Kreuzfahrten & mehr

Jetzt im Handel! Ganzjahresmagazin WELCOME ABOARD 2019

Autor: Oliver Asmussen am 07.11.2018

20 Jahre Welcome Aboard! Das Ganzjahresmagazin für Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Meer hebt sich auch im Jubiläumsjahr von vielen anderen Informationsquellen ab.

Seit nunmehr 20 Jahren erscheint das beliebte und renommierte Ganzjahresmagazin Welcome Aboard zum Jahresende im Handel. Seit Peter und Gerlinde Tönnishoff die erste Ausgabe des Schmökers ins Leben gerufen haben, hat die Kreuzfahrtbranche einen großen Wandel mitgemacht. Wir sind von der ersten Ausgabe an dabei und schätzen die abwechslungsreichen und gut recherchierten Artikel, die gerade im Zeitalter vieler schlechter Online-Informationsquellen immer wieder Lust auf Kreuzfahrten machen.

Welcome Aboard Cover 2019

Knapp 200 Seiten voller Inspirationen und spannender Berichte

Im direkten Vergleich mit anderen Magazinen bietet das Ganzjahresmagazin Welcome Aboard seinen Lesern und Kreuzfahrtfans einen bunten Mix aus Exklusivberichten und beinhaltet Textmaterial, welches im Internet nicht zu finden ist. Allgemeine Pressemeldungen informieren in großer Anzahl im Netz über allgemeine Branchen-News, das neue 200-Seiten Magazin ist dagegen wieder randvoll mit interessanten Interviews, Leser Inspirationen, Tipps zur nächsten Kreuzfahrt, Reportagen, Schiffsvorstellungen und Reiseberichten. Textmaterial, welches nicht bereits in offiziellen Pressemeldungen zu Hauf verbreitet wurde. Für Kreuzfahrtfans hat das Magazin daher längst auch einen Zeitwert, denn nicht selten stehen alle Ausgaben der letzten Jahre in den Regalen.  Und was gibt es Schöneres, als an einem kalten Winterabend vor dem Kamin, großartige Zeitgeschichte in Form älterer Magazine zu durchstöbern?!

Kreuzfahrtziel Kuba

Auch die Destination Kuba kommt im neuen Magazin, als Lieblingsziel für Kreuzfahrer, in Form eines Destinations-Berichts nicht zu kurz. Wir haben Kuba mit der MS Hamburg umrundet und die besonderen Highlights für die Welcome Aboard zusammengefasst.

Kuba Artikel Welcome Aboard

Foto: Kuba Artikel Welcome Aboard

Kalender-Klassiker erscheint zeitgleich

Zeitgleich mit dem neuen Magazin erscheint natürlich auch wieder der großformatige (42 x 46 cm) Kalender-Klassiker „WELCOME ABOARD 2019 – Die schönsten Traumschiffe von gestern und heute“. Er zeigt im nächsten Jahr die Traumschiffe „Deutschland“, „Saga Sapphire“, „Disney Magic", „Queen Victoria“, „Albatros“, „Azura“ „Regatta“, „AIDAcara“, „Mein Schiff 2“, „Bremen“, "Boudicca" und „Magellan“.

Der Kalender kostet inklusive Magazin WELCOME ABOARD 27,50 EUR (plus Porto).

  • Das Magazin gibt es für 9,80 EUR. Beides kann man <<hier>> bestellen!

 

Schiffsportrait, Bilder und Eindrücke von Bord der Navigator of the Seas

Autor: Oliver Asmussen am 15.08.2018

Royal  Caribbean International: Schiffsportrait und Rundgang über die Navigator of the Seas

Die im Dezember 2002 in Dienst gestellte „Navigator of the Seas“ hat drei ältere und ein jüngeres Schwesterschiff. Alle fünf Kreuzfahrtschiffe gehören zur so genannten „Voyager-Class“. Das erste Kreuzfahrtschiff dieser Serie war die 1999 in Dienst gestellte Voyager of the Seas, welche nicht nur das Typschiff, sondern seinerzeit auch das größte Kreuzfahrtschiff der Welt war. Zu den Highlights zählten damals die Royal Promenade, die Eislaufbahn und das über drei Decks reichende Hauptrestaurant. Die Navigator of the Seas ist nach der 4-wöchigen „Revitalisierung“ im Jahr 2014 nun 139.570 BRZ groß, 311m lang und beherbergt bei Doppelbelegung 3.276 Passagiere. Der „Voyager-Class“ folgte die etwas größere „Freedom-Class“. Ich habe die Navigator of the Seas in Hamburg unter die Lupe genommen und die Eindrücke in folgendem Schiffsportrait zusammengefasst.

Navigator of the Seas auslaufend Hamburg nach Erstanlauf am 29.05.2018

Foto: Navigator of the Seas auslaufend Hamburg nach Erstanlauf am 29.05.2018

Der Rundgang beginnt diesmal wieder auf dem untersten Deck.

Deck 02 Navigator of the Seas

Das Conference Center steht als allgemeiner Veranstaltungsraum nicht nur für Konferenzen auf See und Firmenevents zur Verfügung, sondern ist auch für private Zwecke von Gästen an Bord zu mieten.

Die Eislaufbahn bzw. der Center Ice Rink wurde auf der Voyager of the Seas eingeführt und ist auch heute noch ein magischer Anziehungspunkt an Bord der entsprechenden Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean International. Tagsüber wird die Eisbahn zur Rollschuhbahn bzw. zu einer Halle für Inline-Skater. Die Eisshows sind unbedingt sehenswert, wenngleich die Darbietungen durch die eingeschränkte Raumgröße zumindest in der Höhe begrenzt werden. Die Eisshows sind kostenfrei und müssen vorher nicht (mehr) reserviert werden. Die Zuteilung erfolgt über die jeweiligen Musterstationen der Reisegäste, die im täglichen Cruise Compass aufgeführt sind. Das erspart das Schlange stehen an der Rezeption, um an eines der begehrten Tickets zu gelangen.

Studio B Center Ice Rink Navigator of the Seas

Foto: Studio B Center Ice Rink Navigator of the Seas

Deck 03 Navigator of the Seas

Im über zwei Decks reichenden Metropolis Theater finden allabendlich großartige Shows statt, die sich hinter den großen Broadway-Aufführungen nicht zu verstecken brauchen.

Metropolis Theatre Navigator of the Seas

Foto: Metropolis Theatre Navigator of the Seas

Auf Deck 03 befindet sich die obere Etage vom Studio B sowie die untere Ebene vom 3-stöckigen Sapphire Dining Room, der auf allen drei Decks denselben Namen trägt. Das ist auf den Schiffen der Freedom-Class mitunter anders. Der Sapphire Dining Room ist der Hauptspeisesaal an Bord der Navigator oft he Seas.

Ebenfalls auf Deck 03 liegen das Focus Fotostudio sowie das bordeigene Fernsehstudio RCTV.

Deck 04 Navigator of the Seas

Deck 04 beherbergt im Bug des Schiffes die obere Ebene des Metropolis Theatre. Ich durchquere das vordere Treppenhaus und stoße auf die traditionelle, schon von den ersten Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte, Schooner Bar. Diese ist aus meiner Sicht vom Design her immer noch zeitgemäß und äußerst stilvoll. Die Barkarte überzeugt mit einem großen Angebot an Cocktails sowie verschiedenen Biersorten.

Schooner Bar Navigator of the Seas

Foto: Schooner Bar Navigator of the Seas

Liebhaber der mexikanischen Küche sollten einen Blick in die Sabor Taqueria werfen! Das Sabor ist ein mexikanisches Restaurant mit Taco-Backmaschine. Das Sabor Modern Mexican gibt es in ähnlicher Form auch auf der Harmony oft he Seas. Dort als Restaurant-Pub-Kombination als Boardwalk-Location. Auf der Navigator of the Seas ist das Sabor ein reines Restaurant.  Der Aufpreis für ein Dinner am Abend liegt derzeit bei US$30 pro Person.

Sabor Modern Mexican Restaurant Navigator of the Seas

Foto: Sabor Modern Mexican Restaurant Navigator of the Seas

Das Casino Royale lockt mit etwa 300 Spielautomaten, Roulette-, Blackjack-, und Pokertischen.  

Lateinamerikanischen Klängen lauschen, ausgelassen tanzen und dazu einen Mojito genießen? Das können die Kreuzfahrtgäste in der Boleros Bar & Lounge. Interessant finde ich die Boleros Bar auf der Navigator of the Seas insbesondere deshalb, weil es eine der Ur-Versionen dieser Location ist. Auf der Symphony of the Seas gibt es die Lounge unter selbigem Namen als waschechten Nachtclub.

Atrium und Boleros Bar Navigator of the Seas

Foto: Atrium und Boleros Bar Navigator of the Seas

Deck 05 Navigator of the Seas

Im Heck befindet sich die obere Ebene vom Sapphire Dining Room, in dessen Mitte ein riesiger Kronleuchter die Blicke auf sich zieht. Im Sapphire Dining Room sind die verschiedenen Etagen den jeweiligen Tischzeiten zugeordnet. So können hier auf Deck 05 in erster Linie Gäste speisen, die das „My Time Dining“ gewählt haben. Auf Wunsch erhält man jeden Abend aber auch in diesem Restaurant seinen „Stammplatz“ und behält denselben Tisch auf der gesamten Kreuzfahrt.

Sapphire Dining Room Navigator of the Seas

Foto: Sapphire Dining Room Navigator of the Seas

Vom King Lear Dining Room aus durchläuft man einen unheimlich großzügigen Atrium-Bereich mit Panorama-Aufzügen, einer gläsernen Brücke sowie geschwungenen Treppen, welche Deck 03, 04 und 05 miteinander verbinden. Hier befinden sich der Shore Excursion Desk und der Guest Service.

Direkt gegenüber liegt die stilvolle R Bar. Die im 60er Jahre-Stil designte R Bar lädt im Atrium zu einem exotischen Cocktail oder aber auch zum Aperitif im stylischen Ambiente ein.

Es folgt ein Bereich mit unterschiedlichen Duty-Free-Shops auf der Royal Promenade. Die Royal Promenade ist eine rund 100 Meter lange Spaß-, Einkaufs-, und Erlebnispromenade, die bei Royal Caribbean International an Bord der Voyager of the Seas Premiere feierte. Etwa um 20m länger hielt sie danach Einzug in die Kreuzfahrtschiffe der Freedom-Class. Die Promenade erstreckt sich in ihrer Höhe über drei Decks und wird in erster Linie zum Flanieren genutzt. Cafés, Bars und Shops reihen sich hier aneinander und laden zum Verweilen ein. Abends gibt es regelmäßige Musik- und Partyumzüge entlang der Promenade.

Royal Promenade und Fahrstühle Navigator of the Seas

Foto: Royal Promenade und Fahrstühle Navigator of the Seas

An der Royal Promenade liegt das gleichnamige Café Promenade. Angeboten werden hier köstliche Kaffeespezialitäten wie der Seattle Best Coffee ® sowie viele kleine Snacks für den Hunger zwischendurch.

