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Schiffsportrait und Bilder vom Flusskreuzfahrtschiff Swiss Tiara

Autor: Oliver Asmussen am 18.12.2018

Das Flusskreuzfahrtschiff Swiss Tiara bietet legeren Lifestyle mit internationalen Gästen zum All-Inclusive-Preis

Swiss Tiara ab 2020 ganzjährig für VIVA Cruises

Die Swiss Tiara ist ein Flusskreuzfahrtschiff der Reederei Scylla AG und hat bei der Indienststellung im Jahr 2006 neue Maßstäbe in der Premium-Klasse unter den Flusskreuzfahrtschiffen gesetzt. Seither fährt das 110m lange Schiff erfolgreich im Charter für verschiedene Anbieter von Flusskreuzfahrten auf Rhein, Main, Mosel, Donau und Holland. Nach aktuellem Stand soll die Swiss Tiara ab der Saison 2020 ganzjährig für VIVA Cruises zum Einsatz kommen.

VIVA Cruises

Erstmals ist die Swiss Tiara in diesem Winter für VIVA Cruises auf dem Rhein unterwegs und unternimmt zum Beispiel eine Reihe an „Weihnachtsmarkt-Kreuzfahrten“. VIVA Cruises ist eine 100% Tochtergesellschaft der Scylla AG. Vorerst wird VIVA Cruises die Kapazitäten füllen, zu denen ausgewählte Scylla-Schiffe nicht verchartert waren. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass VIVA Cruises an sich zwar ein neuer Veranstalter von Flusskreuzfahrten in Deutschland ist, allerdings durch die Muttergesellschaft Scylla Cruises über viele Jahrzehnte an Erfahrung verfügt. Das Produkt wird nicht nur deutschsprachig sein, wenngleich immer auch das deutschsprachige Publikum während der Durchsagen und in Form der Tagesinformationen gezielt angesprochen wird. Für Gäste, die ein internationales Publikum bevorzugen, sollten die Schiffe von VIVA Cruises die richtige Wahl sein. Man darf letztendlich gespannt sein, wie der Markt in Zukunft darauf reagieren wird. Die Pläne von VIVA Cruises sind ehrgeizig.

Die Swiss Tiara beherbergt maximal 153 Passagiere auf drei Passagierdecks in komfortabel und luxuriös ausgestatteten Kabinen mit einer Größe von 16m² (Doppelkabinen) und 18,5m² (Suiten).

Im Rahmen einer „Weihnchtsmarkt-Kurzreise“ habe ich wunderbare Eindrücke von Bord mitgebracht, die ich im nachfolgenden Schiffsportrait festgehalten habe.

MS Swiss Tiara am Anleger in Düsseldorf

Foto: MS Swiss Tiara am Anleger in Düsseldorf

Schon beim Betreten fällt neben der gastfreundlichen, aufmerksamen Schiffscrew sofort das großzügige, elegante Foyer - mit seinem hochwertigen Granitboden, fünf funkelnde Kristallkronleuchter an der Decke sowie ein dekoratives Weihnachtsgesteck samt schwarzem Granittisch - als Eyecatcher ins Auge. In den Sommermonaten werden hier frische Blumen stehen. Viel natürliches Tageslicht fällt durch breite Fensterelemente im Deckenbereich des Foyers. Große Teppiche dienen als „Schmutzfänger“ in den Eingangsbereichen. Die Swiss Tiara vermittelt gleich das Gefühl, dass man sich als Gast „zu Hause“ fühlen soll.  

Atrium und Foyer Gesamtansicht MS Swiss Tiara

Foto: Atrium und Foyer Gesamtansicht MS Swiss Tiara

Interessant ist nun die Aufteilung der weiteren Decks. Vom großen Foyer aus verbindet ein helles und offenes Treppenhaus das Rubindeck mit dem Diamantdeck und ermöglicht einen Blick bis hinunter zum Smaragddeck. Diese drei Decks sind nicht nur über das Treppenhaus, welches sehr an elegante Hotels an Land erinnert, verbunden, sondern auch durch einen Fahrstuhl. Ein weiterer Clou ist, dass die Swiss Tiara auf Höhe des Foyers ein halbes Deck niedriger wird, was mit der Konstruktion der Kommandobrücke sowie der großen Sonnenterrasse im vorderen Schiffsbereich zusammenhängt. Diese Besonderheit schafft hinten Raum für Kabinen und sorgt vorne für außergewöhnlich viel Platz und helle Räume. Da die Swiss Tiara nur 110m lang ist, erweitert sich dadurch der Einsatzradius deutlich. Es können auch kleinere Nebenflüsse, Kanäle und kürzere Schleusen befahren werden.  

Blick auf Atrium und Eingang zum Restaurant MS Swiss Tiara

Foto: Blick auf Atrium und Eingang zum Restaurant MS Swiss Tiara

Auf dem Rubindeck liegen das sehr elegante und gemütliche Restaurant sowie ein Buffetbereich, welcher für das reichhaltige Frühstücksbuffet genutzt wird. Zahlreiche Mitarbeiter des Küchen- und Restaurantteams sorgen täglich für das leibliche Wohl der Reisegäste an Bord und zaubern köstliche Mahlzeiten von früh bis spät. Die reichhaltigen Frühstücksbuffets beinhalten neben einer großen Auswahl an Wurst- und Käsesorten auch Obst, Müsli, frische Säfte, frische Brötchen und viele andere Dinge mehr. Zum Mittag- und Abendessen stehen in der Speisekarte mehrgängige Menüs zur Auswahl, ein Nachmittagskaffee/Tee sowie ein kleiner Mitternachtssnack dürfen natürlich nicht fehlen. Gespeist wird stets in einer einzigen, durchgehenden offenen Tischzeit. Die Tische können jeden Abend frei gewählt werden. Nach Absprache werden Gerichte für spezielle Diäten gereicht (Diabetiker, glutenfrei, laktosefrei usw.) Als besonderes Highlight ist das Kapitäns-Dinner zu nennen (Eine Abendgarderobe ist nicht Pflicht).

Restaurant MS Swiss Tiara Teilansicht

Foto: Restaurant MS Swiss Tiara Teilansicht

Die Swiss Tiara verfügt im Bereich der Rezeption über eine kleine, gut sortierte Boutique mit einer Auswahl an Souvenirs (Postkarten), Accessoires, Kosmetikartikeln und Bekleidungsstücken.

Wie auf den meisten anderen Flusskreuzfahrtschiffen auch, liegt im Vorschiff eine große Panorama-Lounge. Die ist auf der Swiss Tiara in harmonischen Cremefarben gestaltet, wirkt sehr luxuriös und einladend zugleich. Kenner anderer Scylla-Flusskreuzfahrtschiffe werden sofort die markanten Stoffmuster sowie Dekorationsdetails wiedererkennen. Besonders stilvoll geht es hier zur Kaffeezeit zu, wenn das üppige Tortenbuffet für reichlich Zulauf und für Begeisterung bei den Reisegästen sorgt. Die Swiss Tiara wurde seit ihrer Indienststellung mehrfach renoviert.

MS Swiss Tiara Panorama Lounge

Foto: Swiss Tiara Panorama-Lounge

Im vorderen Bereich der Lounge gibt es die Panorama-Bar, von der aus sich ein hervorragender Blick in Fahrtrichtung bietet. Die Bar ist gut sortiert und lässt kaum einen Wunsch offen. Neben ausgewählten Kaffeespezialitäten sind auch Tagescocktails und eine große Auswahl Spirituosen erhältlich. Richtig schön sind die Sitzgelegenheiten samt gemütlichen Polstern direkt vor den Panoramafenstern. Da wird eine Flusskreuzfahrt nicht nur in den Sommermonaten, sondern insbesondere zur kalten und dunklen Jahreszeit sehr gemütlich und zu einem besonderen Erlebnis. Von der Panorama Bar aus besteht die Möglichkeit, über zwei seitlich angeordnete Treppen, das Sonnendeck zu erreichen.

MS Swiss Tiara Panorama Lounge Bar

Foto: MS Swiss Tiara Panorama Lounge Bar

Die Panorama Bar an sich hat bereits einen gewissen Stil, abgerundet wird das Reiseerlebnis im Außenbereich der Panorama-Lounge durch eine möblierte Terrasse direkt am Bug der Swiss Tiara. Große Panoramascheiben sorgen dafür, dass man hier geschützt vor Fahrtwind auch über einen längeren Zeitraum verweilen kann.

Auf dem unteren Smaragddeck der Swiss Tiara befinden sich ein kleiner Wellness-Bereich mit Sauna und Whirlpool. Ein separater Fitnessraum ist an Bord der Swiss Tiara aufgrund der Schiffsgröße nicht vorhanden. Am Heck stehen im Außenbereich aber zwei Fitnessgeräte (Stepper) zur Verfügung. Neben viel frischer Luft gibt es während der Trainingseinheiten einen herrlichen Blick auf die Landschaft dazu.  

Wellnessbereich MS Swiss Tiara

Foto: Wellnessbereich MS Swiss Tiara

Trotz aller Eleganz und allem Komfort an Bord der Swiss Tiara – eine sportlich-elegante Kleidung wird abends gerne gesehen. Smoking und Abendkleid dagegen können getrost daheim bleiben. VIVA Cruises spricht damit auch ein jüngeres Publikum an, dass Wert auf Komfort legt, aber dennoch eine ungezwungene Atmosphäre bevorzugt. Das klassische Bild einer „angestaubten“ Flusskreuzfahrt, die sich an die Altersgruppe 60plus richtet, wird quasi „über Bord geworfen“.

