der Pacific Aria, die ehemalige Pacific Eden (1993 als Statendam gebaut), befindet sich seit dem Jahr 2019 in der Flotte von Cruise & Maritime Voyages und heißt seither Vasco Da Gama. Ob die Pacific Aria nach ihrem Ausscheiden bei P&O Australia ihrer Schwester folgen und ebenfalls in die Flotte von Cruise & Maritime Voyages integriert wird, ist unklar. Möglich wäre es, denn erst kürzlich verkündete CMV das Ausscheiden der beliebten Astor in Richtung Frankreich Ende der Saison 2020.

Nach dem umfangreichen Schiffetausch verbleiben in der Flotte von P&O Australia drei Kreuzfahrtschiffe. Die Pacific Encounter, die Pacific Adventure und die Pacific Explorer.

Die Pacific Explorer ist seit dem Jahr 2017 für P&O Australia unterwegs und wurde im Jahr 1997 als Dawn Princess für Princess Cruises in Dienst gestellt. Das Schiff ist 261m lang und 77.441 BRZ groß.

Es bleibt spannend und sicherlich wird das nicht der letzte "Schiffstausch" bei P&O Australia gewesen sein.