Kaum weniger schmackhaft und kalorienärmer sind die kalten Köstlichkeiten bei Ben & Jerry´s direkt nebenan. Bei Ben & Jerry´s heißt es „heiß auf Eis“, denn die Auswahl ist riesig. Dazu gibt es wahlweise die kalten Kugeln im Becher oder in einer knusprigen Waffel. Ben & Jerry´s ist ein US-amerikanischer Speiseeishersteller, der seine Produkte sowohl in den USA als auch in Europa vertreibt. Gegründet wurde Ben & Jerry´s von Ben Cohen und Jerry Greenfield im Jahr 1978.

Vintages ist die beliebte Wein-Lounge an Bord der „Navigator of the Seas“ und wurde beim letzten Werftaufenthalt renoviert. In der Vintages-Lounge steht eine besonders große Weinauswahl bereit. Die Lounge ist bei Weinliebhabern abends ein entsprechend frequentierter Treffpunkt. 

Einen der Haupttreffpunkte an Bord stellt die klassische Star Lounge im Bug des Schiffes dar. Hier werden allabendlich Live-Musik, Comedy-Darbietungen und andere Unterhaltungsshows gezeigt.

Die Navigator of the Seas verfügt über eine große Außenpromenade sowie die Möglichkeit auf einem Outdoor-Deck vom Bug aus das Einlaufen in die Häfen zu beobachten.

Royal Promenade und Vintages Navigator of the Seas

Foto: Royal Promenade und Vintages Navigator of the Seas

Deck 06 Navigator of the Seas

Hier sind in erster Linie Kabinen und das Future Cruise Center zu finden.

Deck 07 Navigator of the Seas

Auf Deck 07 befindet sich die Library mit einer recht großen Auswahl internationaler Leselektüre.

Deck 08 Navigastor of the Seas

Auch wenn das gesamte Schiff inzwischen mit Wi-Fi ausgestattet ist, so stehen hier im Internet Corner weiterhin 15 klassische PCs mit entsprechendem Internetzugang sowie zwei Laserdrucker zur Verfügung.

Deck 09 Navigator of the Seas

Im Concierge Club haben Diamond-Plus und Pinnacle Club-Mitglieder der Crown & Anchor Society sowie Gäste der Suiten (keine Junior Suiten) Zugang. Die Gäste im Concierge Club kommen in den Genuss besonderer Annehmlichkeiten.

Ein Auszug:

  • Personalisiertes Briefpapier
  • Kontinentales Frühstück von 08:00 – 10:00 Uhr in der Lounge
  • Horsd'Oeuvres und Petit Fours in der Lounge ab dem zweiten Abend, jeweils vor und nach dem Abendessen
  • Eine kostenlose Selbstbedienungsbar zu ihrer Verfügung
  • Reservierungen für Spezialitätenrestaurants, Explorations!-Landausflüge und Barefoot Beach Cabanas
  • Unterstützung bei Show-Tickets

usw.

Ein Concierge steht in der rauchfreien Lounge täglich von 8:30–11:30 Uhr
und von 17:00–20:30 Uhr zur Verfügung.

Concierge Club Navigator of the Seas

Foto: Concierge Club Navigator of the Seas

Deck 11 Navigator of the Seas

Im Bugbereich stoße ich auf das Vitality At Sea Spa And Fitness Center. Das Angebot ist entsprechend der Schiffsgröße vielfältig und bietet die komplette Bandbreite eines modernen Spa-Bereichs. Dazu zählen Massagebehandlungen, Gesichtsbehandlungen, Botoxbehandlungen, Schlammpackungen, Peelings, Bleaching (Zahnaufhellung) und vieles mehr. Teenager kommen in den Genuss spezieller Gesichtsbehandlungen, ebenso die männlichen Kreuzfahrtgäste. Darüber hinaus gibt es einen Frisör und ein Nagelstudio. Der Spa- und Fitnessbereich erstreckt sich über zwei Decks und reicht hinauf bis auf Deck 12.

Vitality at Sea Spa Navigator of the Seas

Foto: Vitality at Sea Spa Navigator of the Seas

Es schließt sich beinahe nahtlos die nicht weniger attraktive und weitläufige Poollandschaft für Reisegäste über 18 Jahren an, das Solarium. Dieses ist ebenfalls auf allen neueren Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean International vorhanden und begeistert seit Jahren durch seine Großzügigkeit und seinem harmonischen Erscheinungsbild. Auf jedem Kreuzfahrtschiff von Royal Caribbean kennzeichnen andere Designmerkmale das Solarium. Auf der „Navigator of the Seas“ haben die Designer und Architekten eine gewisse Schlichtheit bevorzugt.

Solarium Navigator of the Seas

Foto: Solarium Navigator of the Seas

Aktuelle Filme, Sportveranstaltungen und Werbevideos werden über die neue, riesige Videoleinwand direkt am Pool gezeigt. Das Konzept, „Movies under the Stars“ ist zwar nicht neu, wird aber von den Passagieren hervorragend angenommen und hat sich in der Kreuzfahrtbranche inzwischen bewährt. Auf der Navigator of the Seas hat man diese Videoleinwand beim Refit im Jahr 2014 nachgerüstet.

Zwei große Hauptpools, der Main Pool und der Sport Pool sowie vier Whirlpools (zwei davon mit Sonnensegel) komplettieren den weitläufigen Poolbereich der „Navigator of the Seas“.

Panoramablick von Deck 14 über Pools und Sonnendecks Navigator of the Seas

Foto: Panoramablick von Deck 14 über Pools und Sonnendecks Navigator of the Seas

Der von anderen Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte und bewährte Buffetbereich, das Windjammer Café, unterteilt sich am Heck nach der letzten Renovierung nun in unterschiedliche Restaurants. Ich finde sowohl den Eingangsbereich als auch die umgestalteten Bereiche nach dem Refit deutlich gemütlicher und eleganter. Nirgendwo entsteht ein kantinenartiger Eindruck, wie in den Buffetbereichen manch anderer Kreuzfahrtschiffe.

Ganz im Heck liegt weiterhin das bewährte Windjammer Buffet Restaurant. Die einzelnen Buffetinseln sind neu gestaltet und so aufgebaut, dass kaum noch Warteschlangen entstehen können. Das Konzept ist wunderbar umgesetzt und funktioniert in der Realität bestens. Obwohl das Restaurant auch nach dem Umbau noch sehr groß ist, sorgen verwinkelte Sitzecken, Raumteiler und gemütliche Sitzinseln für eine behagliche Atmosphäre.

Windjammer Café Navigator of the Seas

Foto: Windjammer Cafe Navigator of the Seas

Vor dem Windjammer Restaurant ist das asiatische Jade Restaurant angegliedert, welchem sich wiederum die Plaza Bar nahtlos anschließt.

Auf der Backbordseite befindet sich der Chops Grille. Der Chops Grille ist das beliebte Steakhouse an Bord der „Navigator of the Seas“, in dem neben erstklassigen Steaks vom Grill auf Wunsch auch Meeresfrüchte und schmackhafte Desserts serviert werden. Das angenehme Ambiente erinnert an elegante Steakhäuser amerikanischer Großstädte, welche in der Regel aber keine so wunderbare Aussicht zu bieten haben. Der Aufpreis pro Person beträgt aktuell 35,- US $.

Chops Grille Navigator of the Seas

Foto: Chops Grille Navigator of the Seas

Giovanni´s Table ersetzt das von den älteren Royal Caribbean Kreuzfahrtschiffen bekannte Spezialitätenrestaurant Portofino und ist ebenfalls aufpreispflichtig (30,- US $). Der Name lässt es vermuten, hier liegt der Schwerpunkt auf Spezialitäten der italienischen Küche. Geöffnet ist Giovanni´s Table sowohl zur Mittags- als auch zur Abendzeit. Die Qualität der Speisen ist vorzüglich - auch Atmosphäre und Service überzeugen absolut.

Deck 12 Navigator of the Seas

Der komplette Poolbereich wird umrundet von einem Jogging Track, der aufgrund von aufgestellten Sonnenliegen in erster Linie morgens sinnvoll nutzbar ist. Das Sonnendeck ist insgesamt sehr weitläufig und bietet eine große Freifläche für Deckchairs und Sonnenliegen.

Im Adventure Ocean kommen Kinder und Jugendliche zwischen 3-17 Jahren voll auf ihre Kosten. Im Voyagers spielen die Kinder von 9 bis 11 Jahren, im Explorers von 6 bis 8 Jahren und im Aquanauts von 3 bis 5 Jahren. 

Die Optix Teen Disco bietet insbesondere Teens von 12-17 Jahren eine interessante Rückzugsmöglichkeit. Die Optix Teen Disco ist abends als (alkoholfreie) Disco und tagsüber als Veranstaltungsraum und Lounge nutzbar. Als Besonderheit ist ein eigener Außenbereich mit Theken und Liegestühlen zu nennen.

Der Living Room ist eine weitere Chillout-Zone für Jugendliche, in die sie sich zurückziehen können.

Etwas aus der Reihe fällt hier, zwischen allen Kinder- und Jugendeinrichtungen, das bekannte 50er Jahre Diner Johnny Rockets mit Jukebox, frischen Burgern, Pommes und himmlischen Milchshakes.

Johnny Rockets Navigator of the Seas

Foto: Johnny Rockets Navigator of the Seas

Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, gibt es bei Royal Caribbean einen eigenen Nursery Bereich, in dem die kleinsten Reisegäste zwischen 6 Monaten und 3 Jahren qualifiziert betreut werden. Die Royal Babies & Tots Nursery ist im Gegensatz zu den anderen Einrichtungen für die Kinder nicht kostenfrei. Die Kinder können dort tagsüber und abends abgegeben werden, pro Stunde werden 8,- US$ berechnet. Einem gemeinsamen Dinner zu Zweit steht also zum Beispiel nichts mehr im Wege. Die Betreuung erfolgt natürlich von ausgebildeten Fachkräften, welche die Eltern in dringenden Fällen über einen „Pieper“ erreichen.

Deck 13 Navigator of the Seas

Am Heck der „Navigator of the Seas“ liegt der Surfsimulator Flowrider sowie ein großer 9-Loch-Minigolf Platz Navigator Dunes.

Der obligatorische Mehrzweck-Sportplatz Sports Court und die große Kletterwand dürfen ebenfalls nicht fehlen und erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit.