VIVA Cruises Riesling Brut MS Swiss Tiara

Foto: Viva Cruises Riesling Brut MS Swiss Tiara

Das Sonnendeck ist mit modernen Sonnenliegen und Stühlen ausgestattet, und verfügt über ausreichend Schattenplätze. Einen Treppenlift, wie auf den neueren Scylla-Schiffen, gibt es an Bord der Swiss Tiara nicht. Ein echtes Highlight ist der bei Bedarf mit großen Sonnenschirmen zu versehene Vorschiffbereich, der einen hervorragenden Blick in Fahrtrichtung ermöglicht und eine tolle Alternative zum eigentlichen Sonnendeck darstellt. Da der Deckbereich auf Höhe der Kommandobrücke um ein halbes Deck abgesenkt wurde, entsteht optisch eine tolle Oase der Gemütlichkeit. Diese bietet beim Durchfahren niedrigerer Brücken darüber hinaus den Vorteil, dass die Gäste nicht zwangsläufig das komplette Sonnendeck verlassen müssen. Beim Bau der Swiss Tiara war diese Konstruktion noch eine Besonderheit, die sich schnell bewährt hat. Auf nachfolgenden Scylla-Neubauten ist das tiefer gelegene Sonnendeck ebenfalls zu finden.  

Schiffsglocke Swiss Tiara und Sonnendeck Loungebereich

Foto: Schiffsglocke Swiss Tiara und Sonnendeck Loungebereich

Das Sonnendeck punktet nicht nur mit Weitläufigkeit über fast die komplette Schiffslänge, sondern auch mit einem kleinen Pool und mit einem Putting Green. Insgesamt gibt es an vier Bereichen Zugänge zum Sonnendeck.

Sonnendeck mit Sonnensegeln MS Swiss Tiara

Foto: Sonnendeck mit Sonnensegeln MS Swiss Tiara

Die Swiss Tiara verfügt noch über eine weitere Besonderheit: Sie bietet den Reisegästen eine Lido Terrasse mit integrierter Bar. Auf der Swiss Tiara wird der Raum derzeit als „Multifunktionsraum“ genutzt. Am Tage spielen die Gäste hier Gesellschaftspiele oder schmökern in Büchern. Abends erfreut sich die Bar einer großen Beliebtheit, insbesondere in den Sommermonaten ist auch der Außenbereich sicher gut belegt. Eine kleine Auswahl an Büchern steht für die Gäste ebenso bereit, wie eine Getränkestation, an der ganztägig Tee- und Kaffeespezialitäten angeboten werden.

Lido-Terrasse Dämmerung MS Swiss Tiara

Foto: Lido-Terrasse Dämmerung MS Swiss Tiara

Alle Kabinen liegen außen, sind komfortabel und luxuriös ausgestattet und verfügen sowohl auf dem Diamant- als auch auf dem Rubindeck (je 32 Kabinen) über einen französischen Balkon. Die 12 Kabinen auf dem Smaragddeck haben kleine Fenster, die nicht zu öffnen sind, aber ausreichend Tageslicht in die Kabine fallen lassen. Zur Ausstattung gehören Dusche/WC, Fön, individuell regulierbare Klimaanlage, SAT-TV inkl. Flachbildschirm (in der Regel sind auch deutsche Programme zu empfangen), Radio, Minibar, Safe, Telefon und verstellbare Betten. Die Betten lassen sich wahlweise als Doppel- oder Einzelbetten stellen. Interessant dürfte z.B. auch für Familien mit Kindern, welche die Flüsse immer mehr auch als Urlaubsdestination entdecken, die Tatsache sein, dass es an Bord 3-Bett Kabinen gibt. Neben den Nachttischen steht jeweils eine Steckdose zur Verfügung.

Suite 331 mit franz. Balkon MS Swiss Tiara

Foto: Suite 331 mit franz. Balkon MS Swiss Tiara

Damit endet mein Rundgang über das Premium-Flusskreuzfahrtschiff Swiss Tiara.

Ein Flusskreuzfahrtschiff mit viel Wohlfühlkomfort und luxuriösem Ambiente

Mein Fazit:

Die Swiss Tiara überzeugt mit besonders viel Eleganz und einem edlen Ambiente an Bord, einer guten Küche sowie einem sehr aufmerksamen und zuvorkommenden Team, welches den Reisegästen stets zur Seite steht. In die Konzipierung der Swiss Tiara sind die vielen Jahre Erfahrung in der Flusskreuzfahrtschiffbranche eingeflossen, welche die Reederei Scylla AG bis zum Bau dieses Schiffes gesammelt hat. In alle Aufenthaltsräume und Kabinen fällt sehr viel Tageslicht, was die Freundlichkeit weiter hervorhebt und das harmonische Farbdesign unterstreicht. Die Swiss Tiara ist das ideale Schiff für Liebhaber von Flusskreuzfahrtschiffen, die einen gewissen Mehrwert an Komfort und Eleganz bieten. Die Swiss Tiara ist ein Premiumschiff für Flusskreuzfahrten durch Holland, Belgien und auf Rhein, Main, Mosel und Donau.

Leistungen VIVA All-Inclusive Flusskreuzfahrten:

  • Legerer Lifestyle mit internationalen Gästen
  • Perfektes Crew/Gäste-Verhältnis
  • Lichtdurchflutete Kabinen mit elegantem Interieur und stets gefüllter Minibar
  • Gourmet-Restaurants mit exquisiten Speisen und hochwertigen Getränken
  • Exklusive Beauty-Produkte von Rituals oder Crabtree & Evelyn
  • WLAN inklusive
  • deutschsprechende Bordreiseleitung
  • Freie Nutzung der Bordeinrichtung wie Sauna, Whirlpool und Fitnessbereich
  • Alle Hafengebühren

Auf der Höhe der Zeit – kostenfreies WLAN

Auch wenn der Altersdurchschnitt auf einem Flusskreuzfahrtschiff in der Regel über dem von einem Hochseekreuzfahrtschiff liegt, so steigt die Nachfrage nach modernen Kommunikationsmitteln stetig. Gerne übersenden die Großeltern ihren Enkelkindern heute einfach mal einen Urlaubsgruß direkt vom Smartphone aus. Auf der Swiss Tiara steht den Reisegästen dafür kostenfreies WLAN zur Verfügung. Große Datenmengen lassen sich über diese Datenverbindung jedoch nicht übertragen (YouTube, Skype etc.).

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der Swiss Tiara >>Link<<

Alle Flusskreuzfahrten mit der „Swiss Tiara“ können bei uns gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

Flusskreuzfahrtschiff Vista Star: Schiffsportrait und Bilder aller Schiffsbereiche

Autor: Oliver Asmussen am 16.11.2018

Der Flusskreuzfahrtschiff-Neubau Vista Star für 1AVista Reisen ist das Glasschiff unter den Flusskreuzfahrtschiffen. 

Im Sommer 2018 nahm das Flusskreuzfahrtschiff Vista Star der Reederei Königstein Rivercruises GmbH unter der Charterflagge von 1AVista Reisen Fahrt auf. Seither kreuzt es zu attraktiven Zielen auf Rhein, Main, Mosel und den Flüssen in Holland. Das Flusskreuzfahrtschiff Vista Star ist das Glasschiff auf dem deutschsprachigen Markt!

Flusskreuzfahrtschiff Vista Star in Köln

Foto: Flusskreuzfahrtschiff Vista Star in Köln (Foto: Barzantny)

Für Emerald Waterways als Emerald Belle gebaut

Da die Schiffsmaße, bedingt durch die Abmessungen der im Fahrtrevier zu durchfahrenden Schleusen, eingeschränkt sind, schaut die Vista Star mit einer Länge von 135m und einer Breite von 11,45m zunächst ähnlich aus wie andere Flusskreuzfahrtschiffe. Nur Kenner werden feststellen, dass das neue Schiff auffallend viele Glasflächen hat. Dieser optische Eindruck soll nicht täuschen, denn ursprünglich wurde die Vista Star für den australischen Veranstalter Emerald Waterways konzipiert und sollte den hohen Ansprüchen eines internationalen Publikums gerecht werden. Richtig deutlich werden die Unterschiede daher beim Betreten des Schiffes. Maximal finden an Bord 202 Passagiere in 98 Kabinen Platz. Die meisten der komfortabel und luxuriös ausgestatteten Kabinen haben einen französischen Balkon und sind 16m² groß.

Aus Emerald Belle wird Vista Star

Kurz vor der Ablieferung im Jahr 2016 brannte die damalige Emerald Belle in der niederländischen Werft Den Breejen komplett aus, da die Sprinkleranlage noch nicht in Betrieb war. Am Ende blieb der Stahlkasko übrig. Aufgrund der enormen, zu erwartenden Verspätung bei der Ablieferung, hat Emerald Waterways - ein Tochterunternehmen des australischen Reiseveranstalters Scenic Tours - von der Abnahme des Schiffes abgesehen. Letztendlich wurde aus der Emerald Belle noch vor der offiziellen Taufe und Inbetriebnahme die Vista Star. 1AVista Reisen hat zuvor zu einem großen Teil dazu beigetragen,die Inneneinrichtung nach eigenen Vorstellungen und Ideen neu zu gestalten. Die außerordentlich großzügigen Innenräume und der einmalig schöne Pool sind dem Schiff am Ende erhalten geblieben. Ursprünglich sind die Kabinen auf dem Oberdeck und Mitteldeck mit Infinity-Schiebefenstern ausgestattet gewesen. Diese hat man im Zuge des erneuten Innenausbaus vorher entfernt. Stattdessen trumpft die Vista Star nun mit beliebten, französischen Balkonen auf. Eine wunderbare Optimierung, wie ich finde.  