Navigator Dunes Minigolf Navigator of the Seas

Foto: Navigator Dunes Minigolf Navigator of the Seas

Deck 14 Navigator of the Seas

In den Deckplänen steht die große Lounge auf Deck 14 weiterhin als Viking Crown Lounge verzeichnet, die sich über viele Jahrzehnte bewährt hat und zum Markenzeichen an den Schornsteinen aller Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean wurde. Vor Ort findet man zu dieser Namensbezeichnung jedoch keinen sichtbaren Hinweis mehr. Die eigentliche Viking Crown Lounge nennt sich offenbar nun Cosmopolitan Club, was sicherlich moderner klingen soll. Letztendlich ist der Name auch völlig nebensächlich, denn die Lounge zeigt sich in einem zeitgemäßen Ambiente, in einem ansprechenden Farbdesign und lädt abends mit Live Musik von einer Band zu geselligen Stunden ein. Tagsüber ist sie ein idealer Rückzugsort, frei von Musikbeschallung und bietet zudem die bekannte Aussicht über den gesamten Schiffsbereich bis weit auf das Meer hinaus.

Cosmopolitan Club Navigator of the Seas

Foto: Cosmopolitan Club Navigator of the Seas

Auf der Backbordseite liegt das Izumi Restaurant. Das von anderen Schiffen der Reederei bekannte Restaurant wurde auf der Navigator of the Seas auch im Zuge des Refits eingeführt. Auf der Speisekarte stehen fernöstliche Spezialitäten wie Sushi Rolls, Rice Dishes und Noodle Bowls.  Das Izumi Restaurant ist sowohl für Sushi-Fans als auch für alle Liebhaber der asiatischen Küche die erste Adresse. Alle Speisevarianten werden vor den Augen der Gäste frisch zubereitet und vom Koch in Form einer amüsanten Show-Darbietung präsentiert.

Izumi Restaurant Navigator of the Seas

Foto: Izumi Restaurant Navigator of the Seas

Genau gegenüber, auf der Steuerbordseite, liegt die exklusive, den Mitgliedern ab der Clubstufe Diamond vorbehaltene Diamond Lounge sowie der dazugehörige Außenbereich. In der Lounge steht für die Clubmitglieder den ganzen Tag lang eine besondere Auswahl kleiner Snacks und Softgetränke bereit.

Diamond Club Navigator of the Seas

Foto: Diamond Club Navigator of the Seas

Es bleibt zu hoffen, dass diese Bereiche, insbesondere der Cosmopolitan Club, nicht auch zu komplett exklusiven Decks für Suitengäste umfunktioniert werden oder gar noch lukrativen Suiten weichen müssen. So ist es zum Beispiel auf der Allure of the Seas geschehen.

Deck 15 Navigator of the Seas

Beinahe einsam und verlassen liegt hier oben, auf Deck 15 die Skylight Chapel.

Für alle Restaurants gilt auch auf der „Navigator of the Seas“ das inzwischen nicht mehr ganz so neue Dynamic Dining Konzept, bei dem die Gäste – ähnlich dem schon bekannten „My Time Dining“-Konzept – jeden Abend frei wählen können, wann und wo bzw. mit wem sie speisen möchten. Es gibt nur noch auf den beiden Etagen des Hauptrestaurants feste Tischzeiten. Die Wahl liegt beim Gast, in welchem Restaurant zu welcher Zeit er speisen möchte – zumindest theoretisch. Das System birgt jedoch seine Tücken, denn auch wenn die verfügbaren Kapazitäten bereits bei Kreuzfahrtbuchung limitiert werden, so kommt es unter Umständen zu großen Engpässen im Hauptrestaurant.

Das Pro & Contra des Dining-Konzepts

Der große, über drei Decks reichende Speisesaal ist in drei Ebenen aufgeteilt und trennt die Gäste der ersten und zweiten Tischzeit von jenen Gästen, welche die „My Time Dining“ Option gewählt haben. Problematisch wird es dann, wenn alle Gäste spontan um 17:30 Uhr speisen möchten. Ich frage mich natürlich, warum man sich dann nicht direkt auf die erste Tischzeit festlegt, aber wie dem auch sei, das Konzept bringt aus meiner Sicht zeitweise Unruhe in den Ablauf. Die Wahl einer der klassischen Tischzeiten ist letztendlich deutlich angenehmer und vermeidet es, abends in einer langen Schlange vor dem Restaurant zu stehen und dann gesagt zu bekommen: „Nein, Sie können nicht um 18:00 Uhr sondern erst um 20:45 Uhr speisen.“ Einen erheblichen Vorteil genießen die Mitglieder ab der Clubstufe Diamond, welche bevorzugt die gewünschte Tischreservierung erhalten.

Es empfiehlt sich, schon am ersten Abend einen Tisch zu selbiger Uhrzeit für die gesamte Kreuzfahrt zu reservieren. Entscheidet man sich spontan dazu, in eines der Spezialitätenrestaurants zu gehen (Verfügbarkeiten vorausgesetzt!), so bleibt die Tischreservierung im Hauptrestaurant am Folgetag erhalten.  

Mein Tipp daher: Bei Kreuzfahrtbuchung die klassische 1. oder 2. Tischzeit wählen und spätestens am Einschiffungstag die gewünschten Spezialitätenrestaurants buchen! Das entspannt die Lage deutlich. In der Regel weiß man ja, zu welcher Uhrzeit man abends gerne essen möchte.

Mein Fazit zur Navigator of the Seas:

Die „Navigator of the Seas“ überzeugt durch eine ganz besondere Atmosphäre, Stil und ein sehr harmonisches Ambiente. Es gibt genügend Rückzugsmöglichkeiten und Aufenthaltsorte, an denen man nicht rund um die Uhr mit Musik beschallt wird. Die Decks sind insgesamt weitläufig und zum Teil gar nicht bis ins Detail in den Deckplänen verzeichnet. So fehlen dort zum Beispiel einige, kleinere Sonnendecks, die auf einer Art Plateau oberhalb des Pooldecks liegen.

Der Service und die Freundlichkeit der Mitarbeiter an Bord sind ausnahmslos als hervorragend zu bezeichnen. Die Qualität der Speisen sowie die Sauberkeit in allen Bereichen überzeugt gleichermaßen wie der gesamte Zustand der Hardware. Auch wenn bei Royal Caribbean International in den vergangenen Jahren einige Sparmaßnahmen eingeleitet wurden, so überzeugt das Konzept auf den Kreuzfahrtschiffen weiterhin. Die Kreuzfahrtschiffe sind so innovativ, dass Mitbewerber immer wieder einige Features auf ihren Neubauten übernehmen. Zu beachten ist jedoch, dass nicht alle Kreuzfahrtschiffe mit denselben Einrichtungsdetails ausgestattet sind und selbst innerhalb einer Schiffsklasse durchaus Abweichungen möglich sind. 

  • Die gesamte Bildergalerie der Navigator of the Seas >>hier<<

Alle Kreuzfahrten mit der Navigator of the Seas können bei uns gebucht werden. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Anfrage per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

MS VistaStar von 1AVista Reisen ein neuer Stern am Flusskreuzfahrt-Himmel

Autor: Gastautor: A. Barzantny am 03.08.2018

MS VistaStar von 1a Vista Reisen vor Köln Panorama


MS VistaStar: Innovation und moderne auf dem Fluss

Die MS VistaStar ist das neueste Flusskreuzfahrtschiff der Reederei Königstein Rivercruises GmbH welches nun für den Reiseveranstalter 1AVista Reisen aus Köln auf dem Rhein unterwegs ist.

Das Schiff, welches ursprünglich für einen amerikanischen Veranstalter konzipiert wurde, bietet auf 135 Meter Länge, 4 Passagierdecks und 99 Kabinen für max. 196 Passagiere mit modernstem Komfort. Selbstverständlich ist auf an Bord der VistaStar die beliebte 1A Vista ALL-INCLUSIVE-Verpflegung an Bord inkludiert.

MS VistaStar von 1a Vista Reisen Crew Foto zur Taufe

Foto: M. Barzantny 

Kabinen MS VistaStar

Alle Kabinen sind mit 16m² gleich groß und geschmackvoll und modern eingerichtet. Die meisten verfügen über einen französischen Balkon und liegen auf Deck 2 und 3. Es sind aber auch einige wenige Außen Kabinen auf Deck 1 nur mit Fenster verfügbar. Bei der Einrichtung dominieren helle Holztöne und warme Farben. Schrank und-Ablageflächen sind ausreichend vorhanden. Zur Ausstattung gehören selbstverständlich eine manuell regulierbare Klimaanlage, ein Safe und eine Mini-Bar, deren Getränke Bestandteil des All-Incl. (alle offene Getränke sowie Kaffee und Tee von 08:00 – 24:00 Uhr) Angebots sind. Zusätzlich gibt es noch eine Nespresso-Kaffeemaschine und 4 gratis Kapseln. Es sind ausreichend Steckdosen vorhanden. Auf zeitgemäße USB Anschlüsse hat man lt. Veranstalter bewusst verzichtet. Ein großer Flat Screen TV rundet das moderne Ambiente ab. Auffällig in den Kabinen sind die diversen Möglichkeiten der indirekten Beleuchtung, die ein wohnliches Ambiente schaffen ohne störend zu wirken.

MS VistaStar von 1a Vista Reisen Kabine 231

Foto: M. Barzantny 

Das Bad wird durch eine platzsparende Schiebetür vom Rest der Kabine getrennt. Es verfügt über eine sehr geräumige Dusche. Auch hier überwiegt die helle Holzoptik.

Einzige Kritikpunkte: In der Praxis hat sich gezeigt, dass die sehr großzügige Ablagefläche über dem Waschbecken (Aufsatzwaschbecken) im Bad eine Kopfstoß-Gefahr birgt. Außerdem ist der Handtuchhalter im Bad über der Toilette angebracht ist und damit leider für große Passagiere auch mitunter störend. Es wäre zu überlegen noch zusätzliche Möglichkeiten zum Aufhängen von großen Handtüchern anzubringen, was mangels Platz nur an der Glasabtrennung mit Saugnäpfen möglich wäre.

MS VistaStar von 1a Vista Reisen Kabine 231 mit Bad

Foto: M. Barzantny

öffentliche Bereiche MS Vista Star

Das Restaurant, welches auf Deck 2 zusammen mit der Lobby (Rezeption und Ausflugsbüro) liegt, verfügt über große Panoramafenster und ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Frühstück wird hier als Buffet angeboten. Mittag-und Abendessen werden als Menü gereicht. Zusätzlich gibt es noch ein Nachmittagskuchenbuffet und einen Mitternachtssnack. Jeweils 1x pro Tour gibt es ein festliches Kapitänsdinner. Verantwortlich fürs Catering ist die Fa. River Advice, die auch die knapp 50 Personen Crew stellt.

MS VistaStar Restaurant

Foto: M. Barzantny 

Zu den öffentlichen Bereichen gehört außerdem eine Lounge mit Bar (auf Deck 3), welche sehr hell und freundlich gestaltet ist. Hier finden diverse Unterhaltungsprogramme statt. Von dort kommt man vorne auf die überdachte Lounge Terrasse, die zum Verweilen einlädt und mit Sicherheit ein Lieblingsplatz werden kann. Auf dem gleichen Deck, befindet sich noch eine kleine Bibliothek und ein Shop-Bereich.

VistaStar Panoramalounge

Foto: M. Barzantny 

Das Highlight ist sicher der SPA-Bereich am Heck auf Deck 2. Dort gibt eine kleine Sauna und, sicherlich ungewöhnlich auf einem Flussschiff eines deutschen Anbieters, einen kleinen Infinity-Pool mit Gegenstromanlage. Der Boden des Pools kann bei Bedarf innerhalb von 10 Minuten angehoben werden und so entsteht eine weitere Räumlichkeit für diverse Veranstaltungen.

Infinitypool an Bord der VistaStar von 1A Vista Reisen

Foto: M. Barzantny 

Auf Deck 1 befinden sich dann noch der Fitnessraum (2 Liegefahrräder) und Räumlichkeiten für Anwendungen wie z.B. Massagen.

Fitnessraum VistaStar

Foto: M. Barzantny 

Das Sonnendeck ist sehr großzügig und verfügt neben überdachten Sitzmöglichkeiten auch über die Möglichkeit Shuffleboard, Putting Green und ein Großschach. Die modernen Sitzmöbel laden zum verweilen ein.

Sonnendeck VistaStar

Foto: M. Barzantny 

Fazit MS Vista Star

Fazit: Die MS VistaStar ist ein klassisch, elegantes Schiff, welches modern ausgestattet wurde. Der erste Neubau für 1AVsitaReisen ist mit Sicherheit ein Quantensprung und kann von uns wärmstes empfohlen werden. Herzstück ist vor allem die Crew, die sich liebevoll um die Passagiere kümmert. Da der Altersdurchschnitt der Passagiere lt. Veranstalter bei 65 Jahren liegt, ist es besonders angenehm, dass man an einen Lift gedacht hat und auch das Konzept der durchgängigen Decks (ohne Zwischendecks) verfolgt hat.

Nachbesserungsmöglichkeiten gibt es evtl. im Bereich der modernen Kommunikationsmedien. Das WLAN an Bord war sehr langsam. Auch das bewusste Verzichten auf USB Anschlüsse in den Kabinen ist vielleicht nicht ganz zeitgemäß, da auch reifere Passagiere mittlerweile sehr firm mit den neuen Technologien sind.

Die MSVistaStar fährt in jeweils 8-tägigen Reisen auf dem Rhein ab/bis Köln entweder Richtung Holland/Belgien oder bis Basel. Diese Touren lassen sich auch wunderbar miteinander kombinieren.

  • Weitere Eindrücke der Taufe und Innenfotos der Vista Star: <<Link>>

Buchung & Beratung bei uns, Ihrem Team von Kreuzfahrten & Mehr unter Telefon 04893/4288535, per Mail an Kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder bei uns im Büro.

Routen & Preise der VistaStar finden Sie hier!

 Wir bedanken uns bei unserer Gastautorin A. Barzantny für die Eindrücke von Bord!

Kreuzfahrtklassiker MS Ocean Majesty zeigt sich mit interessanten Neuerungen

Autor: Oliver Asmussen am 02.07.2018

Auch in der Saison 2018 gibt es wieder einige Neuerungen an Bord der Ocean Majesty zu entdecken, die im Sommer bereits in der sechsten Saison für das Stuttgarter Familienunternehmen Hansa Touristik Kreuzfahrten unternimmt.

Ein kleines Boutique-Kreuzfahrtschiff

Rein äußerlich fällt das 136m lange und 10.417 BRZ große Kreuzfahrtschiff neben all den Neubauten der letzten Jahre, in erster Linie durch eine klassische Linienführung auf. Die Form erinnert an die schönen Oceanliner vergangener Tage. Wer nun der Meinung ist, das kleine Kreuzfahrtschiff hat die besten Zeiten hinter sich, der wird bereits in den ersten Minuten an Bord sehr positiv überrascht sein. Die kleine Ocean Majesty erinnert nach vielen kontinuierlichen Renovierungen inzwischen an ein Boutique-Kreuzfahrtschiff und es ist sicherlich nicht überzogen zu sagen: „Dieses Schiff ist ein kleines Schmuckstück.“ Das Team von Hansa Touristik sowie die Eigner der Reederei Majestic Cruises lassen sich, während der alljährlichen Werftzeit im Winter, immer wieder Änderungen einfallen, damit auch die vielen Stammgäste „ihr Schiff“ stets neu entdecken können.

Ocean Majesty auf der Kieler Förde

Foto: Ocean Majesty auf der Kieler Förde

Neuerungen nach Werftaufenthalt im Winter

Nicht direkt sichtbar sind die umfangreichen Wartungen der Maschinenanlage sowie der Einbau neuester Satellitentechnik. Für die meist deutschsprachigen Kreuzfahrtgäste ist der Empfang „ihrer“ Fernsehsender wichtig. Nahezu alle bekannten Kanäle sind an Bord der Ocean Majesty zu empfangen (je nach Reiseregion kann es zu Störungen kommen). Das WLAN-Netz ist ebenfalls optimiert worden und nun merkbar schneller. Der Wandel der Zeit macht auch vor einem Kreuzfahrtklassiker nicht Halt.

Neue Positionierung der Buffetstationen im Lido Garden

Schon in den vergangenen Jahren wurde der Außenbereich des Lido Garden immer wieder optimiert und umgestaltet, damit eine lange Schlangenbildung zu Stoßzeiten am Buffet vermieden wird. Das hat aus baulichen Gründen bisher nicht immer funktioniert. Nun wurde eine „Radikallösung“ umgesetzt und die robusten Edelstahltheken getrennt. Kommt man aus dem Innenbereich, fällt sofort die neue Positionierung der ersten Buffetstation ins Auge. Es ist ab sofort möglich, um diese herum zu laufen. So wie es bei Kreuzfahrtschiffen der neuen Generation auch teilweise möglich ist. Dadurch sind die auf dieser Station platzierten Speisen (meist Salate) von allen Seiten aus zugänglich. Die Salatstation gibt es neben der Kaffeestation in doppelter Ausführung, was größere Menschenansammlungen an der ersten Theke reduziert.

Marmoroptik raus, Ziegelsteinoptik rein

Darüber hinaus kommen die Wände im Außenbereich nun nicht mehr in einer hellen Marmorierung daher, sondern in einer Ziegelsteinoptik. Auch wenn da aus meiner Sicht nicht zwingend Verbesserungsbedarf bestand, sieht die neue Optik deutlich moderner und ansprechender aus.

Lido Buffet MS Ocean Majesty neue Buffetstationen

Foto: Lido Buffet MS Ocean Majesty neue Buffetstationen

Die „blinden“ Scheiben im Lido-Außenbereich wurden ja bereits im Rahmen vergangener Werftaufenthalte ausgewechselt. Jetzt hat man auch die Stahlreling im Bereich der Loungemöbel abmontiert. Der Hintergrund ist simpel, denn nun stößt man sich nicht mehr daran.

Kein Gaffen mehr auf die Balkone

Auf Deck 09, dem großen Sonnendeck, geschah genau das Gegenteil. Hier lehnten die Reisegäste mit den Armen meist auf der bequemen Holzreling und schauten – ob gewollt oder ungewollt sei jetzt mal dahingestellt – häufig auf die darunterliegenden Balkone der Kategorie 12-Kabinen. Entsprechend wenig begeistert über diese „Gaffer“ waren die Bewohner der besten Kabinenkategorie an Bord. Das Problem wurde erkannt, ernst genommen und gelöst. Nun sorgt eine Art „Abstandhalter“ in Form einer zusätzlichen Reling dafür, dass sich niemand mehr auf die Holzreling aufstützen kann. Prinzipiell wäre die nun wegfallende Möglichkeit, sich aufstützen zu können, ein neuer Kritikpunkt. Die erhöhte Privatsphäre der Reisenden in den Balkonkabinen steht aber klar im Vordergrund. Es gibt genügend andere „Anlehnmöglichkeiten“ auf der Ocean Majesty.

Zusätzliche Reling als Abstandhalter für Balkonkabinen Ocean Majesty

Foto:  Zusätzliche Reling als Abstandhalter für Balkonkabinen Ocean Majesty

Exklusives Sonnendeck

Ganz nebenbei wurde das obere Sonnendeck 09 mit neuen, komfortableren Sonnenliegen ausgestattet. Das ist aber nicht alles. Die Gäste der Kabinenkategorien 11 und 12 äußerten öfter den Wunsch nach einer kleinen Privatoase bzw. einem Rückzugsort. Zugleich hatten sie natürlich Verständnis dafür, dass eine Umsetzung auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff schwierig ist. Im Hause Hansa Touristik setzte man sich zusammen und führte auch in diesem Bereich eine Änderung im Sinne des Gastes ein. Deck 9 ist nun eine Privatoase für die Gäste der Kategorien 11 und 12. Aus unserer Sicht ist die Lösung perfekt und nimmt allen anderen Gästen keine Decksfläche weg, da es mehr als ausreichend andere Freidecks gibt.

Neues Mobiliar und Sonnenliegen auf Sonnendeck Ocean Majesty

Foto: Neues Mobiliar und Sonnenliegen auf Sonnendeck Ocean Majesty

Balkonkabinen nun mit Durchblick

Die Bewohner der Balkonkabinen dürfen sich künftig nicht nur über mehr Privatsphäre auf dem Balkon freuen, sondern auch um einen Meerblick direkt vom Bett aus. Dies wurde erreicht, indem die Stahlwand zur Außenseite des Schiffes durch Glaselemente ersetzt wurde. Die Balkone sehen jetzt deutlich ansprechender und zeitgemäßer aus. Einziger Nachteil: Nun ist in den Häfen der Blick von Landseite auf die Balkone möglich.

Noch ein kleiner Schritt zur Perfektion

Wir würden uns als i-Tüpfelchen jetzt noch eine Holzreling entlang der Balkonkabinen wünschen, denn die derzeit montierte, runde Stahlvariante schmerzt nach kurzer Zeit in den Armen, wenn man sich entspannt darauf abstützt. Aus unserer Sicht wäre dies noch ein kleiner Schritt zur Perfektion, zumal es auch ansprechende Kunststoffvarianten gibt. Das anderswo auf dem Schiff verwendete dicke Teakholz dürfte in der Qualität nur noch in Form einer teuren Spezialanfertigung zu bekommen sein.

Ocean Majesty mit neuen Glaselementen an Balkonkabinen 2018

Foto: Ocean Majesty mit neuen Glaselementen an Balkonkabinen 2018

Internetterminals sind Loungemöbeln gewichen

Die Kombination aus Internet-Corner und Bibliothek war in der Vergangenheit sicher ideal, doch auch hier ist die Zeit nicht stehengeblieben und heute haben die meisten Reisenden ein mobiles Gerät dabei, mit dem sie zu ihren Familien daheim Kontakt aufnehmen. Entsprechend ist im Hause Hansa Touristik, nach Auswertung des Nutzerverhaltens an Bord, aus der kombinierten Internet-Bibliothek nun eine reine Bibliothek geworden. Dort wo bisher die Computertische ihren Platz hatten, steht ab sofort eine große Couch mit gemütlichen Kissen. Die Regale vor den Fenstern wurden entfernt, damit ein besseres Raumgefühl entsteht.