Letztendlich ist die Vista Star nach dem Verlassen der Werft ein „echter“ Neubau gewesen, der an 1AVista Reisen übergeben wurde. Unbedingt zu erwähnen ist natürlich in diesem Zusammenhang, dass vom damaligen Brand überhaupt nichts mehr zu sehen ist! Aufgrund der baulichen Veränderungen und Optimierungen ist die Vista Star ein "Einzelstück" und hat kein Schwesterschiff. Das macht sie zu einem besonderen Schiff.

Leider war es mir im Sommer nicht möglich, das neue Flusskreuzfahrtschiff anzusehen. Kurz vor dem Saisonende auf dem Rhein, habe ich dies nachgeholt und interessante Eindrücke von Bord mitgebracht. 

Willkommen an Bord der Vista Star – stylischer geht es nicht

Das neue Flusskreuzfahrtschiff empfängt seine Gäste in einem ultramodernen, von Licht durchfluteten Atrium in nordisch schlichtem Design. Wer Plüsch und Schnörkel ebenso bevorzugt wie dunkle Farben und dekorativen Firlefanz, der wird sich an Bord der Vista Star nicht unbedingt wohlfühlen. Die Vista Star ist wohl das stylischste, neue Flusskreuzfahrtschiff auf dem deutschsprachigen Markt. Obwohl klare Designelemente, viel Glas und schlichte Eleganz dominieren, wirkt der Eingangsbereich nicht kalt. 1AVista Reisen geht mit der Vista Star in Sachen „neue Zielgruppen ansprechen“ noch einen kleinen Schritt weiter als einige Mitbewerber.

Foyer, Rezeption, Atrium MS Vista Star

Foto: Foyer, Rezeption, Atrium MS Vista Star

Alles Inklusive

Dazu dürfte auch das 1AVista All Inklusive-Konzept beitragen: Vollpension mit reichhaltigem Frühstücksbuffet, mehrgängigem Mittag- und Abendessen, Tisch- und Bargetränken, Tee, Kaffee und Kuchen (am Nachmittag) und ein Late Night Snack. Es gibt eine offene Bar. Tischgetränke wie Hauswein, Fassbier, Softgetränke (Cola, Limonade, Säfte, Mineralwasser) sind von 08:00-24:00 Uhr ebenfalls inklusive.

Die Gastfreundschaft und Aufmerksamkeit der Crew ist von der ersten Minute an, in der man sich als Gast an Bord der Vista Star aufhält, zu spüren.

An beiden Eingängen stehen Schirmständer mit 1AVista-Regenschirmen für die Gäste bereit, die kostenfrei ausgeliehen werden können – für den Fall, dass es bei Landausflügen mal einen unerwarteten Regenschauer auf dem Weg zum Reisebus gibt.

Das Mitteldeck

Ich bleibe auf dem Mitteldeck. Eine große, mittig im Schiff angeordnete Treppe verbindet alle drei Decks miteinander. Auf dem Mitteldeck hat jede der 37 2-Bett-Kabinen einen französischen Balkon. Die Doppelbetten in den Kabinen können getrennt werden.

Beispiel 2-Bett Kabine 221 Mitteldeck MS Vista Star

Foto: Beispiel 2-Bett Kabine 221 Mitteldeck MS Vista Star

Panoramascheiben fast bis zum Boden

Im vorderen Bereich liegt das Panorama-Restaurant der Vista Star. Das Hauptrestaurant überzeugt durch harmonisch, warme Farben, Eleganz, Gemütlichkeit und Offenzeit. Dabei sind die Eigenschaften „Offenheit“ und „Gemütlichkeit“ wunderbar vereinbar. Obwohl das Restaurant sehr offen gestaltet ist und lediglich einige Raumteiler für kleine Unterbrechungen sorgen, entsteht durch harmonische Grau, Blau- und Rottöne eine gemütliche Atmosphäre. Herausragend ist die Aussicht aus den fast bis zum Boden reichenden Panoramascheiben. In dieser Form sind sie auf vergleichbaren Flusskreuzfahrtschiffen, zumindest auf dem deutschsprachigen Markt, nicht zu finden.

Zahlreiche Mitarbeiter des Küchen- und Restaurantteams sorgen täglich für das leibliche Wohl der Reisegäste an Bord und zaubern köstliche Mahlzeiten von früh bis spät. Die reichhaltigen Frühstücksbuffets beinhalten neben einer großen Auswahl an Wurst- und Käsesorten auch Obst, Müsli, frische Säfte, frische Brötchen und viele andere Dinge mehr. Zum Mittag- und Abendessen stehen in der Speisekarte mehrgängige Menüs zur Auswahl, ein Nachmittagskaffee/Tee sowie ein kleiner Mitternachtssnack dürfen natürlich nicht fehlen. Gespeist wird zu entsprechenden Tischzeiten, zu Beginn einer Reise sind Tischplatzreservierungen möglich.  

Panorama-Restaurant MS Vista Star

Foto: Panorama-Restaurant MS Vista Star

Das Hauptdeck

Ein großer Treppenabgang verbindet alle drei Decks miteinander. Von mehreren Positionen aus ist das gesamte Atrium zu überblicken. Auf dem unteren Hauptdeck befinden sich neben 18 Zweibett-Komfortkabinen (16m²) auch 4 2-Bett Standardkabinen. Es können 2-Bett Kabinen zur Alleinbenutzung in begrenzter Anzahl gebucht werden. 3-Bett Kabinen verfügen über drei untere Betten (davon ein Klappbett). Die Fenster sind in allen Kabinen nicht zu öffnen.

Das Serviceangebot wird abgerundet durch einen Fitness- und Massageraum.

Fitnessraum und Massage MS Vista Star

Foto: Fitnessraum und Massage MS Vista Star

Das Oberdeck

Auf dem Oberdeck sind nicht nur die 39 2-Bett-Kabinen mit französischem Balkon untergebracht sondern auch, wie auf den meisten Flusskreuzfahrtschiffen, im vorderen Bereich die Panorama.Lounge.

Außergewöhnliches Raumgefühl durch Komplettverglasung

In die Panorama-Lounge integriert ist eine großzügig dimensionierte, gut sortierte Bar.  Moderne Lampen, harmonische Pastellfarben, eine nicht überladen wirkende Dekoration, tolle Ausblicke und sehr viel Platz – das sind die ersten Merkmale beim Betreten der Panorama-Lounge. Außerdem überzeugt sie ebenfalls ohne Blinkblink und Plüsch. Herausragend ist die Aussicht aus den Panoramafenstern. Diese reichen bis zum Boden und sind nur an einigen Stellen in einen Fensterrahmen eingefasst. Diese Besonderheit vermittelt das Gefühl, im Freien zu sitzen. Der ursprüngliche Einsatz für ein internationales Publikum wird abermals deutlich und gefällt mir.

Aussicht Panorama-Lounge und Bar MS Vista Star

Foto: Aussicht Panorama-Lounge und Bar MS Vista Star

Als sehr gemütlich erweisen sich die Sofas mit ihren dicken Kissen. Die Bar befindet sich in der Mitte und unterbricht die klaren Linien ähnlich angenehm wie einige Raumteiler. Hinter der Bar befindet sich eine große Tanzfläche. Eine Glastür gibt den Weg frei auf den herrlich schönen Außenbereich mit seinen einladenden Sitzmöbeln. Sehr schön sind die in die Decke integrierten Heizstrahler, die an kühleren Tagen für eine angenehme Temperatur sorgen.

Lounge Terrasse MS Vista Star

Foto: Lounge-Terrasse MS Vista Star

Auf der Steuerbordseite des Schiffes ist im Bereich vom Atrium eine kleine Leseecke integriert. Das gesamte Treppenareal ist verglast. Große Panoramascheiben an beiden Schiffsseiten ermöglichen auch in diesem Schiffsbereich eine wunderbare Sicht auf Fluss und Landschaft. Herrlich.  

Atrium mit Sitzgelegenheiten MS Vista Star

Foto: Atrium mit Sitzgelegenheiten MS Vista Star

Swimmingpool mit zu öffnendem Dach

Am Heck vom Oberdeck gibt es eine weitere Besonderheit zu entdecken – einen riesigen Swimmingpool! Für ein rein deutschsprachiges Flusskreuzfahrtschiff eine absolute Seltenheit. Es gibt zwar wenige andere in Deutschland buchbare Flusskreuzfahrtschiffe, welche ebenfalls über einen überdachten Pool am Heck verfügen, die sind aber letztendlich mit internationalem Publikum unterwegs. Der Swimmingpool der Vista Star ist mit einem zu öffnendem Dach versehen. Außerdem lässt sich der Pool, mittels eines auf  dem Grund des Pools versenkten Bodens, schließen. Dadurch entsteht ein Multifunktionsraum, der als Kino (Leinwand vorhanden), Gesellschafts- oder Vortragsraum genutzt werden kann. Drei Seiten um den Pool herum sind verglast. Den dadurch entstehenden, wunderbaren Eindruck habe ich mehrfach hervorgehoben. Eine freie Aussicht ist garantiert.

Neben dem großen Pool befinden sich noch eine Bar sowie eine Sauna am Heck der Vista Star.

Schwimmbad MS Vista Star mit Liegen und Sitzgelegenheiten

Foto: Schwimmbad MS Vista Star mit Liegen und Sitzgelegenheiten

Das Sonnendeck

Das weitläufige Sonnendeck ist mit geschmackvollem Kunstrasen in Holzoptik sowie einer Vielzahl an Sonnenliegen und Stühlen ausgestattet. Das Sonnendeck ist komplett begehbar, ein Treppenlift steht für Gäste mit Gehbehinderungen zur Verfügung. Ebenso ein Putting Green und ein Shuffleboard-Feld.