Bücherei mit Kunst von Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall auf MS Ocean Majesty

Foto:  Bücherei mit Kunst von Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall auf MS Ocean Majesty

Street-Art im dritten Jahr auf Kreuzfahrt

Eine weitere Besonderheit an Bord der MS Ocean Majesty sind die Werke des italienischen Künstlers Pierpaolo Parretta (Mr. Savethewall), welche an den Wänden der öffentlichen Räume – quasi als Dauerkunstausstellung - zu bestaunen sind. Die lebendigen und zum Teil emotionsreichen Kunstwerke verleihen dem klassischen Ambiente der MS Ocean Majesty eine ganz besondere Note und können natürlich auch erworben werden. Die bewusst auffälligen Werke des Künstlers unterstreichen den Charakter eines Boutique-Kreuzfahrtschiffes. Kunst auf Kreuzfahrtschiffen ist nicht neu. Aber an Bord der klassischen MS Ocean Majesty findet man nun die junge Gattung der Street-Art, die ihren Ursprung in Graffiti und politisch motivierten Murals hat. Murals sind die größte und auffälligste Ausdrucksform der Street Art. Mr. Savethewall signierte exklusiv für uns einige seiner Werke direkt an Bord. Bereits im zweiten Jahr schmücken die außergewöhnlichen Kunstwerke das Kreuzfahrtschiff und gehen somit für eine weitere Saison auf Kreuzfahrt.

Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall an Bord  der MS Ocean Majesty

Foto: Pierpaolo Parretta Mr. Savethewall an Bord der MS Ocean Majesty

Wir finden die vielen Veränderungen für die Saison 2018 sehr gelungen. Sie läßt die Liebe der Besitzer sowie von Hansa Touristik zu diesem ganz besonderen Kreuzfahrtschiff erkennen. Der massive Stahlrumpf pflügt immerhin seit 51 Jahren durch die Meere – zu Beginn der Schiffslaufbahn noch als Fähre zwischen dem spanischen Festland und den Balearen.

  • „Wichtig ist uns auf dem gesamten Schiff eine Atmosphäre zum Wohlfühlen in harmonischen Farben, kombiniert mit einem aufmerksamen, persönlichen Service zu schaffen“, sagte Birgit Kilian, Manager of Operations von Hansa Touristik, zu Beginn der diesjährigen Sommersaison. „Dem Wandel der Zeit passen wir uns auch mit einem klassischen Kreuzfahrtschiff an“, ergänzt sie.

Im Sommer 2018 nimmt die MS Ocean Majesty von Kiel, Hamburg und Bremerhaven aus Kurs auf abwechslungsreiche Destinationen in Grönland, in der Ostsee, rund um England und in Norwegen. Zu den Highlights zählten in diesem Jahr zweifelsfrei auch die im Rahmen einer Kreuzfahrt „Rund um Dänemark“ angelaufenen Häfen Göteborg, Arendal, Aalborg und Fredericia. Hier gibt es einige Eindrücke von dieser schönen Kreuzfahrt. Eine ähnliche „Entdeckerreise“ mit ungewöhnlichem Routenverlauf findet vom 23.05.-30.05.2019 statt.

Polarlichter vor Island

Besonders zu empfehlen ist eine Island-Umrundung mit der Ocean Majesty, die auch in diesem Jahr wieder durchgeführt wird und die bislang nur wenige Anbieter im Programm haben. Reisedatum: 2018: 19.08.-01.09. / Reisedatum 2019: 01.09.-14.09. Hier gibt es einige Eindrücke dieser Kreuzfahrt zu sehen.

Frischer Wind an Bord der MS Ocean Majesty

Seit Saisonbeginn ist der erfahrene Seebär Peter Jurgilewitsch als Kreuzfahrtdirektor an Bord tätig. Er ist vielen Gästen noch von der MS Deutschland bekannt (weitere Infos). Die Position des Hoteldirektors liegt weiterhin fest in den Händen von Anke Ulisch, die in selbiger Position bereits auf dem Luxussegler Sea Cloud II tätig war. Das Kommando führt unverändert der erfahrene Kapitän Giannis Papangelis.

Cruise Director Peter Jurgilewitsch Ocean Majesty

Foto: Cruise Director Peter Jurgilewitsch Ocean Majesty

Und zum Schluss

Eine Veränderung habe ich doch tatsächlich fast vergessen. Im Innenbereich vom Lido Garden wurde die Wandfarbe leicht variiert. Zuvor erstrahlte sie in selbigem Orange-Farbton wie die Kissen. Nun bildet der leichte Rot-Ton einen harmonischen Kontrast zu Kissen, Polstern, Holzstühlen und dem neuen Bodenbelag.

Ocean Majesty Lido Garden Juni 2018

Foto: Ocean Majesty Lido Garden Juni 2018

Die letzte Reise in der diesjährigen Hansa Touristik Sommersaison beginnt am 08.10. und endet am 22.10.2018. Diese Kreuzfahrt führt zu Orten die Geschichte schrieben: Von Genua aus geht es in Richtung Ägypten, Israel und Zypern bis nach Venedig. Reiseinfos hier <<Link>>

  • Bildergalerie der öffentlichen Räume mit allen Neuerungen in 2018 >>Link<<

Alle Kreuzfahrten mit der „Ocean Majesty“ können bei uns gebucht werden. Weitere Details zum Schiff und zur Kabinenausstattung teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.

Die MSC Seaview von MSC Kreuzfahrten im Schiffsportrait

Autor: Oliver Asmussen am 29.06.2018

Die MSC Seaview ist das zweite Kreuzfahrtschiff der Seaside-Klasse von MSC Kreuzfahrten und punktet mit einem einzigartigen Design sowie außergewöhnlichen Aussichtsmöglichkeiten

Das 153.516 BRZ große und 323m lange Kreuzfahrtschiff MSC Seaview bietet den Gästen, genau wie das 2017 fertiggestellte Schwesterschiff MSC Seaside, eine Vielzahl besonderer Annehmlichkeiten. Dazu zählen 16 Bars, 8 Restaurants, eine 30m lange Glasbrücke, eine 120m lange Zip Line und 43.500m² öffentliche Deckflächen.  

Mit der MSC Seaview, die in der Premierensaison von MSC Kreuzfahrten auf einer bekannten Metropolenroute im Mittelmeer eingesetzt wird, hat die Reederei ein internationales Publikum im Visier, wenngleich während der Jungfernfahrt meist europäische Reisegäste an Bord waren. In den 2.066 Kabinen finden bei Doppelbelegung 5.331 Gäste Platz. Die Public Area Ratio liegt bei 10,5m² pro Passagier.

Ich habe mich während der Jungfernfahrt im Mittelmeer mit einem - wie immer kritischen Blick - an Bord umgeschaut und sowohl interessante Neuerungen als auch Bekanntes an Bord entdeckt.  

MSC  Seaview im Hafen von Valletta

Foto: MSC Seaview im Hafen von Valletta

Neues Design, neue Raumaufteilung und neue Ausblicke

Rein äußerlich fällt die MSC Seaview sofort ins Auge und unterscheidet sich deutlich von den Kreuzfahrtschiffen der Mitbewerber. Mit einer Länge von 323m und einer Größe von etwas mehr als 153.000 BRZ werden weder international betrachtet noch innerhalb der Flotte von MSC Kreuzfahrten neue Rekorde gebrochen. Die MSC Seaview verfügt über eine riesige Außenpromenade, die allerdings nicht komplett umlaufend ist. Am Heck befindet sich eine riesige Plattform. Auf der stehen zwei, durch eine Brücke verbundene, Hoteltürme und ragen spektakulär in den Himmel. Durch den mittig angeordneten Schornstein, die zum Heck hinabfallende Anzahl an Decks und nicht zuletzt durch den relativ kurzen Bug, wirkt die Silhouette nicht so schnittig wie beispielsweise die Kreuzfahrtschiffe der MSC Fantasia-Klasse. Geschickt angebrachte Designmerkmale kaschieren immerhin die optischen Problemzonen und abgesehen davon, kommt es letztendlich auf die „inneren Werte“ des Schiffes an.

Die MSC Seaview im Detail – Rundgang über alle Decks

Die Kabine – geschickte Raumaufteilung aber kleine Schwachstellen

Es ist eine Fantastica Balkonkabine auf Deck 14, die mit 16m² im Vergleich zu den Balkonkabinen der Mitbewerber im Mittelfeld liegt. Die Kabine wirkt durch eine optimale Aufteilung und einen durchdachten Schnitt größer, als sie ist. Beide Bettseiten sind problemlos zugänglich und zwischen Bett und Wand verbleibt genügend Platz, damit man nicht umständlich, seitlich laufend das Nadelöhr passieren muss. Die Beschilderung der einzelnen Decks an den Fahrstühlen erweist sich ebenfalls als gut durchdacht, was zum Teil auf den Kreuzfahrtschiffen anderer Reedereien nicht immer der Fall ist. Geradezu perfekt finde ich die Angabe jeder einzelnen Kabinennummer auf den jeweiligen Deckplänen. Hier muss man kein Profi sein, um die Orientierung zu behalten.

Balkonkabine 14098 Fantastica MSC Seaview

Foto: Balkonkabine 14098 Fantastica MSC Seaview

Toilettendeckel ohne Absenkautomatik

Das Bad überzeugt in seiner Größe und Ausstattung mit einem großen Waschbereich sowie einer großen Duschkabine in Komplettverglasung. Ein Schminkspiegel ist vorhanden, die Ablageflächen sind für Kreuzfahrten länger als 7 Tage zu gering. Der Toilettendeckel schließt leider nicht selbst, sondern fällt ungebremst auf die Toilettenschüssel. Es gibt keine Absenkautomatik. Das muss auf Kreuzfahrtschiffen neuester Generation nicht mehr sein, finde ich. Die Duscharmaturen sind hochwertig, die Tür der Dusche schließt leider nicht vollständig, so dass beim Duschen Wasser in das Bad läuft.   

Der Stauraum in der Kabine und die vorhandenen Bügel im Schrank sind in großzügiger Anzahl vorhanden. Immerhin stehen 30 Bügel zur Verfügung, was für eine 7-tägige Kreuzfahrt nicht zu knapp bemessen sein sollte. Nutzt man alle Ablageflächen in der Kabine, so reicht der Stauraum insgesamt aus.  

Ausreichend USB-Anschlüsse

Jeweils ein USB-Stecker an den Nachttischlampen zum Laden der Mobiltelefone entspricht  dem aktuellen Standard. Insgesamt sind 4 Steckdosen (2x mit US-Stecker, 2x mit Euro-Stecker) sowie zwei weitere USB-Steckplätze am Schreibtisch vorhanden.