MS Vista Star Sonnendeck mit Sonnensegeln

Foto: MS Vista Star Sonnendeck mit Sonnensegeln

Die Kabinen

Alle Kabinen liegen außen, sind komfortabel und luxuriös ausgestattet und verfügen sowohl auf dem Ober- als auch auf dem Mitteldeck (39 bzw. 37 Kabinen) über einen französischen Balkon. Die 22 Kabinen (18 Komfort/4 Standard) auf dem unteren Hauptdeck haben kleine Fenster, die nicht zu öffnen sind, aber ausreichend Tageslicht in die Kabine fallen lassen. Zur Ausstattung gehören Dusche/WC, Fön, individuell regulierbare Klimaanlage, SAT-TV inkl. Flachbildschirm (in der Regel sind auch Deutsche Programme zu empfangen), Radio, Minibar, Nespresso-Kaffeemaschine, Safe, Telefon und verstellbare Betten. Die Betten lassen sich wahlweise als Doppel- oder Einzelbetten stellen. Interessant dürfte z.B. auch für Familien mit Kindern, welche die Flüsse immer mehr auch als Urlaubsdestination entdecken, die Tatsache sein, dass es an Bord 3-Bett Kabinen gibt.

Pfiffig ist das „Nachtlicht“ im Bad, welches sich am Fußboden beim Betreten automatisch einschaltet. Insbesondere beim nächtlichen Toilettengang erweist sich diese Besonderheit als klasse.

Hier gibt es Fotos aus allen Kategorien zu sehen <<Link>>

Ein Flusskreuzfahrtschiff mit Wohlfühlkomfort und modernem Ambiente

Das Fazit:

Die Vista Star überzeugt mit einem zurückhaltenden, ansprechenden Farb- und Lichtkonzept, einer gelungenen Raumaufteilung, Eleganz, einer guten Küche und einem sehr aufmerksamen und zuvorkommenden Team, welches den Reisegästen stets zur Seite steht. Die Tatsache, dass das Schiff ursprünglich nicht für den deutschsprachigen Markt konzipiert wurde, macht sich in vielen Bereichen positiv bemerkbar. 1AVista Reisen hat die eigene Handschrift in einen schon vorhandenen Schiffsrumpf integriert, was eine wohl einzigartige Kombination sein dürfte. Auf der Vista Star wurde so viel Glas verbaut, dass ich dem Schiff bedenkenlos den Beinamen „Das Glassschiff“ gegeben habe. In alle Aufenthaltsräume und Kabinen fällt sehr viel Tageslicht, was die Freundlichkeit weiter hervorhebt und das harmonische Farbdesign unterstreicht.

Pool am Morgen MS Vista Star

Foto: Pool am Morgen MS Vista Star

Die Vista Star ist das ideale Flusskreuzfahrtschiff für Freunde von Flusskreuzfahrtschiffen, die ein modernes, frisches Ambiente in Kombination mit Komfort und schlichter Eleganz suchen.  Auf den ersten Blick mag die Vista Star etwas kühl erscheinen, ein Eindruck der nach wenigen Minuten jedoch einem Gefühl von Behaglichkeit weicht. Liebhaber klassischer Designs mit viel Messing und Plüsch sollten eher ein anderes Flusskreuzfahrtschiff ins Visier nehmen. Letztendlich ist aber auch die Reiseroute maßgeblich entscheidend für die Wahl des Schiffes.

Barrierefreiheit

Noch ein Wort zur Barrierefreiheit. Grundsätzlich ist das Schiff barrierefrei. Allerdings bedeutet dies keinesfalls, dass die Vista Star ein geeignetes Schiff für Rollstuhlfahrer ist. Es gibt keine behindertengerechte Kabine an Bord! Dementsprechend können sich Rollstuhlfahrer prinzipiell an Bord bewegen (Fahrstuhl zwischen Hauptdeck, Mitteldeck und Oberdeck), müssen ihren Rollstuhl aber unbedingt selbständig verlassen können. Auf das Sonnendeck führt ein Treppenlift.

Ein Manko, dass keines ist

Viele Quellen sprechen davon, dass in den Kabinen keine USB-Anschlüsse vorhanden sind. Im Sommer hatten wir uns dies telefonisch sogar bestätigen lassen. Die USB-Anschlüsse sind jedoch vorhanden, man muss nur wissen wo. Nämlich jeweils hinter der Nespresso-Maschine.   

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der Vista Star >>Link<<

Alle Flusskreuzfahrten mit der Vista Star können bei uns gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535

Flusskreuzfahrtschiff nickoVision: Schiffsportrait und Bilder aller Schiffsbereiche

Autor: Oliver Asmussen am 12.11.2018

Das Flusskreuzfahrtschiff nickoVision ist ein Neubau mit dem nicko cruises ein Publikum im Visier hat, welches Flusskreuzfahrten bisher als „angestaubt“ empfand. 

Seit der Sommersaison 2018 ist der nicko cruises Neubau auf der Donau unterwegs und begeistert dort seither die Gäste mit einem völlig neuen An-Bord Konzept sowie einem innovativen Design. Die nickoVISION gehört der Schweizer Reederei Scylla Cruises und fährt ganzjährig unter der Charterflagge von nicko cruises.

Flusskreuzfahrtschiff MS nickoVision auf der Donau

Foto: Flusskreuzfahrtschiff  MS nickoVision auf der Donau

Rein äußerlich sieht die 135m lange und 11,4m breite nickoVISION so manchem anderen Neubau der Reederei Scylla sehr ähnlich. Das verwundert nicht, denn der Kasko – also der Schiffsrumpf – ist beinahe identisch mit dem anderer Flusskreuzfahrtschiffe. Die Unterschiede werden an Bord der nickoVISION umso deutlicher! Maximal beherbergt die nickoVISION 220 Passagiere auf drei Kabinendecks. Die meisten der komfortabel ausgestatteten Kabinen haben einen französischen Balkon und sind 14m² groß. Die Kabinengänge auf allen Decks sind sehr breit. Alle Kabinen haben eine einheitliche Größe, Suiten gibt es keine.

Leider hat mein Terminplan keinen früheren Besuch zugelassen. Nach der ersten, erfolgreichen Donausaison habe ich mich ausführlich an Bord des Neubaus umgesehen und wunderbare Eindrücke mitgebracht.

Willkommen an Bord der nickoVision - interessante Platzausnutzung im Foyer

Der  Flusskreuzfahrtschiff-Neubau nickoVISION von nicko cruises beeindruckt gleich nach dem Durchschreiten der großen Glastüren auf dem Mitteldeck. Das Foyer öffnet sich zu allen Seiten und wirkt erheblich größer, als auf den bekannten Schwesterschiffen. Dieser Effekt wird durch kleine Änderungen erreicht. Sowohl Bordshop als auch Treppe, Rezeption und der Reiseleiter-Desk fallen marginal kleiner aus, sind außerdem seitlich und nicht parallel zu den Türen platziert – das schafft zusätzlichen Platz in der Mitte des Foyers auf dem Mitteldeck. Eine kleine Insel bietet Sitzgelegenheiten und dient als Raumteiler. Außerdem ist das Foyer in der Mitte – dort wo sich bei anderen Flusskreuzfahrtschiffen der offene Bereich des Atriums befindet – geschlossen. Eine Art Brücke verbindet den Kabinenbereich mit der Lounge auf dem Oberdeck. Im Gegensatz dazu sind die seitlichen Bereiche, dort wo andere Flusskreuzfahrtschiffe die Übergänge zwischen den Deckbereichen schaffen, auf der nickoVISION offen. Es entstehen auf der Backbord- und Steuerbordseite zwei riesige Glasfronten. Eine interessante Design-Variante. Ebenso überlegt ist die Platzierung des Fahrstuhls. Er trennt Foyer und Restaurant auf dem Mitteldeck. Die Glaswände sorgen für einen ungehinderten Durchblick durch den Fahrstuhlschacht in das Restaurant bzw. umgekehrt in das Foyer. Auch die Wände im Fahrstuhl sind verglast und lassen einen freien Blick zu.

Foyer, Rezeption und Atrium der nickoVision

Foto: Foyer, Rezeption und Atrium der nickoVision

Ohne Firlefanz und Schnörkel-Design

Mit auffälligen Farben wurde ebenso wenig experimentiert, wie mit herkömmlichen Schnörkelelementen oder unnötigem Firlefanz. Klare Linien und schlichte Eleganz dominieren das Bild, ohne dass eine kalte Atmosphäre entsteht. Die junge Zielgruppe pflegt zu sagen: „Das Schiff ist richtig cool und modern, ganz ohne Plüsch und Schnörkel.“ Ob man nun von Pioniergeist sprechen kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Es gibt durchaus auf dem deutschsprachigen Markt Anbieter von Flusskreuzfahrten, die sich schon etwas früher vom klassischen Design an Bord verabschiedet haben. Das Konzept erwies sich dort durchweg als erfolgreich. Dennoch kann man die Produkte nicht vergleichen und die nickoVISION ist noch ein Stück weit moderner und heller im Design.

Die nickoVISION verfügt im Bereich des Foyers über einen kleinen Souvenirshop.

Mittelinsel im Foyer mit Rezeption und Atrium nickoVision

Foto: Mittelinsel im Foyer mit Rezeption und Atrium nickoVision

Das Mitteldeck 

Ich bleibe auf dem Mitteldeck. Eine seitliche Treppe verbindet alle drei Decks miteinander. Auf dem Mitteldeck sind alle Kabinen mit einem französischen Balkon ausgestattet. Die Doppelbetten in  den Kabinen können getrennt werden.

Beispiel Kabine 201 Mitteldeck nickoVision

Foto: Beispiel Kabine 201 Mitteldeck nickoVision

Ungezwungenes Restaurantkonzept

Im vorderen Schiffsbereich liegt das VISON-Hauptrestaurant. Insgesamt stehen den Gästen an Bord der nickoVISION drei Restaurants zur Verfügung. In Kombination mit flexiblen Tischzeiten müssen die Gäste keine Mahlzeit zu einer festgelegten Zeit einnehmen. Feste Tischplatzreservierungen gibt es ebenfalls in keinem der drei Restaurants, die ohne Aufpreis im Rahmen der gebuchten Vollpension besucht werden können.

Zum Frühstück erwartet die Gäste ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, mittags steht im Hauptrestaurant ein mehrgängiges Menü auf der Speisekarte. Die Frühstücksbuffets beinhalten neben einer großen Auswahl an Wurst- und Käsesorten auch Obst, Müsli, frische Säfte, Brötchen und viele andere Dinge mehr.

Wer ein leichtes Mittagessen bevorzugt, findet in der Lounge einen „Light Lunch“ in Buffetform. Nachmittags gibt es dort Kaffee und Kuchen und am Abend wird im Hauptrestaurant festlich geschlemmt. Kulinarischer Höhepunkt ist das opulente Gala-Dinner (kein Smoking/Anzug Plicht).

Nach Absprache werden Gerichte für spezielle Diäten gereicht (Diabetiker, gluten- und laktosefrei usw.).

Das VISION-Hauptrestaurant überzeugt einerseits durch eine Kombination aus angenehmer Wohlfühlatmosphäre und Eleganz, andererseits auch durch Helligkeit und Offenheit. Von nahezu allen Plätzen aus ist ein guter bis sehr guter Blick durch die Panoramafenster auf  die vorbeiziehende Flusslandschaft möglich. Die Großzügigkeit und Offenheit des Restaurants wird durch ein kleines Atrium und eine geschwungene Treppe, die hinauf in die Lounge führt, hervorgehoben.

Hauptrestaurant Vision auf nickoVision

Foto: Hauptrestaurant Vision auf nickoVision

Das Oberdeck

Auf dem Oberdeck liegt, man mag es vermuten, im vorderen Schiffsbereich die Panorama-Lounge mit der VISION-Bar. Sehr schön sind die Scylla-typischen Sitzgelegenheiten direkt vor den großen Panoramafenstern. Durch eine Tür gelangt man in den möblierten Außenbereich mit Blick in Fahrtrichtung. Große Glasscheiben bieten dort den nötigen Schutz vor Fahrtwind, nehmen dabei dennoch nicht die Sicht. Die gut sortierte Bar im Innenbereich lässt kaum einen Wunsch offen. Neben ausgewählten Kaffeespezialitäten sind auch Tagescocktails und eine große Auswahl Spirituosen erhältlich.

nickoVision Panorama-Lounge mit Vision-Bar

Foto: nickoVision Panorama-Lounge mit VISION-Bar

Die Panorama-Lounge

Die Panorama-Lounge ist natürlich nicht nur vom VISION-Hauptrestaurant aus zu erreichen, sondern auch von der oberen Ebene des Foyers, dem eigentlichen Eingang.

Moderne Lampen, harmonische Pastellfarben, kleine Dekorationsdetails, tolle Ausblicke und sehr viel Platz – das sind die ersten Merkmale beim Betreten der Panorama-Lounge, die ebenfalls völlig ohne Blinkblink und Plüsch überzeugt. Als gemütlich erweisen sich die  Sitzbänke mit ihren Kissen. Große Flachbildschirme informieren über die aktuelle Route, das Tagesprogramm oder übertragen live die Sicht der Bugcam. Es sind auch die Fernsehkanäle aus der Kabine dort empfangbar, was sich bei großen Sportereignissen als ideal erweisen sollte. Auf der Backbordseite des Schiffes ist eine kleine Bibliothek in die Lounge integriert.

Eingangsbereich Panorama-Lounge nickoVision

Foto: Eingangsbereich Panorama-Lounge nickoVision

Mario´s Grill Restaurant

Am Heck der nickoVISION speisen die Gäste auf Wunsch im neuen Mario´s Grill Restaurant. Die auf dem Grill frisch zubereiteten Speisen, landen direkt auf den Tellern der Gäste. Das Ambiente ist unaufdringlich und gemütlich zugleich. Die großen Glastüren zwischen Innen- und Außenbereich können bei Bedarf geöffnet werden. Wer also mittags oder abends keine Lust auf ein mehrgängiges Menü hat, sondern zum Beispiel ein saftiges Steak bevorzugt, der wird Mario´s Grill auch nach der Kreuzfahrt in guter Erinnerung behalten. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.

Marios Grill Restaurant nickoVision

Foto: Marios Grill Restaurant nickoVision

Das Hauptdeck

Auf dem Hauptdeck befinden sich 19 Kabinen zur Doppelbelegung. Die Fenster sind nicht zu öffnen und liegen im oberen Kabinenbereich. Darüber hinaus kommen Saunaliebhaber auf dem Hauptdeck voll auf ihre Kosten. Klein aber fein präsentiert sich der ansprechende Saunabereich. Direkt gegenüber ist ein Fitnessraum untergebracht.

Sauna und Ruhebereich nickoVision

Foto: Sauna und Ruhebereich nickoVision

Themenbuffets und Jazzclub

Als letztes der drei Restaurants hat auf dem Hauptdeck das Manhattan-Restaurant seinen Platz gefunden. Die Aussicht von hier unten kann zwar nicht als Highlight herausgestellt werden, dafür  werden spannende, thematische Themenbuffets den Reisegast begeistern. Alle Speisen sind auf das jeweilige Motto abgestimmt. Das Manhattan-Restaurant ist ein Ort für ganz besondere Anlässe und ebenfalls im Reisepreis inkludiert. Es ist allerdings erforderlich, an der Rezeption eine Reservierung vorzunehmen.

Spezialitätenrestaurant Manhattan nickoVision

Foto: Spezialitätenrestaurant Manhattan nickoVision

Das Sonnendeck

Das Sonnendeck punktet sowohl mit Weitläufigkeit über nahezu die komplette Schiffslänge, als auch mit einem kleinen aber sehr schönen Pool am Heck des Schiffes. Es stehen ausreichend Sonnensegel und Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Insgesamt gibt es an vier Bereichen Treppenzugänge. Das Sonnendeck fällt zum vorderen Schiffsteil hin nicht um ein halbes Deck ab, so wie bei typgleichen Schiffen. In Kombination mit der Anordnung der Kommandobrücke gibt es auf der nickoVISION keinen Loungebereich am Bug. Bei niedrigen Brückendurchfahrten wird das Deck entsprechend wohl auch komplett geräumt werden müssen. Auf der Donau, dem Einsatzgebiet der nickoVISION, dürfte dies allerdings weniger ein Problem werden, als auf dem Rhein und anderen Flüssen.

Pool, Putting Green und Sonnendeck nickoVision

Foto: Pool, Putting Green und Sonnendeck nickoVision

Kleine Kritik am Rande

Die meisten Flusskreuzfahrtschiffe haben dann doch irgendwo einen Bereich, der nicht ganz überzeugt. Wobei das am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Auf der nickoVISION zählt das Sonnendeck vor der Kommandobrücke aus meiner Sicht dazu. Ich hatte es eben beschrieben. Dieser ist für die Passagiere offiziell nicht zugänglich. Es gibt daher dort keinen Loungebereich bzw. auch keinen komplett freien Bugblick. Das ist natürlich „Kritik“ auf hohem Niveau, doch wer auf dieses Detail wert legt, wird hier ohne diese Annehmlichkeit auskommen müssen.

Die Kabinen

Alle Kabinen liegen außen, sind komfortabel und luxuriös ausgestattet und verfügen sowohl auf dem Mittel- als auch auf dem Oberdeck (45 bzw. 46 Kabinen) über einen französischen Balkon. Die 19 Kabinen auf dem unteren Hauptdeck haben kleine Fenster, die nicht zu öffnen sind. Es fällt ausreichend Tageslicht in die Kabine. Zur Ausstattung gehören Dusche/WC, Fön, individuell regulierbare Klimaanlage, Telefon, SAT-TV inkl. Flachbildschirm (in der Regel sind auch deutsche Programme zu empfangen), Radio, Kühlschrank und ein Safe. Die Betten lassen sich wahlweise als Doppel- oder Einzelbetten stellen. Es können 2-Bett Kabinen zur Alleinbenutzung gebucht werden (begrenztes Kontingent). Steckdosen und USB-Anschlüsse sind in ausreichender Anzahl vorhanden.

Link: Hier gibt es Beispiele aus den Kabinenkategorien der drei Decks.

Ein Flusskreuzfahrtschiff mit einem innovativen Design und zeitgemäßem Ambiente

Das Fazit:

Die nickoVISION überzeugt mit einem ansprechenden Farb- und Lichtkonzept, einer gelungenen Raumaufteilung, Eleganz sowie einer ungezwungenen Atmosphäre. In alle Aufenthaltsräume und Kabinen fällt sehr viel Tageslicht, was die Freundlichkeit weiter hervorhebt und das harmonische Farbdesign unterstreicht. Die nickoVISION ist das ideale Flusskreuzfahrtschiff für Freunde von Flusskreuzfahrtschiffen die ein zeitgemäßes, frisches Design in Kombination mit Komfort und Eleganz bevorzugen. Die nickoVISION kreuzt auf 5-18 Tage Reisen entlang der Donau. Das Schiff eignet sich für ein jüngeres Publikum, Liebhaber von Städtereisen und jene Reisegäste, für die eine Flusskreuzfahrt bisher zu „angestaubt“ gewesen ist.