Sauberkeit in Kabine und Bad knapp an einem „sehr gut“ vorbei

Die Sauberkeit von Kabine und Bad erhalten die Note „gut“. Ein „sehr gut“ gibt es nicht, denn im Bad waren im Bereich der undichten Duschtüre bereits deutlich Wasserflecken zu erkennen. Das sollte bei der Kabinenreinigung definitiv ins Auge fallen und darf auf einem Neubau schon gar nicht vorkommen. In der Kabine störten Teppichfransen im Türbereich. Auf einem Neubau ebenfalls ein unnötiger Makel. Den Kabinensteward mit der Beseitigung dieser Auffälligkeiten zu behelligen, halte ich am Ende für überzogen. Sie beeinträchtigen meine Kreuzfahrt schließlich nicht in besonderem Maße. Minibar, Safe, Fön und Flachbildschirm gehören zum Standard.

Akkus laden nur bei Anwesenheit möglich

Ausgedient haben auf fast allen Neubauten die Papierschildchen mit den Hinweisen „Bitte nicht stören“ bzw. „Bitte die Kabine reinigen“. Moderne LED-Lämpchen zeigen an, ob man nicht gestört werden möchte oder eine Kabinenreinigung wünscht.  In der Kabine hat der Gast die Möglichkeit, entsprechende Schalter zu betätigen. Da man in der Kabine für die Aktivierung des Lichts, der Steckdosen und des Fernsehers die Kabinenkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz schieben muss, ist  jederzeit von außen erkennbar, ob sich jemand in der Kabine befindet. Leider funktionieren, wie auch auf den Neubauten anderer Reedereien, die Steckdosen nur bei eingeschobener Kabinenkarte. Das Laden von Akkus ist also nur möglich, wenn sich jemand auf der Kabine befindet. Der "Trick", eine andere, beliebige Karte in das Lesegerät zu stecken, um auch nach dem Verlassen der Kabine den Stromkreislauf in Betrieb zu halten, funktioniert nicht! Die Kabinenkarten sind mit einem RFID-Chip versehen und werden entsprechend ausgelesen. Die ebenfalls mit einem RFID-Chip versehenen Karten anderer Kreuzfahrtschiffe funktionieren ebenfalls nicht.

  • Deck 05 MSC Seaview

Auf Deck 05 im Heckbereich befindet sich eines der beiden Hauptrestaurants, das Golden Sand Restaurant mit einer Grundfläche von 1.670m² und 922 Sitzplätzen. Die Speisekarte in den beiden Hauptrestaurants Golden Sand und Silver Dolphin beinhaltet eine umfangreiche Auswahl mediterraner und internationaler Köstlichkeiten. Gespeist wird in stilvollem und modernem Ambiente.

Golden Sand Restaurant MSC Seaview

Foto: Golden Sand Restaurant MSC Seaview

Im offenen und äußerst modern gestalteten Atrium bildet die Seaside Bar das Herzstück und stellt zugleich einen der zentralen Treffpunkte an Bord dar. Die Seaside Bar bietet insgesamt 77 Plätze und ist während der gesamten Kreuzfahrt gut besucht.

An der Rezeption stehen die Mitarbeiter rund um die Uhr für die Beantwortung der Gästefragen zur Verfügung. Das Team macht durchweg einen sehr freundlichen und kompetenten Eindruck.

Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch, so dürfen eine Art Gallery sowie die Photo Gallery, die sich an Bord der MSC Seaview Emotions Immersive Gallery nennt, nicht fehlen.

Seaside Bar MSC  Seaview

Foto: Seaside Bar MSC Seaview

  • Deck 06 MSC Seaview

Auf Deck 06 liegt am Heck das zweite Hauptrestaurant Silver Dolphin, welches sich in erster Linie durch andere Designmerkmale und eine etwas geringere Größe vom Golden Sand Restaurant unterscheidet. Die Speisekarten sind identisch. Es finden bis zu 806 Personen im 1.475m² großen Silver Dolphin Restaurant Platz.

Silver Dolphin Restaurant MSC Seaview

Foto: Silver Dolphin Restaurant MSC Seaview

Rund um das extravagant gestaltete Atrium sind eine Menge Sitzmöglichkeiten sowie die Shine Bar zu finden.

Verführerische Tradition seit 1878

Ein besonderes, kulinarisches Highlight an Bord der MSC Seaview stellt die 1878 Venchi Cioccogelateria & Coffee Bar dar, die es gleich doppelt an Bord gibt. Einmal hier auf Deck 6 im Zentrum der MSC Seaview und darüber hinaus am Heck am Sunset Beach Pool. Wobei die Bezeichnung „kulinarisches Highlight“ natürlich etwas provokant gewählt ist, denn hier darf man weder ausgefallene, mehrgängige Menüs noch eine preisgekrönte Sterneküche erwarten. Das Highlight sind die verführerischen Schokoladen- und Pralinenkreationen. Sie werden von Meister-Chocolatiers direkt vor Ort hergestellt. Darüber hinaus ist die Auswahl an hervorragendem Speiseeis enorm. Die Leidenschaft für Schokolade geht bei Venchi auf das Jahr 1878 zurück, als Silvano Venchi in Turin seine erste Chocolaterie eröffnete.

1878 Venchi Chocolate Bar MSC Seaview

Foto: 1878 Venchi Chocolate Bar MSC Seaview

Rund um die Chocolaterie reihen sich einige Shops sowie die Piazza Grande, auf der täglich mehrfach stimmungsvolle Live-Musik dargeboten wird.

Das Odeon Theater im vorderen Schiffsbereich ist ein klassisches Schiffstheater neuester Generation. Das 934 Personen fassende Odeon Theater ist der perfekte Ort, um sich allabendlich von großartigen Shows im Broadway-Stil und weiteren Entertainment-Programmen unterhalten zu lassen.

  • Deck 07 MSC Seaview

Auf einem internationalen Kreuzfahrtschiff darf ein Casino nicht fehlen. Das Platinum Casino bietet alle Varianten zeitgemäßer Spielautomaten sowie eine Bar mit 35 Plätzen.

Die Champagne Bar passt optisch perfekt zum modernen, italienischen Design im Bereich des großen Atriums der MSC Seaview.  Auf der Karte stehen nicht nur eine große Auswahl an Champagner und Sekt, sondern auch diverse Kreationen und Varianten aus Meeresfrüchten.

Champagne Bar MSC Seaview

Foto: Champagne Bar MSC Seaview

In der Haven Lounge überzeugt die Barkarte mit außergewöhnlichen Signatur-Cocktails, bekannten Klassikern und den passenden Zutaten für eigene Cocktail-Kreationen. Live-Musik sorgt für die perfekte Stimmung und einen garantiert abwechslungsreichen Abend. Das postmoderne und außergewöhnlich stylische Ambiente, welches den Gast von der ersten Minute an empfängt, zieht sich wie ein roter Faden konsequent durch das Schiff und ist auch in der Haven Lounge zu finden. Insgesamt finden 187 Personen in der Haven Lounge einen Platz.

MSC Seaview Haven Lounge

Foto: MSC Seaview Haven Lounge

Direkt nebenan befinden sich auf der Steuerbordseite ein Billard Room und auf der Backbordseite ein Formel 1 Simulator sowie zwei Bowlingbahnen in Originallänge. Den Abschluss auf Deck 7 bilden der Garage Club, die Venchi 1878 Gelato & Creperie sowie die Sunset Beach Bar am großen Sunset Beach Pool auf dem weitläufigen Außendeck der MSC Seaview. Blickfang im Garage Club ist ein Original US-Oldtimer, der abends zum DJ-Pult wird. Das Design ist angelehnt an ein chilliges American Diner im 1930er Jahre-Stil, in dem bis weit in die Nacht hineingetanzt und gefeiert wird. Abends ist dieser Deckbereich stets sehr gut besucht, das Konzept und die Kombination aus Bars, Eis- und Crêperie finde ich durchaus gelungen.

Garage Club MSC Seaview

Foto: Garage Club MSC Seaview

Der Sunset Beach Pool befindet sich unmittelbar am Heck der MSC Seaview, ist dennoch aber kein Infinity-Pool, was sicher das i-Tüpfelchen gewesen wäre. Bei einem Infinity-Pool erweckt eine Seite den Eindruck, als würde sie mit dem Horizont verschmelzen. Der Wasserspiegel endet meist an einer Glaswand. Vermutlich ließ sich das technisch nicht realisieren oder man hat bewusst darauf verzichtet. Wie dem auch sei, einen offenen Heckbereich in dieser Form gibt es bisher nirgendwo und die Idee ist wirklich gut.

  • Deck 08 MSC Seaview

Ebenfalls gut ist die Anordnung des Marketplace Restaurant, denn auch dieses befindet sich unmittelbar am Heck und bietet zwei relativ große, durch die Panoramaaufzüge voneinander getrennte, Außendecks. Die insgesamt 1.000 Plätze im Restaurant sind zu Stoßzeiten schnell belegt. Interessant sind auf den Tischen im Innenbereich die „Pieper“, über die sich der Getränkeservice ordern lässt. Ein interessantes System. Es ist natürlich bedeutend einfacher, einen Servicemitarbeiter damit herbeizurufen, als zur Bar zu laufen, die sich im Restaurant befindet. Ich gehe letztendlich davon aus, dass man hier nicht nur an das Wohl des Gastes gedacht hat, sondern auch den Getränkeumsatz steigern möchte. Solange aber beide Seiten davon profitieren, ist das aus meiner Sicht völlig legitim. Und es funktioniert wunderbar. Die Wartezeit beträgt durchschnittlich nicht länger als 1-2 Minuten, bis die Bestellung aufgenommen wird. Das Ambiente im Marketplace Restaurant gefällt mir, wenn der Geräuschpegel zeitweise auch etwas hoch ist. Die Buffetstationen sind gut platziert und immer doppelt vorhanden (Backbord- und Steuerbordseite). Als etwas ungünstig empfinde ich die Unterbringung der Besteckstationen, denn diese sind unübersichtlich gekennzeichnet und es gibt zu wenig davon.

Marketplace Restaurant MSC Seaview

Foto:  Marketplace Restaurant MSC Seaview

Inspiration durch Mitbewerber

Klasse ist der Waterfront Boardwalk, der das Marketplace Restaurant auf beiden Seiten einrahmt und jeweils von der Infinity Bridge unterbrochen wird. Diese führt in einem großen Bogen um das Atrium herum und ermöglicht aufgrund des Glasbodens einen interessanten Blick in die Tiefe. Nun, eine Waterfront kenne ich bereits von der Norwegian Cruise Line - auf der Breakaway-Klasse und der Breakaway-Plus-Klasse gibt es eine solche seit dem Jahr 2013. Auch AIDA Cruises hat die Idee einer Waterfront bereits auf der AIDAprima und der AIDAperla umgesetzt. Den „Brückenbogen“, der um ein Atrium herumführt, gibt es in der Kreuzfahrtbranche bereits seit dem Jahr 1999, als er auf der Voyager of the Seas von Royal Caribbean International Premiere feierte. Das alles ist also nicht neu. Stellt sich nun die Frage, ob das Konzept bei MSC Kreuzfahrten besser umgesetzt wurde? Ein Vorteil bei MSC gegenüber NCL wäre die Tatsache, dass die Davids der Rettungsboote nicht in Sichtweise montiert sind, dafür „stört“ aber eine deutlich höhere Glasreling sowie der dafür nötige Stahlrahmen. Der Gast blickt nun entlang der Waterfront nicht auf das Meer, sondern auf einen Stahlrahmen. Bückt er sich, schaut er durch getöntes Glas. Erst wenn er sich auf Zehenspitzen stellt, ist ein freier Blick über den Stahlrahmen hinweg auf das Meer gegeben. Und was ist mit dem Glasboden auf der Infinity Bridge? Nun ja, einen Glasboden in gestalterischer Perfektion gibt es zum Beispiel auf der Royal Princess von Princess Cruises seit dem Jahr 2012 in Form des Seawalk®. Der ist sogar erheblich höher, länger, breiter und komplett über die Schiffswand hinausragend. Sind die Waterfront und die Infinity Bridge auf der MSC Seaview deshalb schlechter? Nein! All das sind tolle Features, nur eben keine neu erfundenen. Und wer die anderen Kreuzfahrtschiffe nicht kennt, für den sind es gewiss einzigartige Highlights.

MSC Seaview Infinity Bridge

Foto: MSC Seaview Infinity Bridge

Für den Hunger zwischendurch empfiehlt sich das aufpreispflichtige Atelier Bistrot im Bereich vom Atrium. In französischem Ambiente sind hier nicht nur ein französisches Frühstück, sondern auch Spezialitäten wie Weinbergschnecken, Gänseleberpastete, Blauschimmelkäse oder französische Desserts zu bekommen.

L´Atelier Bistrot MSC Seaview

Foto: L´ Atelier Bistrot MSC Seaview

Auf Höhe der Piazza reihen sich einige Angebotsvitrinen aneinander. Für das Design auf der Piazza gibt es auf jeden Fall einen „Sonderpreis“, denn betritt man sie zum ersten Mal, so fällt es dem Betrachter schwer, zwischen Decke und Fußboden zu unterscheiden. Spiegel an allen Seiten liefern eine perfekte Illusion. Da haben die Innenarchitekten und Designer ganze Arbeit geleistet. Ob das nun schön ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich finde es interessant, da es vom gängigen Standarddesign abweicht.

MSC Seaview The Piazza

Foto: MSC Seaview The Piazza

Die Seaside Lounge (97 Plätze) bietet den stilvollen Rahmen für einen unterhaltsamen und gemütlichen Abend. In der Sports Bar (155 Plätze) - direkt gegenüber - lassen sich Sportereignisse Live verfolgen. Dazu stehen jede Menge internationale Biersorten und Cocktails auf der Barkarte. Pfiffig sind die Sitzsäcke in Form eines Fußballs. Sowohl die Seaside Lounge als auch die Sports Bar gefallen mir persönlich gut.

Seaside Lounge MSC Seaview

Foto: Seaside Lounge MSC Seaview

Im gesamten vorderen Schiffsbereich ist das MSC Aurea Spa untergebracht. Das Angebot ist vielfältig. So werden zum Beispiel 20 verschiedene Massagen, darunter balinesische, Sport- und Thai-Massagen, Massagen mit heißen Steinen, Kopf- und Fussmassagen, Aromatherapie-Anwendungen, ein türkisches Bad, Saunen, Teenager-Behandlungen, Maniküre, Pediküre und ein Eisraum angeboten. Natürlich gehört ein voll ausgestattetes Fitness Center ebenfalls zum Angebot. Die Behandlungen sind nicht im Reisepreis enthalten. Der Spa-Bereich ist insgesamt 2.410m² groß. Die Sauna-, Spa- und Wellnesspreise orientieren sich am gebuchten Preismodell, wie zum Beispiel „Wellness“ oder „Aurea“, bei denen viele Serviceleistungen bereits inkludiert sind.

MSC Seaview Aurea Spa

Foto: MSC Seaview Aurea Spa

Ein Zwischenfazit

Damit schließt sich der Rundgang über die unteren Decks bereits. Mein Zwischenfazit fällt positiv aus. Auch wenn gewiss nicht alles neu erfunden wurde, so sind die vorhandenen Features und Einrichtungsmerkmale von Deck 05 bis Deck 08 durchweg sehr ansprechend. Das Innendesign hat mich zum Teil beeindruckt und lässt mich darüber hinweg schauen, dass ich bisher keine gravierenden Branchenneuheiten entdeckt habe. Mal abwarten, ob der angenehme Eindruck bis zum Ende Bestand hat.

  • Deck 16 MSC Seaview

Der exklusive Yacht Club

Im vorderen Bereich von Deck 16 befindet sich der MSC Yacht Club. Dieser exklusive Bereich ist für die Bewohner der Yacht Club Suiten reserviert. Die Top Sail Lounge oberhalb der Kommandobrücke ist nur vom Yacht Club aus zugänglich und verfügt über einen großen Innen- als auch über einen Außenbereich. Der Ausblick ist schön, aber nicht spektakulär. Ich hätte mir im Außenbereich eine freie Sicht in Fahrtrichtung gewünscht, ohne durch eine Komplettverglasung schauen zu müssen. Mir fällt in diesem Zusammenhang der sensationelle Ausblick vom King oft he World „Balkon“ bei Royal Caribbean International ein. Und dieser ist zumindest im Moment noch für alle Gäste frei begehbar, nicht nur für die Suiten-Bewohner. Eine Andere Lösung wäre ein erhöhter Ausguck, so wie man ihn bei AIDA findet. Aber das „Schiff-in-Schiff“ Konzept erhält ja leider in der Kreuzfahrtbranche mehr und mehr Einzug und offenbar sind solche Details den Gästen auch egal.

Top Sail Lounge MSC Seaview Yacht Club

Foto: Top Sail Lounge MSC Seaview Yacht Club

Im Herzen der Spezialitätenrestaurants befindet sich die Bar Wine & Cocktails. Diese empfiehlt sich für einen klassischen Aperitif und ein gutes Glas Wein. Wie der Name vermuten lässt, zaubert der Barkeeper auch einen leckeren Cocktail, ganz nach den Wünschen des Gastes. Das Ambiente ist stilvoll und elegant.

Das Asian Market Kitchen by Roy Yamaguchi ist die erste Adresse für alle Liebhaber der Panasiatischen Küche. Der in Tokyo geborene Yamaguchi hat sich insbesondere in den USA durch eine größere Anzahl eigener Restaurants und diverse Kochbücher einen Namen gemacht sowie mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Rezepte und Gerichte sind hawaiianisch inspiriert.

Asian Market Kitchen by Roy Yamaguchi MSC Seaview

Foto: Asian Market Kitchen by Roy Yamaguchi MSC Seaview

Das Ocean Cay Restaurant lässt die Herzen aller Fisch- und Seafood-Liebhaber höher schlagen. Auf der Speisekarte stehen exzellente Gerichte, die allabendlich aus frischen Zutaten für die Gäste zubereitet werden. Für ein noch exklusiveres Erlebnis werden begleitende Weine angeboten. Das Ambiente ist maritim, liebevolle Details runden den harmonischen Eindruck ab.

Ocean Cay Restaurant by Ramon Freixa MSC Seaview

Foto: Ocean Cay Restaurant by Ramon Freixa MSC Seaview

Im Butcher´s Cut servieren die serviceorientierten Mitarbeiter vorzügliche, internationale Fleischspezialitäten, frisch vom Grill. Passend dazu stehen hochwertige Weine, Biere und Cocktails auf der Karte.

Butcher´s Cut Steak Restaurant MSC Seaview

Foto:  Butchers Cut Steak Restaurant MSC Seaview

Beeindruckend ist das sehr großzügig dimensionierte Panorama-Freideck samt Panorama Pool und Panorama Bar. Auf dem großen, hinteren Deckbereich finden abends Poolpartys, Events und Showdarbietungen statt. Am Tage lädt es zum Relaxen und Entspannen ein. Ein kleiner Wehmutstropfen sind die hohen, getönten Glasscheiben. Diese halten zwar den Wind mehr oder weniger ab, nehmen aber auch den „Seaview“.

MSC Seaview Panoramablick auf Panorama Pool und Sonnendeck

Foto: MSC Seaview Panoramablick auf Panorama Pool und Sonnendeck

Bisher einmalig in der Branche – spektakulärer geht es kaum.

Ganz am Heck befindet sich ein Turm mit dem Ausgang der Zip Line sowie der Zugang zur Bridge of Sighs und zu einem spektakulären Aussichtspunkt oberhalb der Bridge of Sighs. Prinzipiell befinden sich hier gleich mehrere Innovationen und Highlights nebeneinander. Bei der Bridge of Sighs handelt es sich um eine Brücke mit Glasboden, welche die zwei Außendeckbereiche oberhalb der zwei „Hoteltürme“ verbindet. Vom darüber gelegenen Aussichtspunkt, welcher ebenfalls in Brückenform die Deckbereiche auf der Steuerbord- und Backbordseite verbindet, hat der Kreuzfahrtgast einen in der Branche bisher einmaligen Blick in die Tiefe sowie auf das Fahrwasser der MSC Seaview. Ganze 11 Decks liegen zwischen dem Sunset Beach Pool und dem Aussichtsdeck! Spektakulärer geht es kaum. Die Bridge of Sighs an sich ist nicht neu, doch die Lage sowie die Anordnung weiterer Aussichtsmöglichkeiten schaffen einen völlig neuen Schiffsbereich.

Blick auf Bridge of Sighs und Sunset Beach Pool MSC Seaview

Foto: Blick auf Bridge of Sighs und Sunset Beach Pool MSC Seaview

Zip Line statt „Seaview“

Einen Kritikpunkt habe ich aber. Es ginge nämlich noch spektakulärer, wenn der obere Bereich des Turmes nicht für den Auslauf der Zip Line und den dazugehörigen Ausgang genutzt worden wäre. Dementsprechend ist die obere Plattform nicht öffentlich bzw. frei zugänglich. Der Ausblick ist unbezahlbar und erstreckt sich in einem 360° Blickwinkel über den gesamten Heckbereich der MSC Seaview sowie das Meer. Hier oben stehen und dann in einen Hafen einlaufen, das wäre für mich ein perfektes Kreuzfahrterlebnis. Die 105m lange Zip Line ist zwar die längste auf See, belegt aus meiner Sicht aber nur unnötig Platz und wurde während der Jungfernfahrt auch nur sporadisch von Gästen genutzt.