Barrierefreiheit

Noch ein Wort zur Barrierefreiheit. Es gibt Quellen, die von einem barrierefreien Schiff und von barrierefreien Kabinen sprechen. Grundsätzlich ist das korrekt, allerdings bedeutet dies keinesfalls, dass die nickoVISION ein geeignetes Schiff für Rollstuhlfahrer ist. Es gibt keine behindertengerechte Kabine an Bord! Rollstuhlfahrer können sich prinzipiell an Bord bewegen (Fahrstuhl zwischen Hauptdeck, Mitteldeck und Oberdeck), müssen den Rollstuhl aber auch verlassen können.

  • Komplette Bildergalerie mit allen Innenfotos der nickoVISION >>Link<<

Alle Flusskreuzfahrten mit der nickoVISION können bei uns gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

Jetzt im Handel! Ganzjahresmagazin WELCOME ABOARD 2019

Autor: Oliver Asmussen am 07.11.2018

20 Jahre Welcome Aboard! Das Ganzjahresmagazin für Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Meer hebt sich auch im Jubiläumsjahr von vielen anderen Informationsquellen ab.

Seit nunmehr 20 Jahren erscheint das beliebte und renommierte Ganzjahresmagazin Welcome Aboard zum Jahresende im Handel. Seit Peter und Gerlinde Tönnishoff die erste Ausgabe des Schmökers ins Leben gerufen haben, hat die Kreuzfahrtbranche einen großen Wandel mitgemacht. Wir sind von der ersten Ausgabe an dabei und schätzen die abwechslungsreichen und gut recherchierten Artikel, die gerade im Zeitalter vieler schlechter Online-Informationsquellen immer wieder Lust auf Kreuzfahrten machen.

Welcome Aboard Cover 2019

Knapp 200 Seiten voller Inspirationen und spannender Berichte

Im direkten Vergleich mit anderen Magazinen bietet das Ganzjahresmagazin Welcome Aboard seinen Lesern und Kreuzfahrtfans einen bunten Mix aus Exklusivberichten und beinhaltet Textmaterial, welches im Internet nicht zu finden ist. Allgemeine Pressemeldungen informieren in großer Anzahl im Netz über allgemeine Branchen-News, das neue 200-Seiten Magazin ist dagegen wieder randvoll mit interessanten Interviews, Leser Inspirationen, Tipps zur nächsten Kreuzfahrt, Reportagen, Schiffsvorstellungen und Reiseberichten. Textmaterial, welches nicht bereits in offiziellen Pressemeldungen zu Hauf verbreitet wurde. Für Kreuzfahrtfans hat das Magazin daher längst auch einen Zeitwert, denn nicht selten stehen alle Ausgaben der letzten Jahre in den Regalen.  Und was gibt es Schöneres, als an einem kalten Winterabend vor dem Kamin, großartige Zeitgeschichte in Form älterer Magazine zu durchstöbern?!

Kreuzfahrtziel Kuba

Auch die Destination Kuba kommt im neuen Magazin, als Lieblingsziel für Kreuzfahrer, in Form eines Destinations-Berichts nicht zu kurz. Wir haben Kuba mit der MS Hamburg umrundet und die besonderen Highlights für die Welcome Aboard zusammengefasst.

Kuba Artikel Welcome Aboard

Foto: Kuba Artikel Welcome Aboard

Kalender-Klassiker erscheint zeitgleich

Zeitgleich mit dem neuen Magazin erscheint natürlich auch wieder der großformatige (42 x 46 cm) Kalender-Klassiker „WELCOME ABOARD 2019 – Die schönsten Traumschiffe von gestern und heute“. Er zeigt im nächsten Jahr die Traumschiffe „Deutschland“, „Saga Sapphire“, „Disney Magic", „Queen Victoria“, „Albatros“, „Azura“ „Regatta“, „AIDAcara“, „Mein Schiff 2“, „Bremen“, "Boudicca" und „Magellan“.

Der Kalender kostet inklusive Magazin WELCOME ABOARD 27,50 EUR (plus Porto).

  • Das Magazin gibt es für 9,80 EUR. Beides kann man <<hier>> bestellen!

 

Schiffsportrait, Bilder und Eindrücke von Bord der Navigator of the Seas

Autor: Oliver Asmussen am 15.08.2018

Royal  Caribbean International: Schiffsportrait und Rundgang über die Navigator of the Seas

Die im Dezember 2002 in Dienst gestellte „Navigator of the Seas“ hat drei ältere und ein jüngeres Schwesterschiff. Alle fünf Kreuzfahrtschiffe gehören zur so genannten „Voyager-Class“. Das erste Kreuzfahrtschiff dieser Serie war die 1999 in Dienst gestellte Voyager of the Seas, welche nicht nur das Typschiff, sondern seinerzeit auch das größte Kreuzfahrtschiff der Welt war. Zu den Highlights zählten damals die Royal Promenade, die Eislaufbahn und das über drei Decks reichende Hauptrestaurant. Die Navigator of the Seas ist nach der 4-wöchigen „Revitalisierung“ im Jahr 2014 nun 139.570 BRZ groß, 311m lang und beherbergt bei Doppelbelegung 3.276 Passagiere. Der „Voyager-Class“ folgte die etwas größere „Freedom-Class“. Ich habe die Navigator of the Seas in Hamburg unter die Lupe genommen und die Eindrücke in folgendem Schiffsportrait zusammengefasst.

Navigator of the Seas auslaufend Hamburg nach Erstanlauf am 29.05.2018

Foto: Navigator of the Seas auslaufend Hamburg nach Erstanlauf am 29.05.2018

Der Rundgang beginnt diesmal wieder auf dem untersten Deck.

Deck 02 Navigator of the Seas

Das Conference Center steht als allgemeiner Veranstaltungsraum nicht nur für Konferenzen auf See und Firmenevents zur Verfügung, sondern ist auch für private Zwecke von Gästen an Bord zu mieten.

Die Eislaufbahn bzw. der Center Ice Rink wurde auf der Voyager of the Seas eingeführt und ist auch heute noch ein magischer Anziehungspunkt an Bord der entsprechenden Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean International. Tagsüber wird die Eisbahn zur Rollschuhbahn bzw. zu einer Halle für Inline-Skater. Die Eisshows sind unbedingt sehenswert, wenngleich die Darbietungen durch die eingeschränkte Raumgröße zumindest in der Höhe begrenzt werden. Die Eisshows sind kostenfrei und müssen vorher nicht (mehr) reserviert werden. Die Zuteilung erfolgt über die jeweiligen Musterstationen der Reisegäste, die im täglichen Cruise Compass aufgeführt sind. Das erspart das Schlange stehen an der Rezeption, um an eines der begehrten Tickets zu gelangen.

Studio B Center Ice Rink Navigator of the Seas

Foto: Studio B Center Ice Rink Navigator of the Seas

Deck 03 Navigator of the Seas

Im über zwei Decks reichenden Metropolis Theater finden allabendlich großartige Shows statt, die sich hinter den großen Broadway-Aufführungen nicht zu verstecken brauchen.

Metropolis Theatre Navigator of the Seas

Foto: Metropolis Theatre Navigator of the Seas

Auf Deck 03 befindet sich die obere Etage vom Studio B sowie die untere Ebene vom 3-stöckigen Sapphire Dining Room, der auf allen drei Decks denselben Namen trägt. Das ist auf den Schiffen der Freedom-Class mitunter anders. Der Sapphire Dining Room ist der Hauptspeisesaal an Bord der Navigator oft he Seas.

Ebenfalls auf Deck 03 liegen das Focus Fotostudio sowie das bordeigene Fernsehstudio RCTV.

Deck 04 Navigator of the Seas

Deck 04 beherbergt im Bug des Schiffes die obere Ebene des Metropolis Theatre. Ich durchquere das vordere Treppenhaus und stoße auf die traditionelle, schon von den ersten Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte, Schooner Bar. Diese ist aus meiner Sicht vom Design her immer noch zeitgemäß und äußerst stilvoll. Die Barkarte überzeugt mit einem großen Angebot an Cocktails sowie verschiedenen Biersorten.

Schooner Bar Navigator of the Seas

Foto: Schooner Bar Navigator of the Seas

Liebhaber der mexikanischen Küche sollten einen Blick in die Sabor Taqueria werfen! Das Sabor ist ein mexikanisches Restaurant mit Taco-Backmaschine. Das Sabor Modern Mexican gibt es in ähnlicher Form auch auf der Harmony oft he Seas. Dort als Restaurant-Pub-Kombination als Boardwalk-Location. Auf der Navigator of the Seas ist das Sabor ein reines Restaurant.  Der Aufpreis für ein Dinner am Abend liegt derzeit bei US$30 pro Person.

Sabor Modern Mexican Restaurant Navigator of the Seas

Foto: Sabor Modern Mexican Restaurant Navigator of the Seas

Das Casino Royale lockt mit etwa 300 Spielautomaten, Roulette-, Blackjack-, und Pokertischen.  

Lateinamerikanischen Klängen lauschen, ausgelassen tanzen und dazu einen Mojito genießen? Das können die Kreuzfahrtgäste in der Boleros Bar & Lounge. Interessant finde ich die Boleros Bar auf der Navigator of the Seas insbesondere deshalb, weil es eine der Ur-Versionen dieser Location ist. Auf der Symphony of the Seas gibt es die Lounge unter selbigem Namen als waschechten Nachtclub.

Atrium und Boleros Bar Navigator of the Seas

Foto: Atrium und Boleros Bar Navigator of the Seas

Deck 05 Navigator of the Seas

Im Heck befindet sich die obere Ebene vom Sapphire Dining Room, in dessen Mitte ein riesiger Kronleuchter die Blicke auf sich zieht. Im Sapphire Dining Room sind die verschiedenen Etagen den jeweiligen Tischzeiten zugeordnet. So können hier auf Deck 05 in erster Linie Gäste speisen, die das „My Time Dining“ gewählt haben. Auf Wunsch erhält man jeden Abend aber auch in diesem Restaurant seinen „Stammplatz“ und behält denselben Tisch auf der gesamten Kreuzfahrt.