Panoramablick MSC Seaview Sonnendeck und Panorama Pool von Deck 20

Foto: Panoramablick MSC Seaview Sonnendeck und Panorama Pool von Deck 20

  • Deck 18 MSC Seaview

Einen sehr schönen Platz haben die Kinderbereiche auf der MSC Seaview bekommen. Diese liegen direkt neben dem großen Forest Aquaventure Park sowie dem - mit einem Magrodome versehenen - Jungle Pool. MSC hat schon immer viel für die „Kreuzfahrer der Zukunft“ getan, das setzt sich auf der MSC Seaview fort. An vielen Terminen reisen bis zu zwei Kinder in der Elternkabine frei.

Neu ist der Babycare-Service, der bei MSC kostenfrei nach Verfügbarkeit und mit Vorabreservierung angeboten wird. An Seetagen können die kleinsten Reisegäste im Alter zwischen einem und drei Jahren für jeweils eine Stunde (13:00 – 14:00 Uhr und 18:00 – 19:00 Uhr) zur Betreuung abgegeben werden. Vielleicht sollte man diesen Service gegen Gebühr noch ausweiten.

Ebenfalls neu ist ein Baby Wäschereiservice. Hier waschen nicht etwa Babys die Wäsche der Gäste, sondern MSC Kreuzfahrten bietet einen Wäschereiservice eigens für die Kleidung der Kinder zwischen 0-6 Jahren an. Im Doremiland finden die Kinder und Jugendlichen aller Altersklassen ein speziell zugeschnittenes Bordprogramm. Der Baby-Club richtet sich an alle Kinder bis zu einem Alter von drei Jahren. Danach sorgt der Mini-Club Lego für leuchtende Kinderaugen bis zum vollendeten, sechsten Lebensjahr. Der Junior Club richtet sich an die kleinen Kreuzfahrtpiraten zwischen sieben und elf Jahren. Für die Teenager und Jugendlichen öffnen sich die Türen dann in den getrennten Young und Teen Clubs. Für alle Kinder bis drei Jahren steht ein getrennter Bade-Außenbereich zur Verfügung.

Young Club 12-14 MSC Seaview

Foto: Young Club 12-14 MSC Seaview

Sehr schön angelegt sind der mit einem auffahrbaren Glasdach (Magrodome) versehene Jungle Pool sowie die Jungle Beach Bar. Unabhängig vom Wetter steht einem ausgelassenen Badevergnügen nichts im Wege. Die Sonnenliegen sind verteilt zwischen (künstlichen) Grünpflanzen in einem kleinen Dschungel. Skulpturen runden das Bild ab. Neu ist die Idee allerdings nicht, denn Royal Caribbean hat vor 18 Jahren auf der beliebten Radiance of the Seas bereits einen sehr ähnlichen Pool eröffnet.

Jungle Pool und Bar MSC Seaview

Foto: Jungle Pool und Bar MSC Seaview

Im Bugbereich von Deck 18 ist das exklusive MSC Yacht Club Restaurant untergebracht. Der Zugang ist nur über den MSC Yacht Club für die Bewohner der Yacht Club Suiten möglich.

MSC  Seaview Yacht Club Restaurant

Foto: MSC Seaview Yacht Club Restaurant

  • Deck 19 MSC Seaview

Das 19. Deck der MSC Seaview erstreckt sich nicht über die gesamte Schiffslänge, sondern beginnt nach einer Abstufung auf Höhe der Panorama Bar, die sich wie beschrieben zwei Decks darunter auf Deck 16 befindet. Entsprechend ergibt sich eine klasse Aussicht von Deck 19 über das große Panorama Sonnendeck der MSC Seaview. Kehrt man in der Miramar Bar ein, so lässt sich dieser Weitblick besonders intensiv genießen. Deck 17 gibt es übrigens auf der MSC Seaview und auch auf den anderen Kreuzfahrtschiffen von MSC nicht, da die 17 in Italien als Unglückszahl gilt.

MSC Seaview Miramar Bar

Foto: MSC Seaview Miramar Bar

Der Forest Aquaventure und Adventure Park bietet Kindern und Jugendlichen gleichermaßen ein Bade- und Klettererlebnis der ganz besonderen Art. Es stehen insgesamt 5 Wasserrutschen bereit, die ein Rutschvergnügen in unterschiedlichen Schnelligkeitsvarianten bieten. Eine davon ist mit so genannten Slideboards ausgerüstet, auf denen man mit einer hohen Geschwindigkeit, gleitend auf dem Wasserfilm der Rutsche, in die Tiefe rauscht. Innerhalb der Rutsche überraschen wechselnde Lichteffekte und Musikeinspielungen den rutschenden Besucher. Auf einem Abenteuerpfad läuft man über den großen Kinderpool, die künstlichen Palmen und Wasserkanonen hinweg und fühlt sich wie in den Baumkronen eines Dschungels.

MSC Seaview zwei der vier Wasserrutschen

Foto: MSC Seaview zwei der vier Wasserrutschen

Viele Bereiche auf Deck 19 nicht für alle Gäste nutzbar

Es schließt sich ein weitläufiges Sonnendeck an, welches jedoch nur auf der Steuerbordseite für alle Kreuzfahrtgäste zugänglich ist. Und das auch nicht komplett. Das vordere Drittel ist nämlich den Gästen des MSC Yacht Club vorbehalten und auf der Backbordseite befindet sich darüber hinaus der Aurea-Exklusivbereich für welchen man sich entsprechende Tickets kaufen kann. Nach entsprechender Sichtung des Top 19 Aurea-Bereiche sehe ich persönlich nur in der integrierten Aurea-Bar einen Mehrwert. Ansonsten gibt es, abgesehen von einem eigenen Whirlpool, keine gravierenden Unterschiede zu den allgemein zugänglichen Sonnendeckbereichen. Auf den MSC-Schiffen der Fantasia-Klasse liegt das Top 19 Deck oberhalb der anderen Deckflächen, das gefällt mir besser.

MSC TOP 19 Aurea-Exklusiv-Sonnendeck MSC Seaview

Foto: MSC Top 19 Aurea-Exklusiv-Sonnendeck MSC Seaview

Rundumsicht nur durch getönte Scheiben

Das MSC Yacht Club Sonnendeck ist dagegen mit einem separaten Pool, zwei Whirlpools, Relaxliegen und hochwertigen Sonneninseln ausgestattet. Wie ich bereits zu Beginn festgestellt habe, fehlen mir persönlich freie Aussichtsmöglichkeiten in Fahrtrichtung, die es auf anderen Kreuzfahrtschiffen durchaus gibt. Eine Rundumsicht ist nur durch getönte, sehr hohe Glasscheiben möglich. Wer beim Einlaufen in einen Hafen mal ein Foto machen möchte, hat dazu hier keine Möglichkeit. Das finde ich persönlich sehr schade, bedenkt man doch wie exklusiv dieser Bereich ist.

MSC Seaview Yacht Club Pool

Foto: MSC Seaview Yacht Club Pool

Der MSC Yacht Club

MSC Kreuzfahrten bietet mit dem Yacht Club ein exklusives „Schiff im Schiff“ - Konzept und verbindet, eigenen Aussagen nach, das Gefühl einer eigenen Privatyacht mit dem umfangreichen Angebot eines Kreuzfahrtschiffes. Luxuriöse Suiten und exklusive Serviceleistungen gehören zu den Privilegien der MSC Yacht Club Gäste. An der Concierge-Rezeption, die rund um die Uhr geöffnet hat, werden die Wünsche der Gäste umgehend erfüllt. Ein Butler-Service steht ebenfalls Tag und Nacht bereit. Als Gast des MSC Yacht Clubs erhält man freien Zutritt ins Spa, wo ein eigener MSC Yacht Club Massage- und Behandlungsraum wartet. Um nur einige der Privilegien zu nennen.

Das nachfolgende Foto zeigt einen der schönsten Ausblicke auf der MSC Seaview, wenn man vom hinteren Schiffsbereich absieht. Der Blick ist allerdings nur für die Besucher des Aurea-Sonnendecks bzw. die Yacht Club Gäste, welche dort ebenfalls Zutritt haben, zu genießen. Sofern diese auf einer Sonnenliege stehend, einen langen Hals machen.

MSC Seaview Aurea Spa Top 19 Ausblick

Foto: MSC Seaview Aurea Spa Top 19 Ausblick

Das Gefühl von Freiheit

Meine offene Kritik einer Komplettverglasung hat schon das eine oder andere Kreuzfahrtschiff „getroffen“. Für mich zählt ein freier Meerblick aber maßgeblich zu einer Kreuzfahrt dazu. Sich den Wind um die Nase wehen lassen und dabei auf das Meer schauen oder beim Einlaufen in einen Hafen dem Treiben an Land zuzusehen, vermittelt mir ein gewisses Gefühl von Freiheit und Urlaub. Ich mag nicht hinter einer Vollverglasung „eingesperrt“ sein.

  • Deck 20 MSC Seaview

Auf dem obersten Deck der MSC Seaview liegen die Sports Arena und der Adventure Trail sowie der „Auslauf“ der Zip Line.

Mein Fazit – ein gutes Konzept mit Potential zur Perfektionierung

Sicherlich könnte man noch weitere Details des neuen Schiffes von MSC Kreuzfahrten aufführen, aber letztendlich ist es wie immer - die Meinungen, Geschmäcker und Erwartungen sind unterschiedlich, so dass jeder dieses Schiff einmal selbst auf einer Kreuzfahrt erleben sollte.

MSC Seaview Yacht Club Sonnendeck am Abend

Foto: MSC Seaview Yacht Club Sonnendeck am Abend

Mir gefällt die MSC Seaview insgesamt gut. Besonders das moderne, italienische Innendesign sticht aus der Masse hervor. Die Features an Bord sind toll, wenn auch nicht immer neu oder einzigartig. Aus meiner Sicht muss aber nicht laufend ein neuer Superlativ her, damit ein Kreuzfahrtschiff interessant ist. Für eine 7-Tägige Mittelmeerkreuzfahrt ist die MSC Seaview durchaus eine interessante Alternative zu anderen Kreuzfahrtschiffen.

Preis-/Leistung hervorragend

Was das Essen in den Hauptrestaurants und am Buffet betrifft, so stimmt hier das Preis-/Leistungsverhältnis absolut. Wenn ich einen 3-Sterne-Preis bezahle, dann darf ich kein 5-Sterne-Essen erwarten. Aus dieser Sicht betrachtet, gibt es keinerlei Kritik hinsichtlich Auswahl, Variationen und Qualität.

Die Schiffsdaten der MSC Seaview in der Zusammenfassung: 153.516 BRZ, 20 Decks, 5.331 Passagiere (Doppelbelegung), 323 m Länge, 41 m Breite, 1.413 Besatzungsmitglieder

  • Die gesamte Bildergalerie der MSC Seaview finden Sie >>hier<<:
  • Alle Kabinenfotos der MSC Seaview finden Sie >>hier<<

Alle Kreuzfahrten mit der MSC Seaview können bei uns gebucht werden. Senden Sie uns einfach eine unverbindliche Anfrage per Mail an kontakt@kreuzfahrten-mehr.de oder rufen Sie uns an unter 04893-4288535.