Sapphire Dining Room Navigator of the Seas

Foto: Sapphire Dining Room Navigator of the Seas

Vom King Lear Dining Room aus durchläuft man einen unheimlich großzügigen Atrium-Bereich mit Panorama-Aufzügen, einer gläsernen Brücke sowie geschwungenen Treppen, welche Deck 03, 04 und 05 miteinander verbinden. Hier befinden sich der Shore Excursion Desk und der Guest Service.

Direkt gegenüber liegt die stilvolle R Bar. Die im 60er Jahre-Stil designte R Bar lädt im Atrium zu einem exotischen Cocktail oder aber auch zum Aperitif im stylischen Ambiente ein.

Es folgt ein Bereich mit unterschiedlichen Duty-Free-Shops auf der Royal Promenade. Die Royal Promenade ist eine rund 100 Meter lange Spaß-, Einkaufs-, und Erlebnispromenade, die bei Royal Caribbean International an Bord der Voyager of the Seas Premiere feierte. Etwa um 20m länger hielt sie danach Einzug in die Kreuzfahrtschiffe der Freedom-Class. Die Promenade erstreckt sich in ihrer Höhe über drei Decks und wird in erster Linie zum Flanieren genutzt. Cafés, Bars und Shops reihen sich hier aneinander und laden zum Verweilen ein. Abends gibt es regelmäßige Musik- und Partyumzüge entlang der Promenade.

Royal Promenade und Fahrstühle Navigator of the Seas

Foto: Royal Promenade und Fahrstühle Navigator of the Seas

An der Royal Promenade liegt das gleichnamige Café Promenade. Angeboten werden hier köstliche Kaffeespezialitäten wie der Seattle Best Coffee ® sowie viele kleine Snacks für den Hunger zwischendurch.

Kaum weniger schmackhaft und kalorienärmer sind die kalten Köstlichkeiten bei Ben & Jerry´s direkt nebenan. Bei Ben & Jerry´s heißt es „heiß auf Eis“, denn die Auswahl ist riesig. Dazu gibt es wahlweise die kalten Kugeln im Becher oder in einer knusprigen Waffel. Ben & Jerry´s ist ein US-amerikanischer Speiseeishersteller, der seine Produkte sowohl in den USA als auch in Europa vertreibt. Gegründet wurde Ben & Jerry´s von Ben Cohen und Jerry Greenfield im Jahr 1978.

Vintages ist die beliebte Wein-Lounge an Bord der „Navigator of the Seas“ und wurde beim letzten Werftaufenthalt renoviert. In der Vintages-Lounge steht eine besonders große Weinauswahl bereit. Die Lounge ist bei Weinliebhabern abends ein entsprechend frequentierter Treffpunkt. 

Einen der Haupttreffpunkte an Bord stellt die klassische Star Lounge im Bug des Schiffes dar. Hier werden allabendlich Live-Musik, Comedy-Darbietungen und andere Unterhaltungsshows gezeigt.

Die Navigator of the Seas verfügt über eine große Außenpromenade sowie die Möglichkeit auf einem Outdoor-Deck vom Bug aus das Einlaufen in die Häfen zu beobachten.

Royal Promenade und Vintages Navigator of the Seas

Foto: Royal Promenade und Vintages Navigator of the Seas

Deck 06 Navigator of the Seas

Hier sind in erster Linie Kabinen und das Future Cruise Center zu finden.

Deck 07 Navigator of the Seas

Auf Deck 07 befindet sich die Library mit einer recht großen Auswahl internationaler Leselektüre.

Deck 08 Navigastor of the Seas

Auch wenn das gesamte Schiff inzwischen mit Wi-Fi ausgestattet ist, so stehen hier im Internet Corner weiterhin 15 klassische PCs mit entsprechendem Internetzugang sowie zwei Laserdrucker zur Verfügung.

Deck 09 Navigator of the Seas

Im Concierge Club haben Diamond-Plus und Pinnacle Club-Mitglieder der Crown & Anchor Society sowie Gäste der Suiten (keine Junior Suiten) Zugang. Die Gäste im Concierge Club kommen in den Genuss besonderer Annehmlichkeiten.

Ein Auszug:

  • Personalisiertes Briefpapier
  • Kontinentales Frühstück von 08:00 – 10:00 Uhr in der Lounge
  • Horsd'Oeuvres und Petit Fours in der Lounge ab dem zweiten Abend, jeweils vor und nach dem Abendessen
  • Eine kostenlose Selbstbedienungsbar zu ihrer Verfügung
  • Reservierungen für Spezialitätenrestaurants, Explorations!-Landausflüge und Barefoot Beach Cabanas
  • Unterstützung bei Show-Tickets

usw.

Ein Concierge steht in der rauchfreien Lounge täglich von 8:30–11:30 Uhr
und von 17:00–20:30 Uhr zur Verfügung.

Concierge Club Navigator of the Seas

Foto: Concierge Club Navigator of the Seas

Deck 11 Navigator of the Seas

Im Bugbereich stoße ich auf das Vitality At Sea Spa And Fitness Center. Das Angebot ist entsprechend der Schiffsgröße vielfältig und bietet die komplette Bandbreite eines modernen Spa-Bereichs. Dazu zählen Massagebehandlungen, Gesichtsbehandlungen, Botoxbehandlungen, Schlammpackungen, Peelings, Bleaching (Zahnaufhellung) und vieles mehr. Teenager kommen in den Genuss spezieller Gesichtsbehandlungen, ebenso die männlichen Kreuzfahrtgäste. Darüber hinaus gibt es einen Frisör und ein Nagelstudio. Der Spa- und Fitnessbereich erstreckt sich über zwei Decks und reicht hinauf bis auf Deck 12.

Vitality at Sea Spa Navigator of the Seas

Foto: Vitality at Sea Spa Navigator of the Seas

Es schließt sich beinahe nahtlos die nicht weniger attraktive und weitläufige Poollandschaft für Reisegäste über 18 Jahren an, das Solarium. Dieses ist ebenfalls auf allen neueren Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean International vorhanden und begeistert seit Jahren durch seine Großzügigkeit und seinem harmonischen Erscheinungsbild. Auf jedem Kreuzfahrtschiff von Royal Caribbean kennzeichnen andere Designmerkmale das Solarium. Auf der „Navigator of the Seas“ haben die Designer und Architekten eine gewisse Schlichtheit bevorzugt.

Solarium Navigator of the Seas

Foto: Solarium Navigator of the Seas

Aktuelle Filme, Sportveranstaltungen und Werbevideos werden über die neue, riesige Videoleinwand direkt am Pool gezeigt. Das Konzept, „Movies under the Stars“ ist zwar nicht neu, wird aber von den Passagieren hervorragend angenommen und hat sich in der Kreuzfahrtbranche inzwischen bewährt. Auf der Navigator of the Seas hat man diese Videoleinwand beim Refit im Jahr 2014 nachgerüstet.

Zwei große Hauptpools, der Main Pool und der Sport Pool sowie vier Whirlpools (zwei davon mit Sonnensegel) komplettieren den weitläufigen Poolbereich der „Navigator of the Seas“.

Panoramablick von Deck 14 über Pools und Sonnendecks Navigator of the Seas

Foto: Panoramablick von Deck 14 über Pools und Sonnendecks Navigator of the Seas

Der von anderen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte und bewährte Buffetbereich, das Windjammer Café, unterteilt sich am Heck nach der letzten Renovierung nun in unterschiedliche Restaurants. Ich finde sowohl den Eingangsbereich als auch die umgestalteten Bereiche nach dem Refit deutlich gemütlicher und eleganter. Nirgendwo entsteht ein kantinenartiger Eindruck, wie in den Buffetbereichen manch anderer Kreuzfahrtschiffe.

Ganz im Heck liegt weiterhin das bewährte Windjammer Buffet Restaurant. Die einzelnen Buffetinseln sind neu gestaltet und so aufgebaut, dass kaum noch Warteschlangen entstehen können. Das Konzept ist wunderbar umgesetzt und funktioniert in der Realität bestens. Obwohl das Restaurant auch nach dem Umbau noch sehr groß ist, sorgen verwinkelte Sitzecken, Raumteiler und gemütliche Sitzinseln für eine behagliche Atmosphäre.

Windjammer Café Navigator of the Seas

Foto: Windjammer Cafe Navigator of the Seas

Vor dem Windjammer Restaurant ist das asiatische Jade Restaurant angegliedert, welchem sich wiederum die Plaza Bar nahtlos anschließt.

Auf der Backbordseite befindet sich der Chops Grille. Der Chops Grille ist das beliebte Steakhouse an Bord der „Navigator of the Seas“, in dem neben erstklassigen Steaks vom Grill auf Wunsch auch Meeresfrüchte und schmackhafte Desserts serviert werden. Das angenehme Ambiente erinnert an elegante Steakhäuser amerikanischer Großstädte, welche in der Regel aber keine so wunderbare Aussicht zu bieten haben. Der Aufpreis pro Person beträgt aktuell 35,- US $.

Chops Grille Navigator of the Seas

Foto: Chops Grille Navigator of the Seas

Giovanni´s Table ersetzt das von den älteren Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte Spezialitätenrestaurant Portofino und ist ebenfalls aufpreispflichtig (30,- US $). Der Name lässt es vermuten, hier liegt der Schwerpunkt auf Spezialitäten der italienischen Küche. Geöffnet ist Giovanni´s Table sowohl zur Mittags- als auch zur Abendzeit. Die Qualität der Speisen ist vorzüglich - auch Atmosphäre und Service überzeugen absolut.

Deck 12 Navigator of the Seas

Der komplette Poolbereich wird umrundet von einem Jogging Track, der aufgrund von aufgestellten Sonnenliegen in erster Linie morgens sinnvoll nutzbar ist. Das Sonnendeck ist insgesamt sehr weitläufig und bietet eine große Freifläche für Deckchairs und Sonnenliegen.

Im Adventure Ocean kommen Kinder und Jugendliche zwischen 3-17 Jahren voll auf ihre Kosten. Im Voyagers spielen die Kinder von 9 bis 11 Jahren, im Explorers von 6 bis 8 Jahren und im Aquanauts von 3 bis 5 Jahren. 

Die Optix Teen Disco bietet insbesondere Teens von 12-17 Jahren eine interessante Rückzugsmöglichkeit. Die Optix Teen Disco ist abends als (alkoholfreie) Disco und tagsüber als Veranstaltungsraum und Lounge nutzbar. Als Besonderheit ist ein eigener Außenbereich mit Theken und Liegestühlen zu nennen.

Der Living Room ist eine weitere Chillout-Zone für Jugendliche, in die sie sich zurückziehen können.

Etwas aus der Reihe fällt hier, zwischen allen Kinder- und Jugendeinrichtungen, das bekannte 50er Jahre Diner Johnny Rockets mit Jukebox, frischen Burgern, Pommes und himmlischen Milchshakes.

Johnny Rockets Navigator of the Seas

Foto: Johnny Rockets Navigator of the Seas

Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, gibt es bei Royal Caribbean einen eigenen Nursery Bereich, in dem die kleinsten Reisegäste zwischen 6 Monaten und 3 Jahren qualifiziert betreut werden. Die Royal Babies & Tots Nursery ist im Gegensatz zu den anderen Einrichtungen für die Kinder nicht kostenfrei. Die Kinder können dort tagsüber und abends abgegeben werden, pro Stunde werden 8,- US$ berechnet. Einem gemeinsamen Dinner zu Zweit steht also zum Beispiel nichts mehr im Wege. Die Betreuung erfolgt natürlich von ausgebildeten Fachkräften, welche die Eltern in dringenden Fällen über einen „Pieper“ erreichen.

Deck 13 Navigator of the Seas

Am Heck der „Navigator of the Seas“ liegt der Surfsimulator Flowrider sowie ein großer 9-Loch-Minigolf Platz Navigator Dunes.

Der obligatorische Mehrzweck-Sportplatz Sports Court und die große Kletterwand dürfen ebenfalls nicht fehlen und erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit.

Navigator Dunes Minigolf Navigator of the Seas

Foto: Navigator Dunes Minigolf Navigator of the Seas

Deck 14 Navigator of the Seas

In den Deckplänen steht die große Lounge auf Deck 14 weiterhin als Viking Crown Lounge verzeichnet, die sich über viele Jahrzehnte bewährt hat und zum Markenzeichen an den Schornsteinen aller Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean wurde. Vor Ort findet man zu dieser Namensbezeichnung jedoch keinen sichtbaren Hinweis mehr. Die eigentliche Viking Crown Lounge nennt sich offenbar nun Cosmopolitan Club, was sicherlich moderner klingen soll. Letztendlich ist der Name auch völlig nebensächlich, denn die Lounge zeigt sich in einem zeitgemäßen Ambiente, in einem ansprechenden Farbdesign und lädt abends mit Live Musik von einer Band zu geselligen Stunden ein. Tagsüber ist sie ein idealer Rückzugsort, frei von Musikbeschallung und bietet zudem die bekannte Aussicht über den gesamten Schiffsbereich bis weit auf das Meer hinaus.

Cosmopolitan Club Navigator of the Seas

Foto: Cosmopolitan Club Navigator of the Seas

Auf der Backbordseite liegt das Izumi Restaurant. Das von anderen Schiffen der Reederei bekannte Restaurant wurde auf der Navigator of the Seas auch im Zuge des Refits eingeführt. Auf der Speisekarte stehen fernöstliche Spezialitäten wie Sushi Rolls, Rice Dishes und Noodle Bowls.  Das Izumi Restaurant ist sowohl für Sushi-Fans als auch für alle Liebhaber der asiatischen Küche die erste Adresse. Alle Speisevarianten werden vor den Augen der Gäste frisch zubereitet und vom Koch in Form einer amüsanten Show-Darbietung präsentiert.

Izumi Restaurant Navigator of the Seas

Foto: Izumi Restaurant Navigator of the Seas

Genau gegenüber, auf der Steuerbordseite, liegt die exklusive, den Mitgliedern ab der Clubstufe Diamond vorbehaltene Diamond Lounge sowie der dazugehörige Außenbereich. In der Lounge steht für die Clubmitglieder den ganzen Tag lang eine besondere Auswahl kleiner Snacks und Softgetränke bereit.

Diamond Club Navigator of the Seas

Foto: Diamond Club Navigator of the Seas

Es bleibt zu hoffen, dass diese Bereiche, insbesondere der Cosmopolitan Club, nicht auch zu komplett exklusiven Decks für Suitengäste umfunktioniert werden oder gar noch lukrativen Suiten weichen müssen. So ist es zum Beispiel auf der Allure of the Seas geschehen.

Deck 15 Navigator of the Seas

Beinahe einsam und verlassen liegt hier oben, auf Deck 15 die Skylight Chapel.

Für alle Restaurants gilt auch auf der „Navigator of the Seas“ das inzwischen nicht mehr ganz so neue Dynamic Dining Konzept, bei dem die Gäste – ähnlich dem schon bekannten „My Time Dining“-Konzept – jeden Abend frei wählen können, wann und wo bzw. mit wem sie speisen möchten. Es gibt nur noch auf den beiden Etagen des Hauptrestaurants feste Tischzeiten. Die Wahl liegt beim Gast, in welchem Restaurant zu welcher Zeit er speisen möchte – zumindest theoretisch. Das System birgt jedoch seine Tücken, denn auch wenn die verfügbaren Kapazitäten bereits bei Kreuzfahrtbuchung limitiert werden, so kommt es unter Umständen zu großen Engpässen im Hauptrestaurant.

Das Pro & Contra des Dining-Konzepts

Der große, über drei Decks reichende Speisesaal ist in drei Ebenen aufgeteilt und trennt die Gäste der ersten und zweiten Tischzeit von jenen Gästen, welche die „My Time Dining“ Option gewählt haben. Problematisch wird es dann, wenn alle Gäste spontan um 17:30 Uhr speisen möchten. Ich frage mich natürlich, warum man sich dann nicht direkt auf die erste Tischzeit festlegt, aber wie dem auch sei, das Konzept bringt aus meiner Sicht zeitweise Unruhe in den Ablauf. Die Wahl einer der klassischen Tischzeiten ist letztendlich deutlich angenehmer und vermeidet es, abends in einer langen Schlange vor dem Restaurant zu stehen und dann gesagt zu bekommen: „Nein, Sie können nicht um 18:00 Uhr sondern erst um 20:45 Uhr speisen.“ Einen erheblichen Vorteil genießen die Mitglieder ab der Clubstufe Diamond, welche bevorzugt die gewünschte Tischreservierung erhalten.

Es empfiehlt sich, schon am ersten Abend einen Tisch zu selbiger Uhrzeit für die gesamte Kreuzfahrt zu reservieren. Entscheidet man sich spontan dazu, in eines der Spezialitätenrestaurants zu gehen (Verfügbarkeiten vorausgesetzt!), so bleibt die Tischreservierung im Hauptrestaurant am Folgetag erhalten.  

Mein Tipp daher: Bei Kreuzfahrtbuchung die klassische 1. oder 2. Tischzeit wählen und spätestens am Einschiffungstag die gewünschten Spezialitätenrestaurants buchen! Das entspannt die Lage deutlich. In der Regel weiß man ja, zu welcher Uhrzeit man abends gerne essen möchte.

Mein Fazit zur Navigator of the Seas:

Die „Navigator of the Seas“ überzeugt durch eine ganz besondere Atmosphäre, Stil und ein sehr harmonisches Ambiente. Es gibt genügend Rückzugsmöglichkeiten und Aufenthaltsorte, an denen man nicht rund um die Uhr mit Musik beschallt wird. Die Decks sind insgesamt weitläufig und zum Teil gar nicht bis ins Detail in den Deckplänen verzeichnet. So fehlen dort zum Beispiel einige, kleinere Sonnendecks, die auf einer Art Plateau oberhalb des Pooldecks liegen.

Der Service und die Freundlichkeit der Mitarbeiter an Bord sind ausnahmslos als hervorragend zu bezeichnen. Die Qualität der Speisen sowie die Sauberkeit in allen Bereichen überzeugt gleichermaßen wie der gesamte Zustand der Hardware. Auch wenn bei Royal Caribbean International in den vergangenen Jahren einige Sparmaßnahmen eingeleitet wurden, so überzeugt das Konzept auf den Kreuzfahrtschiffen weiterhin. Die Kreuzfahrtschiffe sind so innovativ, dass Mitbewerber immer wieder einige Features auf ihren Neubauten übernehmen. Zu beachten ist jedoch, dass nicht alle Kreuzfahrtschiffe mit denselben Einrichtungsdetails ausgestattet sind und selbst innerhalb einer Schiffsklasse durchaus Abweichungen möglich sind. 

  • Die gesamte Bildergalerie der Navigator of the Seas >>hier<<

Alle Kreuzfahrten mit der Navigator of the Seas können bei uns gebucht werden. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Anfrage per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.